Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ALG I und neue Ausbildung?
Hallo!
Ich bekomme ab Dezember ALG I.
Es sieht in meinem Beruf eher schlecht aus.
Nun überlege ich, ob eine neue Ausbildung nicht besser wäre.
Denn Stellenangebote gab es im letzten halben Jahr vielleicht 4 Stück.
ALG I würde ja wegfallen. Hätte ich mit den 3 Jahren Ausbildung einen neuen Anspruch erworben?
Ich bin mir echt total unsicher...auf was soll ich warten...aber sieht es nach 3 Jahren besser aus???
LG Thelka
StephanK
06.12.2006, 13:41
Ob es nach drei Jahren besser aussehen wird, könnte Dir allenfalls ein Prophet beantworten. Ich bin keiner... :wink:
Die Frage ist ja aber wohl, wie Du eine komplette Neuausbildung finanzieren könntest. Berufsausbildungsbeihilfe gibt es nur für eine erstmalige Ausbildung, und Alg II gibt es dann auch nicht. Ausschließlich von einer Azubi-Vergütung zu leben ist aber ziemlich schwierig.
Ich denke, wenn Du nicht die ganze Ausbildungszeit vom selbst gesparten "zubuttern" kannst, ist der einzige Weg, dass die Ausbildung als berufliche Weiterbildung gefördert wird (der Begriff Weiterbildung ist recht weit und kann auch eine Neuausbildung erfassen). Das setzt aber voraus, dass die Bundesagentur Dein Ausbildungsziel als vielversprechend in puncto Einstellungschancen einschätzt. Du müsstest also einiges an Überzeugungsarbeit leisten.
Seebarsch
06.12.2006, 13:59
Hallo Thelka,
lass Dir doch bei der Agentur einen Termin zur Arbeitsberatung geben.
Vielleicht kannst Du mit dem Berater ja etwas erarbeiten und kannst, wie StephanK es sagte, über eine geförderte berufliche Weiterbildung etwas machen!
Gruß und Erfolg
:engel:
Ob es nach drei Jahren besser aussehen wird, könnte Dir allenfalls ein Prophet beantworten. Ich bin keiner... :wink:
Echt nicht? Ich könnte dringend einen gebrauchen...:sad:
Es würde echt hart werden mit der Ausbildungsvergütung, aber was probiert man nicht alles...
Es ist nur die Frage...hat das alles einen Sinn...?
Frustrierte Grüsse, Thelka
StephanK
06.12.2006, 14:25
Die Frage ist leider berechtigt.
Trotzdem denke ich, dass eine frische Ausbildung in einem einigermaßen nachgefragten Beruf besser ist als eine in einem Beruf, bei dem es keinen Bedarf (mehr) gibt.
Ich kann gut verstehen, dass man den Wunsch nach Sicherheit hat, wenn man einen solchen Schritt anpackt.
Als ich mein Studium anfing, kursierte auch der Spruch, dass man *** doch immer brauche usw. bla bla. Stimmt auch - nur spucken die Unis jedes Jahr doppelt so viel aus wie tatsächlich gebraucht werden. Und die, die Arbeit haben, ackern im Schnitt 50-60 Wochenstunden.
Ich hab' diesen Irrsinn nicht erfunden... :engel:
Die Frage ist leider berechtigt.
Trotzdem denke ich, dass eine frische Ausbildung in einem einigermaßen nachgefragten Beruf besser ist als eine in einem Beruf, bei dem es keinen Bedarf (mehr) gibt.
Das denke ich mir auch.
Ich kann nur hoffen das es mir nach der 2. Ausbildung nicht auch so geht wie mit der 1.
Wie lange muss man arbeitslos sein um eventuell eine "Weiterbildung" bezahlt zubekommen?
Seebarsch
06.12.2006, 14:42
Hallo Thelka,
da gibt es eigentlich keine Fristen.
Wenn der Bedarf besteht und der Vermittler zustimmt, bekommst Du einen Bildungsgutschein. Damit kannst Du dann einen Bildungsträger aussuchen.
Das musst Du aber alles mit dem Vermittler/in persönlich klären.
:razz:
StephanK
06.12.2006, 14:54
Wie lange muss man arbeitslos sein um eventuell eine "Weiterbildung" bezahlt zubekommen?Es gibt dafür keine feste Grenze. Der ganze Bereich der Weiterbildung ist so organisiert, dass die einzelne Arbeitsagentur einen bestimmten Jahresetat dafür hat und weitgehend selbständig entscheidet.
Der erste formale Schritt ist, dass die Notwendigkeit einer Weiterbildung anerkannt werden muss. Das ist natürlich von den Vermittlungschancen im ursprünglich erlernten und im angestrebten Beruf abhängig. Was ersteres angeht kannst Du selbst Informationen dadurch liefern, dass Du Deine erfolglos gebliebenen Bewerbungsaktivitäten dokumentierst und beim Beratungstermin der Arbeitsagentur vorlegst.
Ich denke, es ist wichtig, dass Du nicht signalisierst "das bisherige war nix, also will ich irgend was anderes anfangen", sondern zeigst, dass Du - trotz der Enttäuschung im bisherigen Beruf - einen Plan hast - und natürlich möglichst gute, arbeitsmarktbezogene Argumente dafür. Die Betonung liegt halt ausschließlich auf der Verbesserung Deiner Arbeitsmarktchancen (und nicht auf einem Beruf, der "mehr Spaß macht"), denn nur dafür darf Geld ausgegeben werden. Das gilt es, im "Hinterkopf" zu behalten.
Gutes Gelingen!
Der nächste Termin ist erst in 4-6 Wochen frei!:-x
Da wollte ich eigentlich mit der Ausbildung schon angefangen haben...
StephanK
07.12.2006, 14:20
Hmmm..... :patsch: *kopfkratz*
Was soll ich dazu noch schreiben?
Die Agentur ist die Agentur ist die Agentur.....
Eigentlich hatte ich gedacht, dass - nachdem das zahlreiche Alg II-Publikum in die ARGEn abgeschoben wurde - die Arbeitsagentur für das verbliebene Häuflien der Alg I-Kundschaft wirklich Zeit und sonstige Kapazitäten frei hätte.,,
Ich kann Dir ja nicht zum Agentur-stalking raten, denn das ist neuerdings strafbar. Aber falsch fänd' ich's nicht....
Hallo Stephan!
Du hättest meinen Blick sehen müssen! Ich dachte erst ich hätte es falsch verstanden.:-x
Eigentlich war ich kurz nach 8 Uhr da, weil ich der Meinung war ,dass könnte heute noch geklärt werden oder zumindest nächste Woche...
Pustekuchen!
Dafür darf ich einen Fragebogen zur Vorbereitung auf die Beratung ausfüllen?!:sensationell: Wozu bitte?
Den Fragebogen muss ich allerdings bis zum 15.12. abgeben...
LG Thelka:x
StephanK
07.12.2006, 17:42
Also zum "jauchzet, frohlocket"-Singen ist das noch lang nicht, aber wenigstens ist mal was in Bewegung gekommen und man hat Dich in voller Lebensgröße zur Kenntnis genommen - nebst Deinem Anliegen. DAS IST GUT ! :engel:
Mit dem Fragebogen musst Du Dir ja nicht BIS zum 15. Zeit lassen, was dann ein zusätzliches Signal ist, dass es Dir a) ernst ist und b) eilt. Letzteres würde ich mit Markierstift auch noch mal groß auf den Fragebogen schreiben.
Bleib am Ball! *daumendrück*
Seebarsch
07.12.2006, 18:41
Ja, ja die Arbeitsvermittlung.
Zwar wurde in der Agentur das Vermittlungspersonal massiv aufgestockt, obwohl nach Weggang der "Alg 2 Fälle" nur noch die Hälfte an Ratsuchenden da war, schneller geht es allerdings nicht.
Gerade für den Bereich der Arbeitsberatung wurde die Funktion des Arbeitsberaters, der ja auch in der Regel der Spezialist für die Fortbildung war, ersatzlos gestrichen und auf die vorhandenen Arbeitsvermittler verteilt.
Zudem gibt es nur noch einen terminierten Zugang zum Vermittler.
"Eilt-Fälle" kann man da getrost vergessen.
:patsch:
StephanK
07.12.2006, 19:45
"Eilt-Fälle" kann man da getrost vergessen.
:patsch:Und das soll dann wirtschaftsnah sein?
Es ist ja in Ordnung, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie man Beratungskapazitäten sinnvoll zuteilt, aber das Ergebnis scheint unflexibel und recht bürokratisch zu sein.
Initiative ab- oder gar ausbremsen ist eigentlich immer schlecht, egal, ob sie von Seiten der Arbeitsuchenden oder der Arbeitsplatzanbieter kommt.
Seebarsch
07.12.2006, 19:52
Hallo Stephan,
wie kommst Du denn auf die absurde Idee, die Arbeitsvermittlung und wirtschaftnah in einem Zusammenhang zu stellen? (Kicher).
In der Arbeitsvermittlung hat man immer noch verinnerlicht, dass es besser ist, Arbeitslosigkeit zu vermeiden als Arbeitslosigkeit zu verwalten.
Diese Möglichkeit zur Vermeidung war ja die grundlegende Idee zur Einführung der frühzeitigen Alo-Meldung!
:razz:
:engel:
Mit dem Fragebogen musst Du Dir ja nicht BIS zum 15. Zeit lassen, was dann ein zusätzliches Signal ist, dass es Dir a) ernst ist und b) eilt. Letzteres würde ich mit Markierstift auch noch mal groß auf den Fragebogen schreiben.
Bleib am Ball! *daumendrück*
Der Fragebogen ist ausfüllt, Lebenslauf als Anhang getackert und wird morgen gleich abgegeben!
Hoffnung mache ich mir trotzdem nicht! Dieses ständige Auf und ab, geht mir ganz schön auf die Nieren!:kotz:
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