Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 7,50 Stunde was meint ihr
Ich haaab grad vom Heute Journal gehört das es für einige Gruppen
von unserer von der Leyen 7,50 durchgebraht hat, ich meine der Mindestlohn um persönlich ich meine als Solotiger solte mindestens 10 Euru sein
erst Rest für die wirklich armen Menschen die eine Frau daheim zu versorgen haben
für die gibt es meistens noch wenigen als dioe gefordersten 7,50 von der Leyen
wenn ich Geld und einen guten Anwalt (meine paar Millionen und den entsprechenten Anwalt) glaubt mir dann würd ich vor allem den Müttern helen
denen beim Sozi oder Arge Amt manchmal auch insoweit geholfen wird
insofern das die SB sich mit denen treffen wollen
Euer Alg53
Butterbrot
20.05.2010, 19:53
Ich denke 7,50 Euro ist zwar nicht viel , doch es wäre als flächendeckender Mindestlohn ein guter Anfang.Man siehe nur mal das Gastro und Reinigungsgewerbe wo teilweise für unter 5 Euro bezahlt wird.
stimmt ich bin zwar kein wie ein großer Gewerkschafter der sowieso
die was durchzieht
aber wenn für alle Menschen die arbeiten 7,5 wie du sagst
dann wär das stimmig
stummelbeinchen
20.05.2010, 20:33
Schöner wäre es, wenn es einen einheitlichen Mindestlohn für ganz Deutschland gäbe und nicht weiterhin eine künstliche Teilung des Landes unterstützt wird.
dragonflyer
20.05.2010, 21:28
Selbst 10€ oder auch 11€ Mindestlohn bringen nix, wenn man Familie zu versorgen hat, so sieht es leider aus.
sauveteur
20.05.2010, 21:49
ich denke das auch die jeweilige qualifikation der menschen berücksichtigt werden muss.
ein ungelernter in einer beschäftigung in der nur angelernte mitarbeiter tätig sind können natürlich nicht so hoch vergütet werden wie beschäftigungsverhältnisse bei denen ausgebildete fachkräfte angestellt sind.
ich meine 7,50 sind für die von mir erst genannte gruppe ein guter einstieg, es liegt an jedem selber sich zu qualifizieren und sich dann weiter hoch zu arbeiten.
das jeder mensch verpflichtungen hat ist klar, diese solten sich aber an eine realistischen einkommensituation anpassen und nicht an einem gewollten / gewünschtem standard.
sauveteur :cool:
dragonflyer
20.05.2010, 22:31
10€ oder 11€ ist das, was bei einer Zeitarbeitsfirma eine qualifizierte Fachkraft höchstens bekommt im Normalfall.
Ich spreche hier nicht von Helfertätigkeiten.
spaceman
21.05.2010, 10:26
Das entspricht leider der Wahrheit, und das auch bei Berufen die ohne ZAF einen Stundenlohn von 14 Euro hätten.
Systemgegner
21.05.2010, 13:16
Mindestlohn heisst nicht Höchstlohn obwohl es wohl gewisse Branchen und Tätigkeiten gibt wo wohl dann nie mehr als der entsprechende Mindestlohn gezahlt werden würde.
Von daher wäre es zweckmäßig den Mindestlohn, wie alle anderen Lohngefüge auch ständig neu zu verhandeln bzw. anzupassen.
Ich persönlich halte einen flächendeckenden einheitlichen Mindestlohn für gesamt Deutschland für zweckmäßig und sinnvoll.
Die von Frau von der Leyhen geforderten 7,50€ sind natürlich fernab jeglicher Realität, da auch der hier benannte "Solotiger" in Vollzeitbeschäftigung mitunter noch alimentierungsbedürftig wäre.
Es hat schon immer Berufe gegeben die höher und welche die niedriger bezahlt werden, die Gründe hierfür sind nicht immer einleuchtend und nachvollziehbar.
Das (Pseudo)Argument, dass gewisse Tätigkeiten, bei Einführung eines Mindestlohnes, an ausländische Subunternehmer vergeben würden, ist leicht widerlegbar.
In Branchen wo Mindestlöhne vereinbart sind, ist es Aufgabe der Hauptzollämter, auch Subunternehmer und deren Mitarbeiter, aus dem Ausland, die gemäß des Entsendegesetzes hier in der BRD tätig sind, auf Einhaltung der Mindestlöhne zu überprüfen.
Im Falle eines Outsourcing`s wäre also der Kostenfaktor kein zwingendes Entscheidungskriterium.
Weiterhin würde der Arbeitsmarkt einem Selbstreinigungseffekt unterzogen werden, gewisse Seelenfänger, deren Gewinnkalkulation ausschließlich auf Dumpinglöhnen der Mitarbeiter beruhte, würden schlichtweg verschwinden.
Im Gegenzug würde in vielen Bereichen die staatliche Alimentierung gewisser Geringverdiener entfallen.
Es kann nicht Aufgabe unserer Regierung sein gewisse Unternehmen im Dumpinglohnsektor weiterhin, durch Alimentierung der Mitarbeiter, zu entlasten und dementsprechend zu sponsoren!
Von daher bin ich für einen flächendeckenden Mindestlohn!
ratsuchende
22.05.2010, 06:43
Hallo,
auch ich bin für den Mindestlohn. Und zwar in der Höhe, daß ein Alleinstehender netto abzüglich der anfallenden, beruflichen Kosten (Fahrtkosten) mind. 100 EUR mehr in der Tasche hat, als ein Leistungsempfänger.
Wenn Familie da ist, dann soll bis zu einer Grenze von 200-500 EUR plus ohne Anrechnung von Partnereinkommen der Rest mit Leistungen aufgestockt werden.
Es kann einfach nicht sein, daß Menschen Vollzeit arbeiten und davon nicht leben können. Wenn es Bereiche in der Wirtschaft gibt, die diese Löhne nicht zahlen können, dann müssen diese Unternehmen eben vom Markt verschwinden. Dann müssen sich die Leute die Haare eben selber schneiden...
Wenn die Löhne immer geringer ausfallen, wird wie es ja täglich sichtbar ist, ein Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Die Steuereinnahmen sinken, die Sozialkassen haben weniger Geld, der Konsum sinkt, aber die diversen Kosten, die speziell hier in D nebenher noch den letzten Rest des Einkommes auffressen, steigen. Für so eine Strategie ist in D die Schattenwirtschaft zu wenig ausgeprägt, als daß sich die Menschen nebenher noch das nötige Geld beschaffen können und man sehe sich mal in anderen Ländern um, wo die Bereitschaft, für Müllentsorgung, GEZ, Parken, Versicherungen etc. pp. sich das Geld aus der Tasche zeiehn zu lassen, nicht vorhanden ist.
Butterbrot
22.05.2010, 08:50
Aber dann müssten die Menschen in Deutschland auch bereit sein mehr zu bezahlen.Schluß mit Geiz ist Geil ! Nur in dem man Geld ausgibt ,kurbelt man die Wirtschaft an.Und nur wenn die Wirtschaft erfolgreich läuft ,werden die Unternehmen bereit sein einen Mindestlohn zu zahlen.Schluß mit den Brötchen für 10 Cent.Schluß mit dem Haarschnitt für 8 Euro.Schluß mit Billigketten die im Ausland von Kinderhand fertigen lassen,oder was glaubt ihr warum Ketten wie K.k oder Ta..o Damenkleider für 4,95 Euro verkaufen können.Ein Kleid das im Verkauf 4,95 kostet,kostet im Einkauf maximal 1,50 und in der Herstellung höchstens 30 Cent.Wer mehr Geld haben möchte ,muß auch dafür sorgen das mehr Geld eingenommen wird! Wir brauchen einen flächendeckenden Mindestlohn,doch wir sind es die dafür Sorgen müssen,das die Unternehmen das auch so sehen.Wir dürfen das nicht alleine der Politik entscheiden lassen.
Systemgegner
22.05.2010, 10:10
Wieso sollen sich Deutschmichel und Otto der Normalverbraucher in kollektivem Massenschämen üben wenn andere Länder ihre Unterschicht versklaven und ausnützen?
Was hat das mit den Löhnen der Arbeitnehmer hier in der BRD zu tun?
Ist man etwa der Meinung dass die Ausbeute dieser Menschen beendet werden würde wenn Gutmenschdeutschland schreien würde "Hallo, wir zahlen freiwillig mehr"???
Wenn in der BRD angemessene Mindestlöhne gezahlt werden dann wird die Nachfrage nach solchen minderwertigen Billigartikeln sinken!
Dass "Geit-ist-geil!" und "Ich-bin-doch-nicht-blöd" einhergehend mit jahrzehntelangem Turbokapitalismus nicht die Erlösungsbotschaften der schönen neuen Welt sind war doch hoffentlich jedem vorab schon klar?
Erstmal müssen wir hier in Deutschland sehen dass wir den Hintern an die Wand kriegen, dann haben wir auch die Mittel für den Rest der Welt die lieben und großzügigen Onkels und Tanten zu spielen!
Das sollte sich unsere politische Führungskaste vielleicht auch mal zu Herzen nehmen!
Butterbrot
22.05.2010, 10:28
Ich meine nur , das wir bereit sein müssen,gutes Geld für gute Arbeit auszugeben.Wer aber auf der einen Seite nach mehr Lohn schreit und auf der anderen Seite aber nicht bereit ist für z.b. einen Haarschnitt mehr wie 8 Euro zu bezahlen macht was falsch.
Systemgegner
22.05.2010, 10:53
Ich meine nur , das wir bereit sein müssen,gutes Geld für gute Arbeit auszugeben.Wer aber auf der einen Seite nach mehr Lohn schreit und auf der anderen Seite aber nicht bereit ist für z.b. einen Haarschnitt mehr wie 8 Euro zu bezahlen macht was falsch.
Da gebe ich Dir Recht!
Der 8€-Haarschnitt wurde ja erst daurch ermöglicht dass es legitim ist Arbeitnehmer(innen) mit Stundenlöhnen von 5-8€ brutto zu beschäftigen.
Wenn der festgeschriebene Stundenlohn allerdings bei 10€ Mindestlohn liegt wird es den normalen Herrenkurzhaarschnitt nicht mehr unter 12€ geben!
Gute Arbeit, gutes Geld, solange wir uns aber von der Politik, Industrie und Wirtschaft einreden lassen dass wir Arbeitnehmer angeblich zu teuer wären und zu anspruchsvoll wird kein umdenken stattfinden.
Komischerweise präsentieren Handwerkbetriebe Rechnungen in denen 30,00€ bis 40,00€ Stundenlohn berechnet werden und beschäftigen 7,00€ Hilfskräfte.
Man kann dem kleinen Handwerker, der um sein Überleben zappelt nicht verübeln dass er sich der Mittel bedient die unsere Industrie schon lange praktiziert!
Butterbrot
22.05.2010, 11:34
Da sachste was .:3stern: Stimmt aber !
dragonflyer
22.05.2010, 13:42
In Frisörläden, wo man den Haarschnitt für 8€ bekommt, geh ich nicht hin und nach KIK gehe ich auch höchstens absolut selten, so 1-2 mal im Jahr.
Takko war schon nie mein Ding.
Zumindest in Bereichen, wo es mir möglich ist, kaufe ich nicht ein, wenn es da um Kinderarbeit, Lohndumping etc. geht.
Ganz vermeiden lässt es sich leider nicht.
ratsuchende
23.05.2010, 07:11
Hallo!
Dem kleinen Handwerker muß man es aber auch nicht verübeln, wenn er Hilfskräfte zu 7 EUR beschäftigt. Gerade der Handwerkerschaft wird seit einigen Jahren durch überbordende Bürokratie der EU Kosten aufgebürdet, die er erst mal erwirtschaften muß.
Seit Juli 2009 gilt in D die umgesetzte EU-Richtlinie, wonach ein Kfz-Betrieb, der u.a. Klimaanlagen in Autos reparieren will, über einen Mitarbeiter verfügen muß, der ein Zertifikat nach KlimaSchVO erwerben muß, weil der Mitarbeiter bei der Reparatur von solchen Anlagen mit Kältemitteln in Kontakt kommt und diese evtl. in die Umwelt gelangen könnten.
Seit geraumer Zeit müssen Handwerker, die auf Baustellen unterwegs sind, ein Fahrtenbuch führen bzw. mit Fahrtenschreiber ihre Fahrzeuge ausrüsten, wenn sie weiter als 50 km weg ihre Baustelle haben, weil durch den Staat die Überschreitung der Lenkzeiten überprüft wird.
Wenn das Fahrzeug des Handwerkers eine bestimmte Größe überschreitet, weil er wegen der Art des Handwerks größere Teile transportiert, muß er sein Fahrzeug mit einer OBU für die Lkw-Maut ausstatten, weil da wird er als Transportunternehmer tätig.
Das sind jetzt nur Beispiele, die mir bekannt sind. Es gibt sicherlich noch hunderte mehr solcher vorschriften.
Die kleineren Betriebe werden, wie in der Landwirtschaft auch (Lebensmittelproduktion, auch Käser, Metzger usw.) systematisch kaputt bürokratisiert, damit der Umsatz auch noch den Konzernen zufällt.
Wen wundert es da, wenn so ein Betrieb keine anständigen Löhne mehr bezahlen kann und die Handwerkerstunde trotzdem bei 30-40 EUR liegt?
Letztens habe ich lesen müssen, daß eine Studie aufgedeckt hat, daß KOCHEN!!! gefährlich ist, weil durch anbraten von Gemüse und Fleisch im entstehenden Kochdunst/Rauch giftige Stoffe entstehen:sensationell:
Wir werden immer mehr entmündigt, und mit ein wenig Fantasie kann man sich denken, daß die private Herstellung von Essen zu Hause in bälde eingeschränkt wird. Denn das ist ein riesiger Markt für Konzerne, wenn 80 Mio. Menschen mit Essen auf Rädern versorgt werden müssen. Damit kommt man dann auch noch an das letzte Geld der Normalbevölkerung, das der Arbeitende dann abliefern muß, denn das Essen muß ja schließlich bezahlt werden...
Eine Änderung dieser Verhältnisse oder gar ein Systemwechsel ist doch gar nicht erwünscht. Das Ziel ist es, daß Menschen (die brauchbar sind ohne Einschränkungen) zu Niedriglöhnen arbeiten, ansonsten aber alles Geld an die Konzerne und den Staat abliefern. Man will sämtliche Freiheiten einschränken und die Abhängigkeit der Menschen vom Staat und den Konzernen soweit treiben, daß ein eigenbestimmtes Leben nicht mehr möglich ist.
Das Zurückrudern bei den Solarförderungen geht auch in die Richtung: wo kämen wir da hin, wenn jeder seine Energie (Warmwasser und Strom) selber prodzieren könnte???
Da ist die Diskussion um Mindestlöhne geradezu müßig.
Systemgegner
23.05.2010, 11:36
@ratsuchende: Ein sehr guter Beitrag!
Ungeachtet dessen dass wir bewusster mit unserer Umwelt umgehen müssen ist es auch für mich verwunderlich welche Erlösungsverkündungen Müslis, Ökoakopalyptiker und andere Menschheitsbeglücker ablassen.
Das Einreden eines schlechten Gewissens war und ist schon immer ein nützliches Manipulationsmittel.
Offenbar will man der Bevölkerung eintrichtern wie sie ökologisch leben, essen, arbeiten und vor allem denken soll!
Eigenes denken unerwünscht, die schenbare Ökobewegung legt wohl mehr wert darauf den Bürger in jeglicher wichtigen Lebenssituation gedanklich zu steuern, die angebliche "Rettung der Erde" sehe ich als vorgeschobenes Pseudoargument.
Es steht also mehr die Ökonomie statt Ökologie im Vordergrund!
Eine minderintellektuelle, anspruchslose, Arbeitnehmerschicht die in totaler Abhängigkeit zu Industrie und Staat steht, scheint hier willkommener Erfüllungsgehilfe zu sein?
Wie sonst sollte man die Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50€ ernstnehmen und nicht als menschenverachtende Verhöhnung betrachten!
spaceman
23.05.2010, 16:18
[QUOTE][Die kleineren Betriebe werden, wie in der Landwirtschaft auch (Lebensmittelproduktion, auch Käser, Metzger usw.) systematisch kaputt bürokratisiert, damit der Umsatz auch noch den Konzernen zufällt.
/QUOTE]
Das kommt eher durch die EU. Da gibt es Richtlinien die jetzt auch für Deutschland gelten, sodaß aus hygienischen Gründen nicht im selben Raum geschlachtet und verarbeit werden darf. Das geht natürlich bei kleinen Hof Schlachterein nicht.
Und bei den Hofkäsern versteh ich das durchaus, das hat mit Bürokratie nichts zu tun das geht ganz einfach um die Gesundheit von Menschen. Klar ist da auch jahrelang nix passiert, aber die Keime von heute sind resistenter geworden, und nicht jeder passt auf.
Die meisten besuchen, wenn überhaupt einen Hofkäser Kurs und der geht 1 Woche mit etwas Praxis.
Das ist nicht umsonst ein Beruf wo man 3 Jahre lernen muss.
Deswegen muss auch der Hofkäser die Vorschriften einhalten.
Tommi NRW
23.05.2010, 18:08
Dann auch mal meine Meinung dazu.
Ein Mindestlohn muss mindestens so hoch sein, dass man nach 8 Std. Arbeit nicht mehr bei der ARGE aufstocken muss.
Ein Arbeitsplatz, bei dem man aufstocken muss, ist eine dauersubventionierte Stelle, die vom Volk bezahlt werden muss.
Gerade in einer Krise, wo man sogar an Kürzungen im sozialen Bereich denkt, ist es nicht tragbar, marode oder raffgierige Firmen weiterhin über Lohnkosten zu subventionieren.
Zu unterscheiden ist natürlich bei der Qualifikation des Arbeitnehmers.
Einem Ungelernten ist ein Mindestlohn zu zahlen, von dem er in seiner Region ohne staatliche Zuschüsse leben kann – auch ein Urlaub muss da mal drin sein.
Bei Fachkräften ist der Tarif der jeweiligen Gewerkschaft anzuwenden, wie es vor Hartz IV bereits geregelt war. Wurde unter Tarif gezahlt, konnte die Arbeitsstelle abgelehnt werden.
Die Firmen mussten dann einen Tariflohn anbieten um Fachkräfte zu bekommen.
Erst durch die Lohndrückerei, die mit den Hartz-Gesetzen entstanden ist, konnten die Firmen Fachkräfte zu Sklavenlöhnen in Arbeit zwingen.
7,50 € als Mindestlohn einzuführen, bringt aus meiner Sicht gar nichts, weil die Arbeitnehmer nach wie vor aufstocken müssten.
Die Arbeitnehmer müssen endlich verinnerlichen, dass ein Euro mittlerweile weniger Kaufkraft hat, als damals eine DM. Die DM-Stundenlöhne lagen aber damals deutlich höher, als heute die €-Stundenlöhne.
Betriebe und die derzeitige Regierung wissen dies und lachen sich über den Arbeitnehmer kaputt, der sich brav zur Schlachtbank des Ausbeutens führen lässt.
Ich gebe Dragonflyer recht, dass selbst ein Mindestlohn von € 10 oder € 11 nichts bringt, weil der Nettolohn damit noch nicht das Auto erlaubt, dass für nahezu jeden Arbeitsplatz benötigt wird..
Ratsuchende schrieb:
auch ich bin für den Mindestlohn. Und zwar in der Höhe, daß ein Alleinstehender netto abzüglich der anfallenden, beruflichen Kosten (Fahrtkosten) mind. 100 EUR mehr in der Tasche hat, als ein Leistungsempfänger.
Nein, das reicht eben nicht aus – auch nicht für Alleinstehende. ;-)
Wer 8 Stunden am Tag arbeitet (gerade körperlich), muss entsprechend anders essen, braucht mehr Kleidung, mehr Körperpflege und praktisch immer ein Auto.
Das ist mit € 100.-- mehr, bei weitem nicht zu decken.
Ratsuchende schrieb:
Wenn Familie da ist, dann soll bis zu einer Grenze von 200-500 EUR plus ohne Anrechnung von Partnereinkommen der Rest mit Leistungen aufgestockt werden.
Da haben wir schon wieder das Aufstocken, was uns das Genick bricht.
Deshalb macht nur ein Mindestlohn in der Höhe Sinn, der das Aufstocken ausser Kraft setzt.
Butterbrot schrieb:
Aber dann müssten die Menschen in Deutschland auch bereit sein mehr zu bezahlen.Schluß mit Geiz ist Geil ! Nur in dem man Geld ausgibt ,kurbelt man die Wirtschaft an.Und nur wenn die Wirtschaft erfolgreich läuft ,werden die Unternehmen bereit sein einen Mindestlohn zu zahlen.Schluß mit den Brötchen für 10 Cent.Schluß mit dem Haarschnitt für 8 Euro.Schluß mit Billigketten die im Ausland von Kinderhand fertigen lassen,oder was glaubt ihr warum Ketten wie K.k oder Ta..o Damenkleider für 4,95 Euro verkaufen können.Ein Kleid das im Verkauf 4,95 kostet,kostet im Einkauf maximal 1,50 und in der Herstellung höchstens 30 Cent.Wer mehr Geld haben möchte ,muß auch dafür sorgen das mehr Geld eingenommen wird! Wir brauchen einen flächendeckenden Mindestlohn,doch wir sind es die dafür Sorgen müssen,das die Unternehmen das auch so sehen.Wir dürfen das nicht alleine der Politik entscheiden lassen.
Das mit „Geiz ist geil“ fing erst an, nachdem die Lohndrückerei begonnen hatte.
Natürlich ist ein Leiharbeiter mit seinen €6/Std. Auf das 10-Cent-Brötchen und auf den 8-Euro-Haarschnitt angewiesen.
Die Regierung hat mit ALG II diese Billigpreisprodukte und Dienstleistungen ins Leben gerufen.
Gehen die Löhne wieder rauf, werden diese Produkte bald verschwinden, weil die Nachfrage nach Schnäppchen einfach sinkt – wie Systemgegener es schreibt.
Hand aufs Herz...ich kaufe mir doch lieber eine gute Hose im Fachhandel, weil sie besser sitzt und länger hält, als die vom Massen-Discounter, wo nach ein paar Wochen Nähte und Reissverschluss kaputt sind.
Dragonflyer schrieb:
In Frisörläden, wo man den Haarschnitt für 8€ bekommt, geh ich nicht hin und nach KIK gehe ich auch höchstens absolut selten, so 1-2 mal im Jahr.
Takko war schon nie mein Ding.
Zumindest in Bereichen, wo es mir möglich ist, kaufe ich nicht ein, wenn es da um Kinderarbeit, Lohndumping etc. geht.
Ganz vermeiden lässt es sich leider nicht.
Eben....kann ich auch nicht vermeiden.
Da kaufe ich auch schon mal 2 T-Shirts für insgesamt € 4.-- beim Discounter, während ich sie früher für € 25.-- pro Stück im Katalog bestellt habe.
Deshalb kann ich heute aber nicht nackt herumlaufen, was ich allerdings müsste, wenn es diese Angebote nicht gäbe.
Die Hersteller haben sich dies selber durch ihre Raffgier eingebrockt. Hätten sie vernünftige Löhne gezahlt und wären nicht ins Ausland abgehauen, würden sie heute noch ihre Markenartikel mit guten Gewinnen verschachern. Keiner hätte Anlass sich zu beschweren, weil genug Geld für den Erwerb dieser Produkte da wäre – wie vor Hartz IV, Leiharbeit und Lohndumping auch.
Statt dessen haben die Betriebe die Politik in eine Position gezwungen, wo sie nun ihrerseits diese Billigpreisprodukte als Grundlage für die Berechnung des Mindestsatzes verwendet, nach denen Hartz IV gezahlt wird – was zum Kauf von Billigprodukten zwingt.
Systemgegner schrieb:
Eine minderintellektuelle, anspruchslose, Arbeitnehmerschicht die in totaler Abhängigkeit zu Industrie und Staat steht, scheint hier willkommener Erfüllungsgehilfe zu sein?
Wie sonst sollte man die Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50€ ernstnehmen und nicht als menschenverachtende Verhöhnung betrachten!
Sehr schön gesagt, Systemgegner.
Auch ich kann dieses Mindestlohnangebot von 7,50€ nicht ernst nehmen.
Gruß Tommi
ratsuchende
24.05.2010, 06:52
Hallo!
@spaceman: Klar kommen die Vorschriften von der EU, die D dann umsetzt.
Aber die EU ist ja nicht irgendein zufälliges Gebilde, das vom Himmel fiel. Dort sitzen ja schließlich von den Bürgern bei der Europwahl gewählte Abgeordnete, die sich willfährig von tausenden Lobbyisten in die aus Konzernsicht richtige Richtung lenken lassen!
@systemgegner: Ja, genau, der willfährige, völlig abhängige AN ist das Ziel!
Was man mit denen macht, die nicht mehr so nützlich fürs System sind, da hat man noch keine Lösung. Auf alle Fälle versucht man, die Menschen durch soziale Ausgrenzung und Hetze in den Medien stumm zu schalten. Man schikaniert die Leute dementsprechend und läßt ihnen so wenig Geld zur Verfügung, daß sie mit den täglichen Alltagsproblemen genug zu tun haben.
Mit meinen Ausführungen zum Mindestlohn habe ich ja geschrieben, daß er so hoch sein müßte, daß netto mehr übrig bleibt, allerdings müssen selbstverständlich die Kosten, die so eine Arbeitstelle mit sich bringt (Fahrtkosten etc.), gedeckt sein.
Die Ausführung über die Aufstockung, wenn Familie mit zu versorgen ist, stellte eine von mir formulierte Minimal-Forderung dar! Es ist einfach so, daß der Familien-Hauptverdiener nicht nach Anzahl der Kinder bezahlt werden kann, sondern erst mal so viel verdienen muß, daß er selber ohne Leistungen zu bekommen, seinen Unterhalt und ein wenig mehr finanzieren kann und daß pro Kopf der Familie diese davon profitiert, daß es einen Hauptverdiener gibt.
Markus Becker
24.05.2010, 09:54
Mit meinen Ausführungen zum Mindestlohn habe ich ja geschrieben, daß er so hoch sein müßte, daß netto mehr übrig bleibt, allerdings müssen selbstverständlich die Kosten, die so eine Arbeitstelle mit sich bringt (Fahrtkosten etc.), gedeckt sein.
Die Idee hatte ja auch her Westerwelle, was vom Grund her richtig ist, aber wie will man das bei leeren Kassen umsetzen und jetzt kommt noch der Rettungsschirm von 150 Milliarden dazu.
Also wird es wohl leider ein Wunschdenken und Traum bleiben.
Aber ein Mindestlohn ist wichtig, gerade für die, die man mit Niedriglöhne um Ihre Arbeitskraft und dem Arbeitswillen abzockt. Das fängt bei den Putzkolonen in den Krankenhäusern an und hört bei den Berufseinsteiger von MC Donalds auf.
spaceman
24.05.2010, 14:33
ber die EU ist ja nicht irgendein zufälliges Gebilde, das vom Himmel fiel. Dort sitzen ja schließlich von den Bürgern bei der Europwahl gewählte Abgeordnete, die sich willfährig von tausenden Lobbyisten in die aus Konzernsicht richtige Richtung lenken lassen!
Das mag bei enigen Sachen zutreffen aber bestimmt nicht bei Lebensmitteln. Wenn ein Hofkäser die Auflagen nicht erfüllt dann darf er eben nicht mehr, die Konzerne (die es ja in der Milchwirtschaft kaum gibt) interssieren sich nciht für diesen Markt.
Es hat wirklich nur mit Sicherheit zu tun. Ich hab an meiner Schule gesehen was manche Hofkäser verbrochen haben und das jahrelang an Verbraucher verkauft haben.
ratsuchende
25.05.2010, 09:47
Hallo!
ich seh das etwas anders, denn jemand der schlechte Lebensmittel produziert, wird auf Dauer nicht überleben können. Das selbe gilt für die unsinnige Sitte, daß Fleischereiverkäufer Handschuhe tragen. Mit denen sie dann im nicht berührungslosen Abfallbehälter Abfälle entsorgen und womöglich noch Wechselgeld rausgeben, oder die Tüte mit dem Klammerapparat, den schon 5 mal die Kollegin in der Hand hatte, zutackern.
Keime sind auch AUF den Handschuhen, nicht nur auf den Händen.
Man kann alles auch übertreiben. Und doch, die Lebensmittelindustrie hat sehr wohl ein Interesse daran, massenhaft Umsatz zu machen, siehe Nestle, Metro, Supermarktketten etc.
spaceman
25.05.2010, 11:34
Naja Metro gab es schon immer und wer für Metro einen Auftrag hat der hat ausgesorgt. Da sind die Forderungen nicht anz scho schlimm. Ich weiß das, ich war sub bei der Metro für kurze Zeit.
Mit Fleisch kenn ich mich nicht aus ist mir auch egal ging um Milchprodukte.
Das schlimme sind nicht die Firmen sondern die Discounter allen voran L. und A..
Wenn ein Becher Joghurt im Verkauf 20 cent kosten soll, dann wird er im Einkauf so billig sein das es sich kaum lohnt.
Aber natürlich muss der genauso hochwertig sein wie der Premiumjoghurt für 2 Euro.
Dann spart man eben an den Mitarbeitern und presst sie aus bis zum Geht nicht mehr.
Und ide Hersteller sind meist auf die Discounter angweisen, weil ihre Marken kaum gelistet werden bzw nur Regional.
Ich glaube, dass kaum ein Politiker für 7,50 pro Stunde den A**** hebt, um zu arbeiten!
Meiner Meinung nach sollten es in gesamten Bundesgebiet mindestens 09,00 Euro sein. Ich brauch nicht erklären warum!
Ein Mindestlohn nutzt nur was, wenn er auch bezahlt wird. Es sollte also auch jeder bereit sein beim Frisör mehr als z.B: 10 € für den einfachen Haarschnitt zu zahlen. Alternativ sollten einfach nicht soviele den Beruf ergreifen, dann würde aufgrund des mangelnden Angebots an Arbeitskräften automat. die Löhne steigen.
Andererseits ist es irgendwie ja auch nicht fair, wenn jemand wirklich fleissig arbeitet, das er von seinem Lohn nicht mal seinen Lebensunterhalt bezahlen kann.
Es wird sicher keine perfekte Lösung geben.
Systemgegner
28.05.2010, 11:18
Ein Mindestlohn nutzt nur was, wenn er auch bezahlt wird. Es sollte also auch jeder bereit sein beim Frisör mehr als z.B: 10 € für den einfachen Haarschnitt zu zahlen. Alternativ sollten einfach nicht soviele den Beruf ergreifen, dann würde aufgrund des mangelnden Angebots an Arbeitskräften automat. die Löhne steigen.
Andererseits ist es irgendwie ja auch nicht fair, wenn jemand wirklich fleissig arbeitet, das er von seinem Lohn nicht mal seinen Lebensunterhalt bezahlen kann.
Es wird sicher keine perfekte Lösung geben.
Richtig! Die universelle Einweglösung mit gesamtdeutscher Beglückungsgarantie, sprich eierlegende Wollmilchsau, gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Ein flächendeckender Mindestlohn wäre aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Wenn jemand nicht mehr als 8€ für den normalen Herrenhaarschnitt, trotz allgemeinem Mindestlohn, bezahlen möchte, dann soll er eine Pudelschermaschine, auf ihhhblöd, für 1€ (plus Versand) ersteigern und sich die Matte von Mutti schoren lassen.
Wie schon richtig bestimmt dann die Nachfrage den Preis, es gäbe eventuell, weniger erbstätig abhängige Friseur(e)innen aber die wären korrekt bezahlt und nicht mehr alimentierungsbedürftig.
Auf dem Arbeitsmarkt würde ein Selbstreinigungseffekt stattfinden, der unproduktive Unternehmen aussondern würde, deren Gewinnkalkulation mitunter darauf beruhte dass deren Angestellte staatlich alimentiert werden um überhaupt "überleben" zu können.
Gleichzeitig würde die Zahl bedürftiger Arbeitnehmer, die lohnergänzende Transferleistungen erhalten, sinken.
Ein Sponsoring von Dumpinglohnfirmen kann nicht Aufgabe eines angeblich demokratischen Sozialstaates sein.
stummelbeinchen
29.05.2010, 12:22
Ich hab mal meinen Friseur gefragt, was er bei der Einführung eines Mindestlohns von 7,50€ für einen Haarschnitt verlangen müsste. Im Moment bezahl ich 25,-€. Mit Mindestlohn wären es dann ca. 50,-€!
Wird der Mindestlohn eingeführt, ist am Ende genausoviel im Geldbeutel übrig, wie jetzt auch.
Das heißt nicht, dass ich gegen einen Mindestlohn bin, heißt nur, dass man sich der Konsequenzen dessen bewusst sein sollte. Die Preise werden proportional ansteigen.
Systemgegner
29.05.2010, 13:34
Ich hab mal meinen Friseur gefragt, was er bei der Einführung eines Mindestlohns von 7,50€ für einen Haarschnitt verlangen müsste. Im Moment bezahl ich 25,-€. Mit Mindestlohn wären es dann ca. 50,-€!
Wird der Mindestlohn eingeführt, ist am Ende genausoviel im Geldbeutel übrig, wie jetzt auch.
Das heißt nicht, dass ich gegen einen Mindestlohn bin, heißt nur, dass man sich der Konsequenzen dessen bewusst sein sollte. Die Preise werden proportional ansteigen.
Das würde also bedeuten dass dieser Friseur momentan einen Stundenlohn von 3,25€ zahlt?
Tut mir leid, die Aussage dieses Friseurs ist unglaubwürdig, und es ist gut wenn solche Unternehmen dann von der Bildfläche verschwinden!
Handwerksbetriebe, die keine 50,00€ Stundenlohn ihrer Kundschaft berechnen, existieren seit Genarationen und deren Mitarbeiter haben Stundenlöhne von 12-15€.
Man möge mir nicht mit dem Argument kommen dass diese Betriebe weniger Ausgaben hätten als ein Friseur.
Ich bin es nicht
29.05.2010, 13:44
Das würde also bedeuten dass dieser Friseur momentan einen Stundenlohn von 3,25€ zahlt?
hatte ich mir auch so ausgerechnet .. :razz:
durch höhere Gehaltszahlungen fallen jedoch auch höhere Sozialabgaben an .. muss ein klitzekleines bisgen berücksichtigt werden ..
im Gegenzug veriingert sich jedoch durch die höhere Ausgabe die Einkommensteuer .. muss auch ein klitzekleines bisgen berücksichtigt werden :razz:
mein Friseur sagt , wenn er nicht noch privat Köpfe machen würde ( will jetzt garnicht wissen ob er etwaig Schwarzarbeit meint ) , dann müsse er ALG II zum Aufstocken beantragen ..
nun ist die Frage , wo der Verlust höher ist ?
das schwarze Geld , welches nicht steuerlich behandelt wird ?
das aufstockende ALG II , welches sonst benötigt / beansprucht würde ?
oder wäre es doch ein Gewinn für ALLE , wenn der Mindestlohn endlich greifen würde ? !!!
Systemgegner
29.05.2010, 14:46
Die Erhöhung von Sozialabgaben bei steigendem Lohn ist eine logische Konsequenz, trotzdem ist es unrealistisch den Dienstleistungspreis um 100% zu erhöhen, hier von 25€ auf 50€, um einen Stundenlohn von 7,50€ brutto zu erlangen.
Zumindest mir kann er solche Märchen nicht erzielen.
Ein Bekannter von mir ist Gas- und Wasserinstallateur und bekommt einen Bruttostundenlohn von 14,50€, die Arbeitsstunde wird dem Kunden mit 42,00€ (inkl. Mwst) in Rechnung gestellt.
Ich frage mich nun wie dieser Familienbetrieb, bei dem er seit 10 Jahren angestellt ist und teilweise mehr als 10 Installateure beschäftigte, seit über 40 Jahren existiert und nun bald in die dritte Genaration übergeht!
In der Kostenkalkulation des Friseurs muss irgend etwas falsch laufen!
Ich bin es nicht
29.05.2010, 15:04
hallo Systemgegner ..
Die Erhöhung von Sozialabgaben bei steigendem Lohn ist eine logische Konsequenz, trotzdem ist es unrealistisch den Dienstleistungspreis um 100% zu erhöhen, hier von 25€ auf 50€, um einen Stundenlohn von 7,50€ brutto zu erlangen.
das ist doch nur ein Forum hier ..
es wird auch viel Prüll / Nonsens geschrieben ( mal weniger - mal mehr geistreich ) ..
von daher einfach nicht zuviel Gewicht in das Geschriebene legen ..
wenn ich hier auf jeden Mist anspringen würde , dann müsste der 24 Stundentag 48 Stunden haben um mit dem schreiben nachzukommen ..
stummelbeinchen
29.05.2010, 18:06
Dann frag doch mal eine/n Friseur/in im Osten unseres Landes nach ihrem Stundenlohn. Bei uns liegt der bei max. 4,50€. Netto kommen sie auf ca. 500-600€ im Schnitt.
Systemgegner
29.05.2010, 18:22
Dann frag doch mal eine/n Friseur/in im Osten unseres Landes nach ihrem Stundenlohn. Bei uns liegt der bei max. 4,50€. Netto kommen sie auf ca. 500-600€ im Schnitt.
Deshalb wird es Zeit für einen Flächendeckenden Mindestlohn, dass solcher Ausbeute ein Ende gesetzt wird.
Solche Unternehmen müssen weg vom Markt, wenn ein normaler Haarschnitt (mittellanges Haar) ca. 25€ kostet und von einer Fachkraft für 4,50€ brutto ausgeführt wird dann ist das nichts andered als Ausbeute oder der Laden ist eh nicht überlebensfähig.
Deshalb muss der Laden dann weg bevor er insolvent wird und die Mitarbeiter ihren paar Kröten gar noch hinterherrennen müssen, ganz zu schweigen von Lieferanten, Verpächtern, Finanzamt usw. die dann ins Leere schauen!
Ich bin es nicht
29.05.2010, 18:24
stummelbeinchen Dann frag doch mal eine/n Friseur/in im Osten unseres Landes nach ihrem Stundenlohn. Bei uns liegt der bei max. 4,50€. Netto kommen sie auf ca. 500-600€ im Schnitt.
das mag ja durchaus sein und ist schon schlimm genug , aber hier die Relationen stimmen nicht !!!
Ich hab mal meinen Friseur gefragt, was er bei der Einführung eines Mindestlohns von 7,50€ für einen Haarschnitt verlangen müsste. Im Moment bezahl ich 25,-€. Mit Mindestlohn wären es dann ca. 50,-€!
hoffentlich zaubert dein Friseur nicht so mangelhafte Frisuren wie er mangelhaft die Kunst der Mathematik beherrscht ..
Also ich schneide mir die Haare immmer selbst, oder meine Schwester hilft mir dabei.:) Aber mein Mann geht regelmäßig zum Friseur. Er zahlt für nen Kurzhaarschnitt ca. 15€ ist aber auch nur 15 Minuten im Laden. Wenn man das also auf eine Stunde summiert hat der Laden 60€ Umsatz gemacht. Das finde ich dann schon wieder sehr derb. So viel nimmt kein Elektriker, Fliesenleger oder sonst wer pro Stunde...
Butterbrot
09.07.2010, 15:37
Da du schon 30 bist , solltest du eigentlich wissen, das der Haarschnitt deines Mannes nicht deshalb 15 Euro kostet , weil er nur 15 Minuten im Laden ist. Und was glaubst du , wieviel von den 15 Euro an Gewinn für den Laden hängen bleibt ? Du vergisst nähmlich das von dem Geld was der Laden einimmt , Steuern von abgehen und die Miete für den Laden und die Löhne der Angestellten und Versicherungen und und und . Mit viel Glück bleiben so vieleicht 2-3 Euro reiner Gewinn.
Maverick
09.07.2010, 19:53
Und rechnet man noch, für den Fall von Nassschnitten, das Wasser mit ab sinkt der Gewinn Richtung 50 €ct bis 1,00 €.
Werkzeugabnutzung, Strom, erfüllung von Hygieneauflagen und so weiter sind auch nochmal Kosten, die manch einer nicht berücksichtigt.
Wer da jetzt noch glaubt, ein Friseursalon ist ne Goldgrube für den Besitzer,...
Das Schleifen einer Friseurschere ist schweineteuer, und bei einer Effilierschere kann man gleich ne neue kaufen - so teuer wird das Scharfschleifen.
Alles Kosten die von den 15 €uro abgedeckt werden müssen.
Und mal ehrlich, welcher Friseursalon hat jeden Tag, alle 15 Minuten je einen Kunden pro Mitarbeiter?
Die Denkweise ist also auch schonmal völlig daneben.
Manja1981
09.07.2010, 20:11
Auch wenn dein Mann 30min. beim Friseur ist, würde er die 15,-€ bezahlen. Ich weiß echt nicht, wo du das her nimmst, m it deiner Denkweise.
Weißt du eigentlich was eine Friseuse pro Stunde bekommt?
Ich kann es dir sagen. Die Damen und Herren bekommen da um die 3,-€/Std.
genau das ist es ja was ich nicht verstehe. Die Damen bekommen 3,- Stundenlohn, aber der Umsatz den sie machen müsste viel größere Gehälter zulassen. Ein Elektriker bekommt ca. 9.50,- Stundenlohn und die Arbeitsstunde kostet ca. 30,- . Der Friseur kann locker 60,- für Herrenhaarschnitte und mehr in der Stunde einnhemen, bei Damenschnitten vielleicht sogar mehr. Warum bekommen Friseure also nur so ein Mini-Gehalt?
Butterbrot
14.07.2010, 19:49
7,50 ? Das kann ich unterbieten ! Ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch bei einer großen Spedition ( 2000 Mitarbeiter ) um eine Stelle als Fachlagerist und zuerst hörte sich alles sehr gut an,ich sollte sogar eine Führungsposition bekommen ,wo ich für den Bereich Verpackung verantwortlich wäre und noch 10 Mitarbeiter unter mir hätte.Alles klang sehr interessant , doch dann kamen wir aufs Gehalt und da hat es mich echt von den Socken gehauen.Sage und schreibe 7,18 Euro Brutto und nicht verhandelbar.Das hätten der Betriebsrat und die Geschäftsführung so beschlossen.Da krieg ich ja bei jeder Zeitarbeit mehr Geld und was hätten dann die bekommen die unter mir gearbeitet hätten ? Die spinnen doch ! Aber ich habe mich brav für die Einladung bedankt und bin gegangen . Ich gebe die Hoffnung nicht auf !
Manja1981
15.07.2010, 22:49
Da hättest du aber viel bekommen.
Mein Freund hatte auch ein Vorstellungsgespräch als Lagerist bei einer Pesonalagentur von VW und sollte 6,-€ Brutto bekommen.
Wohlgemerkt es handelt sich um VW in Dresden (Gläsere Maufaktur), die bauen den Phaeton (ein über 100.000€ Auto). Einfach lächerlich, die Mitarbeiter mit 6,-€ Brutto abzuspeisen.
@Butterbrot: Womöglich (nicht aber nach den letzten verhandelten ZA-Tarifen) hättest Du ein wenig mehr bekommen. Was ich nicht verstehe, ist, wieso Du eine Chance, in einem Betrieb (also nicht Hire-Fire-ZA) anzufangen, ausgeschlagen hast. Für Fachlageristen liegen die Löhne (in unserer Region) eher darunter und nahezu alle Stellen in diesem Bereich sind ZA. Du wärst ja nicht gezwungen da zu bleiben, aber würdest enorm Deine Chancen auf einen besseren Job erhöhen, da in Arbeit...und damit hättest Du einen enormen Vorteil gegenüber Alos....
7,50 ist jetzt nicht der Bombenlohn, aber es ist ein Anfang
Klar sind 7,50€ nicht gerade viel, aber ehrlich: Ich bin schon länger arbeitssuchend, und wäre froh, wenn ich endlich mal wider einen Job bekäme, und ich würde für 7,50€ arbeiten gehen, denn Fakt ist nun mal:
Es ist besser für wenig Geld zu arbeiten, als weiter von der ARGE abhängig zu sein.:)
dragonflyer
16.07.2010, 09:11
Ein Single könnte auch nach Freibetragsregel so gerade noch in der Hartz4-Aufstockung sein oder so gerade rausfallen zumindest bei Vollzeit.
Ist 1 Partner vorhanden oder Kind, läßt das Jobcenter trotzdem grüßen.
Hier im Forum gibt es auch Menschen, die arbeiten und trotzdem Aufstocker sind ;)
Als Aufstocker fängt der Stress oft erst richtig an, es gibt Jobcenter die das Einkommen ganz gerne falsch anrechnen. Im Extremfall ist man dann trotz Arbeit erst mal UNTERHALB des Hartz4-Satzes :wut:
Butterbrot
16.07.2010, 09:23
@Ophelia. Da ich einige Fachlageristen in meiner Stadt kenne , kann ich sagen das in unserer Region der Lohn eines Fachlageristen bei mindst. 8 Euro liegt und mehr wenn man als Teamleiter eingestellt wird.Viele meiner Bekannten verdienen als Fachlagerist zwischen 10-11 Euro. Solche Firmen die einen Stundenlohn von 7,18 für gerechtfertig halten, tun dies doch nur weil Sie wissen ,das die Arbeiter ja noch Hartz4 als zusätzliche Unterstützung beantragen können.Dem muß endlich ein Riegel vorgeschoben werden ! Ich habe noch bis Januar Alg 1 anspruch , und bis dahin werde ich eine Stelle gefunden haben.Sollte ich bis dahin keine Stelle gefunden haben werde ich eine Stelle in einer Zeitarbeitsfirma annehmen ,mit denen ich schon eine Gespräch darüber geführt habe.
Sabine1979
19.07.2010, 21:46
Mit 7,50€ Brutto pro Stunde wird man nicht zum Millionär, aber ich glaube man ist damit immer noch besser dran, als so manch einer, der für weniger malochen muss.
dragonflyer
19.07.2010, 21:56
Klar ist das so, aber Dumpinglöhne und die Quersubventionierung der Betriebe durch den Steuerzahler in Form von aufstockendem Hartz4 muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.
Denn wenn wegen niedriger Löhne aufgestockt werden muss, zahlt es der Steuerzahler, um die Gewinne der Betriebe zu maximieren und dieses stellt eine Quersubventionierung des Betriebes dar, auf Knochen der Arbeitnehmer und auf den Knochen der Steuerzahler...
Maverick
19.07.2010, 22:12
Da muss ich dragonflyer vollkommen Recht geben!
Butterbrot
19.07.2010, 22:48
Sehe ich genauso ! Wenn ein Betrieb es sich nicht leisten kann , seine Arbeiter fair zu bezahlen, ohne das diese gezwungen sind mit Hartz 4 aufzustocken , dann müssen die halt zumachen oder abwandern.Was sich aber die Betriebe dreimal überlegen würden , die mit Made in Germany werben !
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