Matthy
18.03.2010, 12:07
Hallo Zusammen,
ich habe mich bereits versucht durch mehrere Threads durchzulesen, konnte aber leider nicht einen Fall finden, der in etwa dem meinem entspricht.
Daher würde ich euch/Ihnen gerne meine Situation kurz darstellen:
Ich bin 24 Jahre alt und war bis zum 15. Januar 2010 in Vollzeit in der Gastronomie angestellt. Teilweise hab ich auch im Büro der Firma gearbeitet (Verwaltungsarbeit).
Ich habe in dieser Firma seit 2006 gearbeitet und habe überraschenderweise im Dezember letzten Jahres dann die Kündigung im Briefkasten gehabt. Irgendwo hatte ich damit gerechnet, da ich seit August 2009 das Abendgymnasium besuche, mit dem Ziel die allgemeine Hochschulreife, also Abitur zu erreichen. Früher oder später, wäre das Arbeitsverhältnis also eh zu Ende gegangen. Aber der Schock war trotzdem da ...
Ich hab in meinem Leben viele Fehler begangen und wollte mit dem zweiten Bildungsweg mir meine letzte Chance auf eine gesicherte Zukunft bewahren. Vorab muss ich sagen, habe ich 2005 die Schule nach der 12. Klasse abgebrochen und danach eine Ausbildung zum Schauspieler angefangen. Diese konnte ich mir finanziellen Mittel auf Dauer nicht erlauben (610 Euro im Monat - Bafögamt strich die Unterstützung da mein Frührentervater und Krankenschwestermutter 'zu viel' verdienen würden) und musste, suprise suprise, diese ebenfalls abbrechen.
Als ich dann vor der Wahl stand, entweder das Abitur nachzuholen oder eine Ausbildung in einem von mir bevorzugten Bereich zu machen, wurde mir die Entscheidung wegen meines schlechten Abgangszeugnisses eigentlich abgenommen.
Um in Deutschland aber sein Abitur via Abendgymnasium nachzuholen (Ganztagsschulen wollten mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr haben), muss man 3 Jahre gearbeitet haben oder ähnliche Verhältnisse (Bundeswehr, Führung eins Haushaltes mit Kind, Arbeitssuchend gemeldet) vorweisen können.
Also war ich über diesen Job erstmal glücklich, da ich meinem Ziel, dem Abitur, näher gekommen bin.
Nun kommen wir zum eigentlichen Problem:
Meine Sachbearbeiterin machte mir in dem Gespräch klar, dass meine Abendschule fürs AA nicht wichtig ist. (verständlich aus AA Sicht, ja)
Sie bot mir an, dass ich mich auf Stellen in der Gastronomie bewerben soll, was ich aber ablehnte, da die Gastronomie mich auf Dauer durch die Doppelbelastung fertig machen würde. (wir reden von Fast Food Restaurants - da ist der Stress auf Dauer groß) Ich sagte ihr, dass ich händeringend nach einem Beruf in Büros suchen würde (Bürohelfer, etc.) und dass ich mich doch in diese Richtung orientieren möchte.
Sie sagte mir, dass dies kein Problem sei, ich aber auf Dauer merken würde, dass es keinen Sinn macht und ich doch in die Gastronomie soll.
Das Gespräch beendeten wir damit, dass ich die EGV unterschrieben habe und mich auf den Weg machte, Bewerbungen zu schreiben.
Nun bekam ich einen Bescheid zur Eingliederungsmaßnahme.
Ich war überrascht, weil in meinem persönlichen Gespräch davon nicht die Rede war. Aber gut, ich hatte es ja unterschrieben ...
Bin also zu den ersten Terminen hin und die Maßnahme ist als Bewerbungstraining deklariert.
Keineswegs, ein Bewerbungstraining ist bestimmt eine sinnvolle Maßnahme, aber was soll bitte ich bewerben? Ich habe zwei wichtige Veranstaltungen in meinem Leben bereits abgebrochen (Schule, "Ausbildung") und habe dementsprechend keinerlei Qualifikationen. Ich hatte die Leute dort gefragt, ob es vielleicht möglich wäre, die Maßnahme zu "tauschen", aber die lachten nur und sagten mir "Leben ist kein Wunschkonzert". Recht haben se, aber der Zwang daran stört mich sehr.
Habe also meiner SB geschrieben, dass ich diese Maßnahme beenden möchte, da dies mir nichts nützen würde und ich lieber eine machen würde, die mich mehr ins Bürowesen eingliedern könnte. Habe versucht das alles gut zu schildern und habe diesen auch an die Firma geschrieben, die mich in der Maßnahme betreut.
Nun frage ich mich, welche Sanktionen ich zu befürchten habe? Natürlich weiß, dass man mir etwas streichen wird, aber wie hoch? Sind es die ersten 30% oder direkt 12 Wochen, da ich unter U25 bin? Im Internet stehen so viele verschiedene Ansichten, dass ich langsam nicht mehr weiter weiß.
Punkt ist einfach, ich bin ab August Schülerbafögberechtigt (diesemal elternunabhängig) und möchte diese Zeit bis dahin überbrücken. (also noch 4 Monate).
Ich habe, dadurch dass ich sparsam lebe, Geld angespart und würde also über die Runden kommen.
Möchte nur gerne wissen, was da auf mich zukommen wird ...
Vielen Dank schonmal für die Antworten!
ich habe mich bereits versucht durch mehrere Threads durchzulesen, konnte aber leider nicht einen Fall finden, der in etwa dem meinem entspricht.
Daher würde ich euch/Ihnen gerne meine Situation kurz darstellen:
Ich bin 24 Jahre alt und war bis zum 15. Januar 2010 in Vollzeit in der Gastronomie angestellt. Teilweise hab ich auch im Büro der Firma gearbeitet (Verwaltungsarbeit).
Ich habe in dieser Firma seit 2006 gearbeitet und habe überraschenderweise im Dezember letzten Jahres dann die Kündigung im Briefkasten gehabt. Irgendwo hatte ich damit gerechnet, da ich seit August 2009 das Abendgymnasium besuche, mit dem Ziel die allgemeine Hochschulreife, also Abitur zu erreichen. Früher oder später, wäre das Arbeitsverhältnis also eh zu Ende gegangen. Aber der Schock war trotzdem da ...
Ich hab in meinem Leben viele Fehler begangen und wollte mit dem zweiten Bildungsweg mir meine letzte Chance auf eine gesicherte Zukunft bewahren. Vorab muss ich sagen, habe ich 2005 die Schule nach der 12. Klasse abgebrochen und danach eine Ausbildung zum Schauspieler angefangen. Diese konnte ich mir finanziellen Mittel auf Dauer nicht erlauben (610 Euro im Monat - Bafögamt strich die Unterstützung da mein Frührentervater und Krankenschwestermutter 'zu viel' verdienen würden) und musste, suprise suprise, diese ebenfalls abbrechen.
Als ich dann vor der Wahl stand, entweder das Abitur nachzuholen oder eine Ausbildung in einem von mir bevorzugten Bereich zu machen, wurde mir die Entscheidung wegen meines schlechten Abgangszeugnisses eigentlich abgenommen.
Um in Deutschland aber sein Abitur via Abendgymnasium nachzuholen (Ganztagsschulen wollten mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr haben), muss man 3 Jahre gearbeitet haben oder ähnliche Verhältnisse (Bundeswehr, Führung eins Haushaltes mit Kind, Arbeitssuchend gemeldet) vorweisen können.
Also war ich über diesen Job erstmal glücklich, da ich meinem Ziel, dem Abitur, näher gekommen bin.
Nun kommen wir zum eigentlichen Problem:
Meine Sachbearbeiterin machte mir in dem Gespräch klar, dass meine Abendschule fürs AA nicht wichtig ist. (verständlich aus AA Sicht, ja)
Sie bot mir an, dass ich mich auf Stellen in der Gastronomie bewerben soll, was ich aber ablehnte, da die Gastronomie mich auf Dauer durch die Doppelbelastung fertig machen würde. (wir reden von Fast Food Restaurants - da ist der Stress auf Dauer groß) Ich sagte ihr, dass ich händeringend nach einem Beruf in Büros suchen würde (Bürohelfer, etc.) und dass ich mich doch in diese Richtung orientieren möchte.
Sie sagte mir, dass dies kein Problem sei, ich aber auf Dauer merken würde, dass es keinen Sinn macht und ich doch in die Gastronomie soll.
Das Gespräch beendeten wir damit, dass ich die EGV unterschrieben habe und mich auf den Weg machte, Bewerbungen zu schreiben.
Nun bekam ich einen Bescheid zur Eingliederungsmaßnahme.
Ich war überrascht, weil in meinem persönlichen Gespräch davon nicht die Rede war. Aber gut, ich hatte es ja unterschrieben ...
Bin also zu den ersten Terminen hin und die Maßnahme ist als Bewerbungstraining deklariert.
Keineswegs, ein Bewerbungstraining ist bestimmt eine sinnvolle Maßnahme, aber was soll bitte ich bewerben? Ich habe zwei wichtige Veranstaltungen in meinem Leben bereits abgebrochen (Schule, "Ausbildung") und habe dementsprechend keinerlei Qualifikationen. Ich hatte die Leute dort gefragt, ob es vielleicht möglich wäre, die Maßnahme zu "tauschen", aber die lachten nur und sagten mir "Leben ist kein Wunschkonzert". Recht haben se, aber der Zwang daran stört mich sehr.
Habe also meiner SB geschrieben, dass ich diese Maßnahme beenden möchte, da dies mir nichts nützen würde und ich lieber eine machen würde, die mich mehr ins Bürowesen eingliedern könnte. Habe versucht das alles gut zu schildern und habe diesen auch an die Firma geschrieben, die mich in der Maßnahme betreut.
Nun frage ich mich, welche Sanktionen ich zu befürchten habe? Natürlich weiß, dass man mir etwas streichen wird, aber wie hoch? Sind es die ersten 30% oder direkt 12 Wochen, da ich unter U25 bin? Im Internet stehen so viele verschiedene Ansichten, dass ich langsam nicht mehr weiter weiß.
Punkt ist einfach, ich bin ab August Schülerbafögberechtigt (diesemal elternunabhängig) und möchte diese Zeit bis dahin überbrücken. (also noch 4 Monate).
Ich habe, dadurch dass ich sparsam lebe, Geld angespart und würde also über die Runden kommen.
Möchte nur gerne wissen, was da auf mich zukommen wird ...
Vielen Dank schonmal für die Antworten!