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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zum Erstantrag


Silence
19.07.2005, 16:44
Hi,

am 13. Juli versuchte ich meinen Antrag abzugeben und wurde zu einem neuen Jobcenter vertroestet. Nun, nachdem ich gestern dort war und feststellte das heute endlich geoeffnet wurde, habe ich folgende Fragen (Forensuche habe ich abgesucht):

- der Mitabeiter verlangt von mir einen tabellarischen Lebenslauf ist das korrekt, das habe ich noch nie gehoert das das verlangt worden ist, ist ds ueblich oder erschwert mir der Mitarbeiter das unnoetig?

- der Mitarbeiter sagte das ich auch einen Wohnbescheid vom Vermieter ausfuellen lassen muestte, auch das hat bisher niemand muessen den ich kenne, ist ds ueblich oder erschwert mir der Mitarbeiter das unnoetig?

- der Mitarbeiter sagte das ich mir mit dem Bringen des Antrages zeit lassen koennte, da es Wochen dauert bis dieser bearbeitet wird, jedoch am 1. August muss ich Miete bezahlen, was kann ich da tuen (kann man ueberhaupt was tuen) damit ich das Mietgeld erhalte


Danke fuer eure Hilfe

Betroffener
19.07.2005, 20:30
:welcome: Silence,

am 13. Juli versuchte ich meinen Antrag abzugeben und wurde zu einem neuen Jobcenter vertroestet. Nun, nachdem ich gestern dort war und feststellte das heute endlich geoeffnet wurde, habe ich folgende Fragen (Forensuche habe ich abgesucht):

- der Mitabeiter verlangt von mir einen tabellarischen Lebenslauf ist das korrekt, das habe ich noch nie gehoert das das verlangt worden ist, ist ds ueblich oder erschwert mir der Mitarbeiter das unnoetig?
Für den ALG II Antrag absolut unüblich und überflüssig, für die Arbeitsvermittlung jedoch schon üblich.

- der Mitarbeiter sagte das ich auch einen Wohnbescheid vom Vermieter ausfuellen lassen muestte, auch das hat bisher niemand muessen den ich kenne, ist ds ueblich oder erschwert mir der Mitarbeiter das unnoetig?
Hier stellt sich jedes Amt eigene Regeln auf. Was Du meinst ist wohl nicht der Wohnbescheid (der köme vom Wohnungsamt), sonder eine Bescheinigung des Vermieters, das Du bei ihm eine Wohnung angemietet hast und was Du dafür bezahlst. Ebenso gut wäre für diesen Zweck der Mietvertrag und die letzte Nebenkostenabrechnung geeignet oder ein Kontoauszug, der die Bezahlung einer Miete nachweist.

- der Mitarbeiter sagte das ich mir mit dem Bringen des Antrages zeit lassen koennte, da es Wochen dauert bis dieser bearbeitet wird, jedoch am 1. August muss ich Miete bezahlen, was kann ich da tuen (kann man ueberhaupt was tuen) damit ich das Mietgeld erhalte
Das mag ja sachlich richtig sein, dass auch die langsam sind in der Bearbeitung, aber deswegen musst Du trotzdem Deine Miete bezahlen können und Deinen anderen Verpflichtungen nachkommen können.

Ergo musst Du einen Scheck verlangen, der die die Bezahlung dieser Dinge ermöglicht und ggf. auch Lebensmittelgutscheine, damit Du über den Monat kommst. Der Antrag ist ja abgegeben und dem wird sicher auch im Grunde stattgegeben.

Viel Erfolg

Silence
19.07.2005, 22:23
Danke fuer deine Antworten :D

Kann ich also ablehnen einen Lebenslauf mitzunehmen, falls ja wie soll ich das begruenden? Will da keinen aerger nur hat mich das gaergert weil ich so den kompletten Antrag nochmal mitnehmen musste.

Hab den Untermietvertrag mitgenommen (extra einen gekauft wo alles aufgeschluesselt ist), wirklich aergerlich!

Noch eine Frage, wie soll ich das Thema Scheck ansprechen? Kannst du mir da Tips geben ohne das sich der Sachbearbeiter angegriffen fuehlt?

Betroffener
20.07.2005, 02:21
Hallo Silence,

wenn es um die Vermittlung geht, so ist ein Lebenslauf schon erforderlich - aber ich denke mal es wird auch um die irgendwann fällige Eingliederungsvereinbarung gehen und das dafür erforderliche Profiling davor. Mit dem Lebenslauf kann sich der Sachbearbeiter / Fallmanager ein besseres (wiederfindbares) Bild machen. Also nicht einfach ablehnen, sondern fragen, wofür er den möchte und dann als Kaninchen aus dem Hut ziehen. Für Bewerbungen brauchst Du eh einen Lebenslauf. Und Deine Mitwirkungspflicht verweigern willst Du bestimmt auch nicht.

Du hast doch das Problem, das Du finanziell auf dem Schlauch stehst - oder?
Warum sollte sich da jemand "angegriffen" fühlen. Du brauchst die Knete zum Überleben - SOFORT - was kannst Du Dich da um eine mögliche Empfindlichkeit (D)eines Sachbearbeiters kümmern?

Mit der Einstellung wirst Du keinen Scheck kriegen, sondern nett vertröstet ohne Scheck wieder nach Hause gehen und in die Bettkante beissen. Da musst Du Dich schon ein bischen durchsetzen (Fordern und Fördern beruht hier auf Gegenseitigkeit)

Mach Dir eine Aufstellung, was Du in den nächsten Wochen bezahlen musst an die Versorger, Miete, Lebensunterhalt und nehme das mit als Grundlage.

Viel Erfolg