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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Froh, aus dem Job RAUS(!) zu sein!!


Rockn Roll
15.04.2009, 13:06
Wirklich, bin ich. An anderem Ort hier schilderte ich meine Arbeitsbedingungen.

Habe also 700 Euro dafür bekommen, dass ich fast 50 Treppenhäuser in der Woche reinigte, inklusive einmal im Monat Keller, Dächer und 2 mal monatlich Gehwege. Fast 50 Stück. Bin auch schon fast 50 Jahre alt und habe sogar mal mit Abschluss studiert. Dcoh vor wenigen Jahren drängte mich das Arbeitsamt in den Job. Zunächst fand ich es garnich so schlimm. Doch - die Arbeit wurde mehr und mehr, immer neue Objekte - das Geld dagegen kaum.
Ich war so 10 Tage im Jahr krank - man blaffte mich dann immer an, "Sie sind so lange krank wie keiner hier!!" oder so.
Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, weil ich mit so nem Scheiss eh nicht weiter komme, finanziell schon garnicht, und mir ständig das gemeckere von den mietern anhören musste, was bis zur Beleidigung gehen kann. So hab ich einmal einem Mieter privat Kloppe angedroht, es kam nichts hinterher, zu meiner Verwunderung.

Das Arbeitsklima wurde immer schlechter - nur , ich kam aus dem Job nicht raus! Ohne eine Sperrzeit zu bekommen und dann wahrscheinlich sofort 1 Euro Jobs oder NOCH schlimmere Arbeit.

So quälte ich mich noch mehr als ein Jahr so durch.

Doch dann kam mir die - Gott habe sie selig!- Wiurtschaftskrise zur Hilfe.
Die Treppenhäöuser wurden zwar nicht weniger, doch die anderen Aufträge schon. Und so musste die Arbeit neu verteilt werden, und 2 Einsatzfahrzeuge kommen demächst weg, so auch meines.

Und da ich Single bin, hatte ich bei der "Sozialauswahl" "Glück". Ich bekam einen Änderungsvertrag, nach dem ich nur noch 40h im MONAT diesen Mist machen muss, 2-3x die Woche.

Ich war und bin heilfroh, aus diesem Job endlich rauszukommen und endlich, ab Juni, wieder etwas leben zu können. Das Geld bleibt fast das gleiche.

Die Wirrungen, die sich dann aber aus dem Änderungsvertrag und einer möglichen Sperzeit daraus ergeben häten können, davon schrieb ich unten schon ("Minijob").
Die Probleme aber scheinen schon gelöst.


Kann es hier jemand nachvollziehen, dass ich heilfroh bin, endlich wieder "arbeitslos" zu sein?
Ja, ich bin es.

Ich kann die leute sowieso nicht verstehen, die sich über eine Stelle bei Leiharbeitgebern freuen oder so. Sind für mich blinde Typen.

Ich bin froh, der Tretmühle der inhumanen deutschen Arbeitswelt erstmal für eine Weile entfliehen zu können. Der Minijob stört mich nicht. Mehr soll es aber auch erstmal nicht sein.

Quere
15.04.2009, 17:43
Pssssssst Long Live Rock`n Rollhttp://www.mysmilie.de/smilies/musik/5.gif (http://www.mysmilie.de/)

Man hat nicht :) zu sein, wenn man keine Arbeit hat.

:engel:

Rockn Roll
16.04.2009, 06:27
Doch, ich! Ich wette, heimlich sind das 100.000de andere, die in ähnlichen Klitschen verbraten wurden, auch. Ich sprech das nur als Einziger offen aus. Wer traut sich nioch??
Ich denke, ich werde mich nie wieder verbraten lassen, so wie hier. Man ist auch zu alt dazu.
Arbeiten - gerne, auch sofort wieder. Nur:Bei angemessener Bezahlung und einer Stelle, die wenigstens HALBWEGS meinem Profil entspricht.
Dann:Sofort nach der Kündigung.

Aber, wenn ich da sehe, in was für "Jobs" man da reingesteckt wird - nein danke. Würde ich alle Tricks anwenden, um da nicht zu landen.

Wenns wieder so ein Mist ist, kehr ich bei der Bewerbung den "Akademiker" raus und stelle geschickt mein Alter in den Vordergrund.

Rockn Roll
22.04.2009, 11:20
Vielleicht interessiert meine Story noch jemanden.

Pharao
22.04.2009, 13:52
Hi Long Live Rock`n Roll,

es gibt nix schlimmeres, als wenn das Arbeitsklima nicht passt & die Bezahlung noch mies ist. Aber einige haben halt Verpflichtungen und nehmen deswegen jeden Job an, das sollte man nicht vergessen. Richtig ärgerlich ist das ganze dann (finde ich), wenn man wieder mal hört was so ein toller Manager verdient & was für Abfindungen die zum Teil bekommen dafür das sie was versaut haben ! Keine Ahnung davon haben & was in den Sand setzen, das hätte ich auch geschaft & zwar wesendlich schneller :?

Meine persönliche Meinung ist, das wenn die Arbeit spaß macht & man mit seinen Arbeitskollegen gut auskommt, dann darf auch das Gehalt etwas weniger sein. Viele Firmen meinen aber fast, das man umsonst arbeiten soll ! :wut: Für eine Zeitarbeitsfirmen kann ich mir aber trotzalledem nicht vorstellen zu arbeiten. Man hört ja irgendwie auch immer nur was negatives über die und meist ist die Bezahlung ja auch nicht gerade übig.

Auch wenn das viele nicht gerne hören wollen, ab einen gewissen Betrag lohnt sich arbeiten einfach nicht ! Schliesslich wird alles immer teuerer, man soll noch selbst für seine Rente sparen, gleichzeitig aber auch noch Zusatzversicherungen abschliessen, mobil & flexibel sein, Kinder in die Welt setzen, und und und ...... WIE SOLL DAS GEHN MIT 5-10 € Stundenlohn ?

Leider denken viel zu viele Firmen nur noch an den eigenen Gewinn - gibt fast keine Firmen mehr, die noch denkt "Wenn`s meiner Firma gut geht, dann soll`s meinen Arbeitern auch gut gehn".

Aber eigentlich sollte man garnet soweit in die Zukunft blicken, das ist einfach nur deprimierend. Da hat man einen guten Abschluss & Ausbildung und man bildet sich auch noch weiter & macht Jahrelang seinen Job gut und schwupps ist man auf der Strasse & wird behandelt als hätte man noch nie was geleistet. Genauso wenig kann ich es verstehen das ältere Menschen kaum Changen haben auf dem Arbeitsmarkt. Mal heißt es, sie sollen frühzeitig in Rente gehn um jungen Leuten platz zu machen und andererseits soll man länger im Arbeitsleben bleiben.

So jetzt hör ich mal wieder auf zu Schreiben, sonst ist der Tag heute total ruiniert :)

Rockn Roll
22.04.2009, 14:59
Das seh ich genau wie Du, Pharaoh!
Ich hatte auch schon Arbeitsstellen, die mir Spass machten. Die liefen dannganz ohne meine Schuld aus - einmal war die Firma am Ende und ich machte mit 2 anderen das Licht aus.
War jetzt keine SUPER Arbeit; ich war da als Wachmann tätig. Doch es war absolut fair. Der Chef - ein lockerer Typ, den wir alle duzten, auf den wir uns und der sich auf uns verlassen konnte. Jemand, der auch zum berühmten Krankenbett kam, als ein Kollege mit 40 nen herzinfarkt hatte- Der CVhef war ehrlich betroffen und machte sich Vorwürfe, er hätte eine mitschuld daran gehabt (was wirklich nicht stimmte!!!) Die bezahlung war für damals gut-13 Mark. Es war 1987 oder so.

Das andere mal arbeitete ich als Hiwi in der Uni, leider waren die 2 AV befristet. War irgendwann kein geld mehr da, viele gingen. Tolles Arbeitsklima. Solche Arbeit würde ich SOFORT AB MORGEN!!! sofort wieder antreten. Beides.!!

Doch mit Rotgrün wurde das leben in der BRD so unerträglich, wie es birne schon in Angriff genommen hatte.

Was sind das für Arbeitsbedingungen heute?? Überwachungen, 1x krank= Nahe am Rauswurf ("Stehen noch 100 andere vor der Tür"...) usw. Weisst Du selber.

Es widert einen nur noch an. Ich bleibe übrigens dabei: Die ABSOLUTE Mehrzehl der SB und Arbeitsvermittler sind die letzten Hänger - auch wenn es bestimmt einige wenige gute leute da geben mag. Ich hab aber noch keine "guten" kennen gelernt.

Ich kann mich an einen erinnern. Ruft (ist knapp vor dem treppenjob gewesen) abends um 19.30 an:
"Herr **, ich habe was für Sie:Zeitarbeit bei Firma XY, ab morgen früh. Sie haben um 5.30 in XXX bei Firma YYYY zu sein". Bezahlung?? Egal "Hauptsache, ich bringe Sie aus hartz 4 raus, Sie bekommen (rund) 6 Euro die Stunde, können aber von montags bis samstags 10 Stunden arbeiten".

Als ich dem dann erklärte, ich habe kein Auto, meinte er, ich solle mich nicht so anstellen. Ich bin nicht hin, und bekam 3 Monate Sperre, die ich aber durch den Putzjob aufheben konnte, da der nur 10 Tage später begann.

Jetzt bin ich besser gegen solche Überraschungen gewappnet. Kommt auch dadurch, dass ich ein Knieleiden durch den treppenjob habe und ein aktuelles Attest, das ich sowas zur zeit auf undefinierbaren zeitraum nicht mehr machen kann. So droht mir keine Gefahr mehr, so waS ZU BEKOMMEN:

Der Arbeitsmarkt in der BRD ist das schlimmste, was man nicht mal seinem Feind gönnt. Ich hoffe, die Wikri räumt auf.

aprilalt
22.04.2009, 17:51
Hallo Long Live,

was bitte ist die Wickrie, die aufräumen soll?

Deine Erfahrung ist echt extrem. Manche Vermittler machen, was sie wollen, da kann ich mit meiner dankbar sein. Die hat gemerkt, wie sehr ich mich bemühe und lässt mit sich reden.

Rockn Roll
23.04.2009, 06:11
Hallo Long Live,

was bitte ist die Wickrie, die aufräumen soll?

Deine Erfahrung ist echt extrem. Manche Vermittler machen, was sie wollen, da kann ich mit meiner dankbar sein. Die hat gemerkt, wie sehr ich mich bemühe und lässt mit sich reden.


Die gute alte WIrtschftsKRIse ist damit gemeint.
Wenn die Deutschen nicht hören wollen, werden sie fühlen. Wer Turbokapitalismus, Menschenverachtung, Niedriglöhne, Antisolidarität und sozialer Segregation zur Gewinnmax der Unternehmen keinen Einhalt gebietet und all das, was die Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Politik verbrochen hat, abnickt und nichts besseres zu tun hat, als "zu arbeiten" und nicht nachzudenken - der hat sich die Wirtschaftskrise dicke verdient.

Je mehr es den Deutschen wehtut, desto mehr werden sie irgendwann merken, dass man den Flachbildfernseher nicht fressen kann und Zusammenhalt mehr bringt als Shoppen.

Kann nur gut sein für die brd.

Rockn Roll
23.04.2009, 06:15
Man kann hier ja garnicht editieren, weil ich das folgende sonst noch unten reingetextet hätte:

Ökonomen erwarten noch Jahre im Jammertal
23. April 2009 Die Wirtschaftskrise wird in diesem Jahr zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensbedingungen in Deutschland führen. Das sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer Frühjahrsprognose voraus, die am Donnerstag offiziell vorgestellt wird. Nach den Berechnungen, die der F.A.Z. vorliegen, schrumpft das Bruttoinlandsprodukt (BIP) allein in diesem Jahr um 6 Prozent, ohne dass 2010 eine deutliche Besserung zu erwarten sei. Vielmehr rechnen die Institute mit einer schleppenden Erholung und einem niedrigen Wachstum in den kommenden Jahren. „Das BIP wird im Jahr 2013 noch nicht wieder das Niveau von 2008 erreicht haben“, sagte einer der beteiligten Ökonomen. Forderungen nach einem dritten staatlichen Konjunkturpaket lehnen die Institute dennoch entschieden ab.
Quelle (http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EB66E02B6E7D14863911438CD32AA5C1A~ATpl~Ecommon ~Scontent.html?rss_aktuell)

Die Wirtschaftskrise wird in diesem Jahr zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensbedingungen in Deutschland führen.....

Wenn man in der BRD so weitermachen will wie bisher, dann ist die Aussage wahr. Wenn man aber umkehren will, weg vom Kapitalismus zurück zu einer solidarischen Gesellschaft, werden sich die Lebensbedingungen trottz bzw WEGEN!!! der WiKri entscheidend verbessern.
Im menschlichen nämlich.

Quere
01.05.2009, 08:46
Wo Du recht hat, hast Du recht.

Gruß Quere

Einer
28.06.2009, 12:13
Mir gings ähnlich wie euch. Ich hatte einen gut bezahlten Job, der aber dermaßen nervenaufreibend war, dass ich Schlafstörungen hatte, permanent Übellaunung war und Sontagsmorgens schon Panik hatte, weil ich von meinem Chef immer morgens um 7.30 Uhr zusammengefaltet wurde. Sehr schlechtes Arbeitsklima geprägt durch Egoismus und überforderte Vorgesetzte.

Ich musste da einfach raus, habe mich mit einem Fernstudium und diversen Computerkursen fortgebildet und dann die Kündigung, zusammen mit meiner Freundin die auch meine Arbeitskollegin war, eingereicht.
Danach habe ich einen Job als Leiharbeiter angenommen und wurde 6 Wochen später in dem Unternehmen, in dem ich den Einsatz hatte, mit 6 Monate Zeitvertrag übernommen.

Das war so geil: gekündigt, dann mit meiner Freundin zusammengeszogen, ein neuer Job in einer guten Firma mit allem drum und dran wie zB. Tarifvertrag der IG Metall und Betriebsrat, gute Arbeitzskollegen und entspanntes arbeiten mit verhältnismäßig guter Bezahlung. Alles lief einfach super ...... na ihr ahnt es es schon:
Ja, bis die Wirtschaftskrise über uns hereinbrach und mein Arbeitsgeber Kurzarbeit angemeldet hat, deswegen wurden Zeitverträge nicht mehr verlängert und ich stand auf der Straße, haste la vista alles futsch.

Nun bin ich seit Januar arbeitslos und habe keinen Bock für 7€/Std arbeiten zu gehen, weil es mich einfach kollosal nervt, dass dort bei der Leihfirma irgendwelche eingebildeten Tussis in ihren Büros sitzen,
die jeden Tag von Arbeitssuchenden angeschleimt werden, von meinem Geld leben, mich verarschen und mich auch noch ohne jeden Respekt und Wertschätzung behandeln.
Beim letzten Vorstellungsgespräch habe ich zur Sprache gebracht, dass mir durch lange Arbeitswege Fahrtkosten entstehen die ich bei geringen Stundenlohn von 7€ nicht bezahlen könne, die Antwort:
"Wenn Sie mal wieder richtig Geldverdienen wollen und nicht mehr zu Hause rumsitzen möchten, dann können Sie sich gerne wieder bei uns melden.
Auf Wiedersehen!" Hallo? In welchem Film bin hier eigentlich?

Kann mir mal jemand in den Magen boxen damit ich wach werde, oder was?!
Ich habe schon keine Lust mehr überhaupt irgendwelche Vorstellungsgespräche mit Leiharbeiterfirmen zu führen bei denen ich mich auf reale Stellenangebote bewerbe und dann doch nur im
Bewerberpool lande und mich am Ende auch noch tagelang ärgern muss weil ich mich von so einer dummen Tussi anmachen lasse!
Ich habe jetzt noch ein halbes Jahr ALG I und vieleicht werde ich in den nächsten Monaten noch was Anständiges finden aber irgendwie habe ich das schelchte Gefühl, dass ich nächstes Jahr auf ALG II gehe!

Einer oder Zweier?
Bis dann!

Julie444
29.06.2009, 18:05
Ich kann nachvollziehen das es euch gut geht.
Ich war am 14.4. auch noch total glücklich nach fast einem Jahr wieder arbeit zuhaben.
Das ganze ging 2 Wochen gut und dann ging es los, ich werde nur rund gemacht, wenn was bei mir angekommt, dann nur destruktive Kritik und Nörglerei, aber wichtige Termine bekomm ich net gesagt. Und werde dann noch angeschnauzt.
Ich geh auch schon seit Mai nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Laune naja, mal gut mal schlecht. Körperlich naja, da ich eine Autoimmunkrankheit habe, soll ich eigentlich Stress vermeiden, nur wie bei 15 Frauen, die da arbeiten und die Hälfte davon zickig und übellaunig ist.

Heileke Pf.
03.07.2009, 17:28
Kein Thema - den grössten fehler, den man machen kann, ist, sich über "Arbeit" zu definieren. Es ist kein naturgesetz, immer und um jeden Preis arbeiten zu müssen.
Allerdings - die konsum und Shoppingsucht wird nächstes jahr noch schwer auf die Deutschen zurückschlagen.
Das könnte dann dazu führen, dass die Angst vor Jobverlust noch höher wird im Allgemeinen und dass die Ausbeuter ZAs noch mehr Grund zum "Jubeln" haben, weil die Löhne weiter sinken werden.

Einer
03.07.2009, 17:36
Gerade habe ich einen Anruf von der Zeitarbeiterfirma bekommen für die ich letztes Jahr 6 Wochen tätig war und dann übernommen wurde. Die hat mir einen langfristigen Einsatz bei einem bekannten Elektronikunternehmen hier in Wiesbaden angeboten. Letztes Jahr hatte ich ganz gute Erfahrung mit denen gemacht, werde Montag mal bei dem Verleiher reinschauen.

caio
Euer Einer

Jesster86
03.07.2009, 18:47
Ich verstehe euch alle sehr gut!
Ich bin eigentlich auch froh arbeislos zu sein.

Bei mir war es ähnlich und ich war noch in der Ausbildung: Das Arbeitsklima war die meiste Zeit furchtbar. Mobbing wo man hinschaute - zwar nicht gegen mich, aber ich war mittendrin! Und da ich leider ein kleines Sensibelchen bin, hat mir das wahnsinnig aufs Gemüt geschlagen... Glücklicherweise hab ich die Ausbildung nun mit Erfolg abgeschlossen und kann mich erst mal wieder regenerieren von dem Sch****. :?

Ich habe das Gefühl, die Wirtschaftskrise hat es noch schlimmer gemacht. Die Leute haben nur noch Angst um ihren Job und keiner gönnt irgendwem noch was. Und krank sein? Das sollte man sich schleunigst abgewöhnen...

Die Härte erlebte ich während meiner ersten Ausbildung:
Der Chef stand jeden morgen mit der Uhr da und hat genau überprüft, wer pünktlich kam und wer nicht! Und als ich zwei Mal 5 min zu spät kam, weil mein Auto zugefroren war und ich über den Kofferraum einsteigen musste(!), hieß es ich wäre "andauernd" zu spät und überhaupt würde niemand so oft zu spät kommen, wie ich. Als ich dann auch noch die Grippe bekam und sage und schreibe 3 Tage krank war, bekam ich zusätzlich Vorwürfe zu hören, ich wäre ja selber Schuld. Ich solle gefälligst mehr Sport machen und nachts bei offenem Fenster schlafen, dann würde ich auch nicht krank werden!
Was soll man dazu noch sagen? Und so was bei einem Anwalt! :wut:
Glücklicherweise wurde ich dann während der Probezeit "gegangen", weil ich ja "dauernd" krank war...

Wenn ihr mich fragt: Deutschlands "Sozialstaat" ist so langsam echt das Letzte. Ich habe seit meinem 11. Lebensjahr mit deswegen Depressionen und nehme Antidepressiva. Wie gut stehen meine Chanchen da überhaupt noch? Und ich bin erst 23!

Und das Allerbeste: Ich würde so gerne studieren gehen, damit ich meinen Traumberuf lernen kann, aber dank Einführung der Studiengebühren kann sich das ja kaum noch einer leisten! Und BaföG bekommst du nur, wenn deine Eltern arbeitslos sind oder du 12 Geschwister hast. Was aber, wenn du von deinen Eltern einfach keine Unterstützung bekommst??? :(

Und da heißt es Bildung für alle - ha ha! Bildung für die Reichen trifft es eher...

LG
Jesster

Jesster86
03.07.2009, 18:54
Ach ja, und was ich noch vergessen habe:
Am besten finde ich ja jetzt die geplante Erhöhung der verminderten Mehrwertsteuer von 7 auf 9,5% oder so!

Ist ja klar - Die Lebensmittel sollen teurer werden, aber mehr Lohn gibt's natürlich nicht! Warum auch... :sdagegen:

Und das bei dem "riesen" Hartz IV-Satz!

Es ist echt schlimm, je mehr ich während der Ausbildung über unser System gelernt habe, desto mehr hätte ich heulen können...:kotz:

Einer
03.07.2009, 19:51
Ja, das ist schon schlimm wie mit den Menschen heute umgegangen wird. Schau mal morgens um 5.30 Uhr in die Gesichter der Menschen die auf dem Weg zur Arbeit sind. Wetten das man den meisten ansieht, dass sie unglücklich sind und innerlich schon gekündigt haben!? Der Wille jedes Quartal und jedes Jahr mehr Umsatz und Gewinn zu machen raubt den Menschen die Lebensfreude zu Gunsten der gierigen Manager die unbedingt Erfolgszahlen brauchen. "Die Krise nährt die Krise" und das gilt nicht nur für die Finanzkrise sondern auch für unsere soziale Marktwirtschaft! Wer interesse daran hat einen interessanten Lösungsansatz hierfür zu diskutieren, der sollte bei Google nach "Inititative Grundeinkommen" suchen oder mal bei Facebook vorbeischauen.

Alles Gute!
Euer Einer

Einer
10.07.2009, 17:02
Gerade habe ich einen Anruf von der Zeitarbeiterfirma bekommen für die ich letztes Jahr 6 Wochen tätig war und dann übernommen wurde. Die hat mir einen langfristigen Einsatz bei einem bekannten Elektronikunternehmen hier in Wiesbaden angeboten. Letztes Jahr hatte ich ganz gute Erfahrung mit denen gemacht, werde Montag mal bei dem Verleiher reinschauen.

caio
Euer Einer

Habe heute den Arbeitsvertrag unterschrieben, ab 20.07.09 gehe ich wieder schaffen. Ist zwar bei einer Leiharbeiterfirma, ich habe aber schon öfter für die gearbeitet und ich glaube das ist die beste Leiharbeiterfirma in Wiesbaden. Habe einen festen Einsatz bei einer sehr bekannten Elektronikfirma in Wiesbaden, ich bin wahnsinnig froh, dass ich mir keine Sorgen mehr machen muss. caio