Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ABM/1€-job sanktionen??
darkflyer100
22.12.2006, 09:07
ihr lieben, ich hab mal wieder eine frage an die fachleute.
und zwar: ich habe eine abm angeboten bekommen (bin alg II-empfänger), die zwar meiner ausbildung, aber nicht meinen fähigkeiten entspricht.
ich will sie daher nicht annehmen, da ich fürchte, den gestellten anforderungen nicht zu genügen.
nun habe ich noch einen 1€-job in aussicht, den ich gern machen will. kann ich, indem ich den 1€-job annehme.
möglichen sanktionen entgehen?
was meint ihr? ich lehne zwar eine maßnahme ab, nehme aber eine andere dafür an.
meint ihr, das würde funktionieren??
vielen dank für die antworten
liebe grüße
dark
StephanK
22.12.2006, 10:14
Hallo,
Du hast Deinen Beitrag in einem der Foren zu Alg I geschrieben, deswegen habe ich ihn hierher verschoben.
Es wundert mich, dass Dir gleichzeitig zwei Maßnahmen angeboten werden (oder hast Du selbst nach dem 1-€-Job gesucht?).
Beide Maßnahmen sind gleichrangig und vor allem keine normalen Arbeitsstellen, so dass andere Regeln gelten.
Ich denke, dass das nur im Gespräch mit Deinem Fallmanager (oder wie sonst diese Person bei Euch heisst) zu klären ist. Dein Fallmanager wird vernünftigerweise überlegen, mit welcher Maßnahme Du dem Ziel näher kommst, wieder richtige Arbeit zu finden. Unter diesem Blickwinkel dürfte die ABM besser sein, denn die 1-€-Jobs sind in der Regel Sackgassen, was die berufliche Entwicklung betrifft.
Du schreibst, dass die ABM-Stelle Deiner Ausbildung, aber nicht Deinen Fähigkeiten entspreche. Ich weiss nicht genau, wie Du das meinst, aber wenn Dir schon etwas angeboten wird, das zu Deiner Ausbildung passt, ist es dann nicht besser, in's "kalte Wasser zu springen"? Es wird Dich voraussichtlich einige Anstrengung kosten, um "wieder 'rein zu kommen", aber ist das nicht besser, als fachfremd irgendeine (vermutlich sehr einfache) Tätigkeit in einem 1-€-Job zu übernehmen, an dessen Ende nichts steht als ein neues Nichts? In Deinem Lebenslauf macht es sich allemal besser, wenn Du eine eher anspruchsvolle Tätigkeit als ABM anführen kannst als einen 1-€-Job, von dem jeder weiss, dass er (jedenfalls oft) nichts als eine Art "Beschäftigungstherapie" ist.
Vielleicht überlegst Du Dir das noch mal...
Betroffener
22.12.2006, 14:22
Tja,
ohen zu wissen, um was für eine ABM-Massnahme es sich da handelt, kann wohl kaum einer einen guten Rat geben.
Grundsätzlich gilt wohl nach wie vor, dass wirkliche ABM-Massnahmen inzwischen sehr dünn gesät sind und in den durchaus meisten Fällen finanziell erheblich besser ausgestattet sind (bis hin zum sozialversicherungspflkichtigen Arbeitsvertrag - aber ohne Erwerb eines neuen Arbeitslosengeldanspruches).
Die Frage der Überforderung sehe ich nicht wirklich - sondern eher die Frage, was das eine eine oder andere für Dich persönlich unterm strich wirklich bringt.
Der EEJ bringt ausser ein paar Euro mehr im Portemonnaie über 6 Monate überhaupt nichts - beim ABM sehe ich immerhin eine Chance auf einen möglichen Job durch Erweiterung des Wissenshorizontes dank der Massnahme.
Grundsätzlich muss Dein Sachbearbeiter jedoch zustimmen - was ich mir jedoch kaum vorstellen kann bei einer ABM-Massnahme (die meist richtig Geld kostet).
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