Betroffener
07.04.2005, 03:22
Dieses grundsätzliche Posting entstand aus einer Anfrage und ich habe versucht es so allgemein und trotzdem drastisch verständlich zu machen, wie die Abfolgen und Abläufe aussehen sollten (auch unter Einbeziehung der Arbeitsweise und Denkweise der anderen Seite)
Die Antwort ist ziemlich weit gefaßt und auf gar keinen Fall konkret auf eine bestimmte Person bezogen, aber mir ist beim Lesen vieler Postings hier klar geworden, daß vielen die wichtigsten Grundbegriffe und Aktivitäten bei einer Bewerbung noch nicht so recht bewußt sind - und daher vieles einfach falsch machen müssen und durch teilweise unnötige Mißerfolge demotiviert werden.
Ich hatte selber einige Zeit mit Personalthemen zu tun. Was ich da teilweise an Bewerbungen auf den Tisch bekam, gehörte zu 75% gleich in den Papierkorb (wurde aber natürlich mit freundlicher Ablehung zurück geschickt). An der Qualität der meisten Bewerbungen hat sich aber leider bis heute nichts wesentliches geändert, nur das Medium Email ist auf breiterer Front hinzu gekommen (was vieles noch verschlimmert hat bei den fehlenden Rückmeldungen von den Firmen)
Ein offenes Wort
Ganz offen und ehrlich gesagt - Online-Bewerbungen per Mail sind gut und schön, aber noch anonymer und unpersönlicher als schriftliche Bewerbungen per Post. Die Rückantwortrate bzw. Rücksenderate ist nochmals niedriger als bei postalischen schriftlichen Bewerbungen (überwiegend, weil einem die Emails nicht auf dem Tisch oder im Schrank rumliegen).
Bewerbungen sind Vertriebsarbeit pur
Wieso? Nun - der Bewerber bietet seine/ihre Person zum Einstellen an - sollte also im netten Marketingpaket geschnürt und poliert daher kommen (aber ohne eine Mogelpackung zu sein!), um zu vermitteln: "Das brauchen wir"! (und die anderen 100 Marketingpäcken bleiben liegen)
Wenn in einer dunklen Ecke im Supermarkt eine Kiste mit Äpfeln rumsteht, interessiert das keinen. Ist die Kiste mit den Äpfeln aber gewachst und poliert unter einem Scheinwerfer präsentiert, dann gucken fast alle drauf und überlegen, welche zu kaufen - Bedarf hin oder her.
Was passiert beim Lesen von Bewerbungen
Statt dessen erfährt und erliest man, daß die Welt der Bewerber anscheinend zu 75% aus Legasthenikern besteht, die nicht mal Ihren Marketingprospekt: "Bewerbung" ohne Fehler richtig auf die Reihe kriegen. (Erster Gedanke - aus der Gruppe brauche ich keinen - und schon gar keinen, der meinen Namen oder den Namen der Firma verstümmelt).
Ein weiterer Teil erfreut zusätzlich mit den tollsten Spielereien mit hinterwäldlicher oder hyperprogressiver typografischer Ausgestaltung und zig nicht zueinander passenden Farben, statt einfach nur eine der wirklich brauchbaren und professioneller wirkenden einfarbigen Vorlagen von z.B. Word zu nehmen. (Zweiter Gedanke - sowas brauchen wir auch nicht, der/die spielt den ganzen Tag nur rum und kriegt nix auf die Reihe).
(Dritter Gedanke - es ist schon 20 Uhr - eigentlich brauche ich ja jemanden, aber den Stapel gehe ich jetzt nicht noch mal durch zum Filtern, den soll mal die Sekretärin zurückschicken, nächste Woche ist vielleicht was brauchbares dabei).
Was kommt in der Vertriebsarbeit nach dem Mailing?
Basis jeglicher Vertriebsarbeit (und Bewerbungen sind Vertriebsarbeit für das Angebot der eigenen Person) ist das nachtelefonieren zu Aktionen (Versand der Bewerbung per Post oder Mail) und daraus ableitend das eigentliche Ziel: einen Gesprächstermin vor Ort zu vereinbaren.
Wenn man/frau keinen oder nicht den/die richtige(n) erreicht, einen guten Termin abfragen, freundlich abbrechen und zum vereinbarten Termin wirklich wieder anrufen, damit zumindest mal ein persönlicher Kontakt aufgebaut wird (und auch weiterhin ein wirkliches Interesse dokumentiert wird).
Welche Informationen braucht ein Vertriebler über seinen Kunden?
Wer von seinem Kunden bzw. von seinem potentiellen Arbeitgeber nichts weiß (vielleicht weil es auch nicht interessiert), hat schon verloren.
Allerspätestens zum Zeitpunkt des telefonischen Kontaktes sollte man auch schon mal die Webseiten der Firmen ausgiebig besucht haben (und auch während des Gesprächs einen Ausdruck vor der Nase haben), bei der man sich aktuell bewirbt. Das zeigt, daß man sich auch mit der Firma beschäftigt und identifizieren möchte und man kann dann auch Dinge hinterfragen, die man (angeblich oder wirklich) nicht verstanden hat.
Wenn man/frau dann am Telefon einen brauchbaren Eindruck hinterlassen hast - und nur dann - wird man/frau möglicherweise gebeten, doch noch mal die Bewerbungsmail neu zu senden an eine andere Empfängeradresse, weil die erste Mail, auf die Du Dich beziehst, gar nicht mehr beim Gesprächspartner exisitiert oder gleich vom HTML-Shredder entsorgt wurde. Auf diese zweite Mail wird dann aber geachtet! Die muss kommen!
Bewerbungsspam
Ansonsten ist das fast wie der unverlangte tägliche Werbemüll im Briefkasten oder der tägliche Spam in der Inbox, der nur ärgert und direkt entsorgt wird.
Ich weiß, das in vielen Firmen täglich etliche Bewerbungsmails der unterschiedlichsten Qualitäten in teilweise Formaten, die kein normaler Mensch benutzt (also auch nicht öffnet) landen, wo mehr oder weniger schon vom ersten Eindruck der eigentlichen Mail auf dem Bildschirm her (ohne überhaupt in die Anlagen rein zu sehen) entweder der Finger zur Löschtaste zuckt, die Mail in der Ablage zum später nachschauen landet (das wird dann wöchentlich gelöscht) oder ob gleich mehr gelesen wird.
Und Mails im HTML-Format werden hierbei nicht unbedingt bevorzugt, sondern eher die im normalen Text-Format.
Will mich denn keiner?
Leider ist das alles vielen Bewerbern in keiner Weise bewußt. Die denken stolz: "Boo ey, ich habe jetzt 10 Bewerbungen abgeschickt und jetzt sind die anderen dran, darauf zu reagieren". Wenn nichts kommt, denken die, mich will ja keiner. Eigentlich haben die sogar recht - solche Leute will wirklich keine Firma.
Wer nur Briefe oder Emails verschickt und dann auf dem Sofa sitzend auf eine Antwort wartet, hat keinen guten Job gemacht. Die Arbeit hätte er/sie sich gänzlich sparen können.
Wer so denkt, mag also weiter träumen - wer aber nachtelefoniert und immer wieder das Gespräch sucht mit den richtigen Leuten (ohne denen zu sehr auf den Wecker zu gehen natürlich) - aber die Frage: "darf ich nächste Woche oder in 14 Tagen nochmals anrufen?" ist durchaus erwünscht und der Anruf wird dann auch erwartet!) hat mindestens 50% bessere Chancen, auch bei nicht ganz so guter Qualifikation.
Wer also seinem Gegenüber das Gefühl vermittelt, "der/die rührt sich und der/die packt das, den/die können wir brauchen, paßt ins Team", der/die kommt auch in die engere Wahl, die anderen nicht.
Das ist vielleicht nicht schön und für viele sicher auch sehr unbequem (vor allem erst mal drüber nach zu denken, was da eigentlich abläuft) sich sozusagen selbst zu verkaufen - aber es ist so.
Wie bretzele ich mich fürs Bewerbungsgespräch auf?
Auch die Erfahrung und also Übung fürs Bewerbungsgespräch ist einfach wichtig. Hierfür gibt es ja bei den Arbeitsämtern auch Kurse, die unbedingt wahrgenommen werden sollten, so trivial einem manche Dinge auch vorkommen mögen.
Die einfachen und vor allem natürlichen Dinge sind meist die Besten - also weder aufgedonnert mit Schlitz im Kleid und tiefem Ausschnitt (die Männer mögen das beim ersten hinsehen, aber dann wird auch sofort an die letzte Betriebsnudel gedacht, die man gerade mit Ach und Krach mit einer Abfindung wieder losgeworden ist), aber auch nicht in Sack und Asche. Besser natürliche gepflegte Alltagskleidung (natürlich auch abhängig vom Job um den es geht). Das gleiche gilt für den persönlichen Auftritt an sich.
Extrem-Beispiele
Von der anderen Seite des Tisches gesehen, möchte man manchmal gerne den/die Bewerber(in), der/die da gerade durch die Tür hereinkommt, am liebsten aus dem Bauch heraus gleich wieder nach Hause schicken, die da mit einer unglaublichen Mischung aus Angstschweiß und total daneben liegender Sorte und Menge von Parfüm oder Rasierwasser mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf verhuscht wie ein Rehkitz ins Zimmer stolpert oder eben der offensichtlich (meist vorgetäuschte) überselbstbewusste "Alleskönner", der dann recht schnell kleinlaut wird.
Solche Gespräche dauern dann meist auch nicht lange und beide Seiten sind erlöst. Die Fenster können endlich wieder geöffnet werden.
Fazit
Ich würde mich freuen, wenn ich einigen die Augen ein wenig öffnen konnte, in der Zukunft etwas anders und vielleicht besser machen zu können und damit mehr Erfolg zu haben.
Lernen sich selbst zu "vermarkten"
Sich selbst zu "verkaufen" sind wir nicht gewöhnt, aber man kann es zumindest teilweise auch erlernen. Die Naturtalente in dieser Disziplin haben es hingegen viel leichter - aber alles andere ist einfach simples strukturiertes Vorgehen und Abarbeiten und auch dabei Mitdenken - und genau solche Leute suchen die meisten Firmen - leider kommt das eigentliche Bedürfnis bei manchen Personalmenschen nicht an, die da in gespoilerterten Annoncen jungen Akademiker mit langer Berufserfahrung und weit gefächerten ergänzenden Kenntnissen in Sparte xy sowie den 3 wichtigsten Weltsprachen suchen lassen für Aufgaben, die so manche gute Kraft mit vergleichbarer Berufspraxis ebenso gut erledigen könnte.
Die Antwort ist ziemlich weit gefaßt und auf gar keinen Fall konkret auf eine bestimmte Person bezogen, aber mir ist beim Lesen vieler Postings hier klar geworden, daß vielen die wichtigsten Grundbegriffe und Aktivitäten bei einer Bewerbung noch nicht so recht bewußt sind - und daher vieles einfach falsch machen müssen und durch teilweise unnötige Mißerfolge demotiviert werden.
Ich hatte selber einige Zeit mit Personalthemen zu tun. Was ich da teilweise an Bewerbungen auf den Tisch bekam, gehörte zu 75% gleich in den Papierkorb (wurde aber natürlich mit freundlicher Ablehung zurück geschickt). An der Qualität der meisten Bewerbungen hat sich aber leider bis heute nichts wesentliches geändert, nur das Medium Email ist auf breiterer Front hinzu gekommen (was vieles noch verschlimmert hat bei den fehlenden Rückmeldungen von den Firmen)
Ein offenes Wort
Ganz offen und ehrlich gesagt - Online-Bewerbungen per Mail sind gut und schön, aber noch anonymer und unpersönlicher als schriftliche Bewerbungen per Post. Die Rückantwortrate bzw. Rücksenderate ist nochmals niedriger als bei postalischen schriftlichen Bewerbungen (überwiegend, weil einem die Emails nicht auf dem Tisch oder im Schrank rumliegen).
Bewerbungen sind Vertriebsarbeit pur
Wieso? Nun - der Bewerber bietet seine/ihre Person zum Einstellen an - sollte also im netten Marketingpaket geschnürt und poliert daher kommen (aber ohne eine Mogelpackung zu sein!), um zu vermitteln: "Das brauchen wir"! (und die anderen 100 Marketingpäcken bleiben liegen)
Wenn in einer dunklen Ecke im Supermarkt eine Kiste mit Äpfeln rumsteht, interessiert das keinen. Ist die Kiste mit den Äpfeln aber gewachst und poliert unter einem Scheinwerfer präsentiert, dann gucken fast alle drauf und überlegen, welche zu kaufen - Bedarf hin oder her.
Was passiert beim Lesen von Bewerbungen
Statt dessen erfährt und erliest man, daß die Welt der Bewerber anscheinend zu 75% aus Legasthenikern besteht, die nicht mal Ihren Marketingprospekt: "Bewerbung" ohne Fehler richtig auf die Reihe kriegen. (Erster Gedanke - aus der Gruppe brauche ich keinen - und schon gar keinen, der meinen Namen oder den Namen der Firma verstümmelt).
Ein weiterer Teil erfreut zusätzlich mit den tollsten Spielereien mit hinterwäldlicher oder hyperprogressiver typografischer Ausgestaltung und zig nicht zueinander passenden Farben, statt einfach nur eine der wirklich brauchbaren und professioneller wirkenden einfarbigen Vorlagen von z.B. Word zu nehmen. (Zweiter Gedanke - sowas brauchen wir auch nicht, der/die spielt den ganzen Tag nur rum und kriegt nix auf die Reihe).
(Dritter Gedanke - es ist schon 20 Uhr - eigentlich brauche ich ja jemanden, aber den Stapel gehe ich jetzt nicht noch mal durch zum Filtern, den soll mal die Sekretärin zurückschicken, nächste Woche ist vielleicht was brauchbares dabei).
Was kommt in der Vertriebsarbeit nach dem Mailing?
Basis jeglicher Vertriebsarbeit (und Bewerbungen sind Vertriebsarbeit für das Angebot der eigenen Person) ist das nachtelefonieren zu Aktionen (Versand der Bewerbung per Post oder Mail) und daraus ableitend das eigentliche Ziel: einen Gesprächstermin vor Ort zu vereinbaren.
Wenn man/frau keinen oder nicht den/die richtige(n) erreicht, einen guten Termin abfragen, freundlich abbrechen und zum vereinbarten Termin wirklich wieder anrufen, damit zumindest mal ein persönlicher Kontakt aufgebaut wird (und auch weiterhin ein wirkliches Interesse dokumentiert wird).
Welche Informationen braucht ein Vertriebler über seinen Kunden?
Wer von seinem Kunden bzw. von seinem potentiellen Arbeitgeber nichts weiß (vielleicht weil es auch nicht interessiert), hat schon verloren.
Allerspätestens zum Zeitpunkt des telefonischen Kontaktes sollte man auch schon mal die Webseiten der Firmen ausgiebig besucht haben (und auch während des Gesprächs einen Ausdruck vor der Nase haben), bei der man sich aktuell bewirbt. Das zeigt, daß man sich auch mit der Firma beschäftigt und identifizieren möchte und man kann dann auch Dinge hinterfragen, die man (angeblich oder wirklich) nicht verstanden hat.
Wenn man/frau dann am Telefon einen brauchbaren Eindruck hinterlassen hast - und nur dann - wird man/frau möglicherweise gebeten, doch noch mal die Bewerbungsmail neu zu senden an eine andere Empfängeradresse, weil die erste Mail, auf die Du Dich beziehst, gar nicht mehr beim Gesprächspartner exisitiert oder gleich vom HTML-Shredder entsorgt wurde. Auf diese zweite Mail wird dann aber geachtet! Die muss kommen!
Bewerbungsspam
Ansonsten ist das fast wie der unverlangte tägliche Werbemüll im Briefkasten oder der tägliche Spam in der Inbox, der nur ärgert und direkt entsorgt wird.
Ich weiß, das in vielen Firmen täglich etliche Bewerbungsmails der unterschiedlichsten Qualitäten in teilweise Formaten, die kein normaler Mensch benutzt (also auch nicht öffnet) landen, wo mehr oder weniger schon vom ersten Eindruck der eigentlichen Mail auf dem Bildschirm her (ohne überhaupt in die Anlagen rein zu sehen) entweder der Finger zur Löschtaste zuckt, die Mail in der Ablage zum später nachschauen landet (das wird dann wöchentlich gelöscht) oder ob gleich mehr gelesen wird.
Und Mails im HTML-Format werden hierbei nicht unbedingt bevorzugt, sondern eher die im normalen Text-Format.
Will mich denn keiner?
Leider ist das alles vielen Bewerbern in keiner Weise bewußt. Die denken stolz: "Boo ey, ich habe jetzt 10 Bewerbungen abgeschickt und jetzt sind die anderen dran, darauf zu reagieren". Wenn nichts kommt, denken die, mich will ja keiner. Eigentlich haben die sogar recht - solche Leute will wirklich keine Firma.
Wer nur Briefe oder Emails verschickt und dann auf dem Sofa sitzend auf eine Antwort wartet, hat keinen guten Job gemacht. Die Arbeit hätte er/sie sich gänzlich sparen können.
Wer so denkt, mag also weiter träumen - wer aber nachtelefoniert und immer wieder das Gespräch sucht mit den richtigen Leuten (ohne denen zu sehr auf den Wecker zu gehen natürlich) - aber die Frage: "darf ich nächste Woche oder in 14 Tagen nochmals anrufen?" ist durchaus erwünscht und der Anruf wird dann auch erwartet!) hat mindestens 50% bessere Chancen, auch bei nicht ganz so guter Qualifikation.
Wer also seinem Gegenüber das Gefühl vermittelt, "der/die rührt sich und der/die packt das, den/die können wir brauchen, paßt ins Team", der/die kommt auch in die engere Wahl, die anderen nicht.
Das ist vielleicht nicht schön und für viele sicher auch sehr unbequem (vor allem erst mal drüber nach zu denken, was da eigentlich abläuft) sich sozusagen selbst zu verkaufen - aber es ist so.
Wie bretzele ich mich fürs Bewerbungsgespräch auf?
Auch die Erfahrung und also Übung fürs Bewerbungsgespräch ist einfach wichtig. Hierfür gibt es ja bei den Arbeitsämtern auch Kurse, die unbedingt wahrgenommen werden sollten, so trivial einem manche Dinge auch vorkommen mögen.
Die einfachen und vor allem natürlichen Dinge sind meist die Besten - also weder aufgedonnert mit Schlitz im Kleid und tiefem Ausschnitt (die Männer mögen das beim ersten hinsehen, aber dann wird auch sofort an die letzte Betriebsnudel gedacht, die man gerade mit Ach und Krach mit einer Abfindung wieder losgeworden ist), aber auch nicht in Sack und Asche. Besser natürliche gepflegte Alltagskleidung (natürlich auch abhängig vom Job um den es geht). Das gleiche gilt für den persönlichen Auftritt an sich.
Extrem-Beispiele
Von der anderen Seite des Tisches gesehen, möchte man manchmal gerne den/die Bewerber(in), der/die da gerade durch die Tür hereinkommt, am liebsten aus dem Bauch heraus gleich wieder nach Hause schicken, die da mit einer unglaublichen Mischung aus Angstschweiß und total daneben liegender Sorte und Menge von Parfüm oder Rasierwasser mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf verhuscht wie ein Rehkitz ins Zimmer stolpert oder eben der offensichtlich (meist vorgetäuschte) überselbstbewusste "Alleskönner", der dann recht schnell kleinlaut wird.
Solche Gespräche dauern dann meist auch nicht lange und beide Seiten sind erlöst. Die Fenster können endlich wieder geöffnet werden.
Fazit
Ich würde mich freuen, wenn ich einigen die Augen ein wenig öffnen konnte, in der Zukunft etwas anders und vielleicht besser machen zu können und damit mehr Erfolg zu haben.
Lernen sich selbst zu "vermarkten"
Sich selbst zu "verkaufen" sind wir nicht gewöhnt, aber man kann es zumindest teilweise auch erlernen. Die Naturtalente in dieser Disziplin haben es hingegen viel leichter - aber alles andere ist einfach simples strukturiertes Vorgehen und Abarbeiten und auch dabei Mitdenken - und genau solche Leute suchen die meisten Firmen - leider kommt das eigentliche Bedürfnis bei manchen Personalmenschen nicht an, die da in gespoilerterten Annoncen jungen Akademiker mit langer Berufserfahrung und weit gefächerten ergänzenden Kenntnissen in Sparte xy sowie den 3 wichtigsten Weltsprachen suchen lassen für Aufgaben, die so manche gute Kraft mit vergleichbarer Berufspraxis ebenso gut erledigen könnte.