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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche Tipps fürs erfolgreiche Beantragen einer Umschulung


Hotte
05.01.2006, 10:27
Hallo,

erst einmal ein frohes neues Jahr, mit weniger Sorgen und dafür mehr Jobs für alle.

Ich bin neu hier im Forum und interessiere mich für den Austausch zum Thema Umschulung.

Ich bin 38, ALG II steht bald vor der Tür und ich möchte eine Umschulung im Bereich Fremdsprachen oder im Bereich EDV machen, habe aber von allerhand negativen Erfahrungen gehört.

Zum einen was das Beantragen von Umschulungen angeht, und zum anderen, was die Bildungsträger angeht. (Ein Bekannter machte eine Umschulung zum IT-Irgendwas und der Dozent, der den Rechner auseinander und wieder zusammen bauen ließ, hatte kein Problem damit die Platinen, wie Pappkartons, ohne Schutz und dafür mit Schmackes auf dem Tisch zu stapeln). Dann habe ich noch von einem A-Losen gehört, der zu einer Umschulung genötigt wurde, die er gar nicht beantragt hatte (als Wachschutz-Kraft).

Um solchen Szenarien zu entgehen bzw. um sicher zu gehen, nicht schon beim Beantragen abzublitzen, suche ich nach Erfahrungen von Leuten, die seit Einführung von Hartz IV eine Umschulung beantragt haben, die dann entw. bewilligt oder abgelehnt wurde.

Habe gehört, dass es auch sehr von der „Laune“ des Fallmanagers abhängt. Und mein FM hat die Ausstrahlung eines Kühlschranks.

Freue mich auf regen Austausch.

border
05.01.2006, 12:17
Hallo Hotte,

auf jeden Fall solltest Du dich um eine Umschulung vor Inkraftreten vor ALG2 kümmern.

Ich weiß nicht was DU bis jetzt beruflich gemacht hast, ein guter Grund für eine Umschulung sind immer gesundheitliche Gründe.

Und von negativen Erfahrungen sollte man sich nicht beeinflussen lassen.

Vor allem eins ist wichtig das DU auch weißt in welche Richtung deine Umschulung gehen soll, -denn nichts ist schlimmer als hinterher zu sagen hätte ich mal was anderes gemacht.

Auch sind die ARt derUmschulungsgründe ein Garant für die Genehmigung einer solchen.

MfG

border

Hotte
05.01.2006, 13:04
Hallo Border,

danke für die schnelle Antwort.

Ich habe vor vielen Jahren den Beruf der staatl. gepr. Fremdsprachenkorrespondentin gelernt, aber weil der damals so wenig Geld gebracht hat, hauptsächlich in der Gastronomie gearbeitet. Danach als - wie man das heute nennt - Office Managerin und schlechtbezahlte Dozentin für Englisch (Anfängerklassen).

Ob das zeitl. noch etwas vor meinem "Reinfall" in ALG II wird, wage ich zu bezweifeln.

Gesundheitl. etwas anzuführen wird vielleicht auch schwierig. Mein kerngesunder Zustand ist zu offensichtlich... Vielleicht sollte ich es auf die Psyche schieben?

Was erschwert sich denn durch ALG II? Ich verstehe nicht wirklich, warum sich an dem "Kunden" dadurch etwas ändert. Müsste es nicht so sein, dass gerade dann nach verstärkten Möglichkeiten gesucht werden sollte?

Vielen Dank jedenfalls, und vielleicht fällt dir ja noch hierzu etwas ein.

border
05.01.2006, 15:01
Hallo Hotte,

die ARGE neigt nach meiner Erfahrung seltener dazu Umschulungen zu fördern wie das AA. Höchstwahrscheinlich wirst DU bei einer Förderung durch das AA auch höhere Leistungen erhalten.

Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen das beim AA mehr Menschen arbeiten die sich beser mit dieser Materie auskennen. Außerdem ist die ARGE eher mit Maßnahmen betraut die auf Langzeitarbeitslose zugeschnitten sind.

-evtl. würde für dich auch eine Fort/Weiterbildung in Betracht kommen, kenne mich in deinem Bereich leider nicht so aus.

Natürlich kann es auch sein das durch psychische Probleme eine Umschulung erforderlich wird.
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so jetzt was was ich nicht sicher weiß, bzw. was ich gerne bestätigt bzw. dementiert haben möchte:

Auch habe ich gelesen daß das AA einen Austeuerungsbetrag in Höhe von 10.000 Euro an die ARGE abführen muß falls man ALG2 Bezieher wird.

- das wäre für das AA evtl. ein positiver Anreiz zu Gunsten eines Umschulungssuchenden zu entscheiden.

ist nur so ein Gedanke von mir, - könnte sein oder?

MfG

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StephanK
05.01.2006, 17:11
so jetzt was was ich nicht sicher weiß, bzw. was ich gerne bestätigt bzw. dementiert haben möchte:

Auch habe ich gelesen daß das AA einen Austeuerungsbetrag in Höhe von 10.000 Euro an die ARGE abführen muß falls man ALG2 Bezieher wird.

- das wäre für das AA evtl. ein positiver Anreiz zu Gunsten eines Umschulungssuchenden zu entscheiden.

ist nur so ein Gedanke von mir, - könnte sein oder?Das ist schon ganz richtig so! Dieser Aussteuerungsbetrag ist als "Strafgebühr" für die Arbeitsagentur gedacht, wenn sie es innerhalb eines Jahres nicht geschafft hat, einen Arbeitslosen zu vermitteln.
Und warum sollte man als Alg-Bezieher nicht mal damit "winken"?

Betroffener
05.01.2006, 20:51
Leider wird das überhaupt nichts bringen.

Hier handelt es sich um eine verfassungswidrige Staatsfinanzierung aus den Mitteln der Arbeitslosenversicherung - zu der unter anderem auch die Verringerung der Anspruchszeiten von 32 auf max. 18 Monate beim ALG I erforderlich war (obwohl da mehr gespart wird als nur die 10.000 € Aussteuerbetrag).

Trotzdem kommen da so rund 7 Milliarden € für das Jahr 2005 bei rum, die aus der Arbeitslosenversicherung geklaut wurden.

Zu ALG II fliesst da aber nichts, sondern das geht direkt in die Staatskasse und von da aus wieder in verschieden Töpfe.

So finanziert sich praktisch jeder seinen ersten Teil ALG II praktisch selber (zumal er nach der alten Regelung vielfach noch das höhere ALG I bekommen hätte).

Hotte
06.01.2006, 10:58
Tja, dann danke ich erst einmal für die Tipps und Infos, und schaue, was sich machen lässt. Melde mich, wenn ich noch etwas Neues beisteuern kann.

Viele Grüße, Hotte