Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Erfahrungen mit Leiharbeitsfirmen
ms_engelchen
09.03.2010, 06:43
Hallo,
eine kleine Frage. War irgend jemand schon mal für eine Leiharbeitsfirma tätig?
Ich hab aus Verzweiflung, so einen Vertrag unterzeichnet. Obwohl das Problem ist nicht die Firma, die sind echt ok. Sondern der Ort an dem ich eingesetzt wurde. Hätte ja nie gedacht das man dort wirklich als Mensch zweiter Klasse behandelt wird, nur weil man von einer Leiharbeitsfirma kommt. Obwohl ich die festen Mitarbeiter ja noch verstehen kann. Deren Jobs werden immer gestrichen, und das ganze wird dann von Leiharbeitsfirmen übernommen.
Aber die Vorgesetzten dort sind echt der Hammer. Als Chef von über 100 Mitarbeitern sollte man eigentlich ein bisschen Menchenkenntnis besitzen. Ich wurde doch gestern wirklich gefragt " Ihren Namen können sie doch sicher schreiben". Grins meine Antwort darauf möchte ich hier lieber nicht öffentlich wiederholen.
Würde mich echt interessieren, ob das in anderen Firmen auch so läuft, oder ob das die große Ausnahme ist.
spaceman
09.03.2010, 15:00
Kann man so pauschal nicht sagen.
Ich kenne Kollegen denen geht es richtig gut bei Ihren Entleihern und andere denen geht es echt mieß.
Bei meinem alten Lehrbetrieb hatten wir auch Zeitarbeiter. Die wurden eigentlich behandelt wie als ob sie bie uns angestellt wären. Man kannte sich mit Vornamen und hatte eigentlich immer die gleichen Leute.
Ich war auch immer freundlich und hab sie oft auch mal in 5 min Pausen geschickt, weil ich wußte das sie teilweise nur 6 Euro verdienen und 40km Anfahrt haben.
Das war jetz alels nur im Helferbereich und da gehte s ja normalerweise nicht so rosig zu.
Schlimmer ist es allerdings wenn man als Zeitarbeiter für einen Dienstleister eingesetzt wird. So einen hatten wir auch und die haben uns über kurz oder lang die Arbeit weggenommen. zu einem billigen Preis natürlihc.
Bei guten Zeitarbeitsunternehmen wird man auch erst mal dem Betrieb vorgestellt und kann sich die Leute mal anschauen (so zumindest meine Erfahrung)
Hallo,
eine kleine Frage. War irgend jemand schon mal für eine Leiharbeitsfirma tätig?
Ich hab aus Verzweiflung, so einen Vertrag unterzeichnet. Obwohl das Problem ist nicht die Firma, die sind echt ok. Sondern der Ort an dem ich eingesetzt wurde. Hätte ja nie gedacht das man dort wirklich als Mensch zweiter Klasse behandelt wird, nur weil man von einer Leiharbeitsfirma kommt. Obwohl ich die festen Mitarbeiter ja noch verstehen kann. Deren Jobs werden immer gestrichen, und das ganze wird dann von Leiharbeitsfirmen übernommen.
Aber die Vorgesetzten dort sind echt der Hammer. Als Chef von über 100 Mitarbeitern sollte man eigentlich ein bisschen Menchenkenntnis besitzen. Ich wurde doch gestern wirklich gefragt " Ihren Namen können sie doch sicher schreiben". Grins meine Antwort darauf möchte ich hier lieber nicht öffentlich wiederholen.
Würde mich echt interessieren, ob das in anderen Firmen auch so läuft, oder ob das die große Ausnahme ist.
Engelchen !
Was heißt denn hier überhaupt Leiharbeit. Arbeit kann man nicht verleihen. Arbeit muss man machen. Vom Verleiher werden Menschen zu einem hohen Preis verliehen, die dann mit einem Hungerlohn abgespeist werden. So etwas nenne ich Zuhälterei !!!
spaceman
09.03.2010, 19:31
Gibt ja auch seriöse Firmen. Ich war letzte Woche bei einer, da wurde mir eine unbefristeter Vertrag vorgelegt und die Übernahme zugesichert (durch den Entleihbetrieb). Stundenlohn lag nach Verhandlungen auch bei ca 10 Euro.
Leider wollte mich dann der Entleihbetrieb beim Gespräch doch nicht.
Gibt ja auch seriöse Firmen. Ich war letzte Woche bei einer, da wurde mir eine unbefristeter Vertrag vorgelegt und die Übernahme zugesichert (durch den Entleihbetrieb). Stundenlohn lag nach Verhandlungen auch bei ca 10 Euro.
Leider wollte mich dann der Entleihbetrieb beim Gespräch doch nicht.
Es ist auch eine alte Weisheit, dass Stammbelegschaften durch Leiharbeiter abgebaut werden. Das erhöht die Arbeitsfreude im Allgemeinen und steigert den Profit.
spaceman
10.03.2010, 17:21
Bei der von mir erwähnten Stelle wäre überhaupt nichts abgebaut werden.
Der Vorgänger hat gekündigt und die Firma wollte sich einen Leiharbeiter holen und den dan fest bei sich einstellen.
Ist also nicht viel anders als wenn man sich direkt irgendwo bewirbt.
Die Regel ist das ntürlich nicht.
ms_engelchen
16.03.2010, 08:22
Nee bei weitem ist es oft nicht so. Die Leiharbeitsfirma bei der ich war, hat auch einen sehr guten Ruf. Der Vertrag war nicht schlecht. Besser von den Leistungen her, vielleicht wie die Verträge wie die Mitarbeiter in der Firma in die ich verliehen wurde. Um die ging es mir ja auch. Dort wurde man behandelt wie ein Mensch zweiter Klasse. Accord Arbeit von Anfang an, auch wenn man nicht mal annähernd eine Ahnung hat worum es geht. Ist denen eigentlich auch ganz egal. Meine Einarbeitung war " mach du Hälfte". Wovon auch immer, lach. Man kann ja schließlich nicht alles wissen.
Würde unsere Regierung dort einen Riegel vorschieben, indem sie Mindestlöhne einführt. Würde sich das Problem von ganz alleine erledigen. Aber statt dessen sind die ja mit anderen sooo wichtigen Sachen beschäftigt. Warum auch, sie fallen ja auf keinen Fall in diese Kategorie.
Manchmal könnte man echt das Gefühl bekommen, das auf solche Stellen immer Leute gesetzt werden, von denen angenommen wird, das sie es sich auf keinen Fall leisten können, gegen solche Mißstände vorzugehen.
Das ist mittlerweile in vielen Bereichen so. Unsere Regierung führt Mindestlöhne für Reinigungskräfte ein. Ist doch toll!! Nur werden die Mitarbeiter in Firmen dann als Hauswirtschaftshelferin geführt, somit Mindestlohn umgangen und 2 Euro die Stunde gespart. Man könnte wahrscheinlich noch einige Bereiche aufführen wo es ähnlich ist. Aber ändern kann jeder einzelne von uns leider nichts an der Sache.
Klar wäre es toll, wenn die Regelsätze für Arbeitslosengeld II erhöht wird. Aber wäre es nicht sinnvoller mal dort anzufangen, das Leute die arbeiten, wieder von Ihrem Einkommen leben können. Damit es sich überhaupt lohnt wieder zu arbeiten.
Grins hab schon mal überlegt einige Lohnabrechnungen zu senden. Dort könnte man dann sehen, das ich würde ich weiter ALG II beziehen 300 Euro im Monat mehr hätte, ohne die Kosten die ja anfallen wenn man zur Arbeit muss.
dragonflyer
16.03.2010, 12:12
Grins hab schon mal überlegt einige Lohnabrechnungen zu senden. Dort könnte man dann sehen, das ich würde ich weiter ALG II beziehen 300 Euro im Monat mehr hätte, ohne die Kosten die ja anfallen wenn man zur Arbeit muss.
:shock:
Hallo ms_engelchen,
Dir ist aber bekannt, dass Du die Mehrkosten, die durch die Arbeit anfallen, als Absetzbetrag bei der Hartz4-Aufstockung hättest?
Jemand mit Arbeit hat grundsätzlich mehr als ein Hartz4-Empfänger aufgrund von Freibeträgen bei Einkommen aus Erwerbstätigkeit.
Wenn jemand mit Arbeit nur soviel hat wie mit Vollhartz4 oder sogar weniger, kann das nur dadurch erreichen, dass er dann freiwillig auf Ansprüche verzichtet...
Und wieso gibt es dann mittlerweile Menschen, die Vollzeit arbeiten und aufstocken müssen?
dragonflyer
16.03.2010, 16:34
Und wieso gibt es dann mittlerweile Menschen, die Vollzeit arbeiten und aufstocken müssen?
Ich antworte mal mit meinem eigenen Zitat ;-)
Jemand mit Arbeit hat grundsätzlich mehr als ein Hartz4-Empfänger aufgrund von Freibeträgen bei Einkommen aus Erwerbstätigkeit.
Wenn jemand mit Arbeit nur soviel hat wie mit Vollhartz4 oder sogar weniger, kann das nur dadurch erreichen, dass er dann freiwillig auf Ansprüche verzichtet...
Als Aufstocker hat man grundsätzlich mehr als Voll-Hartz4.
Was anderes habe ich gar nicht geschrieben.
Das heißt nicht, dass ich es gut finde, dass viele Menschen trotz Vollzeitarbeit und teilweise trotz Auslandsmontage aufstocken müssen.
Wir sind von diesem Mist auch seit 3 Jahren betroffen.
ms_engelchen
17.03.2010, 07:03
Klar weiß ich das man über die ARGE aufstocken kann. Ich meinte damit ja auch nur, das es sinnvoller wäre, in einigen Bereichen Mindestlöhne einzuführen, und es auch zu kontrollieren das sie eingehalten werden.
Immerhin ist die Regierung ja schon mal drauf gekommen, Mindestlöhne für Leiharbeiter festzulegen. Ich glaube ich möchte garnicht wissen, was diese Leiharbeitsfirmen für die Arbeitskräfte abrechnen. Denen bleibt wahrscheinlich unter dem Strich mehr, wie sie den Arbeitern auszahlen.
Aber es möchte ja auch keiner auf Dauer dort arbeiten, sondern hofft darauf das er irgendwann übernommen wird.
Wenn man aufstockt dann hat man das ganze Problem mit der ARGE ja wieder. Lach mir haben sie versucht eine Sanktion aufzubrummen, weil ich bei zwei unangemeldeten Kontrollen nicht zu Hause war. Was ja verständlich ist, die Mitarbeiter kommen ja nicht abends,sondern morgens wenn man am arbeiten ist. Hat ganz schön lange gedauert bis das jemand begriffen hat. Die Mitarbeiterin die dafür zuständig ist, war dann irgendwann doch so schlau und hat vorher angerufen und gefragt wann ich denn zu Hause sei. Und genau diesese Probleme hofft man doch los zu sein, wenn man einen Arbeitsvertrag unterzeichnet. Vorallem wenn man so nette Nachbarn hat wie ich. Die den ganzen Tag n ichts anderes zu tun haben, als Leute auszuspionieren und es jemand zu melden.
Snoopy67
24.03.2010, 18:56
Tach zusammen!
Möchte auch mal meinen Senf dazu abgeben. Ich habe Jahrelang mit ZA zusammen gearbeitet. Die haben bei Kontischicht 900€ netto im Monat bekommen. Unser Staat wundert sich dann noch, das viele sagen, nee Danke. Unsere Leuts seind teilweise schwarz zur Arbeit gefahren oder haben Hunger geschoben. Da das Geld nicht ausreichte, für Miete, Strom,Tel, Gez und was sonst noch alles anfällt. Uns haben unsere Leute richtig leid getan, aber wir waren uns immer einig, wir haben sie mit Ziggis und Essen in den Pausen versorgt. Warum kann man nicht vom Staat her ein Mindst. Lohn von 10€ vordern. In anderen Ländern geht das auch.:):)
ms_engelchen
03.04.2010, 07:29
Mit dem Aufstocken das hört sich echt gut an. Das habe ich mal probiert über die ARGE. Habe ende November angefangen zu arbeiten, also noch eine Woche, hatte aber vorher schon Geld von der ARGE bekommen. Bekam für den Monat 780 Euro von der ARge und etwa 180 Euro Anfang Dezember von meinem Arbeitgeber.
Letzte Woche ist mir eine Forderung der Regionaldirektion Hessen ins Haus geflattert. Die ARGE verlangt 334 Euro von mir zurück. Für den Monat November. Eigentlich kann da von Aufstockung ja nicht die Rede sein. Da sie auch noch den Unterhalt vom Vater meiner Tochter bekommen haben. Hätten sie für den Monat ganze 151 Euro bezahlt. Von Aufstockung kann da ja nicht wirklich die Rede sein. Die scheinen wirklich der Meinung zu sein, das cirka 300 euro reichen für 2 Leute einen ganzen Monat zum leben, die Miete zu zahlen und die Tochter auch noch jeden Tag in die Schule fahren zu lassen.
Ich habe also keine andere Wahl wie dagegen vorzugehen. Das heißt die Anwaltskosten kommen auch wieder hinzu.
Da muss man sich doch nicht lange fragen, warum Leute lieber auf Aufstockung von der ARGE verzichten.
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