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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vermittlungsfirma und Eigenbemuehungen


n00pi
17.11.2009, 13:02
Anfang Oktober 2009 hatte ich zwei Vermittlungsfirmen beauftragt. Da ich durch Hartz 4 auf 15 Bewerbungen im Monat kommen musste, hatte ich zwei private Vermittler beauftragt.

Jetzt habe ich eine neue Stelle. Ich hatte mich per email auf eine Stelle beworben, bin zum Verstellungsgespräch gegangen und habe den Arbeitsvertrag unterschrieben.

Muss ich die privaten Arbeitsvermittler den neuen Arbeitgeber mitteilen in diesem Fall?

Die beiden privaten Arbeitsvermittler meinen Ja. Ich meine nein und meine Betreuerin vom Arbeitsamt meinte auch nein.

Was meint Ihr oder besser wisst Ihr?
Danke schonmal...

Hier auch nochmal die einschüchternde email von einem privaten Arbeitsvermittler (anonymisiert):

Sehr geehrter Mr. Y,

Ihre Zusammenarbeit ist ja wirklich toll. Ich bin sehr enttäuscht darüber. Die Aussagen Ihres Vermittlers decken sich nicht mit denen unseres Anwaltes. Sie sind durch den Vertrag zu einer gewissen Mitarbeit verpflichtet, das ist ja wohl auch verständlich, erst Recht wenn Sie bis dato nichts zahlen.

Was ist Ihr Problem ? Wir möchten lediglich wissen wo Sie untergekommen sind und sind ja laut Vertrag sowieso zum Datenschutz verdammt.

Sollten Sie die Zusammenarbeit derart erschweren werden wir Ihnen die Kosten in Rechnung stellen. Ich denke, dass das was wir benötigen nämlich eine Information darüber wo Sie derzeit arbeiten einfach nur fair ist. Wie gesagt notfalls fordern wir unser Recht bezüglich der Mithilfe Ihrerseits ein.

Sollte ich morgen nichts von Ihnen hören, werde ich mich mit Ihrer Arbeitsvermittlerin in Verbindung setzen und außerdem auch mit unserem Ansprechpartner in Nürnberg. Ihre Vermittlerin ist rein rechtlich auf dem Holzweg. Bitte werden Sie sich darüber im Klaren.

Mit besten Grüßen

Mr. X

ela1953
17.11.2009, 15:06
Was steht denn im KLeingedruckten bei der PAV bezüglich eigener Stellenfindung?

n00pi
17.11.2009, 15:23
In den PAV (also Vertrag mit privatem Arbeitsvermittler) steht nichts über die eigene Stellenfindung.

Pharao
17.11.2009, 16:16
Muss ich die privaten Arbeitsvermittler den neuen Arbeitgeber mitteilen in diesem Fall?


Kurz & knapp: NEIN, lediglich mitteilen das kein weiteres Interesse mehr besteht !

Und was wollen`se dir den in Rechnung stellen ? Dafür das sie dich nicht Vermittlen konnten ? Und wofür brauchen die die Adresse deines jetzigen AG ???

Das einzige was in Rechnung gestellt werden könnte, wenn es so der Vertrag vorsieht, ist die Bemühungen für geleistete Bewerbungen von der Firma, aber normalerweise bekommen die nur Geld wenn`s klappt mit der Vermittlung und sonst gehen die leer aus.

Und lass dich nicht unter Druck setzen !!! Eine Frechheit so was zu schreiben "Sollte ich morgen nichts von Ihnen hören, werde ich ...". Das ist ja fast schon eine Drohung !

Nicht mal dem A-Amt mußt du Mitteilen wo du untergekommen bist, es reicht auch hier kurz & knapp das du was gefunden hast und keine weiteren Leistungen benötigst bzw nicht mehr Arbeitssuchend bist.

Der ganze Bief von denen ist eine Frechheit ! Ich würde nicht reagieren und einfach abwarten was passiert. Ggf wendest du dich mal an eine Beratungsstelle oder an deinen emaligen SB beim Amt, der dir sicherlich auch hier weiter helfen kann.

Ich sehe überhaupt keinen Zusammenhang was überhaupt in Rechnung gestellt werden kann oder soll. Und im gleichen Satz dann wiederum was von "wir benötigen nämlich eine Information .....einfach nur fair" und dann wieder eine Drohung was einzufordern. Das sieht doch einfach nur nach Einschüchterung aus ohne rechtlichen Hintergrund. Ansonsten hätte man auf den § XY verwiesen und das ganze Schreiben etwas formaler gemacht !

Und mit wem will er sich in Vermittlung setzen ? Mit deinen SB ? Lächerlich das der von deinem SB irgendwelche Info`s über dich bekommt ==> Datenschutz sei dank

n00pi
17.11.2009, 17:54
Danke für die Info Pharao. Ich hatte vorher eher schlechte Kritiken über Vermittlungsfirmen erhalten. Diese beiden scheinen dies leider zu bestätigen.

stummelbeinchen
17.11.2009, 18:32
Hi,

der Brief ist ja ein starkes Stück. Ich würde da nur zurückschreiben, dass die Stelle nicht durch die Vermittlung durch den PAV zu Stande gekommen ist sondern durch Eigeninitiative. Das ist das Einzige, was die wissen müssen.

Und ansonsten ist der Rest Datenschutz und zwar Deiner und der Deines zukünftigen AG. Sollen sie doch klagen, mal sehen, wie sie die Klage begründen. Denn es muss ja ein Schaden entstanden sein.

LG

restart
17.11.2009, 22:19
Ich würde hier auf diese Mail auch nicht reagieren.

Für mich sieht das ganz so aus, als wenn sich der Vermittler deine selbstgefundene Arbeit an Land ziehen und abkassieren will. Lass dich darauf nur nicht ein!!!
<o></o>
Beratungsstelle oder Verbraucherzentrale sind sicher eine gute Adresse, wenn er nicht aufgibt.

Pharao
17.11.2009, 22:25
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Für mich sieht das ganz so aus, als wenn sich der Vermittler deine selbstgefundene Arbeit an Land ziehen und abkassieren will. ....
Hi Restart,

Daran habe ich garnet gedacht, aber das würde wirklich Sinn machen warum die so "wild" auf die Adresse sind.


(@n00pi - jetzt bitte mal weghören und aufgarkeinen Fall machen !)

Was würde den passieren wenn man eine total erfundene Adresse angibt und das dann rauskommt wenn die das Abrechnen wollen mit dem Amt (vorausgesetzt es gibt einen Vermittlungsgutschein) ?? Dann wären die doch echt in Erklärungsnot ...... oder ?

restart
17.11.2009, 22:41
Was würde den passieren wenn man eine total erfundene Adresse angibt und das dann rauskommt wenn die das Abrechnen wollen mit dem Amt (vorausgesetzt es gibt einen Vermittlungsgutschein) ?? Dann wären die doch echt in Erklärungsnot ...... oder ? Interessante Frage. :wink:

Aber ich würde mich auf solche Machtspielchen auch nicht einlassen wollen. Nicht das nachher die ARGE einem unterstellt, hier gemeinsame Sache mit dem Vermittler gemacht zu haben und man eine Anzeige wegen versuchten Betrug an den Hals bekommt.