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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine vernichtende Hartz-Bilanz


DrByte
15.07.2005, 14:38
Magdeburg/dpa. Der DGB Sachsen-Anhalt hat eine vernichtende Bilanz der Arbeitsmarktreformen Hartz I bis IV gezogen. Trotz aller Versprechungen der Politik habe sich die Arbeitslosigkeit im Land weiter verfestigt, sagte DGB-Landeschef Udo Gebhardt am Donnerstag in Magdeburg. «Besonders dramatisch ist der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit.» Inzwischen sei jeder zweite Erwerbslose länger als ein Jahr ohne Job. Auch die Anfang des Jahres in Kraft getretene jüngste Reform Hartz IV sei völlig ungeeignet, um die prekäre Lage zu verbessern.

«Vielfach haben die so genannten Arbeitsmarktreformen dennoch tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen», sagte DBG-Arbeitsmarktexperte Klaus-Dieter Zimmermann, Autor einer Studie zu den Folgen der Reformen für Sachsen-Anhalt. «Vielfach geht es um Leistungskürzungen, die unter der Überschrift "Reformen" verkauft werden. Der zunehmende Druck auf Arbeitslose, vermarmlosend als fördern und fordern umschrieben, hat zu einer massiven Bereinigung der Statistik geführt.» Zum einem tatsächlichen Abbau der Arbeitslosigkeit hätten Instrumente wie Personal-Service-Agenturen, Ich-AGs oder kaum beigetragen.

Durch Hartz IV - Kernpunkt war die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II - gibt es laut DGB massive zusätzliche Probleme. So sei die Zahl der ALG II-Empfänger mit 277 000 um 100 000 höher als ursprünglich angenommen. «Da frage ich mich, wo kommt das Geld her», sagte Gebhardt. Auch sei der zugesagte Betreuungsschlüssel von einem Fallmanager auf 150 Langzeitarbeitslose nicht gewährleistet, tatsächlich liege er teils bei 1:350.

Die viel gepriesenen Ein-Euro-Jobs verdrängten reguläre Beschäftigung und gingen zu Lasten der Sozialversicherungssysteme, sagte Gebhardt. Ihre Zahl sei zudem mit derzeit 14 000 geringer als die von der Landesregierung anvisierten 30 000. Hochproblematisch sei zudem, das viele Menschen, die kein ALG II erhalten, auch nicht mehr in den Genuss von Leistungen wie Qualifikationsprojekten oder Vermittlungsgutscheinen kämen. «Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe war arbeitsmarktpolitisch unsinnig und moralisch verwerflich», sagte Gebhardt.


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


Meine Anmerkung:

Man muss dabei auch erwähnen, dass die katastrophale Hartz-Bilanz den Steuerzahler Milliarden gekostet hat bzw. noch kosten wird. Meiner Meinung nach ein Jahrhundert Skandal, den sich diese Hartz-Parteien da auf Kosten der Steuerzahler geleistet haben.

DrByte
15.07.2005, 14:42
Ich habe von dem Verarmungsprogramm "Hartz IV" auch nichts erwartet. Es war klar, daß dieses asoziale Machwerk von Schröder und seinem Kumpel, Peter Hartz, ein Flop für die Arbeitslosen wird. Wie sollten auch der Genosse der Bosse und seine Helfershelfer, die Lobbyisten des Kapitals, die Nöte und Ängste der Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger nachempfinden können? Geschweige denn, Verbesserungen für diese Menschen zu bringen.

Hartz IV und seine Hebammen sollten gecancelt werden.

TommyHB
11.08.2005, 21:24
Ich denke wir haben es bereits oft genug gehört, dass die Hartz Reformen mehr vernichten als verbessern. Und ich frage mich wann die Politiker endlich einschreiten und diesen Misstand ändern. Aber so wie man serh viel liest scheint es denen garnicht recht zu sein, wenn sie was ändern sollten.

Erfinder dieser Reformen haben Millionen Steuergelder verschleudert und gehören meiner Meinung nach vor den Kadi gezogen und verurteilt. Unser eins dürfte es sich nicht erlauben. Aber es sind halt nicht alle gleich.