Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kündigung oder Aufhebungsvertrag? (Während Probezeit)
Hallo!
hab ne Menge fragen und würd gern wissen was ich beachten muss bzw. wie ich mich verahlten soll.
Also erstmal zu meiner Situation hab heute Kündigung bekommen offiziell weil ich nicht perfekt Arbeite (ab und zu passieren mir fehler aber die fehlerquote ist genauso hoch wie bei den "alten" kolleginen) inoffiziell deshalb weil nicht genug Arbeit für 3 leute da ist und mind 1-2 mitarbeiter immer ohne etwas zu tun in die luft starren (mangels masse)
Mein Chef hat angeboten dass ich selbst kündige und die ihre kündigung zurückziehen, was den vorteil hat dass mein Lebenslauf natürlich beser aussihet, aber wie ist das mit ARbeitslosengeld etc. ich will zwar schnell wieder arbeit, weiss aber nicht ob ich das in den nächsten 2 wochen schaffe(wegen probezeitkündiung nur so kurz) was muss ich beacthen ist evtl eion auflösungsvertrag sinnvoll oder krieg ich da uach sperre kommt es drauf an von wem der gewünscht wurde bzw. welche gründe es gab?
bitte bitte helft mir bin noch total durcheinander
doggy :sad:
StephanK
15.07.2005, 17:19
Hallo Doggy und :welcome:
Nur die Ruhe und schön der Reihe nach...
Ich denke mal, das erste was Du klarkriegen solltest (und auch nur allein für Dich klarkriegen kannst), ist die Frage, ob es für Dich in diesem Betrieb noch irgendeine Perspektive gibt oder nicht.
Wenn ja: Dann ist zu überlegen, ob und wie Du Dich gegen die Kündigung wehren willst.
Wenn nein: Dann ist die Überlegung, wie Du da mit möglichst wenig "Schrammen" raus kommst.
Das mit den wenigen Schrammen hat zwei Seiten:
Die eine Seite: Dein Zeugnis, mit dem Du aus dem Betrieb gehst, sollte natürlich möglichst gut sein. Also darf da nix drin stehen, was Dir für die Zukunft schadet, und darauf solltest Du auch höllisch aufpassen. Bei so einem Kleinstbetrieb ist es für den Chef auch nix peinliches, in das Zeugnis zu schreiben, dass die Auftragslage eben so mies ist. Weil Du noch in der Probezeit bist, ist eine solche Begründung ja auch durchaus möglich (im Prinzip bräuchte es ja gar keine). Logischerweise sollte kein (auch kein verstecktes!) Wort darüber im Zeugnis stehen, dass man vielleicht mit Dir aus irgendwelchen Gründen nicht so zufrieden war.
Die andere Seite: Die Arbeitsagentur. Wenn Du eine Aufhebungsvereinbarung unterschreibst, kriegst Du erst mal eine Sperrzeit wegen "freiwilliger" Arbeitsaufgabe aufgebrummt. Deswegen solltest Du das vermeiden und darauf bestehen, dass Du gekündigt wirst. Der Chef braucht da auch keinen Bammel davor haben, denn wiederum wegen der Probezeit hast Du kaum Möglichkeiten, dagegen zu klagen.
Also: Nicht auf einen Auflösungsvertrag einlassen, sondern kündigen lassen! Und pass sehr gut darauf auf, was in Deinem Zeugnis steht. Es gibt viele Internet-Seiten, in denen die "Geheimsprache" der Zeugnisse gut erklärt wird, damit man sich notfalls gegen ein Zeugnis wehren kann, mit dem einem der Ex-Arbeitgeber eine reinwürgen will.
Hallo und danke für die antwort
bin noch etwas durch den wind ist erst 4 std her *würg* ich denke das zeugnis kann ich in die tonne hauen weil die alten kollegen nette sachen über mich an den chef tratschen.
Mein Problem mit der kündigung druch AG ist mein lebenslauf bei zukünftigen bewerbungen da krieg ich doch nie wieder nen job wenn da drinn steht wurde von AG gekündigt, ich bin mir ziemlich sicher das mein chef etwas in der art von "konnte anfrodernungen nicht erfüllen" reinschreibt hatte da etwas angedeutet. ich weiss aber das er mit meiner arbeit zufreiden ist da mein abteiliungleister erst vor ner woche gemeint hat er sit überglücklich mit mir.
cu doogy
StephanK
15.07.2005, 17:31
Dann wäre ein Zeugnis mit möglichst wenig Aussage über Deine Arbeitsleistung immer noch das bessere - na ja: das kleinere Übel. Aber ich verstehe nicht so recht, warum die Auftragslage so ein Betriebsgeheimnis sein soll, dass man damit nicht eine Kündigung während der Probezeit plausibel begründen könnte. Vielleicht kriegst Du darüber doch noch mal ein vernünftiges Gespräch hin, wenn auch sonst die Atmosphäre wohl ziemlich im Eimer ist.
ich werds probieren, wie gesagt das problem ist das der "ober"-chef ne miese meinung von mir hat bezgl. arbeitsleistung der arbeitlungsleiter von meiner leistung aber überzeugt ist (sagte er erst in einem gespäche) leider ist er zufeige um das vor dem cheff zusagen
StephanK
15.07.2005, 18:16
Ich hatte das nicht überlesen, wollte mich aber hüten, in ein Wespennest zu stechen... ;-)
Es ist natürlich gerade in einem Kleinbetrieb extrem schwierig, wenn man zum Objekt solch unterschiedlicher Beurteilungen wird. Das einzige, was Du da vielleicht dran tun kannst, ist dem Chef (der ja vermutlich das Zeugnis formulieren wird) noch mal unter die Nase reiben, dass die Beurteilung durch den, mit dem Du den unmittelbaren Kontakt auf der Alltagsebene hast und der deswegen die beste Beurteilungsgrundlage hat, schon in das Zeugnis einfließen sollte. Mit ein wenig diplomatischem Geschick könnte das - hoffentlich - etwas bewirken.
*g* und aufhebungsvertrag auf keinen fall auch wenn wir schreiben würden aus betrieblichen gründen?
StephanK
15.07.2005, 19:59
*g* und aufhebungsvertrag auf keinen fall auch wenn wir schreiben würden aus betrieblichen gründen?Ich denke mal: nein. Ich kenne die Rechtsprechung zu dieser Frage nicht genau. Aber im Grundsatz ist es schon so, dass Du nicht selbst an der Beendigung Deines Arbeitsverhältnisses mitwirken darfst. Wenn Du es doch tust - und ich meine, die Gründe dafür spielten keine Rolle, bin mir dessen aber nicht ganz sicher - gilt das als "lösen des Arbeitsverhältnisses" mit der Folge einer zwölfwöchigen Sperrfrist beim Arbeitslosengeld.
Wobei das natürlich voraussetzt, dass Du zuvor lang genug gearbeitet hast, um einen ALG-Anspruch erworben zu haben, was ich nicht weiss. Wenn Du wegen zu kurzer vorangegangener Versicherungszeit sowieso gleich in's ALG II fällst, ist es natürlich wurscht.
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