pluralix
21.09.2010, 22:08
Hallo,
ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe mir schon einige Beiträge an anderen Teilnehmern durchgelesen.
Wie könnts auch anders sein: Ich schreibe hier, weil ich ein Problem habe.
Letzte Woche erhielt ich ein Schreiben von einer Zeitarbeitsfirma, in dem geschrieben stand, ich hätte mich bei ihnen beworben und sie hätten mehrfach versucht, mich telefonisch zu erreichen. (Das klingt im Wortlaut jedenfalls so, als ginge ich sehr unzuverlässig NICHT ans Telefon, obwohl man mir einen Job anbietet.)
Beides stimmt nicht. Zum einen kannte ich diese Firma bisher noch nicht, weshalb ich mich dort noch nicht beworben hatte. Zum anderen habe ich noch keinen Telefonanschluss (wegen Umzug). Darf bis dahin Telefon/Internet/Flatrate des Nachbarn nutzen.
Die Zeitarbeitsfirma kann die Daten nur von der ArGe haben! Ich habe auch so ein Bewerberprofil, das allerdings nur anonymisiert im Netz zur Ansicht zur Verfügung steht. Gegenteiliges habe ich nicht unterschrieben. Ich achte sehr drauf, wo ich meine Unterschrift druntersetze.
Da ich wirklich dringend einen Job brauche habe ich mich im ersten Moment sogar ein bisschen über das Schreiben von der Zeitarbeitsfirma gefreut. Als ich dann dort angerufen habe, um einen Termin zu vereinbaren, kamen einige Dinge im Gespräch raus:
1. Wusste die Zeitarbeitsfirma, dass ich einen Schwerbehindertenausweis (60%, Merkzeichen G) habe. Darf die ArGe das überhaupt schon im Vorfeld einem potenziellen Arbeitgeber sagen? Ich weiss, dass ich es u.a. wegen Freibetrag/Urlaub/Arbeitsschutz usw. sowieso dem Arbeitgeber mitteilen muss, aber ich mache das eigentlich lieber im persönlichen Gespräch. Ich finde das ist ein echter Eingriff in den Datenschutz. Alleine die Adressdaten weiterzugeben stört mich weniger, aber jemandem von meinem grünen Ausweis zu erzählen finde ich heftig!
2. Die Zeitarbeitsfirma wies mich an, ich solle sie schriftlich um einen Bewerbungstermin bitten, damit sie die die Fahrtkosten, die der Arbeitgeber normalerweise übernehmen muss, nicht blechen müssen. Ich solle beim Arbeitsamt die Kostenübernahme beantragen. Das Bahnticket würde mich um die 7.50 EUR kosten, also kein Betrag, bei dem ich bei der ArGe gleich einen Fahrtkostenantrag stellen würde. In Aussicht auf einen Job möchte ich mir nicht jeden Pieps ersetzen lassen. Aber im Prinzip finde ich es nicht richtig, dass solche Firmen auf Kosten des Steuerzahlers Bewerber einladen. Ist das rechtens?
3. Dürfen Zeitarbeitsfirmen so tun, als hätte ich mich schriftlich beworben? Ich gehe davon aus, das Arbeitsamt bekommt die Unterlagen zu Gesicht und in dem Schreiben steht ja auch drin, dass die Firma angeblich versuchte, mich mehrfach telefonisch nicht zu erreichen. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass es sich nur um einen Serienbrief handelt.
4. Können Zeitarbeitsfirmen einfach so ins Blaue hinein Menschen für ihren Pool anfordern? Wie mir gesagt wurde, hätten sie nämlich gar keine Stelle für mich. Irre ist das!
5. Beim Bewerbungsgespräch sollen für die Kartei Passbilder gemacht werden. Ich bewerbe mich zwar immer noch mit Bild, weiss aber, dass Fotos nicht mehr zwingend notwendig sind. Mein Bild in der Kartei einer Zeitarbeitsfirma finde ich nicht so toll. Demnächst wollen die noch meine Schuhgröße und verlangen den Fingerabdruck.
Damit niemand etwas falsch versteht: Ich nehme auch Zeitarbeit. Aber es sind doch einige Punkte, die ich an dieser Vorgehensweise einfach nur komisch finde.
Leider kann ich nicht einschätzen, ob die Firma seriös ist. Keine Homepage, keine eMail, nur ein ziemlich neuer HRB-Auszug. Firmengründung vor ca. 1,5 Jahren.
LG
ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe mir schon einige Beiträge an anderen Teilnehmern durchgelesen.
Wie könnts auch anders sein: Ich schreibe hier, weil ich ein Problem habe.
Letzte Woche erhielt ich ein Schreiben von einer Zeitarbeitsfirma, in dem geschrieben stand, ich hätte mich bei ihnen beworben und sie hätten mehrfach versucht, mich telefonisch zu erreichen. (Das klingt im Wortlaut jedenfalls so, als ginge ich sehr unzuverlässig NICHT ans Telefon, obwohl man mir einen Job anbietet.)
Beides stimmt nicht. Zum einen kannte ich diese Firma bisher noch nicht, weshalb ich mich dort noch nicht beworben hatte. Zum anderen habe ich noch keinen Telefonanschluss (wegen Umzug). Darf bis dahin Telefon/Internet/Flatrate des Nachbarn nutzen.
Die Zeitarbeitsfirma kann die Daten nur von der ArGe haben! Ich habe auch so ein Bewerberprofil, das allerdings nur anonymisiert im Netz zur Ansicht zur Verfügung steht. Gegenteiliges habe ich nicht unterschrieben. Ich achte sehr drauf, wo ich meine Unterschrift druntersetze.
Da ich wirklich dringend einen Job brauche habe ich mich im ersten Moment sogar ein bisschen über das Schreiben von der Zeitarbeitsfirma gefreut. Als ich dann dort angerufen habe, um einen Termin zu vereinbaren, kamen einige Dinge im Gespräch raus:
1. Wusste die Zeitarbeitsfirma, dass ich einen Schwerbehindertenausweis (60%, Merkzeichen G) habe. Darf die ArGe das überhaupt schon im Vorfeld einem potenziellen Arbeitgeber sagen? Ich weiss, dass ich es u.a. wegen Freibetrag/Urlaub/Arbeitsschutz usw. sowieso dem Arbeitgeber mitteilen muss, aber ich mache das eigentlich lieber im persönlichen Gespräch. Ich finde das ist ein echter Eingriff in den Datenschutz. Alleine die Adressdaten weiterzugeben stört mich weniger, aber jemandem von meinem grünen Ausweis zu erzählen finde ich heftig!
2. Die Zeitarbeitsfirma wies mich an, ich solle sie schriftlich um einen Bewerbungstermin bitten, damit sie die die Fahrtkosten, die der Arbeitgeber normalerweise übernehmen muss, nicht blechen müssen. Ich solle beim Arbeitsamt die Kostenübernahme beantragen. Das Bahnticket würde mich um die 7.50 EUR kosten, also kein Betrag, bei dem ich bei der ArGe gleich einen Fahrtkostenantrag stellen würde. In Aussicht auf einen Job möchte ich mir nicht jeden Pieps ersetzen lassen. Aber im Prinzip finde ich es nicht richtig, dass solche Firmen auf Kosten des Steuerzahlers Bewerber einladen. Ist das rechtens?
3. Dürfen Zeitarbeitsfirmen so tun, als hätte ich mich schriftlich beworben? Ich gehe davon aus, das Arbeitsamt bekommt die Unterlagen zu Gesicht und in dem Schreiben steht ja auch drin, dass die Firma angeblich versuchte, mich mehrfach telefonisch nicht zu erreichen. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass es sich nur um einen Serienbrief handelt.
4. Können Zeitarbeitsfirmen einfach so ins Blaue hinein Menschen für ihren Pool anfordern? Wie mir gesagt wurde, hätten sie nämlich gar keine Stelle für mich. Irre ist das!
5. Beim Bewerbungsgespräch sollen für die Kartei Passbilder gemacht werden. Ich bewerbe mich zwar immer noch mit Bild, weiss aber, dass Fotos nicht mehr zwingend notwendig sind. Mein Bild in der Kartei einer Zeitarbeitsfirma finde ich nicht so toll. Demnächst wollen die noch meine Schuhgröße und verlangen den Fingerabdruck.
Damit niemand etwas falsch versteht: Ich nehme auch Zeitarbeit. Aber es sind doch einige Punkte, die ich an dieser Vorgehensweise einfach nur komisch finde.
Leider kann ich nicht einschätzen, ob die Firma seriös ist. Keine Homepage, keine eMail, nur ein ziemlich neuer HRB-Auszug. Firmengründung vor ca. 1,5 Jahren.
LG