Kitcat
08.01.2011, 12:12
Hallo liebe Mituser,
heute erzähle ich von meinem 1. Gespräch mit meiner (mir dieses Jahr neu zugewiesenen) AVlerin. Zunächst einmal finde ich es wirklich sehr schwierig überhaupt ein Beratungsgespräch zu bekommen. Ich denke jeder AN hat immer andere Hürden zu überbrücken die Klärungsbedarf haben. Warum stellen die nicht selber neue Fallmanager ein, weil ich finde ca. 400 AN zu verwalten ist wirklich ein Aufwand auch für den AV. Meine neue AV tut mir sogar irgendwie richtig leid, weil Sie einiges aufholen muss, da der Vorgänger leider sehr oft krank war und wir aus diesem Grund wohl auch eine neue haben. Die Vertreter kamen leider nicht hinterher-kein Wunder, die müssen ja Ihre AN auch verwalten. Durch mein ständigen Kontakt (hinterher auch Schriftverkehr mit Frist für einen Termin) hat sich bezahlt gemacht. Mein letztes Beratungsgespräch war im Juni 2010 und ich hatte sogar noch Glück, dass ich jetzt einen bekam, weil einige wohl schon seit 2 Jahren keinen mehr hatten-laut Aussage meiner AVlerin. Sie lobte auch mein Engagment und dass ich mir Gedanken mache, trotz meiner persönlichen Schwierigkeit (Depression gerade im Arbeitsleben habe ich Schwierigkeiten mich durchzusetzen, wenn ich z.B. ungerecht behandelt werde und noch einiges dazu) wieder vernünftig in das Arbeitsleben zurückzukehren. Therapie läuft auch noch. Jetzt zum eigentlichen Gespräch. Im Vorfeld erkundigte ich mich über die Maßnahme "Rehalog-Dekra Akademie"-näheres kann jeder googlen, was es auf sich hat. Dort erfuhr ich dass ich es nicht so einfach beantragen kann, wie z.B. eine Weiterbildung z.B. für den ECDL (Computerführerschein für Windows Programme Word,Excel etc.). Dies müsste wieder überprüft werden durch die Rehaabteilung.Gut ich war im ersten Moment enttäuscht, weil ich schon ein praxisnahes Couching benötige. Da ich aber noch in Therapie bin und ich das Endgespräch erst nach der Therapie erhalten soll beim psychologischen Dienst und da dann doch noch evt. geprüft wird, ob ich doch ein Rehafall bin. Nur ich kann nicht solange warten. Ich meine ich werde 28 Jahre dieses Jahr und bin seit 33 Monaten ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Therapie würde sich sogar noch super mit der Maßnahme ergänzen. Ich habe jetzt eine Verlängerung der Therapie bekommen und es wird erst mal wieder ein halbes Jahr dauern. Entweder es reicht oder wird verlängert, je nachdem wie lange die Krankenkasse das bewilligt. Ich meine körperlich kann ich Arbeiten, hatte ja sogar ein Nebenjob bis Ende Nov. 2010. Nur ich bin schnell verletzt, wenn ich zu unrecht behandelt werde und mir quasi den Hintern für das Unternehmen aufgerissen habe. Aber sorry 40 Stunden ohne Bezahlung- ich spreche nicht von mal 10 Min. länger bleiben oder so, das fällt für mich unter das Gesetz Geschäftsinteresse z.B. Kollegen unterstützen, damit wir als Gemeinschaft z.B. zusammen Feierabend machen können. Aber mir meine zustehenden Unterlagen nicht auszuhändigen trotz mehrmaliger schriftlicher Erinnerung mit Frist finde ich dreist und ärgert mich. Oder ich sprang für Kollegen ein und als ich selber Fieber hatte bekam ich nur den Spruch ich solle mich nicht anstellen. Oder dass persönliche Dinge von mir vom Filialleiter im Unternehmen rumgetrascht wird, finde ich einfach unverschämt. Zurück zum Thema meine AV schlug mir eine Maßnahme im 1,-Eur Job Bereich an. Sie schlug auch im Verkauf vor, also nicht Gartenpflege oder so was ich sehr gut finde, dass meine persönliche berufliche Erfahrung eine Rolle bei der Auswahl mitspielt. Positiv ist auch, dass ich das erst mal mit meiner Therapeutin absprechen kann, ob dies ist eine gute Alternative zur Dekra Maßnahme ist. Positiv ist auch, dass ich meine Termine trotz des 1,-Eur Jobs wahrnehmen kann und wenn es mir wirklich mal nicht gut geht auch früher gehen kann. Ich denke ich werde das annehmen. Somit habe ich auch wieder eine Struktur im Tag und es sind auch welche aus dem Sozialbereich dort beschäftigt, also bevor ich wieder alles über den Haufen werfe, weil ich verletzt bin kann ich es dort auch klären. Darüberhinaus bekomme ich zusätzlich Geld und die Fahrtkosten erstattet. Also wer sich selber anstrengt wird auch ein positives Gespräch mit der AV haben und vielleicht sogar nicht in eine ihm sinnlose erscheinende Maßnahme reingesteckt, sondern seinen Bedürfnissen entsprechend. Gut-Kompromisse muss jeder auch eingehen können. Positiv ist auch, dass ich mich selber auf Stellen bewerben kann, bei der ich selber denke das könnte ich gut schaffen. Mir wurde der Druck genommen mich auf Vermittlungsvorschläge mit Rechtsbelehrung zu bewerben und bekomme trotzdem Bewerbungskosten und Fahrtkosten erstattet. Also im großen und ganzen doch recht positiv, bis auf die Tatsache, dass meine AVlerin versuchte mein Krankheitsbild einzuschätzen. Dies können nur Fachexperten z.B. Therapeuten. Und jede Erkrankung äußert sich anders. Einer der z.B. immer lacht kann z.B. auch depressiv sein nur versteckt er sich hinter einer Maske. Deswegen verbiete ich mir darüber zu urteilen, wenn jemand nicht vom Fach ist. Dies tue ich auch nicht.
Dieser Beitrag soll Mut machen an alle die wirklich Arbeiten wollen.
Tipps:
Wichtige Abklärungsgründe z.B. Weiterbildungen oder Wunsch auf Beratung schriftlich mit Frist für eine Rückantwort setzen.
2-4 Wochen sind angemessen, die AV müssen sich ja auch reinlesen.
Sich selber um Ideen kümmern, um aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen. Somit zeigt jeder Engagment und der AV ist eher auf Kompromisse bereit.
Ich denke so schlimm sind 1,-Eur jobs auch nicht, weil das liest sich besser im Lebenslauf als zu hause zu sitzen. Jeder Langzeitarbeitslose bereitet sich wieder auf eine strukturierte Arbeitsweise vor und es soll den Sprung auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erleichtern. Teilweise kann jeder auch Wünsche äußern in einem anderen Bereich zu arbeiten als den den er erlernt hat. Z.B. Bürokaufmann möchte gerne handwerklich etwas machen z.B. Gartenpflege und kommt so eher später auch in den Bereich.
Nur wer aktiv was tut ändert auch etwas und ja es gab auch Momente bei mir, da wollte ich nur noch abhängen, weil ich alles so mühselig empfide. Es lohnt sich, auch wenn es nicht immer leicht ist.
Eure Kitcat
heute erzähle ich von meinem 1. Gespräch mit meiner (mir dieses Jahr neu zugewiesenen) AVlerin. Zunächst einmal finde ich es wirklich sehr schwierig überhaupt ein Beratungsgespräch zu bekommen. Ich denke jeder AN hat immer andere Hürden zu überbrücken die Klärungsbedarf haben. Warum stellen die nicht selber neue Fallmanager ein, weil ich finde ca. 400 AN zu verwalten ist wirklich ein Aufwand auch für den AV. Meine neue AV tut mir sogar irgendwie richtig leid, weil Sie einiges aufholen muss, da der Vorgänger leider sehr oft krank war und wir aus diesem Grund wohl auch eine neue haben. Die Vertreter kamen leider nicht hinterher-kein Wunder, die müssen ja Ihre AN auch verwalten. Durch mein ständigen Kontakt (hinterher auch Schriftverkehr mit Frist für einen Termin) hat sich bezahlt gemacht. Mein letztes Beratungsgespräch war im Juni 2010 und ich hatte sogar noch Glück, dass ich jetzt einen bekam, weil einige wohl schon seit 2 Jahren keinen mehr hatten-laut Aussage meiner AVlerin. Sie lobte auch mein Engagment und dass ich mir Gedanken mache, trotz meiner persönlichen Schwierigkeit (Depression gerade im Arbeitsleben habe ich Schwierigkeiten mich durchzusetzen, wenn ich z.B. ungerecht behandelt werde und noch einiges dazu) wieder vernünftig in das Arbeitsleben zurückzukehren. Therapie läuft auch noch. Jetzt zum eigentlichen Gespräch. Im Vorfeld erkundigte ich mich über die Maßnahme "Rehalog-Dekra Akademie"-näheres kann jeder googlen, was es auf sich hat. Dort erfuhr ich dass ich es nicht so einfach beantragen kann, wie z.B. eine Weiterbildung z.B. für den ECDL (Computerführerschein für Windows Programme Word,Excel etc.). Dies müsste wieder überprüft werden durch die Rehaabteilung.Gut ich war im ersten Moment enttäuscht, weil ich schon ein praxisnahes Couching benötige. Da ich aber noch in Therapie bin und ich das Endgespräch erst nach der Therapie erhalten soll beim psychologischen Dienst und da dann doch noch evt. geprüft wird, ob ich doch ein Rehafall bin. Nur ich kann nicht solange warten. Ich meine ich werde 28 Jahre dieses Jahr und bin seit 33 Monaten ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Therapie würde sich sogar noch super mit der Maßnahme ergänzen. Ich habe jetzt eine Verlängerung der Therapie bekommen und es wird erst mal wieder ein halbes Jahr dauern. Entweder es reicht oder wird verlängert, je nachdem wie lange die Krankenkasse das bewilligt. Ich meine körperlich kann ich Arbeiten, hatte ja sogar ein Nebenjob bis Ende Nov. 2010. Nur ich bin schnell verletzt, wenn ich zu unrecht behandelt werde und mir quasi den Hintern für das Unternehmen aufgerissen habe. Aber sorry 40 Stunden ohne Bezahlung- ich spreche nicht von mal 10 Min. länger bleiben oder so, das fällt für mich unter das Gesetz Geschäftsinteresse z.B. Kollegen unterstützen, damit wir als Gemeinschaft z.B. zusammen Feierabend machen können. Aber mir meine zustehenden Unterlagen nicht auszuhändigen trotz mehrmaliger schriftlicher Erinnerung mit Frist finde ich dreist und ärgert mich. Oder ich sprang für Kollegen ein und als ich selber Fieber hatte bekam ich nur den Spruch ich solle mich nicht anstellen. Oder dass persönliche Dinge von mir vom Filialleiter im Unternehmen rumgetrascht wird, finde ich einfach unverschämt. Zurück zum Thema meine AV schlug mir eine Maßnahme im 1,-Eur Job Bereich an. Sie schlug auch im Verkauf vor, also nicht Gartenpflege oder so was ich sehr gut finde, dass meine persönliche berufliche Erfahrung eine Rolle bei der Auswahl mitspielt. Positiv ist auch, dass ich das erst mal mit meiner Therapeutin absprechen kann, ob dies ist eine gute Alternative zur Dekra Maßnahme ist. Positiv ist auch, dass ich meine Termine trotz des 1,-Eur Jobs wahrnehmen kann und wenn es mir wirklich mal nicht gut geht auch früher gehen kann. Ich denke ich werde das annehmen. Somit habe ich auch wieder eine Struktur im Tag und es sind auch welche aus dem Sozialbereich dort beschäftigt, also bevor ich wieder alles über den Haufen werfe, weil ich verletzt bin kann ich es dort auch klären. Darüberhinaus bekomme ich zusätzlich Geld und die Fahrtkosten erstattet. Also wer sich selber anstrengt wird auch ein positives Gespräch mit der AV haben und vielleicht sogar nicht in eine ihm sinnlose erscheinende Maßnahme reingesteckt, sondern seinen Bedürfnissen entsprechend. Gut-Kompromisse muss jeder auch eingehen können. Positiv ist auch, dass ich mich selber auf Stellen bewerben kann, bei der ich selber denke das könnte ich gut schaffen. Mir wurde der Druck genommen mich auf Vermittlungsvorschläge mit Rechtsbelehrung zu bewerben und bekomme trotzdem Bewerbungskosten und Fahrtkosten erstattet. Also im großen und ganzen doch recht positiv, bis auf die Tatsache, dass meine AVlerin versuchte mein Krankheitsbild einzuschätzen. Dies können nur Fachexperten z.B. Therapeuten. Und jede Erkrankung äußert sich anders. Einer der z.B. immer lacht kann z.B. auch depressiv sein nur versteckt er sich hinter einer Maske. Deswegen verbiete ich mir darüber zu urteilen, wenn jemand nicht vom Fach ist. Dies tue ich auch nicht.
Dieser Beitrag soll Mut machen an alle die wirklich Arbeiten wollen.
Tipps:
Wichtige Abklärungsgründe z.B. Weiterbildungen oder Wunsch auf Beratung schriftlich mit Frist für eine Rückantwort setzen.
2-4 Wochen sind angemessen, die AV müssen sich ja auch reinlesen.
Sich selber um Ideen kümmern, um aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen. Somit zeigt jeder Engagment und der AV ist eher auf Kompromisse bereit.
Ich denke so schlimm sind 1,-Eur jobs auch nicht, weil das liest sich besser im Lebenslauf als zu hause zu sitzen. Jeder Langzeitarbeitslose bereitet sich wieder auf eine strukturierte Arbeitsweise vor und es soll den Sprung auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erleichtern. Teilweise kann jeder auch Wünsche äußern in einem anderen Bereich zu arbeiten als den den er erlernt hat. Z.B. Bürokaufmann möchte gerne handwerklich etwas machen z.B. Gartenpflege und kommt so eher später auch in den Bereich.
Nur wer aktiv was tut ändert auch etwas und ja es gab auch Momente bei mir, da wollte ich nur noch abhängen, weil ich alles so mühselig empfide. Es lohnt sich, auch wenn es nicht immer leicht ist.
Eure Kitcat