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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amt murrt wegen Antrag auf Umzugskostenbeihilfe


Mic
08.09.2005, 22:47
Hallo, ich werde (offiziell) ab Oktober in meine erste eigene Wohnung ziehen. Da ich ALG II beziehe, springt das Amt ja ein, da alles an Miete, Größe und Co. im "Rahmen" liegt. Hatte vor einer Woche auch schon den veränderten Bescheid bekommen, die Miete wird gleich zum Vermieter überwiesen.

Vor zwei drei Wochen hatte ich einen Antrag auf Erstausstattung abgegeben, detailierte Auflistung aller Dinge, die ich gerne vom Amt bekommen möchte (Darlehen, Gutscheinen, Pauschalbetrag, etc.). Vorgestern hatte ich noch einen Antrag auf Umzugskostenbeihilfe (also Transport der persönlichen Dinge zur neuen Bleibe, sprich Transporteranmietung) gestellt, und da geht es jetzt los.

Heute rief mich ein Sachbearbeiter der ARGE an und wollte wissen, wieso ich einen Transporter brauche. Laut dem Erstausstattungantrag dürfte ich so gut wie nichts haben. Ich meine, auch wenn ich noch im Kinderzimmer der elterlichen Wohnung hause, habe ich einiges an Dingen, die ich mitnehmen möchte, besonders solche, die das Amt im Leben nicht zahlen würde (Computer, CDs, DVDs, Bücher, Klamotten,Fahrrad,u.v.m.). Das alles mit dem Privatwagen (Spritkosten!!!!) zu machen, da bin ich sicherlich 5-8mal unterwegs - zumal die Wohnung nicht um die Ecke liegt. Nach ein kurzen Diskutieren meinte der Bearbeiter, ich schlafe doch aktuell sicherlich nicht auf dem Boden. Na toll, soll ich mein altes nicht mehr lange lebendes Jugendbett mitnehmen? 15 Jahre hat es schon auf dem Buckel, reif für den Spermüll! Letztendlich sind wir so verblieben, ich reiche dem Amt eine Auflistung aller Dinge ein, die ich von zu Hause ins neue Heim transportieren möchte. Irgendwie fühle ich mich da verars.ht, zumal ich eh einer bin, der schnell nachgibt.

StephanK
11.09.2005, 20:34
:welcome: Mic,
Du hast geschrieben fühle ich mich da verars.ht, zumal ich eh einer bin, der schnell nachgibt.Das isses - eine gewisse Zähigkeit ist im Umgang mit dem Amt unerläßlich, einschließlich Frustrationstoleranz. Umzugskosten sind allerdings Ermessensleistung, d.h. Du bist recht weitgehend auf "Verständnis" und "Wohlwollen" des Amtes angewiesen.
Du hast natürlich recht damit, dass es durch die Wohnungserstausstattung sich nicht erübrigt, den ganzen persönlichen Kram zu transportieren. Wenn Du schon anbietest, das mit einem gemieteten Transporter selbst zu machen, sollte das eigentlich drin sein. Dem Amt wäre es natürlich noch lieber, wenn Du einen Freund mit 'nem passenden Gefährt hättest, der Dir das für lau macht. Aber was nich' is', is' nich'.
Vielleicht redest Du noch mal (persönlich) mit dem Amt und machst deutlich, dass Du alle Einsparmöglichkeiten abgecheckt hast, die Anmietung aber ohne Alternative ist. Damit zeigst Du, dass Du guten Willens bist. Wenn das nix hilft, könnte auch ein Gespräch mit dem oder der Vorgesetzten des Sachbearbeiters nützlich sein. Manchmal wirkt das sogar wahre Wunder - aber natürlich ist das sehr von der Person abhängig.