Atze666
25.04.2010, 14:52
Hi,
habe die letzten 3 Jahre durchgehend gearbeitet und davon bis August 2009 bei der Tuja Zeitarbeit. War auch durchgehend bei der VCS (Tochter der T-Com) als Sachbearbeiter eingesetzt. Da dieser Einsatz plötzlich endete und dadurch alleine 80 Leute in die Bonner Filiale der Tuja zurückkehrten, hatte diese keinen neuen Einsatz zur Hand und empfahl uns einen Stellenwechsel zu einem anderen Arbeitgeber, da man uns sonst in ganz Deutschland einsetzen würde (z. B. wochenlang in Leipzig, wo wir dann zu fünft in einer Baracke hausen und tagsüber alle möglichen Drecksarbeiten erledigen müssen). Da ich Kinder habe, war das keine Option für mich und so habe ich mich erst krank schreiben lassen und mich weiter beworben. Als ich schon im Krankengeld war bat ich um Kündigung seitens Tuja, was diese aus Angst vor Klage auf Abfindung strikt ablehnte. Man sagte mir:"Entweder wir lösen den Vertrag auf, oder Sie müssen das machen, was wir verlangen! Sie sind sowieso im Krankengeld. Das kostet uns nichts! Dann lassen Sie sich mal jahrelang krankschreiben!" Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nicht selbst zu kündigen, da mir klar war, dass ich dann keine Ansprüche, sondern nur Ärger habe, aber aufgrund des Drucks seitens der Krankenkasse habe ich es dann doch getan. Am 14.08.2009 war mein letzter Arbeitstag und am 17.08.2009 hatte ich einen neuen Vertrag bei einer anderen Zeitarbeit. Allerdings befristet bis 31.10.2009. Da man zufrieden war, wurde er noch zweimal bis zum 30.03.2010 verlängert.
Beim Arbeitsamt sagte man bei der Antragannahme am Freitag jetzt plötzlich, dass ich 3 Monate gesperrt werde, da ich die Kündigungsfrist nicht eingehalten und von einer unbefristeten zu einer befristeten Stelle gwechselt bin. Vorher hat mir keiner der anderen Sacharbeiter davon was gesagt und ich war geschockt. Die Sachbearbeiterin war sehr unsicher und hat auch ihre Meinung in anderen Bereichen ständig geändert, wenn ich Druck erzeugt habe. zum beispiel meinte Sie, dass der Antrag von Köln wäre (habe da bis Februar gewohnt und ihn daher bekommen) und daher könnte Bonn ihn nicht bearbeiten. ich müsste nach Köln. Als ich nach ihrer Vorgestzten fragte und Stress machte lief wie völlig kopflos durch den Flur und meinte dann: "Ausnahmsweise bearbeite ich den Antrag!" Ich bekomme jetzt diese Woche meinen Bescheid mit der Sperre und denke mal, dass sich da nichts ändert. Damals in Köln hat mir kein Sachbearbeiter die Konsequenzen genannt, wie ich von dem neuen Job berichtete, was ja schon hinterfotzig war. Naja...
Jetzt habe ich gelesen, dass man einen Wechsel von einer unbefr. zu einer befr. Stelle ohne Sperre durchführen darf, wenn man sich beruflich, oder finanziell verbessert. Ich habe vorher brutto € 7,44 / Stunde verdient und zufällig bei der neuen befristeten Stelle brutto € 9,37 / Stunde. Wäre das eine Möglichkeit, wenn ich das im Widerspruch angebe, sodass ich eine Sperre verhindern kann? Ist zwar nicht die Welt, aber vom Prinzip her habe ich ja mehr verdient, auch wenn das nicht der Grund für den Wechsel war.
Ansonsten muss ich Hartz IV beantragen. Sind das € 354,00 wie bei normalen Antragstellern, oder bekomme ich mehr? Muß ich dann auch hunderte Seiten ausfüllen, oder gibt es für gesperrte ALG I Empfänger eine Schnellbearbeitung? Habe kein Geld mehr, da das letzte Geld vom Arbeitgeber im März kam und ich auch nicht mit einer Sperre gerechnet habe. Das Problem ist ja auch, dass ich mich bewerben soll und mit Hilfe meines Autos flexibel sein soll, aber weder Geld für Bewerbungen, noch für KFZ-Versicherung, benzin usw. habe. Zur not muss ich mein Auto verkaufen und später ist dann kein Geld für ein neues da. Das heißt, dass mir durch die Sperre des Arbeitsamtes die Arbeitsaufnahme sehr erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht wird. Wenn jetzt sogar das Internet und Telefon abgestellt wird, dann ist es ganz aus. Weil von harzt IV kann ich gerade das nötigste wie Lebensmittel usw. bezahlen. und ob dann noch Geld zum Bewerben übrig ist weiß ich nicht. Bringt das was, wenn ich das beim Widerspruch anführe?
Ich weiß es ist viel, aber ich hoffe, dass mir jemand Tips geben kann. Will ja auch nicht alles noch schlimmer machen.
Vielen Dank im Voraus.
Atze
habe die letzten 3 Jahre durchgehend gearbeitet und davon bis August 2009 bei der Tuja Zeitarbeit. War auch durchgehend bei der VCS (Tochter der T-Com) als Sachbearbeiter eingesetzt. Da dieser Einsatz plötzlich endete und dadurch alleine 80 Leute in die Bonner Filiale der Tuja zurückkehrten, hatte diese keinen neuen Einsatz zur Hand und empfahl uns einen Stellenwechsel zu einem anderen Arbeitgeber, da man uns sonst in ganz Deutschland einsetzen würde (z. B. wochenlang in Leipzig, wo wir dann zu fünft in einer Baracke hausen und tagsüber alle möglichen Drecksarbeiten erledigen müssen). Da ich Kinder habe, war das keine Option für mich und so habe ich mich erst krank schreiben lassen und mich weiter beworben. Als ich schon im Krankengeld war bat ich um Kündigung seitens Tuja, was diese aus Angst vor Klage auf Abfindung strikt ablehnte. Man sagte mir:"Entweder wir lösen den Vertrag auf, oder Sie müssen das machen, was wir verlangen! Sie sind sowieso im Krankengeld. Das kostet uns nichts! Dann lassen Sie sich mal jahrelang krankschreiben!" Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nicht selbst zu kündigen, da mir klar war, dass ich dann keine Ansprüche, sondern nur Ärger habe, aber aufgrund des Drucks seitens der Krankenkasse habe ich es dann doch getan. Am 14.08.2009 war mein letzter Arbeitstag und am 17.08.2009 hatte ich einen neuen Vertrag bei einer anderen Zeitarbeit. Allerdings befristet bis 31.10.2009. Da man zufrieden war, wurde er noch zweimal bis zum 30.03.2010 verlängert.
Beim Arbeitsamt sagte man bei der Antragannahme am Freitag jetzt plötzlich, dass ich 3 Monate gesperrt werde, da ich die Kündigungsfrist nicht eingehalten und von einer unbefristeten zu einer befristeten Stelle gwechselt bin. Vorher hat mir keiner der anderen Sacharbeiter davon was gesagt und ich war geschockt. Die Sachbearbeiterin war sehr unsicher und hat auch ihre Meinung in anderen Bereichen ständig geändert, wenn ich Druck erzeugt habe. zum beispiel meinte Sie, dass der Antrag von Köln wäre (habe da bis Februar gewohnt und ihn daher bekommen) und daher könnte Bonn ihn nicht bearbeiten. ich müsste nach Köln. Als ich nach ihrer Vorgestzten fragte und Stress machte lief wie völlig kopflos durch den Flur und meinte dann: "Ausnahmsweise bearbeite ich den Antrag!" Ich bekomme jetzt diese Woche meinen Bescheid mit der Sperre und denke mal, dass sich da nichts ändert. Damals in Köln hat mir kein Sachbearbeiter die Konsequenzen genannt, wie ich von dem neuen Job berichtete, was ja schon hinterfotzig war. Naja...
Jetzt habe ich gelesen, dass man einen Wechsel von einer unbefr. zu einer befr. Stelle ohne Sperre durchführen darf, wenn man sich beruflich, oder finanziell verbessert. Ich habe vorher brutto € 7,44 / Stunde verdient und zufällig bei der neuen befristeten Stelle brutto € 9,37 / Stunde. Wäre das eine Möglichkeit, wenn ich das im Widerspruch angebe, sodass ich eine Sperre verhindern kann? Ist zwar nicht die Welt, aber vom Prinzip her habe ich ja mehr verdient, auch wenn das nicht der Grund für den Wechsel war.
Ansonsten muss ich Hartz IV beantragen. Sind das € 354,00 wie bei normalen Antragstellern, oder bekomme ich mehr? Muß ich dann auch hunderte Seiten ausfüllen, oder gibt es für gesperrte ALG I Empfänger eine Schnellbearbeitung? Habe kein Geld mehr, da das letzte Geld vom Arbeitgeber im März kam und ich auch nicht mit einer Sperre gerechnet habe. Das Problem ist ja auch, dass ich mich bewerben soll und mit Hilfe meines Autos flexibel sein soll, aber weder Geld für Bewerbungen, noch für KFZ-Versicherung, benzin usw. habe. Zur not muss ich mein Auto verkaufen und später ist dann kein Geld für ein neues da. Das heißt, dass mir durch die Sperre des Arbeitsamtes die Arbeitsaufnahme sehr erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht wird. Wenn jetzt sogar das Internet und Telefon abgestellt wird, dann ist es ganz aus. Weil von harzt IV kann ich gerade das nötigste wie Lebensmittel usw. bezahlen. und ob dann noch Geld zum Bewerben übrig ist weiß ich nicht. Bringt das was, wenn ich das beim Widerspruch anführe?
Ich weiß es ist viel, aber ich hoffe, dass mir jemand Tips geben kann. Will ja auch nicht alles noch schlimmer machen.
Vielen Dank im Voraus.
Atze