SpeedQueen20
02.03.2011, 13:52
Hallo zusammen,
ich habe gesehen, das es zum Thema Umschulung schon einige Beiträge gibt, jedoch ist ja jede Situation anders und ich möchte daher meine jetzige Situation hier schildern.
Ich bin 37 Jahre alt, habe höhere Schulbildung mit Abschluss, aber keine abgeschlossene Berufsausbildung, da ich zum damaligen Zeitpunkt erkrankt bin und den Abschluss nicht erreicht habe. Nach mehreren Jahren arbeitsuchend habe ich jetzt zum zweiten Mal (es lagen einige Jahre dazwischen) eine Umschulung zur Grafikdesignerin "beantragt". Damals wurde abgelehnt, weil das Budget der Arge erschöpft war. Nun habe ich zwischenzeitlich eine neue SB bekommen, die sich auch die Zeit nimmt mir zuzuhören und wir besprachen vor ein paar Monaten, das sie eine Umschulung genehmigen würde, wenn ich vorher sowohl den Amtsarzt als auch den Psychologischen Dienst des Jobcenters aufgesucht hätte.
Der Amtsarzt hat meine chronischen Erkrankungen bescheinigt (bin regelmäßig in ärztlicher Behandlung und bekomme Medikamente - es handelt sich um "leichte" bis "mittlere" Erkrankungen, die mir gewisse Arten von Arbeiten nicht mehr ermöglichen) und ist der Meinung, das ich durchaus in der Lage bin eine Umschulung durchzuführen. Der Psychologische Dienst teilte mir und der SB das ich überdurchschnittlich intelligent wäre, alle die Jahre mein Talent verschwendet gewesen wäre und ich eine Umschulung durchaus durchfürhen könnte. Jetzt der Knackpunkt:
auf Grund dessen, das ich schon seit einigen Jahren arbeitsuchend bin, geht es mir psychisch nicht allzu gut. Ich habe gelegentlich leichte bis mittelschwere Depressionen, da mir die Decke auf den Kopf fällt und ich eine Aufgabe brauche. Das habe ich sowohl dem PD als auch der SB mitgeteilt. Der PD hat in sein Gutachten geschrieben, das ich wegen meiner psychischen labilen Situation wohl nicht in der Lage wäre jetzt die Umschulung zu schaffen. Komischerweise erzählt er mir beim Gespräch, das er eine Umschulung befürworten würde - auch in dem von mir angestrebten Beruf - und das er dies so an die SB weitergeben würde.
Nun fiel ich heute fast aus allen Wolken als die SB sagt, sie lehnt die Umschulung ab wegen meiner psychisch labilen Lage. Meine psychische momentane Situation hängt aber mit der Arbeitslosigkeit zusammen und ist auch nicht von Dauer, zumal ich in Psychotherapie bin und dies auch meiner Therpeutin gesagt habe. Ich weiß das die Umschulung für mich ein ganz neuer Schritt sein würde - ein positiver Schritt und nun wird mir dieser ein zweites Mal verbaut nur wegen dem Gutachten eines Psychologen der mit mir gerade mal 20 Minuten gesprochen hat und sich überhaupt kein Bild von mir machen kann in dieser kurzen Zeit.
Meine Fragen nun an euch:
1. die SB meinte plötzlich, ich könne gar keine Umschulung machen, weil ich keine Berufsausbildung habe. Warum sagt sie mir das jetzt, wo sie vorher meinte sie würde die Umschulung genehmigen, wenn der PD das auch so sehen würde? Eine Freundin von mir hat auch keinen beruflichen Abschluss und bekam nach langem hin und her eine Umschulung genehmigt. Kann ich demnach auch ohne Berufsausbildung eine Umschulung machen?
2. Kann man irgendwie und irgendwo Einspruch gegen diese Entscheidung einlegen?
3. An wen kann ich mich noch wenden bezüglich der Genehmigung einer Umschulung?
4. Welche Möglichkeiten / Alternativen gäbe es noch eine Art Umschulung oder Ausbildung zur Grafikdesignerin zu machen?
Ich muß dazu sagen, das ich ein normale Ausbildung auf Grund der finanziellen Lage wohl nicht machen könnte. Das Ausbildungsgehalt ist zu niedrig um davon leben zu können. Ich muß z.b. meine Medikamente (die teilweise teuer sind) selbst bezahlen. Eine Freundin bekommt ALG II + Fördergeld zur Umschulung. Würde ich dies bekommen wäre es mir möglich.
Ich sehe die Umschulung wirklich als Chance mein Können und Talent einzusetzen um beruflich voran zu kommen. Stattdessen lässt mich das Jobcenter nun weiterhin rumsitzen. Diverse Aushilfsjobs haben mich nicht weitergebracht und meine Berufsauswahl ist ziemlich eingeschränkt auch auf Grund der Erkrankungen. Grafikdesign wäre für mich der optimale Beruf, da ich mich privat damit befasse und somit schon Grundkenntnisse habe, zum anderen hätte ich da mit den chronischen Erkrankungen keine Probleme.
Wie kann ich nun die Arge davon überzeugen, das sie mir die Umschulung doch noch genehmigen? Das kann doch nicht nur von diesem psychologischen Gutachten abhängen, denn das Geld wäre ja meines Wissens vorhanden.
Bin jetzt wieder total geknickt, weil die Arge einfach nicht helfen mag. Wäre für Ratschläge und Hilfestellung sehr dankbar!
Gruß,
SpeedQueen
ich habe gesehen, das es zum Thema Umschulung schon einige Beiträge gibt, jedoch ist ja jede Situation anders und ich möchte daher meine jetzige Situation hier schildern.
Ich bin 37 Jahre alt, habe höhere Schulbildung mit Abschluss, aber keine abgeschlossene Berufsausbildung, da ich zum damaligen Zeitpunkt erkrankt bin und den Abschluss nicht erreicht habe. Nach mehreren Jahren arbeitsuchend habe ich jetzt zum zweiten Mal (es lagen einige Jahre dazwischen) eine Umschulung zur Grafikdesignerin "beantragt". Damals wurde abgelehnt, weil das Budget der Arge erschöpft war. Nun habe ich zwischenzeitlich eine neue SB bekommen, die sich auch die Zeit nimmt mir zuzuhören und wir besprachen vor ein paar Monaten, das sie eine Umschulung genehmigen würde, wenn ich vorher sowohl den Amtsarzt als auch den Psychologischen Dienst des Jobcenters aufgesucht hätte.
Der Amtsarzt hat meine chronischen Erkrankungen bescheinigt (bin regelmäßig in ärztlicher Behandlung und bekomme Medikamente - es handelt sich um "leichte" bis "mittlere" Erkrankungen, die mir gewisse Arten von Arbeiten nicht mehr ermöglichen) und ist der Meinung, das ich durchaus in der Lage bin eine Umschulung durchzuführen. Der Psychologische Dienst teilte mir und der SB das ich überdurchschnittlich intelligent wäre, alle die Jahre mein Talent verschwendet gewesen wäre und ich eine Umschulung durchaus durchfürhen könnte. Jetzt der Knackpunkt:
auf Grund dessen, das ich schon seit einigen Jahren arbeitsuchend bin, geht es mir psychisch nicht allzu gut. Ich habe gelegentlich leichte bis mittelschwere Depressionen, da mir die Decke auf den Kopf fällt und ich eine Aufgabe brauche. Das habe ich sowohl dem PD als auch der SB mitgeteilt. Der PD hat in sein Gutachten geschrieben, das ich wegen meiner psychischen labilen Situation wohl nicht in der Lage wäre jetzt die Umschulung zu schaffen. Komischerweise erzählt er mir beim Gespräch, das er eine Umschulung befürworten würde - auch in dem von mir angestrebten Beruf - und das er dies so an die SB weitergeben würde.
Nun fiel ich heute fast aus allen Wolken als die SB sagt, sie lehnt die Umschulung ab wegen meiner psychisch labilen Lage. Meine psychische momentane Situation hängt aber mit der Arbeitslosigkeit zusammen und ist auch nicht von Dauer, zumal ich in Psychotherapie bin und dies auch meiner Therpeutin gesagt habe. Ich weiß das die Umschulung für mich ein ganz neuer Schritt sein würde - ein positiver Schritt und nun wird mir dieser ein zweites Mal verbaut nur wegen dem Gutachten eines Psychologen der mit mir gerade mal 20 Minuten gesprochen hat und sich überhaupt kein Bild von mir machen kann in dieser kurzen Zeit.
Meine Fragen nun an euch:
1. die SB meinte plötzlich, ich könne gar keine Umschulung machen, weil ich keine Berufsausbildung habe. Warum sagt sie mir das jetzt, wo sie vorher meinte sie würde die Umschulung genehmigen, wenn der PD das auch so sehen würde? Eine Freundin von mir hat auch keinen beruflichen Abschluss und bekam nach langem hin und her eine Umschulung genehmigt. Kann ich demnach auch ohne Berufsausbildung eine Umschulung machen?
2. Kann man irgendwie und irgendwo Einspruch gegen diese Entscheidung einlegen?
3. An wen kann ich mich noch wenden bezüglich der Genehmigung einer Umschulung?
4. Welche Möglichkeiten / Alternativen gäbe es noch eine Art Umschulung oder Ausbildung zur Grafikdesignerin zu machen?
Ich muß dazu sagen, das ich ein normale Ausbildung auf Grund der finanziellen Lage wohl nicht machen könnte. Das Ausbildungsgehalt ist zu niedrig um davon leben zu können. Ich muß z.b. meine Medikamente (die teilweise teuer sind) selbst bezahlen. Eine Freundin bekommt ALG II + Fördergeld zur Umschulung. Würde ich dies bekommen wäre es mir möglich.
Ich sehe die Umschulung wirklich als Chance mein Können und Talent einzusetzen um beruflich voran zu kommen. Stattdessen lässt mich das Jobcenter nun weiterhin rumsitzen. Diverse Aushilfsjobs haben mich nicht weitergebracht und meine Berufsauswahl ist ziemlich eingeschränkt auch auf Grund der Erkrankungen. Grafikdesign wäre für mich der optimale Beruf, da ich mich privat damit befasse und somit schon Grundkenntnisse habe, zum anderen hätte ich da mit den chronischen Erkrankungen keine Probleme.
Wie kann ich nun die Arge davon überzeugen, das sie mir die Umschulung doch noch genehmigen? Das kann doch nicht nur von diesem psychologischen Gutachten abhängen, denn das Geld wäre ja meines Wissens vorhanden.
Bin jetzt wieder total geknickt, weil die Arge einfach nicht helfen mag. Wäre für Ratschläge und Hilfestellung sehr dankbar!
Gruß,
SpeedQueen