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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fragwürdiger Bescheid


ritchjoe
24.01.2009, 12:38
Ich brauche dringend eure hilfe

Folgendes ich bin Alg 2 Empfänger und habe nun an 1. Feb einen Minjob , indem ich 6 Stunden pro Woche arbeite , dh 24 Stunden im Monat . Ausgemacht waren 8 E die Stunde
Mein Arbeitgeber hat mich auch so gemeldet

Heute kam ein Schreiben von der Arge
Ich habe das mal als Anhang beigefügt , es kann doch nicht sein , das die mir einen 400 € Job in Vor herein berechnen , obwohl ich 1. gar keine 400 € verdiene und zum 2. das Geld noch gar nicht habe , was kann ich tun , ist dringend , mit meinem neuen Arbeitgeber habe ich bereits gesprochen , und der sagte das ich ab 1.02. gemeldet bin aber für lediglich 6 Stunden pro Woche …

Ich weiß nicht wie ich mit 300 € meine Kosten zahlen soll

Seebarsch
24.01.2009, 13:47
Hallo,
ich weis ja nicht, was du der ARGE mitgeteilt hast!
Die Meldung des Arbeitgebers geht ja nicht an die ARGE sondern an die Sozialversicherung. Wenn du der ARGE nur die Aufnahme des Minjobs angemeldet hast, ohne auf die monatliche Höhe einzugehen, rechnen die vorsorglich 400,00 € monatlich an, um eine Überzahlung zu vermeiden.
Wenn du die Anrechnung heruntersetzen willst, solltest du mit dem Arbeitsvertrag, aus dem die monatlichen Stunden und der Stundenlohn hervorgehen, bei der ARGE vorsprechen und die vorläufige Anrechnung heruntersetzen lassen!
:confused:

Dirk_.
24.01.2009, 13:56
Hallo ritchjoe,

klingt im ersten Moment etwas deftig was die ArGe dir da schreibt, ist aber so fast korrekt.
Die ArGe hat nun erstmal pauschal diese 400€ brutto als Einkommen gerechnet.
Daher ergibt sich dann dein geringer Regelsatz.

Aber auf der ersten Seite steht ja, wenn du deine erste Lohnabrechnung einreichst, so wird dein bescheid nach den neuen Grundlagen berechnet.

Ja und daß die ArGe schon das Geld jetzt kürzt, sehe ich so, da du ja ALGII immer im voraus bekommst.
Aber hier würde ich einen Widerspruch einlegen.
Denn wie du schon schreibst, kannst du ja deine laufenden Kosten nicht bezahlen.

Da zicken manche ArGe´n immer erst rum, wenn es um solche Mimijobs geht. Es gibt Vorschriften die besagen, wenn die ArGe sich im Unklaren ist was du verdienst, so wird dein ganzes Geld "eingefroren" bis klarheit herscht.

Gruß
Dirk

Gruß
dirk

ritchjoe
24.01.2009, 19:11
Kann mir denn jemand in etwa sagen wie ich diesem Fall vorgehen muß , vom Arbeitgeber bekomme ich mit Sicherheit die Abrechnung , aber erst Ende februar , die Bestätigung das ich höchstens 196 € (brutto) verdiene kann ich sicher vorab bekommen

efge
24.01.2009, 21:17
Moin ritchjoe,

könntest Du die erste Seite des Schreibens noch mal neu einstellen und Deinen Namen dort unkenntlich machen. :)

(...)habe nun an 1. Feb einen Minjob , indem ich 6 Stunden pro Woche arbeite , dh 24 Stunden im Monat . Ausgemacht waren 8 E die Stunde
Mein Arbeitgeber hat mich auch so gemeldet (...)

Und da es sich hierbei lediglich um 192 € ( 24 Std. x 8 €) handelt würde ich am Montag sofort bei der ARGE aufschlagen und diesem Unfug ein Ende bereiten.

Sollte der oder die SB nicht rechnen können, dann möge der Teamleiter diesen Rechenkünsten ein sofortiges Ende bereiten.

jette
24.01.2009, 21:37
Lass dir auf jedenfall schon mal vorab die Bestätigung vom Arbeitgeber ausstellen, dass du maximal 196 € verdienen wirst. Am besten wäre auch, wenn er dann gleich auch noch bestätigt wann die Lohnauszahlung erfolgt.
Sollte er erst immer im Folgemonat auszahlen, dann wäre eine Anrechnung von Einkommen ab Februar eh nicht korrekt, sondern erst ab März.

Also mach dich gleich Montag auf zum Arbeitgeber und lass dir den Schrieb geben und dann reiche es nachweislich bei deiner Arge ein.

ritchjoe
27.01.2009, 18:09
So, ich habe mich heute bei unserer Beratungsstelle erkundigt und mir wurde gesagt das die Argen sowas IMMER versuchen , stur den 400 € Job anrechnen und hoffe das die Leute Ruhe geben , die reden sich dann erstmal raus mit dem Argument wie Dirk_. geschrieben hat.

Mein Arbeitgeber weiß Bescheud und hat dort angerufen , aber da haben die sich total dumm gestellt , war klar

Ich habe vorsichtshalber bereits gestern Widerspruch eingelegt ich stelle ihn mal rein , bin gespannt was jetzt wieder nicht stimmt , die gehen mir ungeheuerlich auf die Nerven

Widerspruch

Sehr geehrter Herr xxx

Gegen Ihren Bescheid über Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) vom 21.01.2009, mir zugegangen am 24.01.2009, lege ich hiermit Widerspruch ein.

Begründung:

Mit obigem Bescheid haben Sie die mir zustehenden Leistungen ab 01.02.2009 – 28.02.2009 nicht in voller Höhe bewilligt.

Als Begründung gaben Sie eine geringfügige Beschäftigung an, die ich am 1.2.2009 antreten werde. D.h., die Leistung darf wegen Nebeneinkünften frühestens zum 1.3.2009 gekürzt werden!

Bei der geringfügigen Beschäftigung handelt es sich um eine Tätigkeit die ich ab 1.2.2009 über 6 Std pro Woche ausüben werde. D.h., der Verdienst ändert sich monatlich und beträgt keine 400 Euros. Erst nach Vorlage der Gehaltsabrechnungen können Sie überhaupt eine Kürzung wegen der Nebentätigkeit vornehmen!

Aus meinen Bescheiden hervor, dass meine Existenz nicht gesichert ist. Wegen Unterkunfts- und Heizkosten liegt Ihnen bereits ein Widerspruch vor, da pauschale Zahlungen unzulässig sind und Nachzahlungen gar nicht berücksichtig wurden.

Die Leistungen sind bis zur Vorlage meiner ersten Gehaltsabrechnung in voller Höhe zu bewilligen. Sollte mir von Ihnen keine schriftliche Meldung bis zum 30.1.2009 vorliegen, werde ich anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüssen



Der von der Beratungstelle meinte das wäre richtig gewesen , wollte mal euere Meinung dazu ....i

efge
27.01.2009, 20:55
Ich würde nach wie vor das Gespräch mit dem Teamleiter suchen - manchmal kann es Wunder wirken.

Gleichzeitig aber den Widerspruch bereit halten und (bei Uneinsichtigkeit der Mitarbeiter) diesen nachweislich dort im Anschluss an das Gespräch abgeben. ;-)

ritchjoe
30.01.2009, 13:56
So, mitlerweile war ich beim Anwalt und hab ihm die Sache übergeben , es kann nicht sein , das die den Widerspruch ignorieren und mir einen neuen Bescheid zuschicken in dem steht , das ich jeden Monat bis August 300 € bekomme da ich einen 400 € Job habe...ich brauch mein Geld am Anfang vom Monat , hab laufende Kosten die denen vorliegen und ich verdiene keine 400 € was die auch wissen da der Vermittlungsvorschlag von Ihnen selber ist und da steht 6 Stunden in der Woche

efge
09.02.2009, 20:48
So, mitlerweile war ich beim Anwalt und hab ihm die Sache übergeben ...

Gute Entscheidung. :)

Lasse uns bitte wissen, wie die weitere Entwicklung ist.

ritchjoe
10.02.2009, 16:55
Klar, sobald ich was neues habe schreib ichs euch , bis jetzt ist tote Hose , noch kein Bescheid nichts , ich warte jeden Tag , Nachzahlung logischer Weise auch noch nichts ...aber ich meld mich