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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychologischer Test bei IT-Fotbildung?


DjThor
13.04.2010, 06:55
Hallo, ich habe 2007-2008 eine 7-monatige Fotbildung zum Linux Systemspezialisten über ARGE erfolgreich absolviert.

Jetzt stellt sich heraus, daß ich doch noch eine Fotbildung zum MCSE (Microsoft Administrator) brauche. Diese habe ich bei der ARGE beantragt.

Die zuständige Dame teilte mir am Telefon mit, daß das erst "von oben" abgesegnet werden muss und ein "Psychologischer Test" angeordnet werden muss. Als ich fragte, wozu das gut sein soll, antwortete Sie, daß es üblich wäre, bei einer Weiterbildung von über 6 Monaten (MCSE dauert über 8 Monate) einen solchen Test zu machen.

Nur, als ich damals die erste Weiterbildung machte, wurde so ein Test nicht gefordert! Ich machte nur bei dem Träger der Maßnahme einen Eignungstest in ca. 30 Minuten war der auch schon bestanden.

Haben sich die Regeln verändert oder wollen die mich auf den Arm nehmen oder was ist hier eigentlich los in diesen Land? Einerseits werden die Menschen angefaucht, sie seien faul und man sollte nur dann ALG2 zahlen, wenn sie bereit sind sich weiter zu bilden, andererseits wird mit einem unendlichen Aufwand alles versucht um die Menschen vor Weiterbildung zu hindern?

Oder ist dieser "Psycho Test" - eben dieser Eignungstest beim Träger der Maßnahme ?

Step
13.04.2010, 13:32
bei einer Weiterbildung von über 6 Monaten (MCSE dauert über 8 Monate) einen solchen Test zu machen.
Über 8 Monate für eine MCSE-Qualifizierung kommt mir recht lange vor.
Nur, als ich damals die erste Weiterbildung machte, wurde so ein Test nicht gefordert! Ich machte nur bei dem Träger der Maßnahme einen Eignungstest in ca. 30 Minuten war der auch schon bestanden.Genau. Und das sollte eigentlich ausreichen.

Oder ist dieser "Psycho Test" - eben dieser Eignungstest beim Träger der Maßnahme ?

Genau das hätte ich jetzt auch vermutet.

Wie bist Du denn an die Weiterbildung gekommen ? Hast Du einen Job in Aussicht ? Normalerweise tun sich die ARGE`n sehr schwer, Bildungsgutscheine für IT-Weiterbildungen dieser Art zu bewilligen, zumal Du ja vorher schon die Linux-Fortbildung gemacht hast.

DjThor
13.04.2010, 16:41
Ich hatte damals den ersten Lehrgang belegt, weil ich davon überzeugt war, daß ich danach auch einen Job kriege. Natürlich geschah das nicht - ich hatte "zu wenig Berufserfahrung". Frechheit was die Personalbüros so einem als Antwort zurücksenden.

Jetzt bin ich Teilselbständig und versuche mir halt so eine Existenz aufzubauen. Das würde aber viel besser klappen wenn ich MCSE/MCITP in der Tasche hätte. Denn kleine Unternehmen wollen natürlich bevorzugt jemanden mit einem MCSE/MCITP Zertifikat an ihre Rechner ranlassen. Bei Linux werden die skeptisch, denn Linux / Unix wird hauptsächlich in größeren Unternehmen eingesetzt. Klarerweise sind potenzielle Kunden absolute Laien und können sich nicht vorstellen, daß jemand beide Systeme beherrscht. Da ich aber nur kleine Unternehmen als Kunden gewinnen kann und Linux mich nicht mehr weiterbringt, habe ich keine andere Wahl.

Der Kurs dauert so lange weil das MCSE+MCITP+CCNA beinhaltet. Hauptschwerpunkt ist für mich aber MCSE+MCITP.

Was soll ich tun? Wenn ich noch länger warte, verstreicht der Anmeldetermin - der ist Anfang Mai. Dabei hatte ich die Unterlagen bereits vor fast 3 Wochen eingereicht, die Frau behauptete aber, sie wäre im Urlaub gewesen und wisse von nichts - als ich sie gestern anrief. Muss mich natürlich nicht interessieren, schließlich ist das kein Grund, daß Unterlagen verweist im Postfach so eine lange Zeit verweilen. So langsam wie die ist, werde ich erst 2017 eine Antwort kriegen.

Soll ich gleich die Keule auspacken und um mich schlagen oder wie würde ich das jetzt am klügsten regeln?

Zum Test - in dem Eignungstest damals ging es um Logik, Sprache, Mathe etc. Mit Psychogedöns hatte das recht wenig zu tun. Ist das nicht bescheuert, daß ich einen Eignungstest erneut machen soll obwohl ich bereits LPIC-2 Zertifizierung besitze? Oder reine Schickane?

Step
13.04.2010, 16:58
Das würde aber viel besser klappen wenn ich MCSE/MCITP in der Tasche hätte. Denn kleine Unternehmen wollen natürlich bevorzugt jemanden mit einem MCSE/MCITP Zertifikat an ihre Rechner ranlassen.Also das ist ungewöhnlich. Die meisten Unternehmen, gerade die kleineren, wissen doch gar nicht, was diese Zertifizierungen bedeuten.

Bei Linux werden die skeptisch, denn Linux / Unix wird hauptsächlich in größeren Unternehmen eingesetzt.Das halte ich für ein Gerücht.

Klarerweise sind potenzielle Kunden absolute Laien und können sich nicht vorstellen, daß jemand beide Systeme beherrscht.Okay, das ist normal.

Da ich aber nur kleine Unternehmen als Kunden gewinnen kann und Linux mich nicht mehr weiterbringt, habe ich keine andere Wahl.Das würde ich nochmal überdenken. Denn gerade die teuren Lizenzgebühren fallen bei Linux komplett weg. Okay, wegen der Verwaltungssoftware und nicht zuletzt wegen der Gewohnheit wird es schwierig, bei den Arbeitsplatzrechnern die Windosen abzuschaffen. Aber die Server könnten problemlos mit Linux betrieben werden. Da könntest Du Dich doch am Markt behaupten, denn der Kunde spart eine Menge Geld :razz:

Der Kurs dauert so lange weil das MCSE+MCITP+CCNA beinhaltet. Hauptschwerpunkt ist für mich aber MCSE+MCITP.Okay, das hattest Du nicht geschrieben. Das dauert natürlich länger.

Soll ich gleich die Keule auspacken und um mich schlagen oder wie würde ich das jetzt am klügsten regeln?Also zumindest solltest Du eine Frist setzen und auf den Anmeldetermin hinweisen.
obwohl ich bereits LPIC-2 Zertifizierung besitze?:Respekt:

Und mit der Qualifikation willst Du Dich hauptsächlich mit Winblöd rumschlagen ?

DjThor
13.04.2010, 17:35
Kannst mir ruhig glauben. Ich kann aus Erfahrung sagen, daß die Leute oftmals denken, daß auch bei den servern windoof besser wäre. Ich hatte auch schon jemanden, der meinte "Auf meine PCs kommt nur noch Windows und Markensoftware - kein open source und schon garnicht Linux". Dann heisst es noch "Linux? Was ist das denn? Ist wat für die Hacker wa?" usw. usw. Oder die ganzen Märchen wie: Linux kann doch kein "doc" format (Linux nicht, aber Open Office kann das), unter Linux funzt vieles nicht so gut wie bei Windows. Open Office bedienen? Pfui daiwel, da geben sie lieber 600€ für MS OFFICE Standard 2007 und jammern noch 3 Wochen über den Preis pro Lizenz. Oder der Klassiker: die Bedienung ist ja schwierig, wo ist mein "Start"?

Über die Desktoprechner will ich ja gerade an die Server rankommen. Ich mache das noch nicht lange und es ist schwierig einen neuen Kunden zu bekommen wenn dieser schon einen 2-jährigen Wartungsvertrag hat. Wenn ich mehr Qualifikationen besitze, dann habe ich zudem auch bessere chancen einen Job zu finden ( versuchen kann ich es ja ).

Betr. Zertifizierung - ich wurde schon einige Maale danach gefragt, auch ganz kleine Unternehmen mit 5 Mitarbeitern hatten Angst um Ihre Daten, als ob das Büro Fort Knox wäre.

Alles halb so wichtig, zur Sache:
Auf den Termin hatte ich hingewiesen, da kriegte ich die Antwort wg. "von Oben Absegnen" usw.

Hat die ARGE evtl. noch eigene "Prüfinstanzen" die solche Tests durchführen, oder ist das eigentlich immer der - mögliche - Maßnahmenträger.