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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mindestbedarf pro Tag?


KatjaS
29.10.2005, 18:52
Hallo zusammen,

ich hatte irgendwo schon mal nen Thread angefangen bzgl. Klinik und so nen ganzen Kram. Den find ich leider nicht wieder und ich weiß auch nicht mehr, was ich da zum Schluß geschrieben habe.

Ich schildere euch kurz meine Sachlage: ich beziehe seit 1.1.05 ALG2 und hatte wie viele ander auch schon viel Ärger mit den Leuten. In einigen Tagen muss ich für längere Zeit in eine Klinik zu einer stationären Therapie. Hier im Forum habe ich erfahren, dass 35% von den 345€ gekürzt werden, weil man ja in der Klinik voll versorgt wird. Ich war daraufhin bei einer Arbeitslosenberatungsstelle, weil ich die Kürzung nicht einfach hinnehmen will. Denn meine Verbindlichkeiten und Verpflichtungen laufen ja weiter. Auf jeden Fall wurde mir in der Beratungsstelle gesagt, dass erst ab der 5. Woche gekürzt wird. Die kann ich in meinem Fall aber umgehen, weil ich nachweisen kann, dass ich auf die 35% angewiesen bin, die mir das Amt kürzen will. Denn zu meiner Therapie gehören Wochenenderprobungen, die ich machen muss. Und da zwischen der Klinik und meinem Wohnort 40km liegen, muss ich das ja auch zahlen. Mal ganz davon ab, dass ich mich an diesen Wochenenden auch verpflegen muss.

Jetzt meine Frage: Wie hoch ist der Mindesttagesbedarf in €? Die Frau in der Beratungsstelle sagte zu mir, dass ich pro Tag 5€ angeben soll und das ich auch für jedes WE im Monat so ne Wochenenderprobung angeben soll beim Arbeitsamt. Wenn ich ehrlich bin, dann hab ich aber Angst, dass die nen Nachweis sehen wollen oder so. Wenn es die auch eigentlich nichts angeht.

Ich hoffe, dass ist alles nicht zu wirr. Fragen beantworte ich gerne.

LG
Katja

Betroffener
30.10.2005, 02:41
Hallo Katja,

mit der Suche und Deinem Nick habe ich 2 Threads gefunden von Dir:

Akte verschwunden (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/viewtopic.php?t=13812&highlight=)
Mietkosten Essen - Herne - nicht weiter weiß (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/viewtopic.php?t=12510&highlight=)

Wenn man sich den ach so stolzen Regelsatz so ansieht, gehören gut 38% zur Ernährung (worauf sich auch die angesprochenen 35% Abzug wegen Vollverpflegung beziehen). Was auf die berühmten 30 Tage umgerechnet beim Westsatz 4,41 € täglich sind.

http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Regelsatzschluessel.gif

Ich habe keine Ahnung, wie da die Leute auf 5 € kommen, aber einen Versuch ist es allemal wert.
Überlicherweise müssen für eine stationären Aufenthalt pro Tag 10 € vom Kranken bezahlt werden in den ersten 28 Tagen. Erst danach könnte der Abzug ab der 5. Woche deswegen greifen - wenn Du nichts dagegen in der Hand hättest.

Für Deine spezielle Situation scheint mir die normale Sachbearbeitereben jedoch überfordert zu sein, sodaß Du Dich besser gleich mit dem Teamleiter darüber auseinandersetzen solltest.

KatjaS
30.10.2005, 08:38
Wenn man sich den ach so stolzen Regelsatz so ansieht, gehören gut 38% zur Ernährung (worauf sich auch die angesprochenen 35% Abzug wegen Vollverpflegung beziehen). Was auf die berühmten 30 Tage umgerechnet beim Westsatz 4,41 € täglich sind.

http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Regelsatzschluessel.gif

Ich habe keine Ahnung, wie da die Leute auf 5 € kommen, aber einen Versuch ist es allemal wert.

Weiß auch nicht, wie die Dame von der Beratungsstelle auf 5€ kam. War wohl von ihr auch nur nen Schätzwert oder so was.
Mit meiner Sachbearbeiterin beim JobCenter habe ich noch gar nicht gesprochen. Und wenn ich ehrlich bin, dann will ich das vor der Klinik auch nicht (mal ganz davon ab, dass mir da bis jetzt jeder von abgeraten hat). In der Klinik gibt es Sozialarbeiter, die bei solchen Sachen helfen. Mit denen will ich dann diesen Brief schreiben und zu meinem JobCenter schicken.


Überlicherweise müssen für eine stationären Aufenthalt pro Tag 10 € vom Kranken bezahlt werden in den ersten 28 Tagen. Erst danach könnte der Abzug ab der 5. Woche deswegen greifen - wenn Du nichts dagegen in der Hand hättest.

Ich bin von Zuzahlungen befreit. Soweit ich weiß, zählt da auch das Krankenhausgeld zu. Ich muss die 10€ pro Tag also nicht bezahlen.


Für Deine spezielle Situation scheint mir die normale Sachbearbeitereben jedoch überfordert zu sein, sodaß Du Dich besser gleich mit dem Teamleiter darüber auseinandersetzen solltest.

Wieso das denn? Ich mein, ich kenn die beiden Damen da auch nicht, weil ich zu denen noch nie musste und die auch erst seit ca. 6 Wochen "habe". Gehörte vorher zur U25-Fraktion.


Danke für deine Antwort

LG
Katja



P.S.: Wegen den beiden Threads...es gab noch irgendeinen. Da war das mit der Klinik auch Thema und ich wollte das als Info für alle weiterführen. Hatte da glaub ich mit einem StephanK oder so geschrieben.

Betroffener
30.10.2005, 12:48
@Katja,

ich weiss, dass es noch einen solchen Thread gab, habe den aber auch nicht gefunden, weil möglicherweise Du nicht der Thread-Eröffner warst.

Wenn Du von Zuzahlungen befreit bist, könnte natürlich das Amt wiederum auf die nette Idee kommen, die bewussten 35% doch wieder von Anfang an abzuziehen.

Insofern geht es hier möglicherweise um eine Ermessensfrage, wo Dich die Sachbearbeiter mit Sicherheit gegen die Wand laufen lassen werden in meiner Einschätzung. Daher der Hinweis, das auf dieser Ebene gar nicht erst zu versuchen, sondern gleich eine Ebene höher.

Ich kann zu 100% Deine Ressentiments nachvollziehen, aber da wirst Du trotzdem durch müssen - ob Du das nun willst oder nicht.