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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Erlebnis der besonderen Art, Personalstelle AA


border
18.07.2005, 17:23
Hallo zusammen,

habe mich nun entschieden meine Eindrücke nach einer Bewerbung bei der ARGE um einen Arbeitsplatz zu schildern.

1. Bewerbung an das AA

2. Rückschreiben von der ARGE das die Bewerbung angekommen ist, und das Auswahlverfahren läuft.

3. Schreiben vom AA das sie keinen meinen Wünschen und Neigungen entsprechenden Arbeitsplatz haben.

4. Fragte ich mich was ich denn eigentlich gelernt habe, und wieso ich denn wohl nicht für eine beraterische, vermittlerische Tätigkeit geeignet wäre.

5. Wollte ich nun vom Leiter der Personalstelle wissen warum ich denn nun abgelehnt wurde, und was denn die eigentlichen Voraussetzungen für einen Job als Arbeitsberater/Arbeitsvermittler wären.

6. Nach etlichen Telefonanrufen ca 20 in 2 Tagen, kam ich endlich durch zu dem Personalstellenleiter des AA. Ich hatte mir einen Zettel mit Fragen vorbereitet die ich abfragen wollte.

7. Gleich nachdem ich mich bei dem Herren vorgestellt hatte fiel mir seine gereizte und äusserst ablehnende Haltung mir gegenüber auf.
Nun wollte ich ja auch wissen wieso ich abgelehnt wurde. Was damit beantwortet wurde das er täglich 30 bis 50 Bewerbungen hätte und er keine Zeit hätte sich die so genau anzuschauen. Ausserdem hätte er viel zu viel zu tun u.s.w.

8. Nach weiteren mir seine Verachtung zeigenden Äusserungen meiner Person gegenüber, sagte er dann ich hätte ja eh keinen Fachhochschulabschluss und keine Erfahrung im Umgang mit Menschen (inhaltsgemäss). Desweiteren sagte er noch ich könne ihn ja nicht zwingen mich zu einem Vorstellunggespräch einzuladen, -das war auch nicht meine Absicht.
Ausserdem unterstellte er mir Dummheit und behandelte mich wie ein kleines Kind, fiel mir nur noch ins Wort so das ich keinen Satz mehr zu Ende bekam. Er zog es vor meine Satz Anfänge zu beenden mit irgendwelchen abstrusen Zeug.

9. Zuletzt unterstellte er mir noch das ich den Arbeitslosen unterstellen würde sie seien psychisch krank.

10. legte ich dann genervt und ziemlich angepisst auf, obwohl ich ja eigentlich nur eine Info haben wollte.

11. Ist das ein armes Land in dem solche Leute, ich nenn ihn jetzt mal Hr. Ferkel (Name geändert) -der anscheinend eine Profilneurose hat, auf solche Posten gesetzt werden.

sorry so lang

MfG

Border

Blume33
08.09.2005, 19:11
Wie heftig. Das ist ja echt der Hammer. Aber diese Erfahrung habe ich auch gemacht bei der Arge in Dortmund. Allerdings hat man es dort noch nicht einmal geschafft mir einen Ansprechpartner zu nennen, der für Bewerbungen bei der Arge zuständig ist. Und das von einem Argemitarbeiter.

Da kann man sich echt nur noch fragen :shock:

StephanK
08.09.2005, 22:47
@ Border: Danke für interessante Schilderung. Ich verkneife es mir, dabei den Stil und den Umgang mit Dir zu bewerten.
Jedenfalls ist diese Geschichte ein Beispiel für etwas, was ich recht ärgerlich finde. Eigentlich sollte man nämlich aus abgelehnten Bewerbungen etwas lernen können. Sei es, was Stil und Präsentation angeht, sei es, bei welchem Punkt die entscheidende Person fand, dass man nicht zum Anforderungsprofil passe. Aber das findet leider nur recht selten statt. Die meisten Absagen sind nichtssagende Textbausteine. O.K., auch das ist eine Folge der Massenarbeitslosigkeit, derentwegen Unternehmen, die ihren Personalbedarf nicht sowieso lieber per Flüsterpropaganda decken, mit Bewerbungen völlig zugeschüttet werden. Trotzdem sind diese Textbausteine höchst unbefriedigend und bringen einem kein bisschen weiter :x

Bisschen neben dem Thema und ist hier schon mal genannt worden, aber einfach zur Auflockerung: kennt Ihr die website www.absageagentur.de ?

TommyHB
09.09.2005, 05:47
Hier geht es eigentlich doch nicht um den Bewerber selber.

Ich selber habe mich bereits auf diverse Stellen im öffentlichen Dienst beworben mit dem Hintergrund nicht einmal die Chance zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch zu bekommen.

Das liegt doch an folgendem:

Der Staat ist verpflichtet Stellen auszuschreiben... macht er auch..

Diese Stellen sind aber längst intern besetzt oder gehen zu Gunsten von "Vetternwirtschaft" an diejenigen die bereits im Amt sitzen.

Ich habe es aufgegeben als hier in Bremen Stellen ausgeschrieben wurden für die Überwachung des "ruhenden Verkehrs" die ich natrülich nicht bekam weil ich scheinbar zu bekloppt bin das EDV gerät zu bedienen oder bei Wind und Wetter draußen herum zu laufen.

Auch ich habe auf die Absage die ich damals erhielt eine Antwort und Stellungnahme geschrieben... ohne Reaktion.

Für mich ist folgendes daher schon bei solchen Stellenausschreibungen wie auch bei Ausschreibungen derer die dem Gemeinwohl dienen wie DRK, ASB usw. das die Stellen längst besetzt sind aber ausgeschrieben werden müssen. Diese Stellen und Arbeitgeber sich gerne als Helfer ausgeben aber in diesem Zusammenhang nicht mal in der Lage sind den Helfer wirklich zu machen. Ich denke da an meine letzte Bwerbung beim DRK.

Aber was nutzt es mir selber mich daran aufzureiben. Es hat keinen Sinn. Bewerbungen an Staatliche und Halbstaatliche Einrichtungen zu senden machen in der Regel keinen Sinn, denn dort ersetzt Vater den Opa, Bruder die Schwester. In diesen Jobs ist Familientradition angesagt.

border
31.10.2005, 18:21
Hallo nochmal,

wollte nur noch mal berichten das ich mich nun dazu entschlossen habe eine Dienstaufsichtsbeschwerde wegen des Hr. Ferkel ( Name geändert) zu schreiben.

Erstaunlicherweise habe ich mich hierfür nach Gespächen mit zwei Mitarbeitern des selbigen Amts entschieden denen ich den Sachverhalt erklärte, beide unabhängig voneinander sagten, -da so ein Umgang mit einem Bewerber bzw. überhaupt einer Person nicht akzeptabel ist und auch nicht für gut befunden werden könne solle ich mich Beschweren denn es wäre gegen mich ein Unrecht begangen worden.

Sie sagten auch das diese Beschwerde den entsprechenden Personalstellenleiter treffen würde und sie nicht in Ablage P (kleine runde Ablage meist rechts neben dem Schreibtisch auf dem Boden befindlich) wandern würde. Er habe sich für sein Fehlverhalten zu verantworten hieß es von beiden.

Nun ja ich hoffe es kommt wirklich was an, wäre ja schön.

MfG

border :-)