Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Befristeter ALGII-Zuschlag weg
Tommi NRW
26.11.2010, 15:44
Hallo,
bisher hatte ich für die Dauer von einem Jahr noch einen Zuschlag von
ca. € 150.-- erhalten, weil ich erst seit einem Jahr im ALG II-Bezug stehe.
Bisher erhielt man auch im zweiten Jahr noch ungefähr die Hälfte dieses Zuschlages.
Merkels Sparplan, der die Abschaffung dieses Zuschlages vorsieht, ist noch nicht vom Bundesrat abgesegnet.
Dennoch hat man mir jetzt, bei der neuen Berechnung meiner Leistungen, diesen Zuschlag nicht mehr eingerechnet.
Ist dies rechtens und würde der Bescheid automatisch korrigiert, wenn Merkels Sparplan im Bundesrat scheitern sollte?
Oder muss ich gegen den jetzigen Bescheid einen Widerspruch einlegen?
Gruß Tommi
Diese Änderung braucht nicht durch den Bundesrat. Das ist ja das Kuriose, denn da wäre das ganz sicher gescheitert. Der Bundesrat wurde durch irgendwelche rechtlichen Tricks und Windungen umgangen. Der Zuschlag fällt ab nachstem Jahr weg.
Tommi NRW
26.11.2010, 19:49
Danke für die schnelle Antwort, Step.:)
Dann werde ich mir den Widerspruch sparen.
Es ist wirklich kurios, wie unser löcheriges Rechtssystem durch die Tricks der derzeitigen Regierung umgangen werden kann.
Naja, dann muss ich mein Auto im Januar verkaufen - wo mich jeder Arbeitgeber in bisherigen Vorstellungsgesprächen nach einem eigenen Pkw gefragt hat. Bisher habe ich meine Mobilität vom Zuschlag aufrecht erhalten können.
Ich wohne ländlich und es gibt keine Bus- oder Bahnverbindungen, die einen zum Arbeitsbeginn zu Firmen brächten. Erst recht nicht bei Mehrfachschicht.
Gruß Tommi
auch uns wurde es jetzt gestrichen, am 23.12 haben wir bescheid bekommen, dort stand drin, das eine gesetzliche änderung geplant ist, dies aber noch nicht durch ist.
aber schon mal kürzen................falls das gesetzt nicht durch geht, sollen wir dies nachträglich erhalten, wir brauchen keinen neuen antrag einreichen, schön und gut, heute stand das dies erst im februar wohl entschlossen wird,
sind bei uns ja nur knapp 300€, laut STEP seine aussage, ist das doch schon durch, oder jetzt doch noch nicht?
am liebsten möchte ich denen einen netten brief schreiben..........aber bringen wird es ja nichts...............aber bin schon etwas sauer, von den 5€ mehr, wird im brief natürlich nicht gesprochen.
gruß
calla
Es ist wirklich kurios, wie unser löcheriges Rechtssystem durch die Tricks der derzeitigen Regierung umgangen werden kann.
Naja, dann muss ich mein Auto im Januar verkaufen - wo mich jeder Arbeitgeber in bisherigen Vorstellungsgesprächen nach einem eigenen Pkw gefragt hat. Bisher habe ich meine Mobilität vom Zuschlag aufrecht erhalten können.
Ich wohne ländlich und es gibt keine Bus- oder Bahnverbindungen, die einen zum Arbeitsbeginn zu Firmen brächten. Erst recht nicht bei Mehrfachschicht.
Hi Tommi NRW,
ich weis das der Beitrag schon etwas her ist, aber das mit dem Auto verkaufen klingt für mich eher wie eine drotz-reaktion.
Letztendlich schadest du dir damit nur selber bzw wenn es wirklich seinen muss das Auto zu verkaufen, dann solltest du eben mal über einen Umzug nachdenken, denn wo zu Wohnen wo selten sich ein öffendliches Verkehrsmittel hinbewegt und kein Auto zu haben, ist sicherlich sehr sehr hilfreich aus Hartz4 raus zu kommen ..... wenn man das überhaupt will.
aber schon mal kürzen................falls das gesetzt nicht durch geht, sollen wir dies nachträglich erhalten,
Hi Calla,
aber du musst doch selber zugeben, das es besser ist es nachträglich vielleicht wieder zu bekommen, als nachträglich ziehmlich sicher eine Rückzahlung zu leisten gerade bei Harz4, oder ?
Das über `ne Kürzung (egal wo) der Betroffenen nicht in die Luft springt, ich denke dazu braucht man nix schreiben.
sind bei uns ja nur knapp 300€, laut STEP seine aussage, ist das doch schon durch, oder jetzt doch noch nicht?
Es ist schon durch und zwar Mitte Dezember mit dem Haushaltsbegleitgesetz für 2011. Irgendwo im Forum findest du sicherlich auch den Link dazu.
Böse Briefe schreiben wird also nichts bringen, denn Gesetz ist nunmal Gesetz.
Helga
trinity4
28.12.2010, 15:50
Tipp am Rande:
Ihr solltet als (bald ehemalige) Zuschlag-Bezieher ganz schnell einen (evtl. vorläufigen) Antrag auf GEZ-Befreiung stellen. Den Alg-II-Bescheid bzw. das Schreiben zur Vorlage bei der GEZ, welches ausweist, dass ihr keinen Zuschlag mehr erhaltet, könnt ihr dann nachreichen, seid aber ab Januar 2011 befreit:
*klick (http://www.gez.de/gebuehren/gebuehrenbefreiung/index_ger.html)*
Gruß
Trinity
Das mit der GEZ ist ein guter Tip, hätte ich vergessen.
Was mich aufregt ist, das die groß mit Ihren 5€ prallen, aber Elterngeld und Zuschläge streichen............
Aber mal sehen, eigendlich sollte ich am 03.01 wieder anfangen zu arbeiten, zwar nichts dolles, aber naja, mehr als Hartz4, jedenfalls ohne Zuschläge.
Wenn ich denke, vor der Krise hatte ich 2900€ Brutto, könnte ich natürlich heulen, gehört nicht zum Thema............mußte aber raus...................
Genau deshalb finde ich es gut dass dieser Zuschlag abgeschafft wurde...
VIERZEHNNOTHELFER
08.01.2011, 10:08
Das mit der GEZ ist ein guter Tip, hätte ich vergessen.
Was mich aufregt ist, das die groß mit Ihren 5€ prallen, aber Elterngeld und Zuschläge streichen............
Aber mal sehen, eigendlich sollte ich am 03.01 wieder anfangen zu arbeiten, zwar nichts dolles, aber naja, mehr als Hartz4, jedenfalls ohne Zuschläge.
Wenn ich denke, vor der Krise hatte ich 2900€ Brutto, könnte ich natürlich heulen, gehört nicht zum Thema............mußte aber raus...................
hast Du am 3.1 angefangen?
Die Sache ist meiner Meinung nicht ganz so easy.
Der Bundesrat hat in 12/10 das Haushaltsbegleitgesetz 2011 mit Mehrheit, als auch mit den Sozi regierten Ländern beschlossen.
Den ursprünglichen Antrag dreier Bundesländer (NRW, Berlin,Brandenburg) die ersatzlose Streichung des Zuschlags fallen zulassen, zumindest aber eine Übergangsregelung zuschaffen für Bezieher, davon tauchte dann im abschließenden Beschluss des BR nichts mehr von auf.
Da machen Sozis und Grüne einen riesen "Bohai" um die 5 €, lassen aber gleichzeitig zu, dass die Zuschlagsregelung von der Diskussion um die Regelsatzerhöhung abgekoppelt und stillschweigend gestrichen wird.
Lt Arbeitslosenzahlenbericht 11/10 ( Seite 14) sind allein in der Stufe 1 (max. 160,- Zuschlag/Monat 1 Jahr ALG II Bezug) aber bis zu 362000 (!) und in der Stufe 2 (50% im Jahr 2 von ALG II-Bezug) bis zu 374000 (!) Menschen betroffen - und nicht wie die Bildzeitung in 10/10 berichtete "nur" 165000 Menschen insgesamt. Also sind mehr als die 50% der ca. 1 Mio. Langzeitarbeitslosen betroffen.
Kürzung gesamt irgendwo zwischen 500 Mio- 1,1 Mrd. €/Jahr.
Die gleiche Gruppe bekommt dann in zukunft 5 € mehr plus Bildungszuschlag so bedürftige Kids da sind, haben aber unterm Strich insgesamt weniger.
Linke Tasche - rechte Tasche mit gleichzeitigem tatsächlichen massiven Sozialabbau. Verhohnepiepelung von uns auf sehr hohem Niveau.
Tommi NRW
16.01.2011, 01:13
Hallo Pharao,
ich habe schon ein Weilchen nicht mehr hier reingesehen, weil ich bereits von Step eine qualifizierte Antwort auf meine Frage erhalten hatte.
An Dich hatte ich dabei nicht gedacht.
Zitat von Pharao:
Hi Tommi NRW,
ich weis das der Beitrag schon etwas her ist, aber das mit dem Auto verkaufen klingt für mich eher wie eine drotz-reaktion.
Deine Antwort hört sich für mich nach Jemadem an, der keine Ahnung davon hat, zu welchen Konditionen man heute einen Arbeitsplatz bekommt.
Ich hoffe trotzdem, dass Du, so wie auch ich, zu jener Mehrheit gehörst, die regelmäßig um Arbeit bemüht ist.
Um Dir fehlende Informationen zugänglich zu machen, noch ein paar Zeilen.
Wenn es nicht schon in der Stellenanzeige enthalten ist, wird spätestens im Vorstellungsgespräch die Frage nach dem eigenen Pkw laut.
So war es bei mir bisher fast immer der Fall und auch für die Entscheidung meines letzten Arbeitgebers, bei dem ich bis zur Krise tätig war, ein K.o.-Kriterium.
Besonders im Handwerk wird heute Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit gefordert.
Das dies auch mit einem Umzug nicht lösbar ist, hörst Du sicherlich heraus. Für meinen SB war es gar keine Frage, denn der kennt sich bestens mit den Forderungen der Betriebe aus.
Aus seiner Sicht brächte mir ein Umzug dadurch gar nichts, sondern nur Kosten für die ARGE.
Von daher würde er mir auch keinen Umzug bewilligen - das hat er mir bereits mitgeteilt.
Zitat von Pharao:
Letztendlich schadest du dir damit nur selber bzw wenn es wirklich seinen muss das Auto zu verkaufen
Wie hoch Dein ALGII-Geld ist, kann ich nicht sagen.
Aber wenn Du davon noch ein Auto unterhältst, bekommst Du mehr, als die € 359.-- neben der Kaltmiete plus Heizkostenanteil und Wasserkostenanteil.
Ich konnte davon jedenfalls nicht den anstehenden TÜV, samt der dazu erforderlichen Reparaturen für meinen 14 Jahre alten Kleinwagen aufbringen.
Wenn Du ALGII-Bezüge erhälst, die dies ermöglichen, erhälst Du mehr als andere ALGII-Empfänger.
Mein Auto ist übrigens mittlerweile verschrottet.
Mich wundert ja nur, dass Du bei dieser auffallenden Arbeitgeberkompatibilität, bis heute noch keine Arbeit gefunden hast.
Wenn selbst Du nicht in der Lage bist eine Stelle zu ergattern, wie sollten es dann nur die ganzen anderen Arbeitsuchenden schaffen, die nicht über Deine Gabe verfügen?
Gruß Tommi
@ Tommi NRW,
ich glaube du hast nicht ganz verstanden was ich da geschrieben hab und damit sagen wollte bzw auf welche Zitate ich geantwortet habe. Und im übrigen ist nicht jeder der hier im Forum ist arbeitslos :shock:
Aus seiner Sicht brächte mir ein Umzug dadurch gar nichts, sondern nur Kosten für die ARGE.
Von daher würde er mir auch keinen Umzug bewilligen - das hat er mir bereits mitgeteilt.
Wenn du so abseits wohnst, das dort nur 2 mal am Tag ein Bus fährt und jetzt ja kein Auto mehr hast, dann musst du wohl selber zugeben, das die Chancen auf ein Arbeitsplatz sinken und da könnte ein Umzug schon weiterhelfen.
Und was einem mündlich gesagt wird, das hat keinen Wert. Nur schriftlich ist was wahres und ggf kann man dann auch weiter vorgehen, wenn man mit einer Ablehnung nicht einverstanden ist.
Tommi NRW
16.01.2011, 15:26
@ Pharao:
Was Du damit sagen wolltest, kann ich nicht wissen.
Ich weiss aber was da steht und zeige Dir gerne nochmal den Teil in Deinem Post, wo Du mich zitierst und kritisierst:
Zitat von Pharao:
Zitat von Tommi NRW
Es ist wirklich kurios, wie unser löcheriges Rechtssystem durch die Tricks der derzeitigen Regierung umgangen werden kann.
Naja, dann muss ich mein Auto im Januar verkaufen - wo mich jeder Arbeitgeber in bisherigen Vorstellungsgesprächen nach einem eigenen Pkw gefragt hat. Bisher habe ich meine Mobilität vom Zuschlag aufrecht erhalten können.
Ich wohne ländlich und es gibt keine Bus- oder Bahnverbindungen, die einen zum Arbeitsbeginn zu Firmen brächten. Erst recht nicht bei Mehrfachschicht.
Zitat von Pharao
Hi Tommi NRW,
ich weis das der Beitrag schon etwas her ist, aber das mit dem Auto verkaufen klingt für mich eher wie eine drotz-reaktion.
Letztendlich schadest du dir damit nur selber bzw wenn es wirklich seinen muss das Auto zu verkaufen, dann solltest du eben mal über einen Umzug nachdenken, denn wo zu Wohnen wo selten sich ein öffendliches Verkehrsmittel hinbewegt und kein Auto zu haben, ist sicherlich sehr sehr hilfreich aus Hartz4 raus zu kommen ..... wenn man das überhaupt will.
Das Du mir mit dem „Auto verkaufen“ eine Trotzreaktion unterstellst, ist schon ein starkes Stück.
Zumal dies in einem Forum passiert ist, wo sich Arbeitsuchende über ihre täglichen Probleme austauschen und ggf. Ratschläge benötigen, wenn sich die Regierung der Arbeitsaufnahme durch Kürzungen und andere Untaten immer mehr in den Weg stellt.
Ebenso ist es sicher nicht angebracht, in einem solchen Forum in Frage zu stellen, ob hier jemand überhaupt eine Arbeit haben will:
Zitat von Pharao:
….ist sicherlich sehr sehr hilfreich aus Hartz4 raus zu kommen ..... wenn man das überhaupt will.
Zu Deinen Gunsten bin ich bisher davon ausgegangen, dass auch Du keine Arbeit hast. Eine Stelle, an der ich nachlesen kann, wer hier in Arbeit ist und wer nicht, gibt es nicht.
Solltest Du zu jenen gehören, die noch das Glück haben in Arbeit zu sein, fände ich diese Aussagen von Dir umso bedenklicher.
Gerade dann würde ich es nicht wagen, auf andere mit dem Finger zu zeigen oder sie gar zu verunglimpfen und als trotzig hinzustellen, weil sie ihren Job Dank Krise oder Firmenpleite verloren haben und nun die harten Folgen tragen müssen.
Gruß Tommi
Ich konnte davon jedenfalls nicht den anstehenden TÜV, samt der dazu erforderlichen Reparaturen für meinen 14 Jahre alten Kleinwagen aufbringen.
Sicherlich hättest du dies gekonnt, wenn`s den Zuschlag noch gegeben hätte ........
Wenn du alles falsch Verstehen willst, dann tu dies.
Hier vielleicht mal die abgespeckte Version meiner Aussage:
...... klingt für mich eher wie eine drotz-reaktion.
Letztendlich schadest du dir damit nur selber bzw wenn es wirklich seinen muss das Auto zu verkaufen, dann solltest du .....
Tja, und da du jetzt ja kein Auto mehr hast und in einen Dorf wohnst ohne Bus oder Bahnverbindung und auch nicht Umziehen willst/darfst/kannst,ect, na dann mal viel Glück bei der Jobsuche.
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