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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verb gesucht


rosenstrauch
05.10.2006, 00:37
Ich bitte um Hilfe, mit welchem Adjektiv man folgenden Satz beenden kann:

Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Vermarktung ........ gebracht - begleitet - geführt - durchgeführt - ....???

Habt Ihr weitere Vorschläge?


Ich bedanke mich im Voraus.

Upsala
05.10.2006, 09:34
Servus Rosenstrauch!

Gleich ne Denksportaufgabe am frühen Morgen.
Ich würde den Satz mit einem Punkt beenden.8-)

Mit einem Adjektiv läßt sich das meiner Meinung nach nicht sauber lösen.


Im Rahmen meiner Selbständigkeit erstellte ich sorgfältige Marktanalysen, um Produkte nach akribischer Projektplanung, gezielt und dennoch flexibel auf dem Markt einzuführen.
:)

rosenstrauch
05.10.2006, 11:39
... Im Rahmen meiner Selbständigkeit erstellte ich sorgfältige Marktanalysen, um Produkte nach akribischer Projektplanung, gezielt und dennoch flexibel auf dem Markt einzuführen.
:)


Das passt so leider nicht in den Kontext, trifft in dieser Form auch nicht den Kern, d. h. es ist nicht glaubwürdig im positiven Sinne. Es muß ein Adjektiv sein.

Die Ägypter
05.10.2006, 18:08
Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Vermarktung ........ gebracht - begleitet - geführt - durchgeführt - ....???


Vielleicht so:


Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung vermarktet.


oder:


Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Veräußerung begleitet...


(die Vermarktung ist Teil des gesamten Prozesse).


Ansonsten gefällt mir das Beispiel von Stupido noch am Besten. Dein Satzbau ist zu kompliziert und das hassen Personaler.....*wegduck*


Du kannst auch schreiben:


Im Rahmen meiner Selbstständigkeit betreute ich die komplette Vermarktung der Produkte eigenständig (welcher Produkte eigentlich?)


Oder...


Während meiner Selbstständigkeit habe ich alle Marketinginstrumente genutzt um meine/die Produkte gewinnerzielend zu veräußern.

StephanK
05.10.2006, 18:11
Offenbar suchst Du kein Adjektiv, sondern ein Verb....
Aber ähnlich wie stupido halte ich die Anlage des Satzes auch für nicht all zu glücklich, und auch den Satzanfang nicht.

Vorschlag deswegen:
Im Rahmen meiner selbständigen Tätigkeit habe ich Produkte zur Marktreife geführt und daberi für alle Stufen von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Vermarktung Verantwortung getragen.


Gründe: (1) Es geht nicht um die Selbständigkeit als Gegenbegriff zur abhängigen Beschäftigung, sondern um die selbständige Tätigkeit, also das, was Du getan und geleistet hast.
(2) "Zur Marktreife führen" ist sozusagen der (übliche) Oberbegriff, der dann noch mal in die einzelnen Stufen aufgefächert wird, um zu betonen, dass Du nicht nur mit Marketing zu tun hattest, sondern die ganze Kette kennst.

Upsala
05.10.2006, 19:08
Das passt so leider nicht in den Kontext, trifft in dieser Form auch nicht den Kern
Vielleicht stellst du den entsprechenden Abschnitt hier ein damit der Kontext erkennbar wird. Man verbeißt sich da schnell an einem Satz.

rosenstrauch
06.10.2006, 01:03
Mensch bin ich blöde... natürlich suche ich ein VERB!:-)

Es geht um Produkte der Musikbranche. Die Besonderheit ist, dass ich diese Arbeit als Projekt anführen möchte. Mit Erfahrungen im Projektmanagement stehe ich "normalen" Bewerbern gegenüber im Vorteil. Das Problem ist, der Hauptlieferant hat seine Angebotsstruktur nach 1 Jahr geändert, womit das Projekt beendet ist, weil es keinen alternativen Lieferanten gibt.

Nach dem einleitenden Standardsatz "hiermit bewerbe ich mich..." beginnt der folgende Absatz:

Ich verfüge über Erfahrung im Projektmanagement. Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Vermarktung geführt. In der Konsequenz eines hart umkämpften Marktes mit zunehmend unsicherem Käuferverhalten und insbesondere einer Produktionsumstellung meines Hauptlieferanten ist eine selbständige Tätigkeit für mich nicht mehr rentabel.

Kann man das so stehen lassen? Bitte schaut Euch das Verb "geführt" an.

Danke, dass Ihr so engagiert mitdenkt.

Die Ägypter
06.10.2006, 01:45
Hallo rosenstrauch,

bitte meine folgenden Einwände nicht übel nehmen:

Nach dem einleitenden Standardsatz "hiermit bewerbe ich mich..." beginnt der folgende Absatz:

Ich verfüge über Erfahrung im Projektmanagement


Nie einen Satz mit "ich" beginnen....


Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich Produkte von der Marktanalyse über die Projektplanung bis zur Vermarktung geführt.


Warum übernimmst du nicht einen unserer Vorschläge? Mich persönlich stört das Wort "Rahmen" = Schreib doch einfach: "Während meiner selbstständigen Tätigkeit" und der Satzbau wirkt kompliziert und irgendwie unrund.... und sorry - das Wort "geführt" passt nicht wirklich. Irgendwie ist der Satz eine Hülse - denn natürlich musst du ein Produkt erfolgreich vermarkten...


In der Konsequenz eines hart umkämpften Marktes mit zunehmend unsicherem Käuferverhalten und insbesondere einer Produktionsumstellung meines Hauptlieferanten ist eine selbständige Tätigkeit für mich nicht mehr rentabel.


Davon abgesehen, das du mit diesem Satz eine Niederlage einräumst und eine Spekulation führst "unsicheres Käuferverhalten" (=Beweis?) und man dies in einem Gespräch erörtert, weil man das dann besser darstellen und begründen kann...


...empfinde ich auch hier den Satzbau als zu verschachtelt. Auch schränkst du nicht ein, dass sich die selbstständige Tätigkeit für nur diesen Bereich nicht rentiert - erklärst aber nicht, warum du generell nicht mehr selbstständig sein möchtest (vielleicht in anderen Bereichen); würde auch viel zu lang geraten...


= Ich würde den Satz komplett weglassen oder umgestalten - denn... du musst dich auch nicht im Vorfeld schon rechtfertigen.


"Die selbstständige Tätigkeit habe ich mittlerweile aufgegeben; die Gründe hierfür möchte ich Ihnen gern in einem Gespräch darlegen"


oder... "Mittlerweile bin ich nicht mehr selbstständig tätig, dies begründe ich gern in einem Gespräch"


... so hättest du - wenn du es noch ausfeilst auch einen Übergang zwecks Vermeidung der klassischen Schlussformel (die eh immer irgendwie langweilig ist)


............................................

Kann man das so stehen lassen? Bitte schaut Euch das Verb "geführt" an.

Danke, dass Ihr so engagiert mitdenkt.

StephanK
06.10.2006, 08:48
Bei einem solchen Thema gibt es unvermeidlich "drei Leute, fünf Meinungen", denn (1) hat jede/r ihre/seine Erfahrungen gemacht und (2) gibt es nur wenige eindeutig feststehende Regeln und alles nicht eindeutige ist von persönlichem Geschmack beeinflusst.

Als allgemeine Leitlinie ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn man versucht, sich dem Empfängerhorizont anzupassen, also sich zu vergegenwärtigen, was (1) allgemein in der Personalwirtschaft üblich ist, was (2) branchenüblich erwartet wird und schließlich (3) was die konkreten Anforderungen im angepeilten Unternehmen sind.

Ohne nefertaris Beitrag zu kritisieren ist meine eigene Sicht auf einige von ihr genannte Punkte einfach anders, wobei ich ausdrücklich nicht beanspruche, die "richtige" Sichtweise zu haben, denn diese gibt es, wie einleitend erwähnt, nicht.

Nie einen Satz mit "ich" beginnen...Das halte ich jedenfalls in einem Bewerbungsanschreiben weder für angebracht noch für durchhaltbar. Ein Bewerbungsschreiben ist eine schriftliche Vorstellung, die den einzigen Zweck hat, mich werbend zu beschreiben, die also mich als Hauptthema hat. Sicher sollte man nicht jeden und auch nicht jeden zweiten Satz mit "ich" beginnen, aber ein absolutes "no-no" kann das meiner Auffassung nach auch nicht sein, und es ist auch schwer zu vermeiden, wenn man sprachliche Verkrampfungen vermeiden will.

Davon abgesehen, das du mit diesem Satz eine Niederlage einräumst und eine Spekulation führst "unsicheres Käuferverhalten" (=Beweis?) und man dies in einem Gespräch erörtert, weil man das dann besser darstellen und begründen kann... Zugegeben: Die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit "positiv zu verkaufen" ist schwierig und ich habe auch keine Patentlösung dafür. Zudem weiss ich nicht, ob Du Dich in der gleichen Branche bewirbst oder nicht. Das spielt eine Rolle bei der Frage, ob und in welchem Umfang die Aufgabe erklärungsbedürftig ist oder nicht und ob Du Kenntnisse über das volatile Käuferverhalten oder das unsichere Konsumklima voraussetzen kannst oder nicht.

Völlig umgehen lässt sich das Einräumen der "Niederlage" wohl nicht. Die Frage ist, wie sie beim Leser oder bei der Leserin ankommt. Den gleichen Sachverhalt wird der eine als "kein Durchhaltevermögen" werten und die andere als "vernünftig, der hat rechtzeitig die Reißleine gezogen".
Nach meiner Meinung und meinem Geschmack kommt es besser an, wenn Du das als eigene, wohlüberlegte und -begründete Entscheidung "verkaufen kannst" als wenn Du Dich als "Opfer" des Marktes darstellst. Das "Vertrösten" auf das persönliche Gespräch halte ich für keine praktikable Lösung, denn zu diesem Gespräch muss es erst einmal kommen...
Den Ansatz mit der mangelnden Rentabilität halte ich für gut. Die Begründung mit der Produktionsumstellung des Hauptlieferanten ist insofern problematisch, als Du damit implizit einräumst, Dich unvorsichtigerweise in eine zu große Abhängigkeit begeben zu haben, was man als unternehmerischen Fehler sehen kann. So etwas kann man im persönlichen Gespräch einräumen, im Brief kommt es nicht gut.
Vorschlag deswegen ("so ungefähr"): Meine bisherige selbständige Tätigkeit habe ich aufgegeben, weil ich als Ein-Mann-Unternehmen die Markt- und Preisschwankungen auf Lieferanten- wie Abnehmerseite nicht mehr abfedern konnte.

Die Ägypter
06.10.2006, 10:58
Das "Vertrösten" auf das persönliche Gespräch halte ich für keine praktikable Lösung, denn zu diesem Gespräch muss es erst einmal kommen...

Jap... du sagst es... und ich würde meinem Chef seine Unterlagen nicht vorlegen

1) wegen der Verschachtelungungen im Satzbau

2) "man" führt Produkte nicht = hier versucht jemand sich um jeden Preis "gut" auszudrücken und das fliegt beim ersten anbahnenden Telefonat schon auf

Und ähnlich ist es eben mit unseren Formulierungsvorschlägen... es ist nicht seine Sprache, nicht seine Art sich auszudrücken und ein Faktor bei Einstellungen ist Authentzität.

Und ein Faktor geht hier völlig unter m.E. - viele Unternehmer wollen aus ihrem Feeling heraus keine Mitarbeiter, die ehemals selbstständig waren - nicht mit logischen Argumenten erklärbar... aber auch Bosse haben nun einmal ein Bauchgefühl, und wenn dann jemand bereits in der Bewerbung "durchklingen" lässt, er könnte womöglich "geeigneter" sein, als der Chef des Unternehmens selbst, ist das eher kontraproduktiv - von gefühlsmäßigen Schwingungen á la "der war eigenständig = der kann sich nicht anpassen, unterordnen, einfügen etc. pp" mal ganz abgesehen...

Aber auch dies - nur meine bescheidene Meinung.

Und was diese Ich-Geschichte angeht - es ist in Bewerbungsschreiben nun einmal verpöhnt - und er schreibt ja auch selbst, es handele sich gleich um den 2. Satz nach der Einleitungsformel.


Ich verfüge über Erfahrung im Projektmanagement


Es ist im Grunde auch ein Doppler, da er im Grunde damit den 2. Satz mit der Selbstständigkeit einleitet.

Und dann ist es überhaupt ein sehr komplexer Begriff (http://de.wikipedia.7val.com/wiki/Projektmanagement?fit=Definitionen&s=s/7val-fit-sid=80097f982160acec5834ce38c8e2c020).

Siehe auch hier (http://de.wikipedia.7val.com/wiki/Projektmanagement?fit=Anforderungen_an_den_Projekt manager&s=s/7val-fit-sid=80097f982160acec5834ce38c8e2c020):




Anforderungen an den Projektmanager

Zur erfolgreichen Projektdurchführung benötigt der Projektmanager Kenntnisse aus

Projektmanagement,
allgem. Managementwissen und
produktspezifisches Wissen,
Ausdauer und Belastbarkeit,
sowie soziale und kommunikative Fähigkeiten


Und all diese Belange, da gebe ich dir völlig recht Stephan, sollten in ihrer Beschreibung auf den entsprechenden Job passgenau zugeschnitten werden... Nicht jedes Unternehmen erwartet für jede Stelle "Führungsfähigkeit" und anderes wiederum ist einfach mal selbstverständlich... Ich schreibe in meiner Bewerbung auf einen möglichen Job als Sekretärin ja auch nicht, dass ich das 10-Finger-System beherrsche, denn das wird vorausgesetzt!

StephanK
06.10.2006, 11:39
Und ähnlich ist es eben mit unseren Formulierungsvorschlägen... es ist nicht seine Sprache, nicht seine Art sich auszudrücken und ein Faktor bei Einstellungen ist Authentzität.Ja, das betonst Du völlig zurecht! Streng genommen haben wir uns hier auf etwas eingelassen, das man seriöserweise nicht tun sollte, wenn man sich nicht wenigstens mal mit dem/der Arbeitsuchenden zusammengesetzt hat und einen unmittelbaren Eindruck von ihm/ihr gewonnen hat. Ein solches Forum stößt hier einfach an die Grenzen dessen, was es leisten kann.

Und ein Faktor geht hier völlig unter m.E. - viele Unternehmer wollen aus ihrem Feeling heraus keine Mitarbeiter, die ehemals selbstständig waren - nicht mit logischen Argumenten erklärbar...Mag sein - das kann ich mangels hinreichenden Überblicks nicht wirklich beurteilen. Ich denke, auch das kommt sehr auf die konkrete Stelle an. Es gibt Stellenanzeigen, in denen ausdrücklich ein "Unternehmer im Unternehmen" gesucht wird, und zwar für die mittlere oder untere Führungsebene, nicht etwa für die Chefetage. Wenn also Entscheidungsfreudigkeit, unternehmerisches Denken usw. zum gesuchten Bewerberprofil gehören, kann Erfahrung als Selbständiger meiner Meinung nach ein Plus sein. Wenn hingegen Teamfähigkeit gefragt ist oder "kongeniale Umsetzung von Leitentscheidungen" sieht es vielleicht exakt umgekehrt aus. Das hat sehr viel zu tun mit der jeweiligen Unternehmens- und Führungs"philosophie", über die wir im konkreten Fall nichts wissen. So oder so bleibt der allgemeine Hinweis, dass man Stellenanzeigen genauestens lesen und sorgfältig analysieren muss, um Hinweise darauf nicht zu überlesen. Außerdem ist es immer ratsam, sich weitergehende Informationen über das Unternehmen und, wenn möglich, seine Personalpolitik zu verschaffen.

rosenstrauch
06.10.2006, 12:39
Liebe Leute, was habe ich für eine Lawine losgetreten...

Ich bewerbe mich nicht als Manager sondern kaufmännischer Sachbearbeiter in jeder anderen als die Musikbranche (die kriselt seit 30 Jahren). Dieser Versuch mit den sehr individuellen Produkten, den ich als Projekt darstellen möchte, hebt mich aus den Mitbewerbern heraus.

In meinem Anschreiben habe ich am Schluß ausgeführt, dass ich es gewohnt bin, mich auf neue Situationen einstellen und mit den Rahmenbedingungen eines Angestellten sehr gut umgehen kann. Ich möchte mein Anschreiben hier aber nicht (Stück für Stück) veröffentlichen, damit andere sich nicht daran bedienen.

Wenn man (sehr individuelle) Produkte nicht zur Vermarktung "führt", welches Verb nimmt man? Mir geht es um eine Authentizität, die ich in einem Gespräch ehrlich vertreten muß. Es geht nicht um einen Posten als Projektmanager, nur ein Sachbearbeiter.

Die Ägypter
06.10.2006, 13:04
Liebe Leute, was habe ich für eine Lawine losgetreten...

*grins*.... ja.... aber du siehst - es ist ein lebendiges Thema....

Ich bewerbe mich nicht als Manager sondern kaufmännischer Sachbearbeiter in jeder anderen als die Musikbranche (die kriselt seit 30 Jahren). Dieser Versuch mit den sehr individuellen Produkten, den ich als Projekt darstellen möchte, hebt mich aus den Mitbewerbern heraus.

Nun, dein Können könntest du aber auch anders darstellen....

In meinem Anschreiben habe ich am Schluß ausgeführt, dass ich es gewohnt bin, mich auf neue Situationen einstellen und mit den Rahmenbedingungen eines Angestellten sehr gut umgehen kann. Ich möchte mein Anschreiben hier aber nicht (Stück für Stück) veröffentlichen, damit andere sich nicht daran bedienen.

Kann ich bedingt verstehen, wenngleich nicht deine Begründung... "damit andere sich nicht daran bedienen"... aber ok.

Und deine Schlussausführung - sorry - empfinde ich als "Hülse" = es wird vorrausgesetzt, dass du dich auf neue Situationen einstellen kannst (Flexibilität)... was verstehst du überhaupt unter "neue Situationen". Das mit den Rahmenbedingungen dagegen finde ich ausgesprochen gut - aber... es steht in einem Widerspruch zu deinen vorherigen Ausführungen in deinem Bewerbungsschreiben.

Wenn man (sehr individuelle) Produkte nicht zur Vermarktung "führt", welches Verb nimmt man?

Ich fand begleiten/vermarkten besser - und... die komplette Umstellung dieses Satzes (ich für mich bleibe da bei meinen Ausführungen....)


Mir geht es um eine Authentizität, die ich in einem Gespräch ehrlich vertreten muß. Es geht nicht um einen Posten als Projektmanager, nur ein Sachbearbeiter.

Damit beantwortest du deine Frage hinsichtlich Ausgestaltung der Bewerbung... und den Rest hat Stephan sehr gut beschrieben... individuell auf die Stelle zugeschnitten und dann.... passen Teile deiner Bewerbung nicht wirklich - aber... das ist - und auch da hat Stephan recht (!) eine individuelle Betrachtung...

Der Personalchef/Unternehmer kann sich angesprochen fühlen... oder eben nicht.

StephanK
06.10.2006, 13:04
Das ist doch keine Lawine... :D
Nachdenken schadet selten, genau so wenig, wenn ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln von Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen beleuchtet wird.
Wenn man (sehr individuelle) Produkte nicht zur Vermarktung "führt", welches Verb nimmt man?Es gibt den Begriff der Markteinführung, die einem z.B. gelungen sein kann. Wenn man aber selbst mit dem Marketing nichts zu tun hat, sondern sich auf die Produktentwicklung konzentriert, dann scheint mir eher die Wendung "zur Marktreife führen (oder bringen)" angebracht. Es kommt meiner Meinung nach also darauf an, wo der Schwerpunkt lag. Wenn man beides getan hat, kann man das auch schreiben, ohne das Ganze unziemlich aufzuplustern nach dem Strickmuster "<Produkt X> zur Marktreife gebracht und erfolgreich auf dem Markt eingeführt".
Aber vergiss neferatris richtigen Einwand nicht: Es muss alles zusammenpassen: zum angestrebten Job, zum angezielten Unternehmen, zu Dir und Deiner Berufsbiographie und Deiner Ausdrucksweise. Genau das macht es so schwierig, und genau deswegen können wir hier immer nur Anregungen geben und darauf hinweisen, dass Du selbst "Herr des Verfahrens" bist... 8-)

rosenstrauch
06.10.2006, 14:08
Was bitte versteht man unter "volatil"? Ich habe den Begriff noch nie gehört und finde keine Erläuterung dazu.

Die Ägypter
06.10.2006, 15:03
Was bitte versteht man unter "volatil"? Ich habe den Begriff noch nie gehört und finde keine Erläuterung dazu.


Sorry - allmählich werde ich leicht ungehalten - du hast bestimmte Kenntnisse - kannst aber Google nicht bedienen????

http://de.mimi.hu/finanz/volatil.html

= 2. Treffer bei Eingabe von volatil in die Google-Suche!

Nebenbei bemerkt - keine Fremdwörter nutzen, die einem nicht geläufig sind oder liegen - du hast deine eigene, gewachsene Sprache und bevor so ein Begriff wirklich "sitzt" vergeht halt auch Zeit....

Und hier noch die Definition aus Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Volatile


Volatile kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet dort etwa: veränderlich, beweglich, flüchtig. Das Wort wird als Fachausdruck auch im deutschen Sprachraum verwendet......

rosenstrauch
06.10.2006, 15:12
(..)was verstehst du überhaupt unter "neue Situationen". Das mit den Rahmenbedingungen dagegen finde ich ausgesprochen gut - aber... es steht in einem Widerspruch zu deinen vorherigen Ausführungen in deinem Bewerbungsschreiben.

Die "neuen Situationen" sollen als Anreiz im Gespräch dienen. Hier kann ich z. B. auf meine Vorgangsweise in geschäftlich problematischen Situationen eingehen.

Was ich nicht verstehe:
Wieso steht der Satz mit den Rahmenbedingungen (eines Angestellten) im Widerspruch zu den vorherigen Ausführungen?

Die Ägypter
06.10.2006, 15:16
Die "neuen Situationen" sollen als Anreiz im Gespräch dienen. Hier kann ich z. B. auf meine Vorgangsweise in geschäftlich problematischen Situationen eingehen.

Ja..... nur... "reize" deinen vielleicht künftigen Chef nicht zu sehr....


Was ich nicht verstehe:
Wieso steht der Satz mit den Rahmenbedingungen (eines Angestellten) im Widerspruch zu den vorherigen Ausführungen?


Du "verkaufst" dich mit deinen übrigen Ausführungen anders....

rosenstrauch
06.10.2006, 15:23
Du "verkaufst" dich mit deinen übrigen Ausführungen anders....

Liebe nefertari, ich kriege die Kurve nicht. Ich weiss nicht, was Du meinst; ich stehe auf dem Schlauch....

Wenn ich aus der Selbständigkeit raus will und sage, ich kann mit den Rahmenbedingungen eines Angestellten sehr gut umgehen: Wo ist der Widerspruch?

Die Ägypter
06.10.2006, 15:34
Liebe nefertari, ich kriege die Kurve nicht. Ich weiss nicht, was Du meinst; ich stehe auf dem Schlauch....

Wenn ich aus der Selbständigkeit raus will und sage, ich kann mit den Rahmenbedingungen eines Angestellten sehr gut umgehen: Wo ist der Widerspruch?

Lieber Rosenstrauch...

weil du dich über deine Ausführungen als Management-Verkaufsgenie mit Führungsqualitäten (ob für Produkte oder Mitarbeiter /ganzheitlich) anpreist....

Ok - im Verkauf/Marketing gibt es bestimmte Erfordernisse, Kenntnisse Verkaufspsychologie, Marketinginstrumente, Kosten-Nutzen-Analysen etc. pp. usw. usf. - du stellst aber heraus, dass du "führst" nicht lediglich "verkaufst"....

Oder anders ausgedrückt - da ist Selbstbild (wie du dich siehst, mit deinem Bewerbungsanschreiben, deinem Auftreten, deiner Erfahrung) - aber auch Fremdbild = wie wirst du von Anderen wahrgenommen - ergibt sich ein für das Unternehmen und seine Stellenausschreibung kompatibles Gesamtbild...

Deine bisherigen Ausführungen erwecken bei mir den Eindruck, dass du nicht mit deiner Eigenständigkeit "abgeschlossen" hast - aus den Sätzen, die ich (ich spreche nur für mich!) von dir bislang gelesen habe... hast du einen ganz klaren Führungsanspruch und meldest diesen gegenüber dem stellenausschreibenden Unternehmen in deiner Bewerbung quasi an - schreibst aber gleichzeitig von Rahmenbedingungen eines Angestellten. Du behältst also keine klare Linie innerhalb eines Schreibens bei, welches übrigens kurz, knapp und auf wichtige Eckdaten beschränkt sein sollte.

Vielleicht habe ich es jetzt ja besser erklären können.

rosenstrauch
06.10.2006, 16:37
Ok. Das mit dem Führungsanspruch habe ich gar nicht gesehen. Dann bringe ich das in Kurzform beiläufig in der Aufzählung meiner Fähigkeiten unter. Dann wird auch deutlich, dass es sich um keinen Schwerpunkt handelt.

Danke, dass Du mir den Horizont "eröffnet" hast :-)

Schönes WoE, Euch allen!

Die Ägypter
06.10.2006, 16:40
Ok. Das mit dem Führungsanspruch habe ich gar nicht gesehen. Dann bringe ich das in Kurzform beiläufig in der Aufzählung meiner Fähigkeiten unter. Dann wird auch deutlich, dass es sich um keinen Schwerpunkt handelt.


@rosenstrauch... wäre es nicht sinnvoller dein Anschreiben eher "abzuspecken" =?

Upsala
06.10.2006, 19:02
Mal eine kleine Zwischenfrage, wo Kristin gerade beim "abspecken" ist!
Gibt es Arbeitszeugnisse oder Referenzen (wg Selbstständig) die dein Schreiben stützen?

rosenstrauch
06.10.2006, 23:38
Mal eine kleine Zwischenfrage, wo Kristin gerade beim "abspecken" ist!
Gibt es Arbeitszeugnisse oder Referenzen (wg Selbstständig) die dein Schreiben stützen?

Es gibt Referenzen in Form von Beurteilungen, die mir 2 Unternehmen ausgestellt haben, für die ich über 8 Jahre im Auftrag den Einkauf übernommen habe (inkl. Lieferantenauswahl, engl. Handelskorrespondenz schrftl.+ tel., Aushandeln von Preisen, Rekalmationsbearbeitung etc... also fast das gesamte Programm der Einkaufssachbearbeitung). Für die letze Tätigkeit mit den Musikprodukten habe ich keine Referenzen, das war ein totaler Alleingang.

Upsala
07.10.2006, 00:14
Dann würde ich „abspecken“!

Letztlich mußt du in komprimierter Form alle wichtigen Argumente die für dich sprechen zusammenfassen, aber dieses sollte nicht dazu führen, daß du dir dein eigenes Zeugnis ausstellst. Aufbauen kannst du das ganze Bewerbungsschreiben doch nur auf Fakten und nicht auf deine eigene Einschätzung.
:mymind:

rosenstrauch
07.10.2006, 01:20
Das ist klar. Meine Fakten sind nachweisbar. Mein Anschreiben ist ca. eine drei4tel Seite lang. Das sollte ok sein.

Upsala
07.10.2006, 16:28
Servus Rosenstrauch!

Es ging nun wirklich nicht um die Länge deines Anschreibens. Lies dir die Beiträge insbesondere von Stephan und Kristin noch mal in Ruhe durch.

Trotzdem, viel Erfolg

Forumadmin
07.10.2006, 21:27
Thema hinreichend beantwortet und damit geschlossen