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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : U25 Ausziehen in Ausnahmefällen?


Anika1987
30.01.2007, 13:46
Hallo,

ich habe gehört, dass man Unter 25 in Ausnahmefällen doch ausziehen darf......was sind denn solche "Ausnahmefälle"?

Ich kann und will nicht mehr zu Hause wohnen, meine Mutter und ich streiten nur noch und es ist echt heftig..

Der Hammer war letzte Woche, meine Mutter hat neue Möbel für 1800€ auf Raten bestellt, auf meinen Namen, die wir uns gar nicht leisten können.
Und ich habe immer Probleme mit meinem Rücken, manchmal ist es so schlimm, dass ich mich gar nicht mehr bewegen kann, dann muss ich zum Arzt und bekomme Spritzen......
Als ich dann meiner Mutter sagte, dass ich 10€ für die Praxisgebühr brauche meinte sie nur "Dafür haben wir kein Geld, hör auf zu Rauchen, dann hast du die 10€ in einer Woche eingespart und ich geb dir dann das Geld".......ich will nicht jammern aber das ist doch nicht normal?!
Es ist ja nicht so, dass ich ein Hypochonder bin, ich habe ja wirklich höllische Schmerzen und ich finde meine Gesundheit ist auch wichtiger als neue Möbel.........

Letztes Jahr im November habe ich eine Maßnahme abgebrochen, ein BvB, ich hatte davor schon 1 Jahr so etwas gemacht und hatte nichts davon, desshalb wollte ich das nicht noch einmal machen.
Meine Mutter sagte in der Zeit immer, dass ich es doch abbrechen solle und ihr lieber zu Hause helfen und normale Arbeit suchen solle.
Das habe ich getan und das Arbeitsamt hat mir nun eine Sanktion um 100% erteilt.......seit dem bin ich in der Familie das schwarze Schaf.......mir wird unterstellt, dass ich asozial sei, und dass ich nur auf Kosten meiner Mutter leben würde und so etwas, als ich Samstag auf dem 60ten Geburtstag meiner Oma auftauchte wurde mir gesagt, dass sie so etwas Asoziales nicht bei sich auf der feier haben wollte....

Ich will mich einfach erst mal von dieser Familie abwenden.
Ich bin andauernd für alles nur der Sündenbock und das nervt.

Ich würde gerne nach Essen ziehen, denn da sehe ich mehr Perspektiven.
Es gibt vor allem auch mehr Stellenangebote. Wo ich jetzt wohne bin ich nicht vermittelbar, weil man hier ohne Auto nirgendwo pünktlich hin kommt.

Gibt es da nicht eine möglichkeit, dass das Arbeitsamt bei mir eine Ausnahme macht, so dass ich hier weg kann?


Danke schonmal

-Anika

StephanK
30.01.2007, 14:13
:welcome: Anika,
das beste und im Verhältnis zum Alg II-Träger einfachste wäre, wenn Du in Essen einen Ausbildungsplatz findest (ich nehme an, dass Du noch ohne Berufsausbildung bist).

Ohne Ausbildungsplatz umziehen ist schwierig: Dafür musst Du den Alg II-Träger davon überzeugen, dass ein Umzug "aus schwerwiegenden sozialen Gründen" notwendig ist, und zwar bevor Du einen neuen Mietvertrag unterschreibst.

Allerdings muss ich schon sagen, dass es ein ziemlicher "Klops" ist, wenn Deine Mutter Bestellungen für fast 2000 € (ohne Dein Einverständnis?) unter Deinem Namen tätigt, denn dafür haftest Du bis zum letzten Cent. Unterlagen darüber solltest Du für Dich in Verwahrung nehmen, damit die Geschichte nachweisbar ist.

Rede mit dem Alg II-Träger und schildere Deine Situation - möglichst nachprüfbar. Und kümmere Dich um einen Ausbildungsplatz - dazu musst Du schon selbst sehr aktiv werden.