PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nebenerwerbstätig und beziehe zudem noch hartz 4


sonja77
02.01.2006, 08:30
hallo,
ich bin nebenerwerbstätig und beziehe zudem noch hartz 4.
jetzt bekam ich ein schreiben vom landratsamt das ich bei der neuen chance angemeldet sein für eine massnahme die vollzeit zu absolvieren ist.

zudem bin ich aufgefordert worden das ich bis ende feb. meine finanzielle situation in der selbständigkeit erheblich verbessern sollte.
wenn nicht zwingen sie mich zur aufgabe der selbständigkeit.
frage. dürfen sie mich dazu zwingen wenn ich versuche mich damit über wasser zu halten?

wie soll ich meine situation erleblich verbessern wenn ich in eine massnahme soll und dann keine zeit mehr für mein gerwerbe habe.

das wiederspricht sich doch

border
02.01.2006, 12:39
Hallo Sonja,

so wie ich meine zu wissen ist eine Nebenerwerbstätigkeit neben einer Vollzeitstelle erlaubt. Das heißt das eine Nebenerwerbstätigkeit neben einer Vollzeitarbeitstelle möglich ist.

Also mußt Du wohl oder übel an dieser Maßnahme teilnehmen.

Die Aufforderung bei Deiner Selbständigkeit mehr verdienen zu sollen, ist hiervon unabhängig.

Anscheinend wirft dein Nebengewerbe nicht genug ab, und das Amt das dieses wahrscheinlich fördert denkt es lohne sich nicht mehr dieses zu unterstützen.

Ich würde Dir empfehlen mit deinem Ansprechpartner noch mal über dein Gewerbe zu sprechen und ihn um eine Verlängerung der Anlaufzeit deines Gewerbes (in der DU dich Vollzeit darum Kümmern kannst)
zu bitten, da auch erst dann mehr Einnahmen zu erwarten sind.

MfG

border

sonja77
02.01.2006, 15:35
Hallo Sonja,

so wie ich meine zu wissen ist eine Nebenerwerbstätigkeit neben einer Vollzeitstelle erlaubt. Das heißt das eine Nebenerwerbstätigkeit neben einer Vollzeitarbeitstelle möglich ist.

Also mußt Du wohl oder übel an dieser Maßnahme teilnehmen.

Die Aufforderung bei Deiner Selbständigkeit mehr verdienen zu sollen, ist hiervon unabhängig.

Anscheinend wirft dein Nebengewerbe nicht genug ab, und das Amt das dieses wahrscheinlich fördert denkt es lohne sich nicht mehr dieses zu unterstützen.

Ich würde Dir empfehlen mit deinem Ansprechpartner noch mal über dein Gewerbe zu sprechen und ihn um eine Verlängerung der Anlaufzeit deines Gewerbes (in der DU dich Volleit darum Kümmern kannst)
zu bitten, da auch erst dann mehr Einnahmen zu erwarten sind.

MfG

border

was heißt denn hier unterstützen?
hartz 4bekommt ja wohl jeder der hilfebedürftig ist. und ich hab mich in meiner arbeitslosigkeit dazu entschlossen mich selbständig zu machen weil ich nicht weiter vom staat leben wollte. aber so wie sie es jetzt von mir verlangen und mich unter druck setzen geht es eben nicht. schnell ist noch niemand reich geworden. wenn man keine krummen dinger macht

border
02.01.2006, 16:36
was heißt denn hier unterstützen?
hartz 4bekommt ja wohl jeder der hilfebedürftig ist. und ich hab mich in meiner arbeitslosigkeit dazu entschlossen mich selbständig zu machen weil ich nicht weiter vom staat leben wollte. aber so wie sie es jetzt von mir verlangen und mich unter druck setzen geht es eben nicht. schnell ist noch niemand reich geworden. wenn man keine krummen dinger macht

das ALG2 jeder bekommt der hilfedürftig ist bestreitet hier auch niemand.

wenn Du schreibst daß du selbständig bist gehe ich davon aus das Du zu deinen AlG2 Leistungen Einstiegsgeld bekommst. -Und das ist eine zusätzliche Unterstützung.

Fall nicht wäre Deine Nebenerwerbstätigkeit reine Privatsache in die sich das AMt nicht einzumischen hat, b.z.w. Du keinen Nachteil davon hättest das Du dieser nachgehst, dann kann niemand Dich unter Druck setzen.

ich denke keiner lebt gerne vom Staat. Aber alle Aufregung hilft Dir nichts solange Du nicht versuchst deine Situation auf dem Amt zu klären.

- und das kann Dir hier keiner abnehmen.

MfG

border

sonja77
02.01.2006, 17:15
genau das wollte ich wissen. um meine situation zu verbessern wollte ich damit nur erreichen das ich dem amt damit etwas entlaste. ich bekomm kein einstiegsgeld. wußte bis eben garnicht was das ist. das wollte ich eben wissen ob sie es mir verbieten können es zu betreiben. ich hab meine situation dort schon deutlich gemacht aber sie meinten das es bei der enormen aufwendung die ich wohl hätte sich nicht lohnen würde. zumal ich ja immernoch hartz 4 von denen bekomme. würde ich es hauptgewerblich machen, dann wäre es denen egal. aber dazu wirft es halt zuwenig ab.

dunkelbunt73
02.01.2006, 19:26
Hallo Sonja,

also ganz verstehe ich das auch nicht. Bei mir lief es mal ähnlich, aber es war nicht unter Zwang, wie es bei Dir offensichtlich zu sein scheint.

Ich hatte auch ca. drei Monate Hartz IV bezogen, mich weiterhin auf "normale" Job beworben (wie jahrelang zuvor auch), aber nichts bekommen. Bei der ARGE wollte ich immer einen Termin von wegen Qualifizierungsmaßnahme oder ähnliches, aber ich kam einfach nicht durch mit meinem Anliegen (war auch gerade die ganze Umstrukturierungs-Zeit). Dann bekam ich die Möglichkeit, auf Honorarbasis dazu zu verdienen, was ich auch gemacht habe. Ich glaube, ich hatte gerade meinen ersten Auftrag angenommen, da hat sich die ARGE bei mir gemeldet, am nächsten Tag sollte ich zu einem Termin erscheinen. Ich dachte nur: super!!!

Die Sachbearbeiterin war dann allerdings super nett, fand meine Eigenbemühungen toll und lobenswert - endlich mal Anerkennung!!! Allerdings hat sie mich auch ernsthaft danach gefragt, ob ich denn meine, dass mir diese Honorartätigkeit Perspektiven bietet. Haha, natürlich nicht. Wie viel man als Selbständiger verdienen muss, um finanziell wirklich alles auf die Reihe zu kriegen, auch in Krankheitszeiten, bei mangelnden Auftragslagen usw. - soziale Absicherung gleich Null, da braucht man schon entsprechende Honorare. Sie meinte dann, ich könne das gerne so weiter machen, aber falls ich ich einen 1-Euro-Job möchte ... . Ich habe mir die Zusatzjob-Angebote dann angesehen, das meiste war Ober-Schrott, wohlgemerkt für mich persönlich, Qualifizierung gleich Null. Und dann kam es, an allerletzter Stelle an der Wand: sozialwissenschaftliche Mitarbeit. Geil. Bin dann noch mal rein, wollte eigentlich nur kurz nachfragen über das wie und und wo, schon war ich als Bewerber registriert. Gab keinen Weg mehr zurück - und das war auch gut so.

Habe ein halbes Jahr auf 2-Euro-Job-Basis dort gearbeitet, seit Mitte November einen befristeten Vertrag dort bekommen (ABM-Stelle). Finanziell ist es erträglich., aus dem blöden ALG-II-Bezug bin ich auch (erst mal) draußen. Habe dort selbst auch keine Perspektiven, weil Einstellungsstopp ist, aber zumindest habe ich momentan einen Job, der mir Spaß macht und mit einem entsprechenden Zeugnis, weiß wer weiß - vielleicht klappt es doch noch mal mit einem richtigen Job.

Ich weiß nicht, um was für eine Qualfiizierungsmaßnahme Vollzeit es sich bei Dir handelt. Ist es ein Zusatzjob, sind eigentlich ohnehin nur 30 Stunden die Woche legitim - die andere Zeit muss für Bewerbungen frei stehen. Das stand damals bei meinem Vorstellungsgespräch auch zur Diskussion, weil ich 38,5 Stunden kommen sollte. Mir fiel es zuerst auch nicht leicht, denn immerhin hatte ich ja was an Land gezogen und hatte auch echt Probleme damit, nach 6 Wochen wieder zu sagen Sorry, nehme jetzt doch keine Aufträge mehr an. Denn was ist nach einem halben Jahr? Und im Prinzip denke ich, sollte es vorrangig sein, (zumindest mal ) einen Fuß in der Tür des ersten Arbeitsmarktes zu haben. Allerdings nicht in jedem Fall, denn meine Qualifizierungsmaßnahme - das war mir auch klar - bringt mir persönlich langfristig vermutlich mehr für meine berufliche Integration.

Also war es für mich richtig. Wenn Du aber Chancen mit deiner Selbständigkeit siehst, solltest Du Dich dafür einsetzen. Bis man einige Auftraggeber zusammen hat, das braucht seine Zeit. Und dann finde ich es eine Sauerei, Dein Unternehmen Zukunft einfach so abzuwürgen. Wofür gibt es denn dann bitteschon eine 2-jährige Förderung für Ich-AGs? Doch nur, weil sie wissen, dann es eben dauert, bis man sich etabliert hat und sich selbst finanzieren kann. Bei einem Zusatzjob würde ich an Deiner Stelle dann darauf bestehen, dass Du nur die 30 Stunden kommen musst, dann bleibt dir immerhin noch etwas Zeit.

Aber pass wirklich auf und kalkulier es gut für Dich durch. Ich finde das teilweise auch echt abgefahren mit diesen Ich-AGs. Da wurden Leute in die Selbständigkeit gedrängt, die mit ihrer Dienstleistung vielleicht auch 8 Euro die Stunde kommen. So was kann niemals gut gehen - wenn die Förderung weg ist, war's das.

Ich wünsche Dir Glück, dass Du mit deinem/r Sachbearbeiter/in reden kannst. Weise ihn/sie doch mal darauf hin, dass die Möglichkeit vom Gesetzgeber ausdrücklich eingeräumt worden ist, auch den Weg der Selbständigkeit zu versuchen, um aus dem Bezug raus zu kommen. Vielleicht zählt auch das Kostenargument: Maßnahme = AlG II plus weitere Kosten für die ARGE / selbständiges Einkommen = Alg II minus dem Betrag, den du von deinem Verdienst abgeben musst. Sollten sich eigentlich über jeden freuen, der ihnen ein bisschen weniger kostet.

Aber schau Dir die Maßnahme, die sie dir vorschlagen, genau an und leg dann ggf. Deinen Stolz ab (das war damals bei mir ein wichtiger Grund, glaube ich), wenn sie Dir langfristig was bringen sollte.

Alles Liebe, Luna

sonja77
03.01.2006, 06:27
hallo dunkelbunt,
danke für deinen beitrag.
ich muß hierzu sagen das es keine quaifizierungsmassnahme ist von dem ich hier spreche sondern lediglich nur eine einrichting für diejenigen die hartz 4 beziehen aber keine arbeit mehr finden. sie arbeiten sozusagen für ihr hartz 4. ich war da schonmal drin und wurde, da ich aus dem verkauf komme auch in dem bereich verkauf wieder reingesteckt. sie haben direkt nebendran ein second hand laden wo man sich dann austoben kann. es bringt mich aber keinen schritt weiter. wieso soll ich meine zeit dort verplempern wenn mir eh als hilfebedürftige hartz 4 zusteht als lieber die zeit dafür zu nutzen um meiner selbständigkeit nachzuegehen für die ich zusätzlich noch entlohnt werde. ich habe auch gedacht das ich durch meinen arbeitswillen egal wieviel dabei rumkommt denen zeige das ich nicht nur da sitze bis ich mal vermittelt werde sondern mich um arbeit bemühe. und wenn es aus meiner selbstädnigkeit heraus ist. für meine verhältnisse läuft mein gewerbe schon sehr gut. und wenn sie mir jetzt praktisch aufzwingen es aufzugeben dann war meine bemühung und harte arbeit sozusagen für den ar...und das lasse ich nicht zu.

dunkelbunt73
03.01.2006, 18:31
Hi Sonja,

habe in meinem Beitrag wohl ziemlich ausschweifend von mir gesprochen, hatte wohl ein ziemliches Redebedürfnis. Aber ich dachte doch, der Bezug zu Dir wäre noch gegeben :).

Das, was du beschreibst, finde ich ziemlich seltsam, denn für Hartz IV bzw. ALG II muss niemand arbeiten. O.k., es gibt die Möglichkeit, Leute in 1-Euro-Jobs zu "zwingen" (falls es ganz, ganz bescheuert läuft, vielleicht auch einfach in irgendwas), doch dann bekommst Du zumindest eine Mehraufwandsentschädigung dafür in Form von 1-2 Euro die Stunde, und die ist zusätzlich zur Leistung.

Vielleicht kannst Du es mir doch noch etwas näher erklären?

Gruß, Luna

sonja77
03.01.2006, 21:03
also das ist das kolping bildungswerk in würzburg
dort gibt es einen bereich was sich " Neue Chance " nennt. dort sollte man eigentlich die möglichkeit bekommen in dem bereich wo man mal gearbeitet hat sich wieder einzufinden oder fehlende lücken zu füllen.
aber da es sich hier um keine massnahme in diesem sinne handelt wo ich etwas dazu lernen kann weil es ein second hand laden ist und dort hauptsächlich selber nur hausfrauen arbeiten, sehe ich keinen sinn darin meine zeit darin zu verschwenden weil ich nichts dazu lerne. es fördert mich da nicht. im gegenteil es hindert mich daran meine selbständigkeit nachzugehen und somit wäre ich wieder voll hilfebedürftig.
wenn ich mich jetzt bei dem landratsamt abmelde und mein gewerbe als hauptgewerbe ummelde steht mir dann ihrendwie ein zuschuss zu? ich meine könnte ich das beantragen? weil ich die miete nicht ganz zusammenbekomme. zum leben reicht es was ich verdienen würde. nur die miete würde dann eng