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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umzug nach Potsdam - was beachten?


suesskind
21.08.2005, 19:58
Hallo,
ich wohne mit meinen beiden Kindern in einem ehemaligen sozialen Wohnungsbau in Berlin-Kreuzberg und möchte nach Potsdam ziehen.

Die Gründe:
1. Meine Wohnung kostet derzeit 674.- warm und steigt jedes Jahr. Ich möchte eine günstigere Wohnung
2. Die Schulpsychologen haben einen Schulwechsel empfohlen, da die Kinder nicht angemessen gefördert werden
3. Bei meinem Sohn besteht anscheinend eine kindliche Depression und ich erhoffe mir Besserung bei einem ruhigeren Wohnumfeld.

Nun meine Fragen:
1. Wenn ich freiwillig in eine günstigere Wohnung wechsel, bekomme ich dann die daraus entstehenden Kosten erstattet? Wie sieht das aus mit Erstausstattung?
2. Wie groß und teuer darf die neue Wohnung sein? Wie hoch die Nebenkosten?
3. Gibt es etwas zu beachten, wenn man einen Ortswechsel vornimmt?

Vielen Dank für Tipps

Luna

StephanK
21.08.2005, 22:48
:welcome: suesskind
Nun meine Fragen:
1. Wenn ich freiwillig in eine günstigere Wohnung wechsel, bekomme ich dann die daraus entstehenden Kosten erstattet? Wie sieht das aus mit Erstausstattung?Im Prinzip ist es natürlich erwünscht, wenn Du in eine billigere Wohnung ziehst. Aber: Die "Kosten der Unterkunft" werden von den Kommunen bezahlt - und das macht das Problem: Berlin ist froh, wenn es Dich los wird, und Potsdam ist nicht begeistert, noch mehr zahlen zu müssen. Beide Städte sind also nicht besonders motiviert, Dir einen Umzug bezahlen.

2. Wie groß und teuer darf die neue Wohnung sein? Wie hoch die Nebenkosten?Leider keine Ahnung - musst Du vor Ort bei der ARGE oder bei der Stadtverwaltung (Wohnen @ Rathaus.Potsdam.de) erfragen.

3. Gibt es etwas zu beachten, wenn man einen Ortswechsel vornimmt?Ja, unbedingt sollte man den § 22 Abs. 2 SGB II kennen und beherzigen: (2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.Es heisst also in jedem Fall hart verhandeln!

Guten Erfolg!

Betroffener
22.08.2005, 00:35
Hallo suesskind Luna,

mal ganz unabhängig von den richtigen Dingen, die der Stephan schon ausgeführt hat.

Ich weiss nicht wirklich, was Du in Postdam willst und warum Du da hinziehen willst. Du hast nach meiner Meinung nur Nachteile dadurch.

In Potsdam gelten die Regelsätze Ost (billiger ist es da aber eigentlich nicht) im Gegensatz zu Berlin wo der Regelsatz West gilt, die Mieten sind in Potsdam kaum niedriger in Berlin. Dafür hat Berlin meines Erachtens bundesweit die fairste Regelung bei den Kosten der Unterkunft, die in Potsdam und im Land Brandenburg deutlich niedriger angesetzt sind.

Auch in Berlin gibt es andere Wohngegenden als Berlin-Kreuzberg, die ALG II kompatibel sind.

ALG II Miettabelle Berlin ab 01.07.05 (Warmmiete!!):
http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Miettabelle-ALGII-Berlin-ab-010705.jpg

Regelsatz (West und Ost):
http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Regelsatzschluessel.gif

Bevor Du hier wirklich loslegst, solltest Du wirklich erst mal anfangen zu rechnen und über alles noch mal nachdenken.

Nimm Dir also Deinen aktuellen ALG II Bescheid in die Hand und ziehe von allen Bedarfen für Dich und die Kinder gut 4.2% ab.
Es wird zwar über eine Angleichung geredet, aber wirklich sehen kann ich die noch nicht.

Die anderen Abzüge für Kindergeld, Unterhalt usw. bleiben gleich.

Wenn Du dann immer noch weitermachen willst mit dem Umzug nach Potsdam anstatt innerhalb Berlins in eine andere Wohnung, melde Dich bitte per PN oder Email bei mir. Dann gebe ich Dir eine Telefonnummer, wo Dir möglicherweise weiter geholfen werden kann.