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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HartzIV + Reha


mad1979
13.04.2005, 18:25
Hallo,
Ich bin im Arbeitsamt seit Februar als Breufsunfähig eingestuft. Also eigentlich in der Reha-Abteilung.

Normalerweise habe ich ja da jetzt ein Recht auf ne Umschulung, oder?

Schön und gut, hatte eigentlich alles seitens des AA zusammen (Umschulungsplatz, Ärztliches Gutachten, Psychologisches Gutachten...) und hab jetzt den Ablehnungsbescheit bekommen, mit der Begründung im gewählten Berufszweig werden keine Stellen gesucht.

Hmm, dachte ich: in welchem Berufszweig werden überhaupt Stellen gesucht, die nicht aus dem derzeitigen Arbeitslosentopf gefüllt werden können?

Egal, War bei meinem Reha-Fritzen, der mir sagte das es wegen den Finanziellen Mittel nicht genemigt wurde. (standen zu dem Zeitpunktnoch nicht fest) Und hab erst mal Wiederspruch gegen den Ablehnungsbescheid eingelegt.

Kann mir jemand nen Tip geben, wie ich vieleicht trotsdem die Umschulung bekomme?

Dange schon mal für die Antworten, FG,
MAD

Betroffener
13.04.2005, 19:52
Hallo,
Ich bin im Arbeitsamt seit Februar als Breufsunfähig eingestuft. Also eigentlich in der Reha-Abteilung.
Normalerweise habe ich ja da jetzt ein Recht auf ne Umschulung, oder?

Schön und gut, hatte eigentlich alles seitens des AA zusammen (Umschulungsplatz, Ärztliches Gutachten, Psychologisches Gutachten...) und hab jetzt den Ablehnungsbescheit bekommen, mit der Begründung im gewählten Berufszweig werden keine Stellen gesucht.
Tja - schon bei bei ALG-I sind die mit längerfristigen Weiterbildungen und Maßnahmen wegen der kürzeren Zajlungsdauer schon sehr restriktiv geworden und um so mehr bei ALG-II Empfängern, wo mehr auf 1-Euro Jobs, Mini- und Midi-Jobs gesetzt wird.
Hmm, dachte ich: in welchem Berufszweig werden überhaupt Stellen gesucht, die nicht aus dem derzeitigen Arbeitslosentopf gefüllt werden können?
Hiermit scheinst Du die Problematik treffend beschrieben zu haben. Ketzerisch gefragt: Warum sollte also die BA trotzdem Maßnahmen einleiten, wenn ihr von vornherein klar ist, daß es weder bei Dir noch bei zig anderen zu keiner Einstellung kommen kann nach eine teuren Reha- oder sonstigen Umschulung oder Wieterbildung ?
Egal, War bei meinem Reha-Fritzen, der mir sagte das es wegen den Finanziellen Mittel nicht genemigt wurde. (standen zu dem Zeitpunktnoch nicht fest) Und hab erst mal Wiederspruch gegen den Ablehnungsbescheid eingelegt.
Widerspruch ist immer gut - damit müssen die sich auf jedenfall erstmal mit dem Problem aus einandersetzen.
Kann mir jemand nen Tip geben, wie ich vieleicht trotsdem die Umschulung bekomme?
Leider habe ich dazu nicht viel Ahnung - ich weiß halt nur, daß wie oben schon geschrieben seit dem 01.01.2005 hier erheblich restriktiver vorgegangen wird und in den Sozialgesetzbüchern da auch entsprechende Änderungen vorgenommen wurden. Mangelndes Geld ist natürlich dazu ein weiterer Punkt.

Es macht ja auch - ehrlich gesagt - keinen großen Sinn aus einem Langzeitarbeitslosen mit Beruf "X" einen Langzeitarbeitslosen mit Beruf "Y" zu machen (nur damit diejenigen temporär in der Zeit der Maßnahme aus der Statistik entschwinden). Da ist eine "offentliche Maßnahme" für 1.50 Euro als nicht anrechenbares Zubrot ohne Abzug zu ALG-II billiger und effektiver - ob uns das gefällt oder nicht.

Ich will hier keinen desillusionieren oder frustieren, aber so sieht es nunmal leider aus. 300.000 offene Stellen (die überwiegend hohe Qualifikationen verlangen oder zu so schlechten Konditionen angeboten werden, das sie keiner will) stehen deutlich mehr als 6.5 Mio ohne Arbeit (und in vielen Fällen sehr durchwachsener Qualifikation) gegenüber.
Da bleibt nicht viel Spielraum.

Schneida
13.04.2005, 21:59
Reha

Es gab Versuche Reha-Ansprüche abzuwehren bereits im vorigen Jahr mehrfach. Und es gab Klagen, die das Arbeitsamt dazu zwangen, dem RECHTSANSPRUCH auf Rehabilitiation nachzukommen. Die Urteilsbegründung forderte ausdrücklich auf, die RECHTWIDRIGE PRAXIS der Arbeitsämter zu beenden.

Es geht dabei um das SGB IX, ich würde mich durchfragen - je nach Region - bei Integrationsfachdiensten, Beruflichen Trainingszentren, Beratungsstellen für Behinderte etc. und ggf. bei Arbeitskreisen, die sich mit dem Thema befassen.

Falls Sie nicht weiterkommen, nennen Sie doch die Region, die berufliche Richtung und ich versuche etwas konkreteres rauszufinden.

Grüße

E.,Schneider

mad1979
14.04.2005, 20:05
Hmm, schön und gut, aber meinen erlernten Beruf (KfZ-Mechaniker) kann ich leider nicht mehr ausüben, da ich davon an Händen Ekzem (ausschlag) bekomme.

Soll ich mich da jetzt mit 1€ Jobs oder als Hilfsarbeiter in diversen Zeitarbeitsfirmen bis ans Lebensende über Wasser halten?

Tolle Lebenserwartung :-(

FG, MAD

Betroffener
15.04.2005, 02:59
@MAD,

OK, das ist natürlich ein anderer Hintergrund.

Nun stellt sich mir aber die Frage, ob schon abschliessend und definitiv geklärt ist, von welchen Wirkstoffen Du die Ekzeme bekommst und womit Du als KFZ-Mechaniker hantieren mußt. Hier fallen mir spontan ein:

mineralische Öle, Fette und Schmierstoffe
synthetische Öle, Fette und Schmierstoffe
Stäube von Bremsbelägen und Reifen
normaler Staub und Dreck in den Radkästen
Schimmelpilze aus Lüftungen und Klimaanlagen
Reinigungs- und Lösungsmittel zum Entfetten
die meist intensiv entfettenden Pasten und Seifen
zum Reinigen der Hände

Ekzeme sind ja vom Grundprinzip her (wenn nicht wirkliche Schadstoffe vorhanden sind - was zu klären wäre) eigentlich ähnlich wie Allergien, die seelisch bedingt sind.

Falls noch nicht klar ist, was die Ekzeme wirklich verursacht, würde ich in Deinem eigenen Interesse mit dem gleichen Druck den Du für die Umschulung machst, erst einmal mit einem guten Arzt Deines Vertrauens abklären, auf was Du da überhaupt reagierst, damit Du nach einer Umschulung nicht vom Regen in die Traufe kommst (und Ekzeme am ganzen Körper hast - zum Beispiel als Bäcker die Mehlkrätze bekommst).

mad1979
03.05.2005, 20:47
Hallo,
Sorry das ich mich länger nicht gemeldet habe, aber mein I-Net ging nicht.
Also Ekzem bekomme ich durch diverse Pollen, Schmieröle, Feinstaub, durchfeuchtung der Haut, etc.

Das Gutachten vom Hautarzt ligt dem AA aber auch mit bei.

FG, MAD

Schneida
03.05.2005, 21:04
Beratungsstellen,

ich wiederhole noch einmal: Es gibt Anlaufstellen in allen Regionen dazu, auch solche, bei denen man sich zu beruflichen Orientierungsmöglichkeiten beraten kann. Die Integrationsämter sind z. B. für solche Beratungen zuständig.

Und wenn man sich durchfragt, erfährt man auch Möglichkeiten, wie man seinem Rehaanspruch eine größere Durchsetzungschance verschafft.

Gutes Gelingen

E.Schneider

Nicki41
10.05.2005, 14:09
hi mad

ich hoffe du hast weiter gekämpft..
wenn du auf grund deiner erkrankung nicht mehr in deinen beruf zurückkannst dann kämpfe auf teufel komm raus
kann manchmal dauern
bei mir waren es 5 monate(andere warten leider noch länger)
bei mir war es auch immer ein hin und her...schreiben da hin schreiben dort hin,alles gut in ordner packen nichts verklüngeln ;)
man hat ich die nase voll
aber es hat gewirkt ,geklappt ich bekomme eine reha massnahme ...leider bin ich nu durch das hin und her ins hartz 4 gerutscht aber kann nur aufwärts gehen :D
ich war Altenpflegerin und kann wegen einem arbeitsunfall nicht mehr in meinem job rein...und mein arzt hat mir auch geholfen und mein LG ,
drück dir mal feste die daumen das du ne weiterbildung bekommst
in diesem sinne lg nicki