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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage wegen krankheitsbedingter Eigenkündigung


gerald12
20.04.2010, 16:26
Hallo, bin seit einigen Jahren Alkoholabhänig.Seit drei Jahren arbeite ich in einer Spedition im Lager.Seit ich dort arbeite wird meine Krankheit immer schlimmer.Häufige Rückfälle zwei Krankenhausaufenthalte seit letzten November(eine Entgiftung und einmal wegen einer Verätzung der Speiseröhre ebenfalls Alkoholbedingt).Nun möchte ich mein Leben ändern und habe eine Therapie beantragt und mich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen.Das Problem ist nur das mich die sehr monotone Arbeit im Kühlhaus und das schlechte Arbeitsklima sehr belasten und ich befürchte wenn ich nach der Therapie wieder diesem Psychischen Stress ausgesetzt bin das ich es nicht schaffe trocken zu bleiben.Mein Arbeitgeber sagt das er mir nicht Kündigen kann da keine ausreichende Gründe vorliegen und mir nur die Krankheitsbedingte Eigenkündigung bleibt.Nun meine Frage gibt es die möglichkeit so eine Sperrzeit zu umgehen?Kann mein Arzt mir ein Atest ausstellen das es bei Weiterführung des Arbeitsverhältniss sehr warscheinlich zu Rückfällen kommt,die meine Krankheit noch weiter verschlimmern?Wenn ja was muss ich beachten bevor ich Kündige?Habe ich einen Anspruch auf ALG 2 wenn doch eine Sperrzeit verhängt wird?Habe weder Vermögen noch viel Bargeld,nur 2-3 hundert Euro.Mir geht es nur darum das ich meine Miete zahlen kann und nicht auch noch meine Wohnung verliere.Über Antworten wäre ich sehr dankbar.LG

Seebarsch
20.04.2010, 18:52
Hallo gerald12,
:welcome:
bei der ganzen Sache solltest du aber auch bedenken, dass die dann eintretende Arbeitslosigkeit mit Sicherheit auch nicht förderlich ist für dein Problem. Da dein Arbeitgeber dir nicht kündigt, scheint er zumindest zurzeit ja auch mit deiner Arbeitsleistung zufrieden zu sein!
Mein TIPP:
Halte bis zur Thearpie durch und besprech dort die Lage mit einem Betreuer oder Therapeuten! Mach keine Schnellschüsse und überlege dir dein Vorgehen sehr gut.
Gerade in deiner jetzigen Lage dürfte das Finden eines neuen Arbeitsplatzes auch nicht so ganz leicht werden!
Halt durch! Nur Mut!
:engel:

stummelbeinchen
20.04.2010, 19:05
Hallo,

ich stimme Seebarsch zu. Streß gehört (leider) zum heutigen Arbeitsleben dazu. Jetzt weißt Du, was Du hast. Bei einer Kündigung und Streß mit der Arbeitsagentur (die sicherlich auch ein Ärztlichen Gutachten einleiten wird, um Deine Arbeitsfähigkeit festzustellen), den Streß der Stellensuche, das Problem mit Ablehnung umgehen zu müssen und natürlich bei einer neuen Stelle den Streß der Einarbeitung.
Versteh mich nicht falsch, wenn Dich der jetztige Arbeitsplatz krank macht, dann ist er nicht gut. Aber: Ist es wirklich der Arbeitsplatz oder ist dieser Streß nicht doch die Folge Deiner Sucht? Solche Dinge kannst Du erst während der Therapie unter optimalen Bedingungen feststellen. Das brauch Zeit. Also halte durch und mach erstmal die Therapie.
Kündigen kannst Du dann immer noch. :)

Vergiß bitte nicht: Viele Menschen fallen in der Arbeitslosigkeit schneller in die/eine Sucht als während einer Tätigkeit.

LG

gerald12
20.04.2010, 19:50
Hallo,danke für die netten Antworten.Bis nach der Therapie warte ich auf jeden Fall.Bei mir war es genau anders herum.War vorher Arbeitslos und mit dem neuen Job begann das krankhafte trinken.Mit der Zeit wurde aus dem Stress so eine Art Mobbing.Arbeiten die ich gut kann darf ich nicht mehr machen und das was ich nicht gut kann und was mir keinen Spass macht ist jetzt mein Einsatzgebiet.Das hat sich so langsam hochgeschaukelt und als man im Betrieb gemerkt hat das ich Anfange zu trinken war das die Antwort, angesprochen hat es nie jemand.Nur damit ihr mich versteht.Werde jetzt erst mal nichts unternehmen und in der Therapie mit jemandem darüber sprechen.Danke noch mal

Seebarsch
20.04.2010, 20:26
ich wünsche dir viel Erfolg bei der Therapie!
:sensationell:

gerald12
20.04.2010, 21:17
ich wünsche dir viel Erfolg bei der Therapie!
:sensationell:
Danke hat gutgetan mal ne Meinung von jemandem zu hören der nicht aus meinem Umfeld stammt.Das obenstehende ist sehr nett vielen DANK.Gerd:engel:

ratsuchende
24.04.2010, 07:21
Hallo!
Versuche im Rahmen der beginnenden Therapie zu klären, ob Du nicht während der Therapie beim jetzigen AG die Stundenanzahl reduzieren kannst.

Dann wäre die Arbeitsbelastung nicht so hoch, du wärst aber in den Berufsalltag trotzdem eingebunden...

Polarlicht
29.04.2010, 10:50
Viel Erfolg mit der Therapie!

Wenn du krankheitsbedingte Spätfolgen zu tragen hast, könntest du mit deinem Arzt auch über Reha sowie Stundenreduzierung oder andere Arbeitsmöglichkeiten sprechen...