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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : eigenen PKW bei Teilzeitarbeit einsetzen


Ragdoll
21.10.2008, 22:05
Ich lese immer wieder Arbeitsangebote, auch von namhaften großen Trägern, die sich um Halbtags oder 75%-Stellen handeln, wobei der eigene PKW beruflich einzusetzten ist. Da selbst die großen sozialen Träger kein Geld mehr haben, Dienstwagen zu stellen, soll der Arbeitslose seinen eigenen PKW für eine Teilzeitstelle einsetzen. Das wird dann mit 12 ct den km vergütet.

Wer aber bezahlt die erhöhte Versicherung bei beruflicher Nutzung, die sonstigen Unterhalts-, Reparaturkosten und Kosten für die Anschaffung des Wagens?

O.K. man kann ein Dahrlehen vom Amt für den Kauf eines PKW bekommen. doch dann müßt ihr das Dahrlehen abstottern, das Auto unterhalten, die Miete für die Wohung finanzieren und und und.

Wer hat Erfahrung mit solchen Stellenangeboten und sich drauf eingelassen?
Ist das finanziell machbar? Eine Halbtagsstelle zu bekleiden, Miete zu zahlen und Auto zu unterhalten?
Was passiert, wenn das Auto kaputt geht? Ist man dann gezwungen, einen Kredit für die Reparatur aufzunehmen? Was passiert, wenn man sich keinen anderen Wagen mehr anschaffen kann und dann mal ohne da steht?

Roady
22.10.2008, 07:55
Welche erhöhte Versicherung bei beruflicher Nutzung ?
Entweder hast Du ne merkwürdige Kraftfahrzeugversicherung, oder nen Vertreter, der Dir nen Bären aufgebunden hat.
In beiden Fällen solltest Du Dir mal Gedanken machen.

Denn selbst wenn Du Dein Fahrzeug auch zu beruflichen Tätigkeiten einsetzt, bleibt die überwiegende Nutzung immer noch zu privaten Zwecken.

Da würde ich mir eher Gedanken machen, ob ich nicht meinen Wenigfahrerrabatt verliere, weil ich durch diese Tätigkeit zuviele Kilometer zurücklege mit dem Auto, oder aber ob 12 Cent pro Kilometer überhaupt die Kosten für mein KFZ decken, das tun sie nämlich nicht.

Ergo, für 12 Cent pro KM würde ich mein Fahrzeug nicht nutzen - das wäre ja das Gleiche, als wenn Du als Koch angestellt wärst und noch das Filet von Daheim mitbringen würdest.

ratsuchende
25.10.2008, 07:08
Hallo!
Bei 12 ct : Nein, nein und nochmal nein. Das sind 12 EUR pro 100 km. Bei einem Verbrauch von 6 l macht das schon 8 EUR Spritkosten.
Außerdem sind es meist nur etliche Kurzstrecken, da braucht man mehr.

Man könnte den AG auch gleich mal fragen, ob 500 EUR, die man ihm monatlich überweist reichen, damit man arbeiten DARF.

Ich bin es nicht
25.10.2008, 11:27
Hallo Ragdoll - Fan ..



Ich lese immer wieder Arbeitsangebote, auch von namhaften großen Trägern, die sich um Halbtags oder 75%-Stellen handeln, wobei der eigene PKW beruflich einzusetzten ist. Da selbst die großen sozialen Träger kein Geld mehr haben, Dienstwagen zu stellen, soll der Arbeitslose seinen eigenen PKW für eine Teilzeitstelle einsetzen. Das wird dann mit 12 ct den km vergütet.


unüblich ist das nicht unbedingt ..

man sollte einfach die Relationen im Auge halten ..

wenn der Job gut bis überdurchschnittlich bezahlt wird , denke ich so ist das durchaus akzeptabel ..

man kann natürlich auch nen Job ohne PKW Nutzung für 5 Euro Stundenlohn antreten und macht sich dann so seine Gedanken ob man sich die Bequemlichkeit eines eigenen PKW überhaupt noch leisten kann .

nen Teil der Kosten wie Reparatur usw. kannst du bei beruflich bedinter Nutzung des PKW ja auch in deinem Jahresausgleich berücksichtigen lassen ( Fahrtenbuch führen ) ..

bengrimm
05.01.2009, 21:20
Hallo


Also ich habe im November eienn neuen Job bekommen wo mein chef mir schrieftlich gegeben hat das ich auf meinen eigenen PKW angewiesen bin ....
da mein Auto aber eienn defekt hatte habe ich bei der Arge nachgefragt und die haben mir einen Zuschuß für die Reparatur gegeben(ca. 900€).


Habe aber leider das Problem das ich von meiner Bearbeiterin keine Antwort bekomme ob ich Fahrtkosten erstattet bekomme und wie hoch die sind ...
Habe im Dezember 08 860 Kilometer verfahren und wenn ich dann überlege das ich die Fahrtkosten nicht erstattet bekomme kann ich auch wieder zuhause bleiben, denn sonst Arbeite ich nur fürs auto...
Weiß aber auch wenn du mit der Versicherun im Monat über 50 € kommst das du dann auch einen zuschuß vom Amt bekommst(quelle : bekannter Arbeitete bei der Arge )


Gruß bengrimm

efge
05.01.2009, 21:58
Moin bengrimm,

Du hättest Deine SB nicht einfach fragen müssen :wut:, sondern einen schriftlichen Antrag auf Mobilitätshilfen stellen müssen. Dies hättest Du, wie bei dem Zuschuss für die Reparatur Deines PKW's, vor der Aufnahme Deiner Tätigkeit tätigen müssen.

Auch wenn es nur sog. Kann-Leistungen sind, so hätte Dir dies durchaus zustehen können:
§ 54 Mobilitätshilfen bei Aufnahme einer Beschäftigung (http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__54.html)

Stelle trotz allem, unter Berufung auf das Gespräch mit der Sachbearbeiterin XYZ, einen schriftlichen Antrag auf Mobilitätshilfe gem. § 54 Abs. 4.

Gutes Gelingen. :)