funky
18.12.2006, 10:26
hallo!
als familienvater (1 kleinkind) in einer eheähnlichen gemeinschaft verzweifle ich mittlerweile an einer himmelschreienden ungerechtigkeit.
die existenz meiner familie ist gefährdet, da meine partnerin nur 750 euro netto verdient.
zu den vorkommnissen.
ich war 4,5 jahre in einer firma als einziger arbeitnehmer beschäftigt und musste dort eigenverantwortlich meine arbeiten erledigen. festgelegt im arbeitsvertrag war lediglich eine 40 std. woche.
laut arbeitgeber hiess mein arbeitszeitmodell 'gleitzeit'.
was in der praxis bedeutete, dass ich keine geregelten arbeitszeiten hatte, keine geregelten pausenzeiten ect. im gegenzug musste ich jeden sonntag (ohne bezahlung der zuschläge), feiertags oder auch am abend arbeiten.
regelmässig kam es vor, dass ich früh 4:00 uhr anfing, bis mittag arbeitete und dann mehrere stunden pause machte, weil ich am abend noch einige arbeiten erledigen musste.
ich sollte und konnte meine pausenzeiten selbst bestimmen!
4,5 jahre lief das ohne probleme..
bis ein ehemaliger angestellter meines chefs seinen arbeitsplatz verlor und wieder zur verfügung stand.
dieser hatte einst selbst die firma verlassen, kam mit dem arbeitgeber privat ganz gut aus und kostete vermutlich auch weniger..
man könnte sagen, er war bequemer, da er im gegensatz zu mir nicht mal die bezahlung der gesetzlichen feiertage forderte.
ok, ich wurde also gekündigt. mündl. begründung, 'da eine zusammenarbeit nicht mehr möglich ist'.
in der 2 tage später folgenden schriftlichen kündigung stand keine begründung, nur der hinweis 'wie bereits mündlich mitgeteilt'
ich meldete mich rechtzeitig arbeitslos, liess die arbeitsbescheinigung ausfüllen und einigte mich mit dem arbeitgeber auf ein ordentliches auseinandergehen.
ich erledigte also meine arbeit bis zum letzten tag zuverlässig und zufriedenstellend, investierte freizeit um die unterlagen für meinen nachfolger vorzubereiten..
als ich die arbeitsbescheinigung erhielt, fiel mir auf, dass auf dieser keine gründe für die kündigung eingetragen waren, nur der hinweis 'schriftlich durch arbeitgeber'
ich gab die bescheinigung so ab und am nächsten morgen lag schon der sperrbescheid in meinem briefkasten!
begründung der sperrzeit (12 wochen):
sie haben ihre beschäftigung.....verloren, weil sie lt. auskunft ihres ehemaligen arbeitgebers eigenmächtig ihre mittagspausen verlängert haben und noch andere vorfälle aufgetreten sind.
so und nun hat man mit einem schlag schlechte karten! ich habe zwar unverzüglich widerspruch eingelegt, habe meinen ehemaligen arbeitgeber schriftlich und telefonisch aufgefordert, diese angaben richtig zu stellen..aber was wird das nützen?
mein ehem.arbeitgeber behauptet, er wurde angerufen und hätte nur gesagt: 'zusammenarbeit nicht mehr möglich' und er versprach bei der agentur anzurufen und das richtig zu stellen..
dass er lügt ist wohl erkennbar und deswegen kann ich nicht darauf setzen, dass er sich drum kümmert...
wie auch? einen tag diese meldung und am nächsten tag ne andere..
charakterlich schätze ich ihn so ein, dass gar nichts tun wird..
was kann ich also tun? der widerspruch wird wohl eh abgelehnt..ich kann meine aussage nicht belegen..und in der regel glaubt man dem arbeitgeber.
bis zum sozialgericht vergeht zu viel zeit..bis dahin bleibt mir und meiner familie die existenzgrundlage entzogen..
wer hat für mich nützliche tips? ich bin für jeden hinweis dankbar!
mfg!
jörg
als familienvater (1 kleinkind) in einer eheähnlichen gemeinschaft verzweifle ich mittlerweile an einer himmelschreienden ungerechtigkeit.
die existenz meiner familie ist gefährdet, da meine partnerin nur 750 euro netto verdient.
zu den vorkommnissen.
ich war 4,5 jahre in einer firma als einziger arbeitnehmer beschäftigt und musste dort eigenverantwortlich meine arbeiten erledigen. festgelegt im arbeitsvertrag war lediglich eine 40 std. woche.
laut arbeitgeber hiess mein arbeitszeitmodell 'gleitzeit'.
was in der praxis bedeutete, dass ich keine geregelten arbeitszeiten hatte, keine geregelten pausenzeiten ect. im gegenzug musste ich jeden sonntag (ohne bezahlung der zuschläge), feiertags oder auch am abend arbeiten.
regelmässig kam es vor, dass ich früh 4:00 uhr anfing, bis mittag arbeitete und dann mehrere stunden pause machte, weil ich am abend noch einige arbeiten erledigen musste.
ich sollte und konnte meine pausenzeiten selbst bestimmen!
4,5 jahre lief das ohne probleme..
bis ein ehemaliger angestellter meines chefs seinen arbeitsplatz verlor und wieder zur verfügung stand.
dieser hatte einst selbst die firma verlassen, kam mit dem arbeitgeber privat ganz gut aus und kostete vermutlich auch weniger..
man könnte sagen, er war bequemer, da er im gegensatz zu mir nicht mal die bezahlung der gesetzlichen feiertage forderte.
ok, ich wurde also gekündigt. mündl. begründung, 'da eine zusammenarbeit nicht mehr möglich ist'.
in der 2 tage später folgenden schriftlichen kündigung stand keine begründung, nur der hinweis 'wie bereits mündlich mitgeteilt'
ich meldete mich rechtzeitig arbeitslos, liess die arbeitsbescheinigung ausfüllen und einigte mich mit dem arbeitgeber auf ein ordentliches auseinandergehen.
ich erledigte also meine arbeit bis zum letzten tag zuverlässig und zufriedenstellend, investierte freizeit um die unterlagen für meinen nachfolger vorzubereiten..
als ich die arbeitsbescheinigung erhielt, fiel mir auf, dass auf dieser keine gründe für die kündigung eingetragen waren, nur der hinweis 'schriftlich durch arbeitgeber'
ich gab die bescheinigung so ab und am nächsten morgen lag schon der sperrbescheid in meinem briefkasten!
begründung der sperrzeit (12 wochen):
sie haben ihre beschäftigung.....verloren, weil sie lt. auskunft ihres ehemaligen arbeitgebers eigenmächtig ihre mittagspausen verlängert haben und noch andere vorfälle aufgetreten sind.
so und nun hat man mit einem schlag schlechte karten! ich habe zwar unverzüglich widerspruch eingelegt, habe meinen ehemaligen arbeitgeber schriftlich und telefonisch aufgefordert, diese angaben richtig zu stellen..aber was wird das nützen?
mein ehem.arbeitgeber behauptet, er wurde angerufen und hätte nur gesagt: 'zusammenarbeit nicht mehr möglich' und er versprach bei der agentur anzurufen und das richtig zu stellen..
dass er lügt ist wohl erkennbar und deswegen kann ich nicht darauf setzen, dass er sich drum kümmert...
wie auch? einen tag diese meldung und am nächsten tag ne andere..
charakterlich schätze ich ihn so ein, dass gar nichts tun wird..
was kann ich also tun? der widerspruch wird wohl eh abgelehnt..ich kann meine aussage nicht belegen..und in der regel glaubt man dem arbeitgeber.
bis zum sozialgericht vergeht zu viel zeit..bis dahin bleibt mir und meiner familie die existenzgrundlage entzogen..
wer hat für mich nützliche tips? ich bin für jeden hinweis dankbar!
mfg!
jörg