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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Durchs Zusammenziehen finanziell komplett vom Mann abhängig?


Mama27
25.01.2007, 17:58
Hallo. Ich bin im 2.Jahr meiner Elternzeit, die noch bis Mitte 2008 läuft. Mein Sohn wird Mitte 2007 2 Jahre alt, dessen Erzeuger zahlt 177 EUR monatlich Unterhalt. Derzeit wohne ich allein mit meinem Sohn, beziehe Hartz IV. Also die Grundsicherung zu den Lebenshaltungskosten. Zuzüglich Kindergeld und derzeit noch Erziehungsgeld (beides zusammen 454EUR).

Mein Freund ist selbständig, die Scheidung von seiner Ex läuft, mit ihr hat er 4 Kinder aus dieser Ehe. 2 dieser Kinder leben bei ihm. Er zahlt Unterhalt für 2 Kinder, bezieht Kindergeld für die anderen 2, die bei ihm leben. Er hat ein Haus, dessen noch offene Raten in etwa dem entsprechen, was er bereits abbezahlt hat. Durch seine Selbständigkeit ist der Geldfluss nicht immer regelmässig und konstant und leider meist auch weniger, als man sich wünschen würde.

Wir haben darüber gesprochen, dass ich eventuell mit meinem Sohn zu ihm ziehe. Und wir wünschen uns ein "gemeinsames" Kind in absehbarer Zeit.
Ich habe Angst, komplett abhängig von ihm zu sein, was aber derzeit nicht anders möglich wäre und auch, dass wir uns finanziell überschätzen und es "nicht packen".

1. Wie kann man in Erfahrung bringen, ob nach dem Umzug zu ihm mir noch irgendwelches Geld zusteht oder ob mein Freund für mich und meinen Sohn komplett aufkommen muss?
2. Eine "pauschale" Anfrage ans Amt für Arbeit und Soziales wird ja nicht möglich sein?!
3. Gibt es allgemeine Berechnungsverfahren, sodass wir beide Varianten durchrechnen können?
4. Kann auch ein Lebenspartner Miete verlangen, wenn man zusammen in sein Haus zieht oder würde soetwas seitens des Amtes nicht anerkannt werden?

Danke!!

ratsuchende
26.01.2007, 10:01
Hallo!
Unabhängig von allen rechtlichen Vor- und evtl. Nachteilen:
Bei der geschilderten Sachlage würde ich dringend davon abraten, zusammenzuziehen!!!

Frau, alleinerziehend - Alg2-Empfängerin
Mann, selbständig, mit 2+2 Kindern, mitten in Scheidung lebend, zusätzlich durch Haus- Wohnungseigentum Schulden

Da sind so viele (Rechts-)Bereiche betroffen - Unterhalt für Kinder und Ex-Frau - schwierige Einkommensermittlung bei Selbständigkeit - Streit um Wohneigentum - Kredit - das gibt Stress ohne Ende!

Erst mal abwarten, bis sich die Lebenssituation bezügl. Scheidung - Unterhaltsverpflichtung geklärt hat, so daß effektive Zahlen verfügbar sind und dann nochmal überlegen...

StephanK
26.01.2007, 10:46
Erst mal abwarten, bis sich die Lebenssituation bezügl. Scheidung - Unterhaltsverpflichtung geklärt hat, so daß effektive Zahlen verfügbar sind und dann nochmal überlegen...Die Fragestellerin hatte zwar eigentlich nur nach den sozialrechtlichen Folgen gefragt, aber ich teile die Meinung der "Ratsuchenden".

Darüber hinaus: Auf der "rein menschlichen Ebene" sollte wohl nicht vergessen werden, dass vier gemeinsame Kinder ein "starkes Band" zur derzeitigen Ehefrau sind. Natürlich weiss ich nichts über diese Ehe und ihren "Zerrütungs-Grad", aber auch unter diesem Aspekt komme ich zur gleichen Schlussfolgerung wie die "Ratsuchende" und hielte es für klüger (und vorsichtiger), ein Zusammenwohnen noch hinauszuschieben.

Wenn es Dir am Ende der Elternzeit hoffentlich gelingt, wieder in Deinen Beruf einzusteigen, stehst Du wirtschaftlich auf eigenen Füßen und vermeidest die (von Dir, wie Du selbst schreibst, gefürchtete) finanzielle Abhängigkeit von einem Mann, der zudem mit Unterhalts- und Kreditverpflichtungen stark belastet ist. Auch in solchen "Herzensangelegenheiten" sollte man das kühle Rechnen nicht ganz vergessen...