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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Euro verarsche


fladi
13.10.2006, 08:31
Hallo,
ein grosses Problem: War ein halbes Jahr in einem 1 € Job. Bin Bürokaufmann und wurde dort zu 80 Prozent als Hausmeister eingesetzt.
Nachdem die Massnahme beendet war habe ich 2 Monate später wieder einen Bescheid bekommen an der gleichen Stätte wieder einen 1 € zu machen. Wieder für ein halbes Jahr. Meine Tätigkeit: Steine schleppen, Sand schaufeln, Mauern einreisen, Metzger Tätigkeiten usw. usw.
Also allerübelst .........................
In meinem Bescheid steht allerdings:Bürotätigkeiten!!!
Nachdem ich mich bei meinem Sachbearbeiter beschwert habe wurde mir von ihm gesagt: Alles toll und positiv!!!
Nächste Woche ist meine Massnahme abgelaufen und keiner hat es gemerkt *g* Aber ich weiss jetzt schon was kommt: Eine neue Einladung!!!
Aber ich mag einfach nicht mehr!
Aber was tun?

StephanK
13.10.2006, 10:15
:welcome: fladi,
wenn man das so liest gewinnt man schon den Eindruck, dass im Hochtaunus recht hemdsärmlig mit den Vorschriften über 1-€-Jobs umgegangen wird...
Trotzdem: Dass Du einfach nicht mehr magst ist kein Grund, einen 1-€-Job abzulehnen - genau so wenig wie für die Ablehnung eines regulären Jobs.
Es ist aber schon so, dass die Vorschriften über 1-€-Jobs eingehalten werden müssen, und zwar sowohl vom Alg II-Träger (bei Dir der Landkreis) als auch vom Job-Träger selbst. Dazu gehört auch, dass Deine "Einladung" (die man ehrlicherweise besser "Einberufungsbescheid" oder so ähnlich nennen sollte) deutlich machen muss, welche Tätigkeiten genau Dir anvertraut werden sollen. Anders ausgedrückt: Es ist unzulässig, Dich pauschal einem Beschäftigungsträger zuzuweisen und diesen "einfach mal machen zu lassen" nach dem Motto "Wir finden schon was, wo wir den hineinstecken können".

Deswegen läuft es korrekterweise so ab, dass der Landkreis Dich erst mal zu einem Gespräch mit dem 1-€-Job-Träger einlädt, dort mit Dir abgeklärt wird, welche Beschäftigungsmöglichkeiten es gibt und erst danach die offizielle Zuweisung durch den Landkreis erfolgt. Wenn dieses Verfahren nicht eingehalten wird, sondern Du sozusagen pauschal dem Beschäftigungsträger zugewiesen wirst und diesem überlassen wird, wo Du arbeiten sollst, ist das rechtswidrig, und Du kannst Dich dagegen wehren. Allerdings geht das nicht "vorbeugend", sondern erst, wenn es so weit ist.

fladi
13.10.2006, 11:43
Vielen Dank für die prompte Antwort.
Mein 1€ Job ist diesen Monat ausgelaufen. Insgesamt bin ich schon mittlerweile 14 Monate!!! dort. Auf meinen Zuweisungsbescheid steht ausser Bürotätigkeit noch Aushilfstätigkeiten! Und das ist der Knackpunkt. Darunter fällt alles.
Ich werde schon einen Weg finden ohne Sanktionen dort herauszukommen.
Mein Greul bei einer erneuten Zuweisung ist der bevorstehende Winter. Ich bin bei einem Forstamt beschäftigt und dort finden große Jagden statt. Die erlegten Schweine, Rehe müssen aufgeschnitten,gewogen usw. werden. Man watet dort in Blut!!! Tatsache und keine verarsche ..... Und das alles bei minus Temperaturen in einer Kühlkammer.

efge
13.10.2006, 12:15
Moin fladi,

in Ergänzung zum Beitrag von StephanK möchte ich Dir die Lektüre dieses Threads empfehlen: Ein Euro Job nach Belieben? (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/showthread.php?p=37954&highlight=marvi#post37954)

Vielleicht hilft Dir dies auch etwas weiter. :)

Gutes Gelingen!

fladi
17.10.2006, 10:30
Vielen Dank für den Hinweis,
ich werde meine "Herren" heute ersteinmal schocken: Gestern wurde mir offenbart was so alles im bevorstehenden Winter auf mich zukommt. Zuviel um aufzuzählen! Was noch keiner gemerkt hat das meine Massnahme zum 31.10.06 ausgelaufen ist *G*; 10 Tage Urlaub habe ich noch, also ist heute meine letzter Tag hier!!! Aber ich könnte wetten, dass der Urlaub rum ist und ich in der Zwischenzeit eine Velängerung bekomme. Aber diesmal nicht mehr mit mir. Aber auf den Abgang von mir heute mittag freue ich mich schon jetzt ......

Die Ägypter
17.10.2006, 11:18
Ich bin bei einem Forstamt beschäftigt und dort finden große Jagden statt. Die erlegten Schweine, Rehe müssen aufgeschnitten,gewogen usw. werden. Man watet dort in Blut!!! Tatsache und keine verarsche ..... Und das alles bei minus Temperaturen in einer Kühlkammer


Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das noch zumutbar ist...

1) Soll das Forstamt doch bitte regulär einstellen und zwar

2) auch Personal, welches sich mit der Ausweidung und Zerteilung von Wild auskennt (Jagdprüfung dürfte da Minimum sein!) Das muss fachgerecht erfolgen, das Wildbret landet in irgendwelchen Lokalen auf dem Tisch :kotz:

3) Ich denke weiterhin, dass nicht jeder überhaupt mental in der Lage ist bei Tiertötungen ggf. zuzusehen und Innereien zu entnehmen bzw. Wild in fachgerechte Stücke zu zerlegen....

Also irgendwo muss auch mal Schluss sein!