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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lange dauert die Zusage vom Amt?


Mic
15.08.2005, 09:15
Ich hatte am Donnerstag mit meinem Wohnungsangebot bei der Arbeitsagentur eingereicht mit der Bitte um Übernahme der Kosten. Am Mittwoch hatte ich die Wohnung angeschaut und hatte auch großes Interesse an der gezeigt. Von der Größe und den Kosten ist alles unterhalb der Hartz-Grenze, meinte zumindest der Herr von der ARbeitsagentur.

Wie lange dauert es eigentlich, bis ich die schriftliche Zusage vom Staate (Amt,Agentur, wie auch immer) für die Kostenübernahme habe? Ich hatte gestern noch jemanden gefragt, der beim Amt (in einer anderen "Ecke") arbeitet, er meinte, es könnte 3-4 Wochen dauern! Ganz klasse, also lasse ich den Vermieter so lange in Unklaren, ob ich unterschreiben darf oder nicht. Womöglich suchen die sich einen anderen Interessenten.

Ich bin schon der Meinung, ich unterschreibe JETZT den Vertrag. Da ja die gesetzlichen Rahmen nicht überschritten werden, dürfte das Amt/Agentur/etc. nichts gegen eine Kostenübernahme sein.

Ist doch zum Verrücktwerden, wenn man gesetzestreu an die Sache drangeht, wird man verarscht, bzw. man kommt nicht weit. Nur blöd, daß die gleiche Wohnung noch am Samstag in der Zeitung stand. Aber am Donnerstag, wo ich dem potenziellen (Privat)-Vermieter mitgeteilt hatte, daß beim Amt alles in die Wege geleitet wurde, bekam ich die Aussage "dann werden wir wohl ins Geschäft kommen". Jetzt bin ich total verunsichert.

Was soll ich JETZT machen? Warten auf Behörde oder doch schon in weiser Voraussicht den Mietvertrag unterschreiben (wenn der Vermieter es möchte)?

StephanK
15.08.2005, 09:47
:welcome: Mic
Hmm - das ist wirklich eine unangenehme Situation, in der die Gebräuche im privatwirtschaftlichen Wohnungsmarkt und in der Verwaltung nicht zusammenpassen.
Die vorherige Zusicherung der Kostenübernahme ist nicht zwingend dafür, dass die Miete selbst übernommen wird; wenn sie "angemessen" ist, muss sie in jedem Fall übernommen werden. Du sollst nur die vorherige Zusicherung einholen.
Zwingend ist das jedoch dann, wenn Du auch Deine Umzugskosten, evtl. Maklerkosten und die Mietkaution vom Amt haben willst.
Dann hilft wohl nichts außer kurzfristig beim Amt einzufallen und sanften Druck zu machen, dass das sofort entschieden wird. Eigentlich sollte man für diese Situation Verständnis erwarten dürfen, denn die meisten Mitarbeiter dort dürften selbst zur Miete wohnen und müssten die Zwänge dieser Situation verstehen. Aber Du wirst Gelduld und Zähigkeit brauchen und solltest Dich notfalls nicht mit der Sachbearbeiter-Ebene zufrieden geben und nach einer Entscheidung des oder der Vorgesetzten verlangen, wenn dieses atemberaubende Tempo den Sachbearbeitern den Atem raubt... 8)

Mic
15.08.2005, 16:12
Ganz lustige Situation. Knapp eine Stunde nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe, hatte sich der potenzielle Vermieter sich bei mir gemeldet. Kurze Nachfrage von ihm ob ich noch an der Wohnung interessiert sei. Das Vermieterpaar wird nächste Woche verreisen, also bis dahin soll feststehen, ob die Wohnung vermietet wird. Ich habe ihm gesagt, daß ich quasi von zwei Mitarbeitern der Arbeitsagentur (wieso will ich denn hier noch Arbeitsamt schreiben?) gesagt bekommen habe, daß alles nichts gegen eine Mietübernahme spricht, aber eben eine schriftliche Bestätigung "noch in der Mache" ist. Ich werde nun am Mittwoch ganz einfach den Mietvertrag, wenn nicht das Haus abbrennt, unterschreiben. Immer in der Hoffnung, da ich am Donnerstag alles in der Gänge geworfen habe, so abgenickt wird. Soll heißen, seit Donnerstag weiß die Behörde/Agentur/Verwaltung (wie auch immer) vom Angebot, und daß ICH dieses gerne in Anspruch nehmen möchte, mit "finanzieller" Hilfe des Staates. Und die mundliche Bestätigung von zwei unabhängigen Mitarbeitern dieser Agentur läßt nicht daran zweifeln, daß ich diese Hilfe bekomme.

Ich weiß jetzt gar nicht, wie es sonst gehen soll. Wenn ein Mietinteressent sich für eine Wohnung interessiert, muss er doch noch einige Tagen doch auch sagen, ob er die vier Wände will oder nicht. Und da wartet doch kein Vermieter drei Wochen darauf, daß Person X mit nem Wisch vom Staate kommt und dann den Vertrag unterzeichnet. Da zieht er doch sicherlich denjenigen vor, der als erstes unterzeichnen kann.

Ich glaube, man muss den Staat besch...., sonst wird man von ihm besch..... - oder sehe ich das falsch?

YokoBerlin
16.09.2005, 22:26
Aaalsoooo... Das, was du vorhast ist eigentlich ja nicht so wirklich gut. Denn du weißt ja nicht, ob das Amt letztendlich wirklich alles übernimmt... ABER ich hab's so ähnlich gemacht - und es hat geklappt... :wink:

Mic
21.09.2005, 13:16
Das ganze ist mittlerweile bewilligt, wobei, das Amt/ARGE/wasauchimmer ziert sich total wegen den Erstausstattungskosten. Alles kleinlich notieren, Fläche die mit Teppich ausgelegt werden muss, bald noch jede Tapetenrolle (bzw. Meter). Und bei Möbeln gibt es nur Gutscheine für die Second-Hand-Möbel. Wenn man sieht, daß in anderen Städten insgesamt 1200 Euro pauschal genehmigt werden..... Wie sieht es denn aus, wenn ich, bin leider jemand, der aufgrund seines Gewichts nicht jedes Bett bzw. Lattenrost benutzen sollte, ein stabiles Bett brauche? Wobei, ich möchte kein Bett haben, wo jemand schon drin gelegen hat, wo möglich noch drin gestorben ist, oder ein Bett von einem Bettnässer, oder eine ehemalige Lümmelwiese von B*msfräulein Schmidt.