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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Formulierung für Angebot eines EGZ im Bewerbungsanschreiben


Step
17.09.2010, 21:22
Hallo Forum!

Ein Arbeitsverhältnis kann durch einen Eingliederungszuschuß gefördert werden. Ich möchte nun bei einige Firmen, bei denen ich mich bereits beworben hatte und die nun wieder zum Teil dieselben Stellen ausgeschrieben haben, erneut bewerben. Eine Absage erfolgte häufig mit einer Begründung wie "es fehlen einige spezielle Anforderungen an die Stelle". Mit dem Angebot eines Eingliederungszuschusses könnte man doch argumentieren, daß der EGZ dafür genutzt werden könnte, daß man entsprechend eingearbeitet werden kann, um fehlende Kenntnisse und Anforderungen zu erwerben, oder halt damit begründen, daß man sich erneut bei diesem Unternehmen bewirbt.

Wie könnte man sowas am geschicktesten und mit wenigen Worten formulieren :confused:

Pharao
17.09.2010, 21:46
Hi Step,

deine Idee ist sicherlich interessant für den AG, allerdings solltest du im Vorfeld das mit dem Amt mal abklären, nicht das du dir da jetzt super viele Mühe machst und dann wird das nicht bewilligt.

Ansonsten, weist du was für Anforderungen dir fehlen sollen ? Ich mein, das ist auch ein sehr beliebter Standartabsagetext und ist nicht immer wörtlich zu nehmen, ohne dir jetzt hier die Hoffung zu nehmen.

Wenn du das also mit rein nehmen willst ins Anschreiben, dann finde ich es keine schlechte Idee die letzte Absage, also die Begründung der Absage dafür herzunehmen und dann das Thema kurz anzusprechen, das das Amt hier Zuschüsse zahlen würde und du ja sehr Interessiert an dem Job bist.

Viel Glück auf jeden Fall das es klappt.

Step
17.09.2010, 22:00
solltest du im Vorfeld das mit dem Amt mal abklären, nicht das du dir da jetzt super viele Mühe machst und dann wird das nicht bewilligt.Das ist alles geregelt. Ich habe dies in die Eingliederungsvereinbarung mit aufnehmen lassen. Sonst hätte ich sie nicht unterschrieben.
Ansonsten, weist du was für Anforderungen dir fehlen sollen ? Ich mein, das ist auch ein sehr beliebter Standartabsagetext und ist nicht immer wörtlich zu nehmen, ohne dir jetzt hier die Hoffung zu nehmen.Nein, leider neicht. Die meisten Absagen sind sehr allgemein gehalten und ich war ja froh, daß da nicht ein Standard-Satz wie "...für einen anderen Bewerber entschieden..." stand. Ob der Satz nun wörtlich zu nehmen ist oder nicht, ist ja in dem Fall egal. Es sollen zwei Dinge bezweckt werden:



Ausgleich bzw. Gleichstellung gegenüber erfahreneren Bewerbern während einer Einarbeitungsphase



Begründung für die erneute Bewerbung nach vorheriger Absage


Wenn du das also mit rein nehmen willst ins Anschreiben, dann finde ich es keine schlechte Idee die letzte Absage, also die Begründung der Absage dafür herzunehmen und dann das Thema kurz anzusprechen, das das Amt hier Zuschüsse zahlen würde und du ja sehr Interessiert an dem Job bist.Ja genau, und dafür brauche ich eine möglichst kurze Formulierung, woran ich schon den ganzen Abend grübele :wut:

Viel Glück auf jeden Fall das es klappt.Danke. Mal schaun, ob es klappt.

Pharao
17.09.2010, 22:08
Hi Step,

ich bin leider kein Formulierungskünstler, aber setz doch mal deine bisherigen Ansätze mal hier rein, evtl ist es leichter diese zu Verbessern oder umzuformen als ganz neu anzufangen.

Step
18.09.2010, 11:46
Hier mal ein erster Entwurf:

Sehr geehrte Frau XXXXXX,

erneut habe ich Ihre Stellenanzeige mit der Referenznummer 10000-XXXXXXXXXX-S
im Onlineangebot der Bundesagentur für Arbeit gelesen. Leider lehnten Sie meine
Bewerbung damals wegen fehlender spezieller Anforderungen ab.

Sie erhalten meine erneute Bewerbung, weil ich spezielle Anforderungen an diese
Stelle nach einer möglichen Einstellung bei Ihnen erwerben könnte. Die Zeit dieser
Einarbeitung könnte durch die Agentur für Arbeit in Form eines
Eingliederungszuschusses unterstützt werden.

Vielleicht hat ja noch jemand Vorschläge für eine bessere Formulierung ?

stummelbeinchen
18.09.2010, 19:55
Hallo,

wo fange ich an...

Ein Anschreiben soll immer Deine Vorzüge betonen. Warum bist Du geeignet? Wieso willst Du die Stelle? Was macht Dich so besonders im Verhältnis zu den Arbeitgebern? Welche Eigenschaften bringst Du mit?
Ein Anschreiben soll Appetit auf mehr machen - auf Deinen Lebenlauf, Deine Zeugnisse, Dich kennenzulernen. "Negative" Wörter oder Gründe, warum Du nicht geeignet bist, haben im Anschreiben nichts zu suchen.

Und wenn Du denen noch unter die Nase reibst, dass sie Dich bereits einmal nicht genommen haben, sorry, aber die werden nicht weiterlesen.

Negative Wörter sind: Leider, alle Konjunktive (könnten, würden...), Obwohl, vielleicht etc. Auch wenn Du im Satz dieses Wort widerlegst (durch eine positive Endung), so bleibt doch ein unangenehmer Beigeschmack. Das ist rein psychologisch und geht uns allen so. Würdest Du ein Produkt kaufen, auf dem steht: Obwohl wir nicht das beste Shampoo sind, probieren Sie uns mal aus. Wenn wir nicht gefallen, kriegen Sie das Geld zurück.?

Also anders aufziehen - beWirb Dich. Nur positives und nur Gründe, warum Du geeignet bist. Glaub daran, dass Du das kannst, sonst tuts keiner. Geeignete Sätze sind z.B.:

Durch meine Berufsausbildung als XXX habe ich umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse in XXX, XXX und XXX erworben. Diese konnte ich in meiner (mehrjährigen?) Berufspraxis weiter verfestigen und ausbauen. Im Kundenumgang kann ich meine Englischkenntnisse und guten kommunikativen Fähigkeiten stets anwenden. Ich beherrsche XXX, XXX und XXX.
Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.

Was zur Not auch ginge, wäre: Meine Grundkenntnisse in XXX verbessere ich derzeit in einem geeigneten Kurs an der Volkshochschule/im E-Learning etc.

Sag was Du wie und warum kannst. Geh immer davon aus, dass der AG nichts aber auch gar nichts über Dich weiß. Der hat nur das Anschreiben um einen Eindruck von Dir zu bekommen, sonst ist da nichts für ihn. Ein Lebenslauf sieht aus wie der andere (vom Stil). Nur das Anschreiben ist persönlich und vermittelt ihm einen Eindruck wie Du bist.

Und nutzt die ganze Seite voll aus. Das jetzige Anschreiben verrät nichts, aber auch gar nichts über Dich. Wenn ich der AG wäre, dann lese ich folgendes: "Ach, Eure Ansprüche waren offenbar viel zu hoch, sonst würdet Ihr ja jetzt nicht nocheinmal inserieren. Naja, probier ich es halt nochmal. Ich bin zwar nicht geeignet, aber wenn Ihr ganz viel Zeit in mich investiert, dann zahlt das Amt ein bisschen Gehalt dazu. Ist zwar nicht klar, ob sich das lohnt, aber vielleicht bin ich ja nach der Einarbeitung in der Lage die Arbeit zu bewältigen."

Tut mir leid, wenn das vielleicht etwas böse klingt, aber so kommts an. Dreh den Spieß einfach mal um und überlege, was Du hören wolltest. Oder lies Dir mal Kontaktanzeigen durch (ist fast dasselbe). Und dann überleg doch mal, was bei Dir wirkt und was nicht. Welchem Mann/Frau würdest Du antworten wollen? Bei AG ist das genauso.

Um Deine Frage zu beantworten: Ein EGZ gehört aus meiner Sicht eher ins Vorstellungsgespräch. Wenn Du merkst, der AG ist sich nicht sicher (und zweifeln heißt, da ist etwas an Dir, was er will), dann kannst Du das als Bonus auspacken. Von vornherein anbieten...ich weiß nicht.

LG

Step
18.09.2010, 20:39
Halllo Stummelbeinchen,

der Entwurf in meinem vorherigen Beitrag war natürlich nicht der gesamte Text des Bewerbungsschreibens. Selbstverständlich habe ich auch eine Selbstpräsentation mit drin. Aber darum geht es ja hier nicht.

Ich denke trotzdem, daß man sich nochmal bei demselben Unternehmen bewerben kann. Konkret geht es hier um eine Stellenausschreibung, die vom Aufgabenfeld etwas von der Ausschreibung abweicht, bei der ich eine Absage bekam.

Klar paßt ein Hinweis auf einen EGZ besser in ein Vorstellungsgespräch, aber ich sehe es so, daß ich bei einem Hinweis darauf im Bewerbungsanschreiben einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern habe.

Ich preise in Bewerbungsanschreiben keine Eigenschaften an, die der Arbeitgeber gern hören will, die ich aber nicht bieten kann. Da wäre das Vertrauen ja schon bei der Bewerbung getrübt.

Ich möchte es trotzdem probieren mit dem EGZ im Anschreiben.

Hat noch jemand Formulierungsvorschläge ?

ela1953
18.09.2010, 21:44
Aufgrund meiner Biographie besteht die Möglichkeit, für mich einen sogenannten Eingliederungszuschuss zu beantragen.

Das obige sollte ich laut meines persönlichen Coach in meiner Bewerbung erwähnen.

Fand ich aber nicht so toll und hab es nichts gemacht

Da ich derzeit keiner Kündigungsfrist unterliege, ist eine zeitnahe Arbeitsaufnahme für mich möglich.

Und hiermit sollte ich meine Arbeitslosigkeit umschreiben.


Da Sie eine fundierte Einarbeitung anbieten, können Sie sicher sein, dass ich den Anforderungen in kürzester Zeit gewachsen sein werden. Erwähnen möchte ich noch, dass Sie für mich einen Einarbeitungszuschlag beim Arbeitsamt beantragen können.

Das stand in einer meiner Bewerbungen von 2004.

stummelbeinchen
18.09.2010, 22:10
Hi,


Ich denke trotzdem, daß man sich nochmal bei demselben Unternehmen bewerben kann. Konkret geht es hier um eine Stellenausschreibung, die vom Aufgabenfeld etwas von der Ausschreibung abweicht, bei der ich eine Absage bekam.

Ich habe nicht gesagt, dass man sich nicht beim gleichen Unternehmen mehrmals bewerben kann. Sicher kann man das.


Ich preise in Bewerbungsanschreiben keine Eigenschaften an, die der Arbeitgeber gern hören will, die ich aber nicht bieten kann. Da wäre das Vertrauen ja schon bei der Bewerbung getrübt.

Das sollst Du auch nicht. Zwischen "sagen, was Du kannst" und "sagen, was die hören wollen" besteht ein Unterschied. Und das Betonen von vorhandenen Eigenschaften ist völlig angebracht.

LG

Step
19.09.2010, 22:01
So, ich habe die Bewerbung jetzt abgeschickt. Ich habe nichts vom möglichen EGZ erwähnt. Das ist wirklich irgendwie blöd.

An den anderen Formulierungen habe ich nochmal gefeilt.

Danke Stummelbeinchen und Ela1953 für die Inspirationen :sensationell:

Mal schaun, was daraus wird. Ich habe auch nichts von einer vorherigen Bewerbung und der Absage erwähnt. Schließlich können die ja intern auch selbst recherchieren :engel:

ratsuchende
23.09.2010, 06:16
Hallo,
einfach zum Schluß in einem Nebensatz schreiben: Meine Eingleiderungsvereinbarung enthält auch die Möglichkeit, Eingliederungszuschuß zu beantragen.
(Aus dem Lebenslauf ist doch eh klar, daß man derzeit arbeitslos ist, wieso soll man das umschreiben?)

Die Personaler wissen ja dann, um was es geht!

Oder eben verschweigen und dann im Gespräch oder auch bei telefonsichem Nachfassen die Möglichkeit erwähnen, als zusätzliches Zuckerl sozusagen, um dem AG die Entscheidung zu erleichtern...

Step
23.09.2010, 10:21
Hallo,
einfach zum Schluß in einem Nebensatz schreiben: Meine Eingleiderungsvereinbarung enthält auch die Möglichkeit, Eingliederungszuschuß zu beantragen.
(Aus dem Lebenslauf ist doch eh klar, daß man derzeit arbeitslos ist, wieso soll man das umschreiben?)Nö, das ist nicht unbedingt klar. In einer Maßnahme oder während einer Weiterbildung ist im Lebenslauf nicht erkennbar, daß man gerade arbeitslos ist. Mein Lebenslauf ist so gestaltet, daß man das zumindest nicht auf den ersten Blick sieht und deshalb weise ich im Anschreiben ungern darauf hin.

Ich werde es im Vorstellungsgespräch vorbringen. Auch das beim Nachfassen vorzubringen ist eine gute Idee.