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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Job gwechselt - später Probleme mit Arbeitsamt?!


computermaus
13.10.2006, 16:22
Hi

ich habe einen Festvertrag bei einer Firma. Aus privaten Gründen möchte ich in eine andere Stadt ziehen - hab auch Probs mit meinen Chefs. Ich habe dort auch den gleichen Job in einer anderen Firma gefunden. Allerdings bekomme ich da erstmal keinen Festvertrag.

Jetzt hat man mir allerdings gesagt, daß (falls ich in dem neuen Job Arbeitslos werde) kein Arbeitslosengeld bekommen werde und für 3 Monate gesperrt werde, da ich vorher einen Festvertrag von mir aus gekündigt habe.

Stimmt das wirklich?!

Werde ich wirklich auf diese Art gezwungen für alle Ewigkeiten in ein und derselben Firma & Stadt zu bleiben und habe nicht mehr das Recht meinen Wohnort selbst zu entscheiden!?

GrüßeComputermaus

Die Ägypter
13.10.2006, 16:28
Ja...

irgendwie schon. Aber es kommt auch auf deine privaten Gründe an... wenn du z.B. heiratest, wird das später keine Folgen haben. Ähnliches gilt, wenn Verwandte zu pflegen sind, "ein" Kind dort in eine spezielle Schule müsste (die es an deinem jetzigen Wohnort nicht gibt) oder ähnliche Gründe (die ich nicht alle kenne)....

Du musst halt abwägen und einschätzen können, wie "sicher" der neue Job ist.

Wenn dieser von vornherein befristet ist und du das jetzt schon weißt, gehst du bewusst das Risiko ein und müsstest dann auch die Sperre hinnehmen, wenn der neue Job zeitlich normal "ausläuft".

computermaus
13.10.2006, 16:43
Hi

ich gehe hauptsächlich wegen meinen Eltern weg. Ich wohne noch zu Hause (verdiene nicht genug für eine eigene Wohnung) und meine Eltern behandeln mich wie den letzten Dreck. Bin 30 und darf z.B. nichtmal meine eigene Wäsche waschen oder kochen weil ich die Waschmachine oder den Herd kaputtmachen würde. Wenn ich nicht springe und sofort mache was meine Mutter von mir verlangt gehe ich das Risiko eine eine Ohrfeige zu bekommen und meine Mutter durchschnüffelt meine Post und macht mich psychisch fertig. Einmal hat sie meinen Chef angerufen ich müßte sofort heimkommen weil der Gerichtsvollzieher vor der Tür stände. War aber nicht so. Ihr Kommentar war, daß sie mich nur erziehen will pünktlic meine Rechnungen zu bezahlen.

Ich halte das nicht mehr aus. Eine Freundin von mir hat mir nun angeboten, daß ich bei ihr wohnen kann. Da diese Freundin aber soweit weg wohnt kann ich meinen alten Job nicht behalten. Wie gesagt, eine eigene Wohnung hier kann ich nicht halten. Mein Gehalt schwankt zwischen 900 EUR und 600 EUR. Ich wüßte nicht wie ich durch einen Monat mit 600 EUR käme. Wohngeld uswwurde bereits abgelehnt, da die von den 900 EUR Gehalt im Durchschnitt ausgehen.

Wie gesagt, bei meiner Freundin könnte ich wohnen und würde endlich seelische Ruhe finden. Ich bin schon oft nahe an einem Selbstmord dran gewesen weil ich mich nicht mehr heim getraut hab. Einmal riefen sie an als ich bei meiner Freundin war und haben behauptet, ich hätte Kakerlaken im Zimmer und wäre eine Drecksau. Stimmt auch nicht,hinterher hieß es man wollte mich nur zum putzen erziehen.

In einem Call Center gekommt man leider nie einen Festvertrag von anfang an, daß war auch in meiner jetzigen Firma so.

Grüße
Computermaus

Die Ägypter
13.10.2006, 16:50
Hallo Computermaus,

schlimmes Schicksal was du da hast... warum hast du da nicht längst für dich Konsequenzen gezogen?

Ich weiß jetzt nicht, ob das als Begründung reicht... die Frage ist ja auch, kannst du das alles beweisen?

Sicher ist allerdings... du könntest dir auch in deiner Stadt eine Wohnung suchen und müsstest dann deinen sicheren Job nicht aufgeben!

Mit Ü30 stehen dir zu deinem mäßigen Gehalt ggf. erg. ALG II-Leistungen zu ODER natürlich auch reines Wohngeld (wenn du 900 Euro netto lediglich durchschnittlich erzielst) = hast du das bei deinem Antrag auf Wohngeld so angegeben? Wie hat die Wohngeldstelle denn ihre Ablehnung genau begründet?

computermaus
13.10.2006, 17:37
Hi

ich hab lange gebraucht bis ich gemerkt hab das das Verhalten meiner Eltern nicht okay ist. Ich dachte immer es sei alles meine Schuld. Erst durch eine Therapie hab ich auch den Mut gefunden diesen Schritt zu gehen.

Mit dem ALG II hab ich auch schon überlegt. Da wird mir allerdings mein Gehalt angerechnet. Mir wurde erklärt, daß mir soviel zur Miete dazugezahlt wird, daß ich nach Abzug der Miete noch 345 EUR habe. Leider habe ich einige Kredite laufen wie zB Auto, aus denen ich noch nicht rauskomme. Meine Firma liegt ca 10km außerhalb im Nirvana und es gibt keine gute Busverbindung für meine Schichten. Dh ich bin auf mein Auto angewiesen. Von 345 EUR kann ich aber mein Auto nicht halten mit Abzahlung, Versicherung und Sprit. Die Arge hat mir gesagt, daß denen da egal ist so sind halt unsere Gesetze.

Die vom Wohnungsamt hat mir gesagt, daß ich nur bis max 900 EUR anrecht auf Wohngeld habe und ich somit an der äußersten Grenze bin. Die meinte, daß bei meinem Gehalt eine angemessene Wohnung max 245 EUR kosten dürfte, ich aber erst ab eine Wohnungsmiete von 300 EUR überhaupt Anspruch auf Wohngeld hätte und da ich ja an der Grenze vom Gehalt bin auch dann nur sehr wenig Wohngeld bekommen würde.

Ich hab ihr sagte, daß ich aber Monate dabei hab wo ich auch mal nur 600 EUR bekomme, wenn ich zB krank bin, urlaub hab oder man mir einfach die Stunden kürzt weil ich mich über irgendwas beschwere (Arbeite seit 5 Jahren 40Std/woche, aber im Arbeitsvertrag hat man mir nur 20 "versprochen" und auf eine Änderung läßt die Firma sich nicht ein). Letzteres ist bei uns üblich, auf die Art werden unsere CAs immer schön kleinlaut gehalten und sind erpressbar. Die Dame vom Amt meinte, daß dies das Amt nicht interesssiert. Die schauen nur auf die letzten 3 Monate und wenn ich da mehr verdient hab und keinen Anspruch hab, dann interessiert die auch nicht was ich die anderen Monate mache.

Grüße
Computermaus