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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HAZ vom 13.10.2006 "Minijob soll kein Kombilohn sein"


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13.10.2006, 12:00
Hallo Zusammen,

heute fand ich wieder einen tollen Artikel in der HAZ, - die unvermeidbare Folge ein Leserbrief meinereits. :-)


aber hier erstmal der Artikel der HAZ:


Minijob soll kein Kombilohn sein


Berlin (rtr/p). Die Minijobs bis 400 Euro Monatsverdienst sollen nach dem Willen der Großen Koalition stärker mit staatlichen Hilfen wie dem Arbeitslosengeld II verrechnet werden. Ziel ist, dass sich Langzeitarbeitslose nicht mit Minijobs als Zuverdienst zum Arbeitslosengeld II zufriedengeben, sondern stärker nach Vollzeitbeschäftigung suchen.
Bislang bleiben von einem Arbeitseinkommen von 400 Euro bis zu 160 Euro neben der Hartz-IV-Zahlung übrig. Die Minijobs müssten künftig voll auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden, forderte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Ralf Brauksiepe, am Donnerstag. „Dafür müssen sich aber in Zukunft höhere Verdienste mehr lohnen als heute“, fügte er hinzu.
Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) zufolge könnte eine Neuregelung den Anreiz stärken, mehr zu arbeiten. „Wenn jemand von 800 oder 900 Euro 50 Prozent behalten dürfte, wäre das ein Riesenschritt“, sagte Müntefering nach einer Expertenanhörung. Nach seinen Worten bessern etwa 460 000 Hartz-IV-Empfänger ihr Arbeitslosengeld II durch einen Minijob auf. „Über die Hälfte derjenigen, die neben einem Erwerbseinkommen Arbeitslosengeld II beziehen, arbeiten für weniger als 400 Euro monatlich“, erklärte auch Brauksiepe. Dieser „Fehlanreiz“ müsse geändert werden.



hier mein Leserbrief:



Erstmal zur Begriffserkärung: "HartzIV" kann niemals ein Kombilohn sein, weil es eine "Sozial"-Leistung seitens eines Amtes ist, auf die jeder der "bedürftig" ist einen Anspruch hat. Die Logik eines Herrn Braucksiepe kann ich, -und sie sollte auch von jedem normalen Bürger nicht nachvollziehbar sein, - denn wenn es genug Arbeitsstellen in Vollzeit gäbe, wären Menschen erstens nicht arbeitslos, und zweitens müßten AlG2 Empfänger im Folgeschluß erst gar keine dieser staatlich subventionierten "Minijobs" tätigen. Wenn dann noch davon geredet wird das sich in Zukunft höhere Verdienste für Leistungsbezieher "mehr lohnen" müssen als heute, heißt dies doch nur daß Herr Braucksiepe davon ausgeht daß die Vollzeitjobs die sich lohnen sollen immer noch durch aufstockendes AlG2 gefördert werden müßten. Daß Herr Müntefering dann noch öffentlich seine Unkenntnis darüber darlegt daß jemand der "800 oder 900 Euro" verdient davon dann doch die Hälfte behalten können sollte, ist ein Wahnsinn, denn wenn jemand 800 Euro verdient hat Er oder Sie keinen Anspruch mehr auf "Hartz-IV", und müßte folglich von diesen 800 Euro ohne jede weitere finanzielle Unterstützung leben. Laut Herrn Braucksiepe gäbe es durch die jetzige Regelung zudem einen "Fehlanreiz" der verhindere das Erwerbslose sich Vollzeitstellen suchen. Da wäre dann letztendlich meinerseits die Frage, wo gibt es denn diese Vollzeitzeitstellen von denen er spricht und die sich "lohnen"? Haben die Politiker in den letzten 30 Jahren etwa geschlafen? Geht de Realität an Ihnen vorbei? - ich würde mir wünschen das die Bevölkerung Deutschlands endlich wach wird, und sich gegen diese Art des Umgangs seitens der Politik gegen Bürger währt, jeder der heute noch Arbeit hat kann bald schon AlG2 beziehen, und neue Arbeitsplätze sind weit und breit nicht in Sicht. - ein nachdenklicher Bürger.


MfG

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