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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitsagentur, unseriöse Stellenangebote


Birte21
24.01.2007, 16:54
Hallo Ihr lieben,

ich bin zur Zeit leider auch Arbeitslos....

Beim Amt hat man mir geraten das ich mich auf der Online Seite der Agentur eintragen soll und somit ein Profil über mich und meine Arbeitssuche erstellen kann.

Das hab ich auch unverzüglich getan, voller Hoffnung.

Täglich aktualiesierte ich dann mein Profil. Eines Nachts dann erhielt ich eine Nachricht von einem sehr unseriösem Geschäftsmann.

Es handelte sich um eine angeblich tolle Stelle als Rentenversicherungskaufmann/ frau. Man sollte bis zu 3000€ Monatlich verdienen können.

Ich war/bin absolut Schockiert. Natürlich ist es mir bewusst das die Angaben alle Veröffentlicht werden.
Doch das dies Portal dann so ausgenutzt wird hätte ich nicht für möglich gehalten...

Ich hatte durch die Agentur nur positives erfahren.

Ich denke wenn diese möglichkeit der Job aufnahme so der Art ausgenutzt wird,
dann sollte die Agentur die Option entweder ganz schließen oder ersetzen durch Chiffre nummern.
So kann jeder Interessierte mit der Agentur Kontakt aufnehmen und es wird ein missbrauch verhindert.

Ich habe mittler weile durch andere Betroffene ähnlich Erfahrungen zu hören bekommen.

Hat jemand mit ähnlichen Diensten bessere Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße

Birte

Seebarsch
24.01.2007, 17:36
Hallo Birte21,
das Online Angebot der BA ist ja für jeden offen. Die eingehenden Stellen werden durch die Agentur ja auch nicht geprüft.
Unseriöse Angebote, oder Angebote die einen nicht interessieren, kann man ja "wegdrücken"!
Das ist nun einmal das Problem der offenen Angebote!
:razz:

jimmygjan
24.03.2007, 20:10
Hallo Birte,
Hallo zusammen,

Also, ich möchte eindringlich vor dieser Art von Abzockern warnen.
Sorry, wenn ich das so sage jetzt, aber bei mir sind diese Abzocker wirklich an der falschesten Adresse !
Von Beruf bin ich Wirtschaftsjurist mit 20 jähriger Berufserfahrung, zum größten Teil auch im Ausland erworben.
Außerdem war ich auch mal Anwalt und bin in Wirtschaftsstrafverfahren aufgetreten. Also wie man sagt mit allen Wassern gewaschen !
Nun schribt mich doch nun so ein armes Würstchen an, daß mein Profiling im Internet beim Arbeitsamt gelesen hat.
Ich poste es mal nachfolgend:

Guten Tag,
Ihr Bewerberprofil ist uns positiv aufgefallen.
Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, welcher im Finanzdienstleistungssektor tätig ist.Gesucht werden Mitarbeiter für den Innen-sowie Außendienst und für diverse Kaufmännische Tätigkeiten.
Wenn Ihnen das zusagt, dann schicken Sie uns bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an folgende Anschrift zu:

XXXXX
XXXX Str. XXXX
XXXX

oder per E-Mail an:
XXXXX

wir freuen uns darauf Sie kennenzulernen.
Mit freundlichen Grüßen

XXXXXX

Bei genauer Betrachtung ist auffallend, daß eine kostenlose Mail-Adresse verwendet wird. Es kann aber davon ausgegangen werden, daß Wirtschaftsunternehmen eine seriöse Mail-Adresse haben. Wenn also ein Wirtschaftsunternehmen mit einer MSN- Adresse wie "hotmail" daher kommt, müssen die Alarmglocken läuten ! Darüberhinaus ist auch noch die Anschrift nicht vollständig angegeben. Ich nehme mal an, dass das irgendwelche Versicherungsheinis sind, die im "Schneeballsytem" versuchen Hartz IV Empfänger über den Tisch zu ziehen.

Vor allem ich ärgere mich auch sehr über solche "Möchtegern Heinis" ! Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, mit einer Mail zu antworten. Aber so zu antworten, daß denen der Bissen im Halse stecken bleibt. Also hier meine Antwort darauf *g*:

Sehr geehrte Frau XXXXXX,

bevor ich Ihnen weitere Informationen von mir gebe, hätte ich gerne nähere Informationen von Ihrem Wirtschaftsunternehmen auf dem Finanzdienstleistungssektor. Wie lautet Ihre Internetadresse, aus der ich mehr über Ihr Unternehmen erfahren kann.
Auffallend ist weiterhin, daß Sie sich als Wirtschaftsunternehmen einer kostenlosen e-mai-Adresse (hotmail) bedienen !
Ich möchten Ihnen auch nicht verschweigen, daß ich über Sie negative Informationen recherchiert habe.
Wenn Sie wirklich ernsthaft an meiner Person und meinen Qualifikationen interessiert sind, dann gebe ich Ihnen nachfolgend eine anonyme e-mail-Adresse, unter der Sie mir eine Nachricht übersenden können. Diese lautet wie folgt: XXXXXX
Zur meiner Person möchte ich Ihnen noch folgendes mitteilen. Wie Sie aus den bisherigen Informationen entnehmen können, war und bin ich mit der Gründung von internationalen Kapitalgesellschaften zur Steueroptimierung beschäftigt. Der Qualifikation entsprechend ist die Entlohnung meiner Person mindest 180.000,-- € p.a., zuzüglich Spesen. Ich war und bin für internationale Unternehmen aller Art tätig. Die von mir genutzten internationalen Kontakte sind erstklassig und beinhalten u.a. Banken, Unternehmensberater, Anwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Sofern Sie von mir Unterlagen und ein Gespräch wünschen, ist dieses von Ihnen pauschal iHv 1.000,-- €, zuzüglich 500,--€ Spesen, insgesamt somit iHv 1.500,--€ zu entlohnen.
Mit freundlichen Grüßen

Anonym

Ich glaube allerdings, daß ich keine Antwort bekommen werde. Aber dieses ist ja auch beabsichtigt. Also, bitte sehr vorsichtig sein und nicht über den Tisch ziehen lassen !

Ich hoffe, ich konnte auch etwas zur Belustigung beitragen. In diese, Sinne

jimmygjan

(Adresse und Namen entfernt- Forumadmin)

efge
24.03.2007, 23:57
Um die Methoden dieser "Anbieter" zu beschreiben hat jimmygjan diesen Link zur Verfügung gestellt:

Unseriöse Job-Angebote (http://myblog.de/so-zi-al/art/3457039)

Danke. :)

jimmygjan
10.04.2007, 11:35
Hallo zusammen,

also, es gibt eine neue Entwicklung. Die hat mich nun wirklich "umgehauen" !

Ich habe von diesen unseriösen Arbeitgebern eine Nachricht erhalten. Sogar 2 Nachrichten. Was mich stört, daß ich diese Menschen hier nun mit unseriöse Arbeitgeber betitelt habe. Die Betitelung "Arbeitgeber" ist nicht sachgemäß und beleidigt alle seriösen Arbeitgeber. Ich bezeichne sie deshalb nachfolgend als "El-Verbrecher" !

Also nachfolgend die Nachrichten von El-Verbrecher. Alle Namen sind von mir unkenntlich gemacht. Wobei ich in diesem Forum mal zu bedenken geben möchte, daß man solche unseriösen Menschen mal namentlich mit allen drum und ran an den "Pranger stellt", um effizent davor warnen zu können. Nun hier die Antworten:

Sehr geehrter Herr N.,

vielen dank für Ihre ausführliche Nachricht. Um kurz auf die e-Mail anzusprechen. Diese ist meine Private E-Mail Adresse, es ist mir nicht untersagt, diese nicht zu nutzen.

Laut Ihren bisher erlernten Tätigkeit entnehme ich, das Sie Anscheinend eine menge Erfolg mit sich bringen.
Leider muss ich Ihnen mitteilen, das wir Bewerber nicht für ein Kennenlerngespräch vergüten.

In diesem Sinne befinde ich es nicht für nötig das Sie mir Ihre Unterlagen Senden.

Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichem Gruß

XXXXXXXX

Sicherlich können Sie sich über unser Unternehmen unter www.XXXX (http://www.xxxx/) informieren.
Damit ich Ihnen jeden Negativgedanken nehmen kann.

Ein angenehmes Wochenende Ihnen.

XXXXXXXXX

So weit, so gut !
Umgehauen hat mich, daß ich mit meinem richtigen Namen aufeinmal angeschrieben wurde,
obwohl ich meine Antwortmail nicht über das Portal Arbeitsagentur gesandt habe,
sondern mit einem privaten Anbieter und anonym mit einem Nickname geantwortet habe.

Ich habe alles nochmal kontrolliert, bei mir liegt der Fehler nicht !!!!!
Es kommt nur eine "undichte" Stelle in Frage !
Die Bundesanstalt für Arbeit !
Ich habe Heute Morgen mit Nürnberg telefoniert.
Denen ist das ein Rätsel.
Aber anscheinend habe diese unseriösen Anbieter irgendwo Kontakte, so daß Sie "Roß und Reiter" herausbekommen können.
Dies ist der eigentliche Skandal.
Im übrigen, ich werde diese Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Ich werde die Datenschutzbeauftragten auf Landes- und Bundesebene einschalten und mich bei den zuständigen Ministerien beschweren.
Wahrscheinlich werden Sie versuchen alles unter den Teppich zu kehren, dann hilft hoffentlich nur noch die Presse, bzw. der Klageweg !

Ein letzter Satz zu den El-Verbrechern, mehr sind diese Typen sowieso nicht Wert.
Als Rechtfertigung zu schreiben, daß Sie ihre private e-mail-Adresse benutzt haben, ist ja nun auch der Hammer.
Wenn ich als Unternehmen Personal suche, gestatte ich doch nicht meinen dafür zuständigen Arbeitnehmern ihre private e-mail-Adresse zu benutzen !!!!!!!!!
Des Rätsels-Lösung dafür liegt wo anders. Ich hatte schon eine Internetadresse veröffentlichen (siehe den Beitrag von effge), wo über unseriöse Arbeitgeber berichtet wird. So ist über diese Firma nachfolgendes zu lesen, es ist ein Zitat, bzw ein Erfahrungsbericht über ein Vorstellungsgespräch bei dieser so seriösen Firma:


"Ich kann mich nur meinem Vorgänger anschließen, weder Klingel, noch Briefkasten. Es gibt nur die FDDB im 8. Stock. Verwundert war ich, dass ich diesen schmierigen Typen anrufen musste, dass er mir aufmacht. Auf dem weg zum Aufzug fragte ich ihn, für welchen Job ich eigentlich vorstellig werde, da es aus denen ihren Unterlagen und Anruf nicht ersichtlich war. Er stockte nur und meinte, dass wir diese Frage oben klären werden. Im 8. Stock angelangt stehe ich vor auf dem 1. Blick vor einem halbwegs seriösen Büro, hab mir es eigentlich schlimmer vorgestellt. – Er macht die Tür auf – Ohrenbetäubende Planet-Musik, zwiefältige Typen in Anzügen laufen durch die Gegend. An den Bürotüren hängen DINA4-Blätter mit Rankings über „Bester Verkäufer“ und bester „Recruiter“, riecht verdammt nach Schneeballsystem. Er pries seine Firma an wie andere saure Milch, halbwegs normales Interview. Dann kam von mir wieder die Frage, für welchen Job ich mich vorstelle.
Er zeichnet auf ein Blatt 3 Kreise und mahlt jeweils dort ein P, A und ein R rein. P=Personal, A= Kundengewinnung, R=(weiß ich nicht mehr). „Wir suchen in allen Bereichen neue Leute, was sagt ihnen denn zu?“ Ich deute auf Personal „Ja wunderbar, aber wenn Sie Personalwirtschaft machen wollen, müssen sie erstmal 6 Monate im Kundendienst arbeiten um zu sehen, was wir so machen…..“- Am Ende kam raus, dass man am besten ein Praktikum/Schulungen besuchen sollte, die HCP/FDDB natürlich anbieten (3mal die Woche a 2 Stunden)-> also Drückerkollone. Nach 50 Minuten Palaver konnte ich mich endlich rauswinden. Mir viel auf, dass Sie noch nicht mal Netzwerkanschlüsse haben und kein Telefon im Büro. Unseriös!!! Nepper, schlepper Bauernfänger. Ziehen am 5.3. nach Bad-Homburg….Haben vielleicht zu viel Stress mit „Kunden“! "

Nur eines dazu. Ein Firma ohne Telefon und PC mit lauter Musik !!!!
Und dann schreibt man mir, daß ich mich ja von der Seriösietät überzeugen kann.
Diese El-Verbrecher bekommen dann noch meine persönlichen Daten von der Bundesanstalt für Arbeit,
obwohl ich der Veröffentlicheung meiner Daten nur anonym zugestimmt habe.

Mit fehlen die Worte !!!!!!

Es grüßt Euch alle

Jimmy

StephanK
10.04.2007, 14:21
Ich denke, die vorstehenden Beiträge sind Anlass genug, einmal öffentlich zu fragen, ob es akzeptabel ist, dass die Bundesagentur Stellenangebote ungeprüft veröffentlicht, also weder auf die Seriosität des die Stelle anbietenden Unternehmens schaut noch darauf, ob der angebotene Arbeitsplatz überhaupt existiert oder sich hinter dem Angebot vielleicht etwas ganz anderes verbirgt.

Zugegeben: es wäre sehr schwierig für die Arbeitsagentur, diesen Dingen nachzugehen.

Zugegeben: Die Bundesagentur weist in ihrer online-Stellenbörse unter dem Stichwort Datenschutz auf diese Risiken hin: 8. Ergänzende Hinweise

* Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass bei vielen Firmen Adressdaten von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind und nicht immer für Zwecke, die mit dem Portal „arbeitsagentur.de“ in Verbindung stehen, verwendet werden. Für eine solche missbräuchliche Nutzung des Portals „arbeitsagentur.de“ übernimmt die BA keine Haftung.
* So gewonnene Adressdaten könnten dazu missbraucht werden, Ihnen unerwünschte Werbung zuzusenden. Diese Art von Werbung wird massenhaft zunehmend auch per E-Mail verteilt. In diesem Zusammenhang raten wir dazu, mit Adressdaten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern etc. sorgsam umzugehen und das Portal vorzugsweise anonym zu nutzen.
* Selbstverständlich sind wir bemüht, unser Angebot von beleidigenden Inhalten, die evtl. von Nutzern eingestellt werden, freizuhalten, können diese jedoch nicht immer vermeiden. Die BA übernimmt dafür keine Haftung.
* Beachten Sie bitte, dass die Anonymität Ihrer Daten bei vereinzelt vorkommenden Berufsbezeichnungen in Kombination mit sehr kleinen Regionen nicht immer gewahrt ist. Aber man fragt sich schon, wofür wir eigentlich eine ziemlich teure Einrichtung des Bundes brauchen, wenn sie keinerlei Überprüfungs- oder Filterfunktion ausübt. :shock:

ratsuchende
10.04.2007, 18:15
Hallo!

Es ist m.E. gar nicht erwünscht, daß unseriöse Angebote ausgefiltert würden, auch wenn dies möglich wäre. Wo blieben denn da die in den Medien verkündeten offenen Stellen in Deutschland.

Habe soeben mal bei der Agentur die als offen gemeldeten Stellen ausgewertet:

anonym 4
Zeitarbeit 61
namentlich benannte Arbeitgeber 36

Auswahl-Filter-Kriterium: Stellen der letzten Woche im Umkreis von 50 km, alle Berufe

Von 101 angezeigten offenen Stellen sind also 61 Stellen in der Zeitarbeitsbranche, die ohne spezifizierte Stellenbeschreibung sind (z.B. Maler Lackierer - alle Fachrichtungen) und somit entweder gar nicht vorhanden sind, da sie nur für die Datensammlung für die Bewerberpools der ZA-Unternehmen dienen und/oder doppelt und dreifach im Stellenangebotspool der Agentur sind, da viele ZA eine einzige Stelle ausschreiben, um zu versuchen, den Bewerber bei der Entleihfirma unterzubringen.

Es gäbe allerdings schon die Möglichkeit, die angebotenen Stellen etwas seriöser zu gestalten!

Arbeitslose könnten unseriöse Angebote der Agentur melden, damit diese "Firmen" auf eine Sperrliste kommen und einfach nichts mehr einstellen können. Es könnte ein konkretes Verbot für MLM-Angebote erlassen werden, was auch entsprechend sanktioniert werden müßte. Ebenfalls unterbinden könnte man das Einstellen von Angeboten, die zu nicht SV-pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen führen (Scheinselbständigkeit, Schwarzarbeit). Von ZA könnten Gebühren verlangt werden, um diese davon abzuhalten, nicht existierende Angebote einzustellen.

Dies würde allerdings das Angebot im Portal der Agentur auf einen Schlag um ca. 50% vermindern und das Portal wäre so gut wie tot. Andererseits wäre es ein leichtes, alle Arbeitgeber zu zwingen, SV-pflichtige Stellenangebote der Agentur zu melden, so daß sich (auch) Arbeitslose daraufhin bewerben könnten. Falls es nämlich zu einer Anstellung kommt (AG führt ja Beiträge ab) und die Stelle wäre vorher nicht gemeldet gewesen, könnten entsprechende Maßnahmen (Geldbuße) eingeleitet werden.

Dann wäre es auch mit den ständigen Märchen in den Medien vorbei, wo "plötzlich" 40.000 Ingenieure am Arbeitsmarkt fehlen oder es könnten auch Fehlsteuerungen bei Umschulungsmaßnahmen / Fortbildungen verhindert werden, wo dann massig Zahntechniker ausgebildet werden, die dann am Arbeitsmarkt gar nicht gefragt sind und dann als ungelernte Helfer in der ZA beschäftigt werden, obwohl die Leute über 2 Berufsausbildungen verfügen.

Es gäbe viele Möglichkeiten, die Massenarbeitslosigkeit zu bekämpfen, allein es fehlt der Wille...

StephanK
10.04.2007, 19:09
Es ist m.E. gar nicht erwünscht, daß unseriöse Angebote ausgefiltert würden, auch wenn dies möglich wäre. Wo blieben denn da die in den Medien verkündeten offenen Stellen in Deutschland.Ich fürchte, dass Du mit diesem "statistisch-kosmetischen" Argument nur all zu recht hast.

In diese Kategorie gehört auch die von Dir beschriebene Praxis bei den Zeitarbeitsfirmen. Dort kann man sich noch sagen: na ja, das ist reiner Kommerz und man kann nix anderes erwarten. Aber von einer Bundesagentur erwarte ich eigentlich etwas anderes, auch wenn sie nicht mehr Behörde ist und sich an den Gebräuchen des Wirtschaftslebens orientiert, denn das Markenzeichen "Bund" weckt die Erwartung, dass die Bundesagentur neben der bloßen Funktion der Informationsübermittlung (die genau so gut Private übernehmen können) eine gewisse Kontrolle zum Schutz der Arbeitsuchenden gewährleistet.

Es gäbe allerdings schon die Möglichkeit, die angebotenen Stellen etwas seriöser zu gestalten!Das wünsche ich mir natürlich auch, aber ich denke, man sollte die Schwierigkeiten nicht übersehen.

Arbeitslose könnten unseriöse Angebote der Agentur melden, damit diese "Firmen" auf eine Sperrliste kommen und einfach nichts mehr einstellen können.Sicherlich wären viele dieser Meldungen zutreffend, aber man kann nicht verleugnen, dass es auch unter den Arbeitsuchenden ein paar Missgünstige, Unrealistische oder schlichte Spinner gibt. Die Arbeitsagentur müsste solche Meldungen also zunächst auf ihre Plausibilität abklopfen und dann näher nachforschen, "ob da was dran ist". Das würde wahrscheinlich einiges an Personalkapazität binden. Allerdings stürzen sich viele Firmen zur Qualitätssicherung in Unkosten... - warum nicht auch die Bundesagentur? Das Geld wäre besser angelegt als das für das "neue" Logo...

Es könnte ein konkretes Verbot für MLM-Angebote erlassen werden, was auch entsprechend sanktioniert werden müßte.Auch das fände ich wünschenswert, aber es ist natürlich ein verdammt heißes Eisen. So lange sich solche Dinge im Rahmen der Legalität bewegen kann die Bundesagentur sie nicht zurückweisen.

Ebenfalls unterbinden könnte man das Einstellen von Angeboten, die zu nicht SV-pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen führen (Scheinselbständigkeit, Schwarzarbeit).Das wäre zumindest teilweise möglich. Aus der allgemeinen Jobbörse ausschließen könnte man diese Angebote wohl nicht, weil die Bundesagentur auch für Menschen da ist, die nur eine Nebenbeschäftigung suchen. Bei den konkreten Stellenangeboten, die die Bundesagentur Abeitslosen schickt wird meines Wissens bei solchen Angeboten darauf hingewiesen, dass man nicht verpflichtet ist, sich zu bewerben. Das entspricht der gesetzlichen Definition von Arbeitslosen in § 16 SGB III, denn das sind nur Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen.

Von ZA könnten Gebühren verlangt werden, um diese davon abzuhalten, nicht existierende Angebote einzustellen.So etwas isoliert auf ZA-Unternehmen zielend einzuführen ginge wohl nicht (Gleichbehandlungsgebot!). Wünschenswert wäre eine nach Tagen gestaffelte Gebührenerhebung bei allen Stellenanbietern, die die gewünschte pädagogische Wirkung entfalten würde. Allerdings würde dadurch die paritätische Beitragszahlung zumindest politisch in Frage gestellt, vielleicht auch rechtlich.

Andererseits wäre es ein leichtes, alle Arbeitgeber zu zwingen, SV-pflichtige Stellenangebote der Agentur zu melden, so daß sich (auch) Arbeitslose daraufhin bewerben könnten. Falls es nämlich zu einer Anstellung kommt (AG führt ja Beiträge ab) und die Stelle wäre vorher nicht gemeldet gewesen, könnten entsprechende Maßnahmen (Geldbuße) eingeleitet werden.In diese Richtung habe ich auch schon mal Überlegungen angestellt. Das würde zwar einigen Verwaltungsaufwand und zusätzliche Datenflüsse zwischen Bundesagentur und anderen Sozialversicherungsträgern bedeuten, aber machbar wäre es wohl schon. Es ist aber wohl politisch nicht gewollt...

Dann wäre es auch mit den ständigen Märchen in den Medien vorbei, wo "plötzlich" 40.000 Ingenieure am Arbeitsmarkt fehlen oder es könnten auch Fehlsteuerungen bei Umschulungsmaßnahmen / Fortbildungen verhindert werden (...)Das finde ich einen sehr richtigen Gedanken: Es geht nicht nur um enttäuschte Bewerber/innen um Stellen, die gar nicht existieren oder schon besetzt wurden, sondern auch um die volkswirtschaftliche Nützlichkeit eines möglichst exakten Abbildes des Arbeitskräftebedarfes. Deswegen kann man das Problem nicht damit abtun, dass Arbeitsuchende "sich nicht so aufregen" sollten.

Seebarsch
10.04.2007, 19:23
Hallo zusammen,
bei der gesamten, wie ich finde auch ärgerlichen Dislussion, darf man nicht vergessen, dass die Arbeitgeber auch Kunden der Agentur sind, da sie über die hälftige Tragung der ALV Beiträge und sonstiger Umlagen die BA mit finanzieren und somit auch die genannten Rechte, insbesondere auch auf Arbeitsvermittlung, haben.
Eine gesetzliche Pflicht, offene sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu melden, wird sich politisch nicht durchsetzen lassen. Zudem wird man das nie kontrollieren können.

Die Öffnung der BA zur Arbeitsvermittlung über die Jobbörse resultiert ja auch aus den Vorwürfen, die der Arbeitsvermittlung insgesamt gemacht wurden. Weitere Schritte in diese Richtung sind ja auch eben die Freigabe der privaten Arbeitsvermittlung und der rechtliche Ausbau der Zeitarbeit. Hier kam dann die Politik auf die Idee, dass u.a.eine frei zugängliche Jobbörse, die Vermittlung schneller macht.
Bei der Menge der Angebote, ob seriös oder nicht seriös, ist eine eingehende Kontrolle nicht möglich, oder nur dann, wenn erheblich Personal aufgestockt wird. Letzteres kann man aus finanziellen Gründen vergessen.

Wie bei allen Angeboten im Internet bleibt es dem Nutzer überlassen, vom Angebot Gebrauch zu machen.
Alle Welt schreit lauthals über den Abbau von Bürokratie. Wenn es dann so weit ist, wird allerdings genauso laut wieder danach gerufen.
:(

Upsala
10.04.2007, 23:44
Bei der Menge der Angebote, ob seriös oder nicht seriös, ist eine eingehende Kontrolle nicht möglich, oder nur dann, wenn erheblich Personal aufgestockt wird. Letzteres kann man aus finanziellen Gründen vergessen. Das wird wohl auch nie gelingen, egal wie viel Personal eingesetzt wird. Letztlich wird wohl der Bewerber seine Erfahrungen machen müssen.
Aber wir wären wohl schon ein Stückchen weiter, wenn man ohne Probleme, heißt Sanktionsangst oder ohne gleich als Arbeitsverweigerer da zu stehen, mit den Arbeitsvermittlern ein Gespräch führen könnte über diese unseriösen Anbieter, über Probleme mit dem zukünftigen AG, Arbeitsverträge usw.. Der massive Druck auf die Arbeitslosen öffnet doch erst die Tore für diese ganze Misere.Wie bei allen Angeboten im Internet bleibt es dem Nutzer überlassen, vom Angebot Gebrauch zu machen. Sehe ich auch so.

Seebarsch
11.04.2007, 11:50
Zumindest für den SGB III Bereich ist es ja so geregelt, dass die Angbote oder der Kontakt aus diesen Bereichen ohne Sanktionen bleibt, da eben nicht von der Agentur vorgeschlagen.
Im SGB III Bereich ist es durchaus so, dass derartige "Arbeitgeber" nach Hinweisen durch Kunden und weitere Ermittlungen schon öfters von der Vermittlung ausgeschlossen wurden und neue Angebote nicht angenommen wurden.
Allerdings muss man es auch so sehen, dass "Abzocke" in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Zeit nichts neues ist und auch wahrscheinlich nicht vermieden werden kann.
:wut:

StephanK
11.04.2007, 12:21
Allerdings muss man es auch so sehen, dass "Abzocke" in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Zeit nichts neues ist und auch wahrscheinlich nicht vermieden werden kann. :wut:Klar, komplett vermeiden lässt sich das nicht.

Aber zum einen geht es um Personen, von denen jedenfalls ein Teil "schutzbedürftig", weil nicht gut informiert und/oder nicht gewandt und gewitzt genug ist, um selbst "den Braten zu riechen" und sich zu schützen. Genau deswegen haben wir zahlreiche Schutzvorschriften im Arbeitsrecht, und es ist nicht recht einsehbar, warum nicht ein vergleichbares Schutzniveau auch für den Bereich der Anbahnung von Arbeitsverhältnissen gewährleistet sein soll.

Zum anderen geht es dabei schon auch um die Frage nach der Existenzberechtigung einer öffentlichen Arbeitsvermittlung und der Legitimation der dafür eingetriebenen Beiträge. Aus meiner Sicht muss dafür mehr geleistet werden - und das heisst in diesem Zusammenhang eben: mehr Kontrolle - als man von der Anzeigenaufnahme einer x-beliebigen Tageszeitung erwarten kann, die sich nur für den Anzeigenpreis interessiert und demzufolge jedes noch so fragwürdige Angebot abdruckt. :shock:

jimmygjan
11.04.2007, 12:21
Hallo zusammen,

ich möchte auf nachfolgendes Zitat eingehen:

Allerdings muss man es auch so sehen, dass "Abzocke" in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Zeit nichts neues ist und auch wahrscheinlich nicht vermieden werden kann.


Es ist zwar nichts neues, aber es gehört angeprangert und sanktioniert. An dieser Einstellung dieser assozialen Gruppe von Menschen, die versuchen jeden abzuzocken krankt unsere Gesellschaft. Dies fängt bei der Schwarzarbeit an und hört beim Siemensmanager auf. Ich habe nichts gegen das Ausnutzen aller legalen Möglichkeiten in unserer Gesellschaft, um das optimale Ergebnis zu erzielen. So z. Bsp. in Steuerfragen. Aber es muß legal sein ! Die Betonung liegt unbedingt bei legal ! Ich habe aber etwas gegen Kriminalität und Abzocke, wodurch unsere Gesellschaft geschädigt wird.

Es grüßt Euch

Jimmy

ratsuchende
11.04.2007, 17:43
Klar, komplett vermeiden lässt sich das nicht.

Aber zum einen geht es um Personen, von denen jedenfalls ein Teil "schutzbedürftig", weil nicht gut informiert und/oder nicht gewandt und gewitzt genug ist, um selbst "den Braten zu riechen" und sich zu schützen. Genau deswegen haben wir zahlreiche Schutzvorschriften im Arbeitsrecht, und es ist nicht recht einsehbar, warum nicht ein vergleichbares Schutzniveau auch für den Bereich der Anbahnung von Arbeitsverhältnissen gewährleistet sein soll.


Es liegt nicht nur daran, daß viele Arbeitssuchende nicht gut informiert wären, sondern daß viele sich in einer echten "Notlage" und damit in einer echten Ausnahmesituation befinden, so daß alle Bedenken, auch wider besseres Wissen ausgeblendet werden, Motto "letzter Strohhalm"!

Zitat:
Zitat von ratsuchende
Andererseits wäre es ein leichtes, alle Arbeitgeber zu zwingen, SV-pflichtige Stellenangebote der Agentur zu melden, so daß sich (auch) Arbeitslose daraufhin bewerben könnten. Falls es nämlich zu einer Anstellung kommt (AG führt ja Beiträge ab) und die Stelle wäre vorher nicht gemeldet gewesen, könnten entsprechende Maßnahmen (Geldbuße) eingeleitet werden.

In diese Richtung habe ich auch schon mal Überlegungen angestellt. Das würde zwar einigen Verwaltungsaufwand und zusätzliche Datenflüsse zwischen Bundesagentur und anderen Sozialversicherungsträgern bedeuten, aber machbar wäre es wohl schon. Es ist aber wohl politisch nicht gewollt...


Der Verwaltungsaufwand wäre denkbar gering. Der Arbeitgeber meldet das Stellenangebot online und es bekommt eine eindeutige Nummer zugewiesen, wie jetzt auch schon. Sobald es zu einer Einstellung kommt, muß der AG wie bisher auch, seine "Anmeldung" bei der Sozialversicherung abgeben, nur eben mit der o.g. Nummer der besetzten Stelle. Dann greift eine einfache Datenbankabfrage, wo lediglich geprüft wird, ob die Referenznummer des Stellenangebotes bei der Agentur vorhanden ist. Das ist eine einfache ja/nein-Abfrage und technisch "pippifax". Außerdem kann das Stellenangebot mit der entsprechenden Referenznummer von der Veröffentlichung automatisch ausgeschlossen werden, da die Stelle ja nun besetzt ist!!!

In Bezug auf Planung/Statistik und Transparenz des Stellenmarktes und damit auch auf die Effizienz der Vermittlung hätte das ganz gravierende Vorteile!!! M.E. handelt es sich um finanzielle Vorteile von mehreren Millionen EUR im Jahr.

Was soll denn die Agentur überhaupt in der Vermittlung leisten, wenn der Agentur nur noch 30 % aller offenen Stellen gemeldet werden und davon auch noch über die Hälfte "Schrott" ist. Da kann man es doch auch gleich lassen?! Wobei die Tendenz ja durch Förderung von privaten Vermittlungsagenturen seit Jahren erkennbar ist.:patsch:

Seebarsch
11.04.2007, 18:03
Auch wenn es in dem Thema Wiederholungen gibt, ist es ja genau der Punkt des "letzten Strohhalms" der von seriösen und unseriösen Arbeitgebern unter der jetzigen Arbeitsmarktlage ausgenutzt wird.
Das ist von der Politik und Wirtschaft so gewollt und nicht von der BA zu verantworten.

Die Anmeldung zur Sozialversicherung erfolgt ja eben nicht über die BA, sondern über die Einzugsstellen der Krankenkassen. Die werden sich bedanken, wenn sie noch Erfüllungsaufgaben für die BA übernehmen sollten. Zudem würde das auch nur dann funktionieren, wenn eine Meldepflicht über offene Stellen besteht.

Woher sich die privaten Arbeitsvermittler finanzieren dürfte ja wohl auch bekannt sein. Die Vermittlungsprämien kommen ja zu 95% von der BA und nicht von den Arbeitsuchenden.
Private Arbeitsvermittlung funktioniert ohne Subvention eigentlich nur im Bereich der Höchstqualifizierten.

Allerdings sehe ich es nicht negativ, wenn die Möglichkeiten an Jobs zu kommen sehr weit gestreut werden. Eine 100%tige Qualität wird man nicht erwarten können.
:?

ratsuchende
11.04.2007, 19:27
Die Anmeldung zur Sozialversicherung erfolgt ja eben nicht über die BA, sondern über die Einzugsstellen der Krankenkassen. Die werden sich bedanken, wenn sie noch Erfüllungsaufgaben für die BA übernehmen sollten. Zudem würde das auch nur dann funktionieren, wenn eine Meldepflicht über offene Stellen besteht.

Woher sich die privaten Arbeitsvermittler finanzieren dürfte ja wohl auch bekannt sein. Die Vermittlungsprämien kommen ja zu 95% von der BA und nicht von den Arbeitsuchenden.
Private Arbeitsvermittlung funktioniert ohne Subvention eigentlich nur im Bereich der Höchstqualifizierten.

Allerdings sehe ich es nicht negativ, wenn die Möglichkeiten an Jobs zu kommen sehr weit gestreut werden. Eine 100%tige Qualität wird man nicht erwarten können.
:?

Aber der AG führt doch auch die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung für den AN ab, tut der das etwa anonym??? Und die Vermittlungsprämien kommen von der Ba und damit den Beitragszahlern. Wenn ich bei einem Verein Beiträge zahle und nach ein paar Jahren nur noch einen Teilbereich der Leistungen bekomme, der ursprünglich vereinbart war, da bin ich aber nicht so ohne weiteres einverstanden? Die "Vermittlungstätigkeit" wird doch nur deshalb nicht vollständig "outgesourct", weil man sonst wesentliche Möglichkeiten der Sanktionsverhängung nicht mehr hätte und nicht weil man der Meinung ist, noch irgendwas vermitteln zu können....

Ich sehe es auch nicht negativ, wenn Vermittlungsmöglichkeiten breit gestreut sind, aber mit T-Shirt "Suche Arbeit - bin Klempner" werde ich mich wohl auch nicht auf den Marktplatz stellen.....

Seebarsch
11.04.2007, 21:20
Klar führt der Arbeitgeber die Beiträge zur ALV nicht anonym ab. Sein Name taucht da in der Anmeldung schon auf. Allerdings werden die Beiträge bei der zuständigen Einzugsstelle/Krankenkasse eingezahlt und im Gesamtumlageverfahren von dort an die BA weitergeleitet. Das bedeutet auch, dass der Name des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers bei der BA nicht auftaucht.

Unter betriebswirtschaflichen Aspekten ist übrigens eine Sanktionsverhängung für die BA wesentlich unwirtschaftlicher als eine schnelle Vermittlung.
:razz:

jimmygjan
19.04.2007, 09:36
Hallo zusammen,

die Sache hat eine Fortsetzung gefunden. Ich habe die Bundesagentur in Nürnberg von dem Fall in Kenntnis gesetzt. Die sind ratlos !

Anbei deren Antwortmail(in grün):

Sehr geehrter Herr X,

vielen Dank für die Übersendung der Nachrichten.

An Hand dieser Vorlagen konnten wir leider keinen technischen Fehler in unserer Datenbank feststellen. Auffällig ist, dass in der zweiten Nachricht im Betreff die Antwort auf eine Antwort gegeben wurde (AW: AW: Anfrage), so dass sich grundsätzlich vermuten ließe, dass Sie bereits zuvor (vor Ihren privaten anonymen E-mail) vielleicht versehentlich über die Postfachfunktion von www.arbeitsagentur.de (http://www.arbeitsagentur.de/) geantwortet haben. Leider konnten wir keine anderen möglichen Ursachen ausfindig machen. Für die Ihnen entstandene Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns.

Unabhängig davon haben wir im Rahmen der Nutzungsbedingungen zur JOBBÖRSE die entsprechenden Maßnahmen gegen den Anbieter der freien Mitarbeit eingeleitet.

Wir danken Ihnen vielmals für Ihren Hinweis und würden uns freuen, Sie trotz der negativen Erfahrungen weiterhin auf www.arbeitsagentur.de (http://www.arbeitsagentur.de/) begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der JOBBÖRSE von arbeitsagentur.de


Noch die Anmerkung, daß ich versehentlich keine Mail zugesandt habe.
Es grüßt Euch

Jimmy

Mastadevil
10.10.2007, 15:16
Hallo,

ich lese hier nun das Thema aufmerksam durch und muss sagen, dass einige Sätze so nicht ganz stimmen. Ich hatte mit der Agentur für Arbeit, genauer gesagt mit der Zentrale in Nürnberg, schon telefonischen Kontakt zum Thema unseriöse Stellenangebote. Mir ist es passiert, dass ich mich bei einem Schneeballsystem beworben und mitgemacht habe. Ich habe auch solche Stellenangebote eingestellt. Am Anfang war ich mir nicht bewusst, was ich da mache. Diese Schneeballsysteme kannte ich noch nicht. Dummheit wird bestraft. So habe ich ca. 200 EUR verloren. Aber gut, aus Schaden lernt man.

Jedenfalls habe ich auch solche Angebote eingestellt. Nach ca. 2 Stunden war mein Account deaktiviert. Warum habe ich mich gefragt. Also rief ich bei dieser Hotline an. Diese konnten mir nicht helfen. Meine Anfrage wurde irgendwie weitergeleitet. Dann erhielt ich eine E-Mail (von der Hotline?).

In dieser wurde mir gesagt, dass ich gegen die AGB der Seite verstoßen habe. Darum wurde ich sofort deaktiviert. Die E-Mail war sehr barch geschrieben und stellte mich als "Sündiger" hin. Also rief ich in der Zentrale an. Ich wurde dann zu einem Mitarbeiter dort verbunden.

Dieser klärte mich erstmal auf, was ich da überhaupt mache. Das ich mich sogar strafbar mache. Dafür bin ich dem Mitarbeitet auch dankbar. Ich habe dann gleich gefragt, wie man Arbeitslose dafür schützen kann.

Der nette Bearbeiter teilte mir dann mit, dass die Mitarbeiter in der Zentrale ca. 20.000 Stellenangebote JEDEN Tag stichprobenartig prüfen. Bei der Masse kann man nicht jedes Angebot genau prüfen (verstehe ich auch). Es werden aber immer die neuen und aktualisierten Stellenangebote vom Vortag geprüft. So haben unseriöse Anbieter keine Chance, der Prüfung zu entkommen. Der Bearbeiter teilte mir sogar mit, dass neben dieser Prüfung auch noch spezielle Suchen nach bestimmten Schneeballsystemen und Angeboten durchgeführt werden. Dabei werden Anbeiter angeschrieben, Angebote gelöscht oder gleich alles deaktiviert. Leider können nicht immer alle Angebote sofort geschlossen werden. Da gibt es wohl gesetzliche Regelungen und Bestimmungen. Aber der Mitarbeiter versicherte mir, dass die Zentrale alles versucht, um die Arbeitslosen vor unseriösen Angeboten zu schützen. Ich habe mit dem Mitarbeiter ca. 20 Min ausführlich gesprochen und er beantwortete mir alle Fragen, manchmal nicht so genau wie ich wollte aber das ist ok. Darum muss ich echt mal sagen, Hut ab von diesen Leuten. Bei ca. 700.000 Stellenangebote die schwarzen Scharfe raus zu fischen, ist schon schwer. Dabei werden leider einige übersehen. Aber alle Angebote jeden Tag zu prüfen schafft wohl keiner.

Edit: Ich habe noch ganz vergessen zu sagen, dass es da auch so eine Art Filter gibt. Bestimmte Angebot mit bestimmten Namen, Internet- und/oder E-Mail Adresse können nicht mal eingestellt werden. Somit gibt es auch automatische Filter.

Aber wie es so ist, jeder unseriöser Anbieter findet immer wieder Schlupflöcher um Angebote einstellen zu können.

Herzfrequenz
13.03.2009, 14:25
Hallo Birte21,
das Online Angebot der BA ist ja für jeden offen. Die eingehenden Stellen werden durch die Agentur ja auch nicht geprüft.
Unseriöse Angebote, oder Angebote die einen nicht interessieren, kann man ja "wegdrücken"!
Das ist nun einmal das Problem der offenen Angebote!
:razz:

Den letzten Satz müsste man verlängern und schreiben [...] und vieler Arbeitssuchender, die einfach zu wenig Misstrauen entwickeln und zu gutgläubig sind. [...] :-)

Es ist doch so! Auch wenn nicht gern darüber gesprochen wird!

Grisu
01.04.2009, 12:57
Gstern bekam ich von meiner Betreurin ein Angebot:

Schuldnerberatung in Festeinstellung.

Ich sollte mich bitte umgehend auf diese Stelle bewerben. Habe ich gestern auch per Mail getan. So wie es in dem Angebot stand.

Heute kam nun die Antwort: Leider ist es nicht mehr möglich die Stellen als Festeinstellung anzubieten, aber als selbstständig und Schulung müßten auch selbst bezahlt werden!!!!!

Ich habe sofort die AA und meinen Betreuer davon in Kenntnis gesetzt.
Leider häufen sich solche Sachen in letzter Zeit. Aber das ich sowas jetzt auch schon von der AA bekomme, ist neu. Naja, die können auch nicht hinter jedes Angebot kucken. :(

Foxy51
09.04.2009, 23:19
Hi

Ich hatte letzten Monat einen Anruf.
Der Fragte ein ganz netter Herr ob meine Stellungssuche bei der Arbeitsagentur aktuell wäre. Ja sagte ich. Er meinte das wäre genau was wir suchen. 20 Jahre Erfahrung als Mechaniker.Ob man sich mal treffen könnte, So lernt man sich besser kennen.
Ok, er mir die Adresse gesagt und noch eine E Mail Bestädigung geschickt.
Klasse dachte ich, fahre dann 3 Tage später dort hin.
Pünktlich um 10:00 Uhr war ich da.
Ging dann ins Gebäude standen da schon 10 Leute. Was war das Ende vom Lied. Versicherungen verkaufen.

Gruss Foxi