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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sperrzeit angedroht


Eva_Luna
08.12.2010, 14:24
Mir wurde vom Arbeitsamt eine Sperre de s ALG 1 angedroht wegen nicht zustande kommen eines Arbeitsverhältnisses.
Zum Sachverhalt:
Mir wurde vom AA im Oktober eine Stelle in einem Hotel vermittelt. Ich habe mich dort vorgestellt und wurde angenommen, allerdings erstmal auf 400 Euro Basis. Da die ausgeschriebene Stelle bereits besetzt war. Allerdings wurde mir von der Chefin erklärt, auf absehbare Zeit sei ein festes Arbeitsverhältnis möglich.
Ich fing also meinen Job an mit der Hoffnung auf eine feste Stelle. Bereits nach den ersten Tag gab es auch die ersten Probleme. Ich verstand mich gar nicht mit meiner Vorgesetzten, daraufhin wurde mir von der Chefin mitgeteilt, ich passe wohl nicht in den Betrieb, aber sie wolle sich noch 4 Wochen lang ausschauen wie es geht. Diese 4 Wochen sind nun um. Es ging alles gut. Aber da ich nicht das Risiko auf mich nehmen wollte nach dieser Zeit auch noch meinen 4oo Euro zu verlieren habe ich mich natürlich weiter umgeschaut. Seit ein paar Tagen habe ich nun eine neue 400 Euro Stelle bei einem Betrieb der mir weitaus mehr zusagt, ebenfalls mit der Aussicht auf ein festes Arbeitsverhältnis. Kurz und gut, bei dem Hotel habe ich gekündigt. Meine Chefin war enorm sauer auf mich, obwohl sie mich ja eigentlich nicht wollte. Zudem habe ich gehört dass die feste Stelle wohl bereits vergeben ist und auch noch eine weitere 400 Kraft eingestellt wurde.
Meine Chefin hat allerdings dem AA bereits im November mitgeteilt das sie mich am 1.1.2011 als feste Mitarbeiterin einstellen wollte, nur mir hat sie davon nichts gesagt.
Das AA hat mir nun eine Sperre angedroht und ich muss eine Anhörung ausfüllen, das habe ich gemacht.
Was kann mir nun passieren? Ich bin wirklich erschrocken, da ich wirklich nichts davon wusste das man mich zum 1. Januar einstellen wollte. Was ich allerdings auch nicht wirklich glaube, den meine Chefin hat ja nun jemand fest angestellt.
Natürlich habe ich im Hotel angerufen und gefragt was das soll, daraufhin wurde mir erklärt, die Sache wäre für alle Beteiligten klar gewesen, andere Angestellte könnte den Sachverhalt bezeugen. Aber das ist einfach nicht war.
Dazu kann ich noch sagen, ich bin wirklich nicht gern in dieses Hotel zum arbeiten gegangen, ich bin sehr zufrieden mit der Stelle die ich nun habe und habe auch Aussicht auf eine feste Anstellung. Ich will diese Stelle auf jeden fall behalten, weil es einfach mehr meinen Fähigkeiten entspricht.
Weiter kann ich noch sagen, das Arbeitsklima in dem Hotel ist sehr schlecht, in der kurzen Zeit in der ich da war habe ich so viele Konflikte gesehen wie vorher nicht in den 10 Jahren bei meinem alten AG.
Sollte es zu einer Sperre des ALG 1 kommen, wie lange wäre diese dann?

Pharao
08.12.2010, 17:48
Sollte es zu einer Sperre des ALG 1 kommen, wie lange wäre diese dann?
Hi,

die Frage wäre jetzt, was im Schreiben genau drin steht.

Den die Sperre wegen Arbeitsaufgabe wäre 12 Wochen, die Sperre wegen Arbeitsablehnung wäre beim ersten mal 3 Wochen, danach 6 und dann 12 Wochen. §144 SGBIII (http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__144.html)
Mir wurde vom AA im Oktober eine Stelle in einem Hotel vermittelt. Ich habe mich dort vorgestellt und wurde angenommen, allerdings erstmal auf 400 Euro Basis. Da die ausgeschriebene Stelle bereits besetzt war
Wie schon erwähnt, wäre evtl wichtig was dir genau vorgeworfen wird, den handelt es sich hierbei um die Stelle wo du dich bewerben musstest, dann kann (meiner Meinung) keine Sperre erfolgen, da diese ja schon vergeben war bzw du ja genau deswegen auch nur einen 400€ Job gekommen hast.

Bezieht sich die Sperre allerdings auf den 400€ Job den du gekündigt hast, da bin ich mir jetzt nicht sicher wo ich das einordnen soll ==> siehe §144 SGBIII


Auf jeden Fall, solltest du deine Sichweise in den Anhörungsbogen ausführlich beschreiben. Solle es eine Sperre geben, dann kannst du a) Alg2 in der zeit beantragen und b) einen Widerspruch versuchen.

Eva_Luna
08.12.2010, 20:57
Danke Pharao, ich habe bereits den Anhörungsbogen zurück geschickt und meine Sicht der Dinge dargelegt.
Da ich wirklich nichts von einer Festanstellung wußte.
Nur leider, meine Ex-Chefin ist so böse auf mich, glaubt das AA wohl immer eher dem AG.
Schlimm finde ich das über Menschen verhandelt wird ohne das diese etwas davon wissen.

Pharao
08.12.2010, 21:29
Nur leider, meine Ex-Chefin ist so böse auf mich, glaubt das AA wohl immer eher dem AG.

Hi,

das stimmt aber nicht, den man muss dir dein Vergehen auch nachweisen und im Zweifelsfall ==> in dubio pro reo.

Ich mein, der AG muss ja auch Beweisen können, das evt eine Vollzeitstelle wirklich angeboten worden wäre, den die eigentliche Stelle auf die du dich beworben hast, war ja schon weg oder wollte man dir nicht geben.

Sollte es eine Sperre geben, dann versuche auf jeden Fall noch einen Widerspruch, den der kostet dich nur `ne Briefmarke. Mehr als nochmal "nö", kann ja nicht passieren.

ratsuchende
11.12.2010, 06:47
Hallo,
Du wurdest auf 400-EUR (also nicht SV-pflichtig) eingestellt, da die ursprüngliche Stelle schon vergeben war. Daß Du nun den 400-EUR-Job wieder aufgibst, um woanders zu arbeiten, kann NICHT zu einer Sperrzeit führen. Daß Dir nun trotzdem eine Vollzeitstelle zum 01.01. angeboten würde (von der Du aber bisher nichts wußtest), kann ebenfalls keine Sperrzeit auslösen, da DIESE Stelle jetzt ja gar nicht mit Rechtsfolgebelehrung vermittelt wurde! Handelt es sich denn um verschiedene Stellen mit anderer Tätigkeit oder um die ursprüngliche Stelle, nur mit zeitlicher Verzögerung? Wenn die ursprüngliche Stelle durch jemand anders besetzt wurde, war sie eben weg!

Neues Spiel, neues Glück, zurück auf Los, sozusagen...