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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einige Fragen zu Kündigung und Umschulung


MeisterTimbo
16.06.2010, 10:44
Hallo,

vorneweg: Ich arbeite nun seit 5 Jahren in einer Gießerei in der Produktion. Davor habe ich einen abgeschlossenen Schulabschluss ("Mittlere Reife" auf einer Realschule) und anschliessend eine abgeschlossene Ausbildung zum Industriemechaniker (Fachrichtung Betriebstechnik) gemacht, und bin von dort aus direkt in meinen jetzigen Betrieb gekommen (erst Jahresvertrag, dann Festanstellung).
Nun arbeite ich schon seit 5 Jahren in der Produktion (ergo ausserhalb meines Berufsfelds, so was ähnliches wie Fließbandarbeit, alles in sich wöchentlich abwechselnder Schichtarbeit).

Allerdings geht mir der Job schon seit einiger Zeit tierisch auf den Sack (entschuldigt meine Ausdrucksweise). Schon beim Aufstehen, muss ich dran denken, wie es mich ankotzt, später arbeiten gehen zu müssen.
Der viele Stress, körperlich schwere Belastung und auch das andere Leute für bessere Arbeit, das gleiche Geld wie ich bekomme (Bsp: es gibt Mitarbeiter die sich dämlich dranstellen (oder es sind, aber das kann ich nicht einfach so sagen), und nur die besten (und halt auch einfachsten) Arbeiten bekommen. Wenn man zu den "guten" Mitarbeitern gehört (zudenen ich leider Zähle), bekommt man immer die schweren / komplizierten arbeiten, muss auch die Maschinen steuern (was die Qualität des Produktes stark beeinflusst, auch hier Mehrarbeit (Fertigungsanlage reinigen (um Porösität des Produktes abzuwenden), Kontrolle,.......), als die anderen, die nur daneben stehen müssen). Auch werden dort die einen Mitarbeiter den anderen vorgezogen, umgangssprachlich gesagt: "Immer die selben mit der guten Arbeit!".

Nun habe ich vor zu Kündigen, weil ich das einfach nicht mehr aushalte. Nun ein paar Fragen:



Wie stelle ich es am besten an zu Kündigen, ohne groß ne Sperrzeit zu kassieren (hab gelesen, das es Möglichkeiten gibt ne Eigenkündigung zu machen, ohne gesperrt zu werden)
Wie sehen die Möglichkeiten für mich aus, einen anderen Beruf zu erarbeiten (Umschulung / Ausbildung,.....)
Würde gern etwas mit Computern machen, da ich eigentlich ständig vor dem Teil sitze, und mich auch ganz gut auskenne. Welchen Beruf speziell weiss ich auch noch nicht, aber da kann ich doch dann bestimmt im BIZ (heisst doch glaub so) mich informieren.
Wird die Umschulung / Ausbildung dann auch bezahlt, also erhalte ich dann ALG, oder muss ich dann gucken, wie ich klarkomme?


Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen

Grüße
Timbo

spaceman
16.06.2010, 12:16
Damit man bei einer Eigenkündung keine Sperre bekommt muss ein wichtiger Grund vorliegen. Ob hier ein vorliegen würde kann ich nicht sagen, glaube es aber persönlich nicht. Ich war auch Facharbeiter und in meinem Vertrag stand auch das man auch Tätigkeiten auf Anweisung übernehmen muss, die nicht zum Berufsbild gehören.

Auf jeden Fall muss ein Gespräch mit dem Arbeitgeber stattfinden, in dem die Mängenl angesprochen wurden, und versucht wird sie zu beseitigen. Das muss auch bei der Stellungnahme zur Kündigung eingetragen werden.
Wird dies nicht gemacht steht die Sperre eigentlich fast sicher im Haus.

Du kannst in so vielen anderen Berufen arbeiten wie du lustig bist. Ob angelernt oder nicht. Und du kannst auch so viele Ausbildungen machen wie du lustig bist.
Eine zweite Ausbildung wirst du dir selbst suchen müssen. Die Agentur ist nicht wünsch dir was udn besorgt einem den Traumberuf oder die Traumumschulung.

Zudem kannst du deinen Beruf ja wohl noch ausübuen und es sind genug ARbeitsmöglichkeiten vorhanden. Eine Umschulung ist immer eine Ermessensleistung.
Und sei mir nicht böse in deinem Fall gibts andere die eher eine Umschulung verdient haben.

Wenn du zur Agentur gehst und dich dort nach der Kündigung meldet, wird die Vermittlung in eien sozialverischerungspflichtigen Job Priorität haben. So schnell wie möglich raus uas dem ALG Bezug. Ebenso wird es wohl auch zu Maßnahmen kommen.

Aber einfach so kündigen und ien Ausbildung finden so einfach wird das nicht. Enen Anspruch auf Umschlung gibt es nicht. Lieber aus der Arbeit heraus bewerben.

Wenn du eine Umschulung von der Agentur bekommst, dann wird diese die Kosten übernehmen oder eiN Maßnahmenträger.
Bei einer selbstgesuchten Ausbildung, erhältst du eine Vergütung von der du Leben musst. Evtl gibt es Kindergeld für Eltern, und es gibt meiner Meinung nach auch noch Wohngeld für die zweite Ausbildung.
BAB Geld fehlt wohl weg bei der zweiten.

Ob man bei einer zweiten Ausbildung ALG 2 zur Aufstockung bzeihen kann weiß ich nicht, denke aber nicht.

Ophelia
16.06.2010, 14:34
Generell zieht eine Eigenkündigung eine 12-wöchige Sperre nach sich. Ausnahme: Ein ärztliches Attest belegt, dass Du Deine Arbeit nicht mehr ausführen kannst/sollst.

Da es ja keinen Rechtsanspruch auf Umschulung gibt und Du noch dazu dann Deine Al selbst verschuldet hast, sehe ich kaum Chancen auf eine Umschulungsmaßnahme. Du läufts eher Gefahr, Vermittlungsvorschläge zu bekommen, die schlechter sind als Deine bisherige Tätigkeit.

Da würde ich in jedem Fall Pharaos Rat folgen und Dir aus ungekündigter Stellung heraus einen neuen Job zu suchen.

MeisterTimbo
17.06.2010, 15:29
Mhh, danke für die Antworten.

Ist doch etwas umständlicher als ich es mir gedacht hab, so wie es aussieht.
Ich werd wohl einfach mal aufs Amt gehen müssen, und mir einen Termin geben lassen, um mich weiter informieren zu können, wie es weitergehen kann.

Und da ich schon über 5 Jahre nicht in meinem erlernten (nie ausgeübten) Beruf gearbeitet hab, seh ich eigentlich auch nicht großartig ne Möglichkeit, noch an irgend ne Stelle zu kommen, abgesehen davon das ich ja eigentlich auch was anderes machen muss.

Muss ich mal auf mich alles irgendwie zukommen lassen.

MeisterTimbo
17.06.2010, 15:31
........ auch was anderes machen muss.
........ auch was anderes machen will.



NS: mir fehlt hier irgendwie ne Editierfunktion xD

Tapir
17.06.2010, 16:00
Hallo,

Gibts bei Euch einen Betriebsrat mit dem Du über Deinen Frust sprechen kannst?
Hast Du schonmal mit Deinem Vorgesetzten gesprochen (ggfs einer weiteren, höheren Instanz?)

Manchmal hilft es, wenn man so einen Frust schiebt - und gerade dann, wenn man ohnehin glaubt, man hat nichts mehr zu verlieren - den Cheffe ansprechen und fragen ob es


Schmerzensgelderhöhung (Lohn :razz:) erhöhung geben kann
innerbetriebliche Weiterbildung möglich ist
eine Versetzung im innerbetrieblichen Bereich möglich ist


Gerade wenn man ein guter Mitarbeiter ist, gibts doch da auch Möglichkeiten. Und nicht jeder Firma ist es egal, wenn gute Mitarbeiter gehen wollen.
Neue MA einzuarbeiten kostest Geld, kann mühsam sein und es gibt auch keine Garantie, dass die Neuen einem länger erhalten bleiben.

Vielleicht hilft Dir ein solcher Gedankengang ja weiter in Deinen eigenen Überlegungen.

Gruß, T.:)

spaceman
17.06.2010, 17:01
Mhh, danke für die Antworten.

Ist doch etwas umständlicher als ich es mir gedacht hab, so wie es aussieht.
Ich werd wohl einfach mal aufs Amt gehen müssen, und mir einen Termin geben lassen, um mich weiter informieren zu können, wie es weitergehen kann.

Und da ich schon über 5 Jahre nicht in meinem erlernten (nie ausgeübten) Beruf gearbeitet hab, seh ich eigentlich auch nicht großartig ne Möglichkeit, noch an irgend ne Stelle zu kommen, abgesehen davon das ich ja eigentlich auch was anderes machen muss.

Muss ich mal auf mich alles irgendwie zukommen lassen.

Ich war in einer ähnlichen Situation und da hieß es sinngemäß von der Agentur "Was sie machen wollen ist mir egal, wichtig ist das sie in Arbeit kommen".

Du kannst eigentlich nur verlieren wenn du aufhörst. Es wird eine 3 monatige Sperre verhängt (vorrausichtlich) und die Anspruchsdauer wird sich um 3 Monate verkürzen.
Zudem wirst du dann Vermittlugnsvorschläge erhalten die noch schlechter sein werden wie dein jetztiger Beruf.

Was du vom Amt erhalten wirst, werden wahrscheinlich 1 bis 2 Bewerbungsmaßnahmen sein. Eine Umschulung wird es wohl nicht geben.
Du arbeitetest in dem Sinne nicht berufsfremd, da müßtest du schon ein einer Küche oder sowas arbeiten.

Auch wenn die Meinungen geteilt sein mögen, lieber aus dem Job heraus bewerben. (Der Agentur ist wichtig das du wieder arbeitest, wo und als was und wie ist denen eigentlich egal solange es zumutbar ist)

"Auch ein schlechter Job, war ein guter wenn man ihn erst mal verloren hat".

stummelbeinchen
21.06.2010, 21:14
Blöde Frage: Wieso bewirbst Du Dich nicht während Deiner Arbeit und kündigst, wenn Du einen neuen Job hast? Hat meines Erachtens nur Vorteile. Und allein die Tatsache, dass Du aktiv daran arbeitest aus diesem Job herauszukommen, reicht schon, damit die Arbeit erträglicher wird.

LG