Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kommt man mit der arbeitslosen Psyche zurecht?
Hey,
ich bin neu hier. War schon mal für 3 MOnate unter ALG1 und jetzt das erste Mal unter Hartz Vier. Hab meine Ausbildung im September fertig gemacht und finde jetzt erstmal NICHTS da: 1)schulische Ausbildung => keine Berufserfahrungen und 2) Berufseinsteiger=> kann also noch keine Arbeitszeugnisse etc vorweisen.
Hartz 4 ist immer noch nciht auf meinem Konto und ich weiß nicht, wie ich im November die Miete bezahlen soll. Richtig extreme Notlage...hab gleich am Tag des Abschlusszeugnis meinen Antrag gestellt. Bittere Ironie: Fremdsprachensekretärin mit 1,0 Abschluss und damit dann gleich zum AMt.
Um es kurz zu machen: Anstatt die freie Zeit zu nutzen versinke ich in Depressionen und Selbstmordgedanken, was ja nicht sonderlich produktiv ist. Ich brauche von außen Motivation und Anerkennung und ohne Arbeit fehlt die halt. Wie geht ihr damit um? Was macht ihr gegen negative, runterziehende Gedanken? Kann man als ARbeitsloser überhaupt noch motiviert bleiben bei all der Zukunftsangst und DAumenschrauben?
Sonja
Hallo Sonnja,
erstmal: es ist schwierig und bleibt schwierig. Ausgangslage für alles ist ja immer auch die Primär-Persönlichkeit, d.h. wie lebst Du unter "normalen" Umständen Dein Leben und kriegst Krisenzeiten in den Griff.
Meine Psyche ist angegriffen, wird derzeit aber behandelt und so nehme ich die Arbeitslosigkeit gerade als Möglichkeit, an mir selbst therapeutische Interventionen vorzunehmen. D.h. ich arbeite zuhause kreativ. Mache Dinge, die schon seit langer Zeit in der Schublade liegen und versuche die fertig zu stellen. Letzte Woche lief das total schief, ich weiß tatsächlich nicht, wo diese Woche zeitmäßig verblieben ist.
Grundlage ist aber, dass ich mir Tagesstruktur verordnet habe. Mit Kind ist das natürlich ein bisschen einfacher, da sind bestimmte Zeiten einfach vorgegeben.
Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass ich auf verhältnismäßig hohem Niveau jammere. Mein ALG ist ausreichend und mein Mann lässt mich auch nicht verhungern.
Dennoch, Arbeitslosigkeit nagt immer an der Psyche und man muss jeden Tag neu versuchen, sich seinen Optimismus zu bewahren.
Versuche, das, was Du richtig gut kannst zu vertiefen. Such Dir eine Möglichkeit, Deine Seele ein bisschen baumeln zu lassen. Es gibt viele Dinge, die mit geringem Geld zu machen sind. Schreib Tagebuch (oder blog), geh vor die Tür und mach Spaziergänge, genieß die sonnigen Momente, lies die Bücher, die Du schon immer mal lesen wolltest (Bücherei), such Dir Gleichgesinnte vor Ort (gibts einen ALO-Treff?) und last but not least:
lass den Kopf nicht hängen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Bestimmt!
:) T.
Hi Sonnja,
blos den Kopf nicht hängen lassen und es immer wieder neu Probieren. Da du ja noch ganz "frisch" AL bist, ist das noch lange kein Grund jetzt schon Depresionen zu bekommen. Natürlich ist es nicht gerade sehr aufbauen, wenn man nur Absagen bekommt oder wie in deinen Fall von der Schule zu Harz4 wechselt, aber ....... das Leben geht weiter und wer sucht der findet auch gelegendlich was !
Jetzt nur sinnlos vorm Fernseher zu hocken oder in selbstmitleid zu versinken, wird dir nicht wirklich helfen. Deswegen versuche alles positiv zu sehen, egal was es ist.
Das was "Tapir" geschrieben hat, ist denke ich sehr sinnvoll um nicht nutzlos den ganzen Tag verstreichen zu lassen ==> also Hobbies suchen, geregelter Tagesablauf und totzalledem nicht das eigentliche Ziel aus den Augen lassen ==> gelegendlich mal in Zeitungen, Internet schauen oder einfach bei Firmen anrufen, auch wenn die nix ausgeschrieben haben. Ich empfehle immer das Brachenbuch einmal von oben nach unten ==> also einfach anrufen und fragen ob du deine Bewerbung zuschicken darfst.
Das du keine Berufserfahrung oder Arbeitszeugnisse vorweisen kannst müsste jedem klar sein, wenn du gerade aus der Schule kommst. Aber das hat auch große Vorteile ==> du bist noch jung, flexibel, frisch, ect und dich kann man noch lenken (was dich für viele dann totz fehlender Erfahrung wieder sehr interessant macht).
Und deine "Selbstmordgedanken" vergisst du mal ganz schnell wieder, meinst du deine Familie, Freunde werden sich darüber freuen, wenn`se an deinen Grab stehen ?? Meinst du bei jedem läuft alles so perfekt wie er es sich gedacht hat ? Was sollen die anderen erst sagen, die nicht mit 1.0 abgeschlossen haben ?? HALLO, 1.0 das zeigt doch das du es drauf hast !
Natürlich solltest du dir gedanken machen, was is wenn das jetzt nix wird in deinen Beruf ...... aber dann muß halt ein Plan B her. Manchmal muß man eben kleine Umwege machen um an`s Ziel zu kommen :)
Hallo Sonnja,
ich schliesse mich meinen Vorschreibern an, Du darfst den Kopf nicht hängen lassen.
Du solltest jetzt anfangen, wie Pharao schon schrieb, nach Alternativen zu suchen.
Du bist noch jung, daher steht Dir doch die ganze (Berufs-)Welt offen.
Ich bin mal so frei und schreibe hier mal ein paar Vorschläge rein was Du mit Deinen Fremdsprachenkenntnissen machen könntest.
Also, da fällt mir spontan die Reisebranche ein. Was hast Du hier für Möglichkeiten.
Du könnstest auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten (diesen Weg hat eine Bekannte eingeschlagen und arbeitet auf der Europa)
Du könntest Dich bei einem Reiseveranstalter (TUI etc.) bewerben, hier werden auch Menschen gebraucht die andere Sprachen beherschen.
Als Fremdsprachensekräterin könntest Du Dich auch mal bei großen Speditionen bzw. Reedereien bewerben, diese arbeiten ja auch International.
Was haben wir noch ?
Airlines z.B., da dürften auch Leute mit Fremdsprachenkenntnissen arbeiten :)
Also Du siehst, so hoffnungslos ist es nicht wie Du es Dir gerade ausmalst.
Und ich bin mir sicher, wenn Du fragen hast dann wird hier jeder ein offenes Ohr für Dich haben.
Gruß
Joker
VIERZEHNNOTHELFER
21.10.2009, 14:52
Es ist nämlich wirklich so, daß
Fremdsprachensekretärinnen gesucht werden,
ich kann Dir nur Mut machen.
Nutze die Zeit jetzt, um online in eine
andere Sprache zu schnüffeln, Dir ein paar Grundkenntnisse
anzueignen, man kann viel alleine machen und es hilft der Psyche sehr.
NUR MUT
Ich brauche von außen Motivation und Anerkennung und ohne Arbeit fehlt die halt. Wie geht ihr damit um? Was macht ihr gegen negative, runterziehende Gedanken? Kann man als ARbeitsloser überhaupt noch motiviert bleiben bei all der Zukunftsangst und DAumenschrauben?
Sonja
Ich habe mehrere Hobbys, die meine Aufmerksamkeit erfordern, daraus ziehe ich meine Motivation.
Zudem wehre ich mich mit dem BGB, wenn mir die Argeleute zu arg kommen ;)
Ich habe festgestellt:
Ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich arbeite, um zu leben.
Nimmt man mir die Chance zu arbeiten, konzentriere ich mich eben auf's Leben ansich und allgemein ;)
Auch mit wenig Geld in der Tasche ist viel möglich.
Vielen, lieben Dank euch allen!
Es ist nur so, dass ich das Leben nicht wirklich nutzen kann, wenn ich solche Zukunftsangst habe. Und das ist jetzt nicht nur meinem depressiven Hirn entsprungen, es ist schwarz auf weiß so, dass ich nächsten Monat die Miete nicht zahlen kann, von den ganzen anderen Kosten mal ganz zu schweigen. Sorry, aber da kann ich mich nicht wirklich auf den Sonnenschein des Lebens oder auf irgendwelche Romane kümmern. Jetzt gehts an die Existenz.
Ich habe schon während meiner Ausbildung ganz knapp gelebt, aber dass es noch tiefer geht, hätte ich nicht gedacht. Nun ja, der ARGE Feuer unterm Hinter machen und wenn ich weiß, dass ich genug zu essen und ein DAch überm Kopf habe, setze ich eure Vorschläge in Tat um :)
Was habt ihr denn so für Hobbys? Ich hatte bisher nur Ausbildung, danach schnell zum Nebenjob hasten, dann Haushalt und zum Schluss 2 stunden lernen und danach ins Bett. Sehr abwechslungsreich *lach*
Ich bin es nicht
22.10.2009, 16:29
hallo Sonnja ..
gib mal rasch paar Daten ..
Antrag wurde gestellt m nach Erhalt des Abschlußzeugnis ..
wann genau hast du den Antrag gestellt ?
wurde dir die Antragsabgabe schriftlich bestätigt , oder hast du sonst ein Schreiben aus welchem erkennbar ist , das der Antrag überhaupt bearbeitet wurde ?
welche Unterlagen wurden zu dem Antrag beigefügt ?
hast du dich mal mit der Arge in Verbindung gesetzt und nach dem Bearbeitungsstand gefragt ?
in der Regel dauern die Bewilligungen 4 - 6 Wochen ..
bereits nach 4 Wochen kannst du auf einen Vorschuß ( BAR ) bestehen ..
gib mal bisgen Informationen , woraus mann dann etwaig erkennen könnte , was schief läuft ..
ALG II / Hartz 4 wird zum letzten des Monats gezahlt , muss also am 1.sten des Anspruchsmonats zur Verfügung stehen ..
also wann wurde der Antrag nun gestellt ? etwaig kann man da schon nachhacken ..
Es ist nur so, dass ich das Leben nicht wirklich nutzen kann, wenn ich solche Zukunftsangst habe. Und das ist jetzt nicht nur meinem depressiven Hirn entsprungen, es ist schwarz auf weiß so, dass ich nächsten Monat die Miete nicht zahlen kann, von den ganzen anderen Kosten mal ganz zu schweigen. ....
Hi,
also verhungern muß hier niemand, im Notfall gibt es in fast jeder gr.Stadt soziale Einrichtungen wie zB: Die Tafel, Lebensgutscheine, ect.
Und sollte dein Alg nicht reichen für die Miete, hast du noch die Möglichkeit entweder ergänzendes Alg zu beantragen oder Wohnungeld ! Natürlich mußt du dich darum kümmern und Anträge stellen, ect. Ist eine ganz schöne lauferei, aber du willst ja auch was ==> also keine Zeit verlieren, die Bearbeitung braucht auch immer etwas Zeit.
Was du aufjedenfall machen solltest, deinen Vermieter bescheid geben das es evtl zu engpassen können könnte und aufjedenfall immer ein kleines bischen Miete überweisen, als guter Wille ! Mit den anderen Ausgaben mußt du halt schauen wie du das irgendwie hinbekommst bzw was unbedingt bezahlt werden muß und was evtl nach Absprache vielleicht auch später in kleinen Raten gezahlt werden könnte.
Und natürlich das wichtigeste nicht vergessen & immer Augen aufhalten und trotzdem weiterbewerben. Hier solltest du mal deinen SB fragen, den es gibt auch Maßnahmeträger die kostenlos Mappen, Papier, Computerbenutzung und hilfe beim Bewerben bieten. Zudem solltest du auch mal auf Unterstützung bei Bewerbungskosten mit deinen SB besprechen !
Lovelyfay
27.10.2009, 10:46
Hallo Sonja,
ich kann dich sehr gut verstehen. Bin selber staatliche geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitslos. Allerdings habe ich schon über 3 Jahre berufserfahrung und meinen Traumjob gefunden!!! Dort musste ich allerdings kündigen, weil mich mein Ex-Chef täglich gemobbt und sexuell belästigt hat.
Für mich war es eine bittere Pille zum Arbeitsamt zu gehen, vorallem weil ich meinen Sachverhalt erstmal darstellen musste...was anfangs nicht einfach war. Ich ging das letzte halbe Jahr durch die Hölle, habe immer wieder mit mir gekämpft, ob ich wirklich kündigen sollte, aber es hat mich krank gemacht, es blieb mir nichts anderes übrig.
Zum Thema Arbeitssuche, ich bewerbe mich seit einem Jahr und habe bis jetzt gerade mal 2 Stellen gefunden, die einigermaßen meinem Profil entsprechen und für den rest war ich leider zu überqualifiziert. Derzeit sieht es bei uns ganz schlecht aus. Mein großes Glück ist, das ich bereits im Produktmanagement (Einkauf) und im Vertrieb International (Verkauf) gearbeitet habe und mich somit auf ganz andere Stellen bewerben kann. Als reine Fremdsprachensekretärin hast du kaum Chancen auf einen ordentlich bezahlten Job...Firmen die Bürokauffrauen suchen, werden dich mit Kusshand nehmen, das wäre eine gute Möglichkeit. Allerdings gibt es Fremdsprachenkorrespondenten wie Sand am Meer und ohne Berufserfahrung und keiner zusätzlichen kaufmännischen Ausbildung hast du es sehr sehr schwer. Möglichkeit wäre nun eine zusätzliche Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau, Industriekauffrau oder eine Fortbildung im Bereich Vertrieb. Ich weiß wovon ich spreche...leider!!! Ich habe auch schon eine Zeit lang im Ausland gelebt, das wäre auch eine tolle Möglichkeit sich zu entwickeln, ein Auslandsjahr etc.
Was sagt denn dein Arbeitsvermittler? Wie stehen deine Chancen? Ich war letzten Donnerstag erst wieder auf dem Arbeitsamt und mir wurde gesagt "Wissen Sie, ich kann leider derzeit nichts für Sie tun...unser ganzes Personal wird jetzt abgezogen und muss nach Nürnberg, weil Quelle Insolvent gegangen ist"...danke fürs Gespräch!
Denk mal darüber nach, nicht eine Weiterbildung zu machen oder ins Ausland zu gehen.
Zum Thema wie man die Arbeitslosigkeit am besten aushält...tja, ich bin sehr negativ eingestellt, leider, kann das derzeit auch nicht ändern, mich nervt und ärgert einfach alles!! Zum Ausgleich bin ich den halben Tag bei uns im Stall, miste und mache sauber, gehe reiten, kümmer mich um unsere Tiere...gottseidank!! Wenn ich das nicht hätte, ganz ehrlich, hätte ich wohl auch Selbstmordgedanken. Mein Arbeitslosengeld reicht hinten und vorne nicht, musste Zahlungen auf Eis legen, zum Glück kamen mir alle entgegen und mein Freund unterstützt mich auch. Meine ganze Familie und Freunde stehen hinter mir. Suche dir Verbündete, wie hier im Forum, jammern bringt leider auch nicht. Ich sehe mich auch in der Opferrolle und merke schon, das mich mein Ex-Chef bei Firmen, bei denen ich mich beworben habe, madig macht...Kopf hoch, life goes on!!
Nimm die Arbeitslosigkeit als Chance, an deiner Stelle würde ich sofort ins Ausland gehen. Das habe ich nämlich auch schon vor ;-)
LG
Barbara74902
01.11.2009, 09:22
Schön, wenn hier welche sind, die hier auf ein bisschen Motivation aufbauen. Das mit dem Mobbing kenn ich leider auch nur zu gut, aber mit sexuellen Belästigungen bin ich zum Glück verschont geblieben bis jetzt, aber es reicht schon, wenn man dauernd gemobbt wird. Wenn die Frisur nicht stimmt, dann kommt noch mein Sprachfehler hinzu (ich habe ja Lippen-Kiefer-Gaumenspalte - OP gehabt als Kind), aber das ist nicht ganz weggegangen. Deswegen kam schon 3x eine Kündigung zu mir angeflattert. Hinzu kommen noch meine anderen gesundheitlichen Einschränkungen und das mit Mitte 30, ich frag mich auch, wohin das noch führen soll.
Ganztags arbeiten wollte ich jetzt eigentlich auch nicht, da ich nicht solange richtig am PC sitzen kann, aufgrund meiner Augen (jetzt hab ich erst wieder Probleme mit einem Auge - wo ich wohl doch nochmal eine Augenärztin aufsuchen muss), zudem kam noch hinzu, das ich eine erst angefangene Umschulung zur Hauswirtschafterin aufgrund meiner ganzen Allergiesymptome ebenfalls abbrechen musste, weil es einfach nicht mehr ging aus gesundheitlichen Gründen. Hinzu kommt meine auch sehr starke ausgeprägte Nahrungsmittelunverträglichkeit - daher auch noch aufs richtige Essen achten - nach Möglichkeit frisch zu bereiten.....etc. Wenn ich das hier alles aufzählen könnte man meinen, das ich nur bedingt eingeschränkt arbeitsfähig bin. Jetzt hab ich selber noch Probleme mit dem Herzen, was ich erstmal untersuchen lassen werde und mir wurde vom Amtsarzt bescheinigt, ich bin voll arbeitsfähig, was ich eigentlich gar nicht schaffen würde. Die Herzprobleme tipp ich jetzt auch mal auf Stress, Belastung und mein Asthma. Zudem hab ich 3 randvolle Ordner mit Absagen. Keine richtige abgeschlossene Ausbildung, weil ich damals die Prüfung vergeigt hatte (hat aber noch eine andere Vorgeschichte).
Aber ich will hier auch mal von den schönen Seiten erzählen. Ich gehe auch gerne, soweit ich auch gesundheitlich kann, meinen Hobbys nach. Ich reise sehr gerne, besuche gerne Veranstaltungen mit meinen Lieblingskünstlern (da kann ich abschalten und auf andere Gedanken kommen), meine Homepagebastelei, meine Musik, ich spiele selber einige Instrumente und würde auch gerne mal mehr draus machen. Fotografiere gerne und und und. Langeweile kenn ich eigentlich weniger. Wenn ich wegfahre gibt mir meine Mutter auch mal was dazu, sonst käme ich ja gar nicht raus. 2. Heimat ist Belgien, dort ebenfalls Freunde - Übernachtungsmöglichkeiten etc. Also wie ihr seht, trotz der ganzen Niederlagen der letzten Jahre, fühl ich mich, grad wenn es um mein Lieblingsthema Musik geht, pudelwohl. Also Leute nur nicht den Kopf in den Sand stecken und öfter mal ne CD oder Platte auflegen (ich selber habe in den ganzen Jahren ca. 400 Schallplatten angesammelt) und pflege es als Hobby. Wenn der Motor mal streikt, also ran an die Musik, wer kann, natürlich selber spielen.
In dem Sinne Euch allen einen schönen Sonntag.
Gruß Barbara
Polarlicht
10.11.2009, 10:56
, es ist schwarz auf weiß so, dass ich nächsten Monat die Miete nicht zahlen kann, von den ganzen anderen Kosten mal ganz zu schweigen. Wann hast du den Antrag abgegeben? Wenn du noch keine Rückmeldung hast, kein Brief, keine Einladung, gar nichts, schnapp dir all deine Unterlagen (Mietvertrag, NK, Kontoauszüge oder was auch immer) und geh zur Arge. Verlange ein Eilverfahren aus der Not heraus. Zumindest "Grundsicherung" kann man bekommen, es kann nur sein, dass man dafür 3 Stunden+ Sitzfleisch mitbringen muss, im Notfall geht es aber. Bei vielen ARGEn können die auch das erste Geld in Bar auszahlen, wenn die Gefahr besteht, dass du kein Geld mehr hast.
Du könntest vorbeugend mit deinem Vermieter sprechen, dass sich diese Rate evtl verzögert. Schadet nicht. Der kann dich auch nicht wegen einer verspäteten Rate vor die Tür setzen.
Wegen der Depressionen: Ab zum Arzt und kümmere dich um dich. Bist sicher nicht die einzige, der es so geht.
Wenn du kannst: versuch etwas ehrenamtlich zu machen. Nicht zu viel, aber so, dass du mit anderen Menschen in Kontakt kommst. Die Tafeln freuen sich immer über einen Helfer, um nur ein Beispiel zu nennen. Oder schließ dich einer Arbeitsloseninitiative an. Oder schau, ob es für dich interessante Projekte in deiner Stadt gibt. Dann hast du gleich was, womit du dich beim nächsten Arbeitgeber als besonders sozial kompetent und motiviert hervortuen kannst.
AndreasB
23.11.2009, 15:45
Wenn ich Eure Leidensgeschichten so lese, dann wird mir jetzt schon Angst und Bange.
Dabei darf ich an sich noch gar nicht mitreden, weil ich noch nicht einmal arbeitslos bin, sondern erst ab 01.04.10.
Aber alleine die unerwartete Kündigung vor gut drei Wochen war für mich schon ein ziemlicher psychischer Knacks. Vor allem, weil ich eigentlich immer wusste (aber es immer erfolgreich verdrängt habe), dass es für mich verdammt schwer werden wird, mit fast 50 und ohne eine anerkannte Berufsausbildung (trotzdem fast 20 Jahre mein ordentliches Einkommen gehabt) in absehbarer Zeit wieder einen halbwegs vernünftigen Job zu kriegen.
Momentan flüchte ich mich ein wenig in Fantasien von Neuanfang und neuer Chance, noch etwas ganz anderes anzufangen, aber da wird mich wahrscheinlich meine Arbeitsberaterin bei meinem ersten Termin am Mittwoch wieder hart auf den Boden zurückholen.
Mir graust schon davor, wenn sich nichts ergibt und ich anfange, abzurutschen ........ :?
Andreas
Wenn ich Eure Leidensgeschichten so lese, dann wird mir jetzt schon Angst und Bange.
Hi,
so darfst du das nicht sehen. Natürlich ist es ab einen gewissen alter immer schwerer und ...blablabla ......, aber man findet im Internet bzw in Foren immer eher was neagtives als umgekehrt. Liegt einfach daran das viele erst was schreiben, wenn`se net mehr weiter wissen oder andere Probleme zusätzlich auftauchen.
Und das beste Beispiel bist du wahrscheinlich selber. Vor wahrschlich noch garnet so langer Zeit wärst du zB sehr wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen mal einfach nur so, was positives in einem Forum zu berichten.
Deswegen nicht gleich alles negativ sehen was man so im Internet dazu findet und immer versuchen das beste aus deiner jetzigen Situation zu machen. Klingt immer leicht daher gesagt, aber das Leben endet nicht mit 50 ! Und als kleiner hoffnungsschimmer kann ich nur sagen, das es immer mehr Firmen mittlerweile gibt die genau die "älteren" suchen mit der jahrelangen Berufserfahrung (die einen gewissen Wert einfach mal dastellt und nicht so leicht erstzbar ist) !
Mir graust schon davor, wenn sich nichts ergibt und ich anfange, abzurutschen Nein, du mußt positiv Denken ! Du rutscht nicht ab, sondern hast jetzt eine kleine Auszeit bis sich halt was neues ergibt. Und nur wer sucht, der findet ......
AndreasB
23.11.2009, 16:48
Danke für die aufmunternden Worte, die mir ja eigentlich noch gar nicht so zustehen, weil ich ja noch in keiner dramatischen Situation bin.
Aber halt doch est einmal mit recht miesen Aussichten, was meine Jobaussichten angeht. :oops:
Momentan versuche ich ja auch, es so zu sehen, dass das jetzt vielleicht eine Chance für einen kompletten Neuanfang, eine Umorientierung sein soll. Der Fußtritt von außen sozusagen, den Hintern noch einmal hochzukriegen und auch mit fast 50 noch was ganz Neues anzufangen.
Im ersten Moment ist für mich aber schon sowas wie eine kleine, heile Welt, mit vermeintlich sicherem Job und ordentlichem Einkommen kawumm in sich zusammengebrochen und alle bisherigen, bescheidenen Pläne über den Haufen geschmissen worden. :(
Andreas
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