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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : trotz Negativgutachten und GdB weiterhin vermittelbar ?


qasimodo65
26.02.2010, 13:52
Hallo.
Mal ganz kurz meine Geschichte.
Hatte 09/2005 einen Bandscheibenvorfall L5/S1. War daraufhin im Jan/2006 zur Reha, bis Jan/2007 weiter krank geschrieben. Im Mai/2006 brach ich mir den Talus im Fuß rechts. Meine Firma bot mir kurz vor der Aussteuerung einen Teilzeitarbeitsplatz an, welchen ich annahm. Ging nicht lange gut, da ich den ganzen Tag stehen mußte. Wurde im Juni/2007 daraufhin von der Rentenkasse erneut zu einer Reha geschickt, wo ein Gutachten erstellt wurde. Daraufhin bekam ich eine berufliche Reha/Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt. Ich bekam in meiner Firma die Chance, ins Büro zu wechseln. Ohne jegliche Ausbildung oder Qualifikation. Nur als innerbetriebliche Umsetzung. Im September/2007 bekam ich dann einen Herzinfarkt. Wieder Reha. Seit Februar 2008 begann ich dann in meiner Firma im Büro zu arbeiten, mit Lohnkostenzuschuss der Rentenversicherung. Im Januar/2009 ging die Firma in die Insolvenz, Kündigung zum 31. 03 2009. Nach Auffanggesellschaft bin ich nun seit August/2009 arbeitslos. Ich habe einen GdB von 30 bewilligt bekommen. Nach dem Verweis des Arbeitsamtes an die Rehastelle stellte ich einen erneuten Antrag auf eine Berufliche Reha/Teilhabe am Arbeitsleben. Diese wurde mit der Begründung abgelehnt, ich könnte ja weiter als Bürokraft arbeiten. Obwohl ich dort nie eine Umschulung oder anderweitige Ausbildung gemacht habe. Also ist eine Anstellung also illusorisch. Nach der Ablehnung der Rehastelle Zurücküberweisung ans Arbeitsamt. Es liegt ein Gutachten dea Amtsarztes des Arbeitsamtes vor, in dem fast alles negativ bewertet wurde, ich aber dennoch für leichte Tätigkeiten vollschichtig einsetzbar bin. Entscheidung nach Aktenlage, ohne Untersuchung. Nach Auffassung meiner Vermittlerin bin ich nicht mehr vermittelbar, eine Umschulung im Bürobereich darf nicht mehr vergeben werden. Hat man wiklich keinerlei Chance, hier noch mal irgendetwas zu unternehmen? Bleibt einem jetzt nur der Gang ins HartzIV? Das kann es doch in einem sogenannten Sozialstaat nicht gewesen sein.

Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, was ich noch unternehmen könnte oder beantragen könnte?
Im Voraus vielen Dank.

Butterbrot
26.02.2010, 14:59
Hallo,man du hast echt ne menge Pech gehabt,aber du solltest nochmal mit deiner Beraterin reden.Mach dir eine Liste,in der du aufschreibst,als was du dir vorstellen könntest zu arbeiten,wieviele Stunden du arbeiten könntest und wie du dein Ziel erreichen kannst.Deine Beraterin ist dazu verpflichtet dir zu helfen.Sie muss dich ausreichend beraten, und darf nicht von vorneherein sagen das du nicht vermittelbar bist. Ich bin mir sicher das auch für dich,es irgentwas gibt was du machen kannst.Lass den Kopf nicht hängen!

qasimodo65
26.02.2010, 15:04
Tja, hatte auch gedacht, dass an nicht so einfach "abgeschoben" wird. Aber nach Aussage meiner Beraterin gibt es nach dem Gutachten fast nichts mehr, was ich machen kann. Leichte "Überwachungstätigkeiten" steht da drin. Und wenn ich mir jetz was raus suche, was ich vielleicht gern machen wöllte, muss ich zum Psychlogischen Dienst. Und die entscheiden dann...sicher wieder nach Aktenlage.
Aber Danke für deine Antwort.

Marsleuchte
26.02.2010, 15:39
Hallo,

umes mal kurz auf den Punkt zu bringen, GdB 30% läuft als Behinderung und bedeutet in unserer Gesellschaft soviel wie nichts und kern gesund!
Ich weiss klingt hart ist aber eine Tatsache.
Ich selber war mit GdB 80% Merkzeichen "G" und "aG" und einen ICD-System weiterhin vermittelbar.
Du wirst Hartz 4 beantragen müssen wenn Du Geld bekommen willst.
Kleiner Tipp von mir, ich würde mal eine GdB-Überprüfung machen, denn Herzsachen sind grundsätzlich 50% und damit zählst Du als schwerbehindert und da sieht das ganze
besser aus, aber Hartz4 wird auch hier beantragt werden müssen.

MfG
Marslicht

qasimodo65
01.03.2010, 19:28
Hallo.
Eine Erhöhung des GdB habe ich schon versucht. 20% auf Herz, 20% auf Bandscheibe, 10% auf Sprunggelenk. Zusammen 30%. Widerspruch abgelehnt. Aber was man von diesem Staat zu halten hat, weiß man ja. 30 Jahre gearbeitet und dann wird man abgeschoben. Wenn ich doch nur ein Russe wär...

Tapir
01.03.2010, 19:47
Hast Du Dich mal an den VDK gewandt? Vielleicht können die Dich unterstützen.

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de1

Lass Dich nicht unterkriegen!

Gruß, T. :)

qasimodo65
02.03.2010, 12:19
Hast Du Dich mal an den VDK gewandt? Vielleicht können die Dich unterstützen.

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de1

Lass Dich nicht unterkriegen!

Gruß, T. :)


Das werde ich mal versuchen. Habe denen gerade geschrieben.

Danke dir für den Tip.

Grüsse, qasimodo.