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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Hartz IV


Steffen84
18.01.2006, 11:12
hallo!


ich bin neu hier, hoffe das ist das richtige forum für meine frage.
erstmal erkläre ich meine situation.

ich bin 21 und wohne mit meinen eltern zusammen.
meine mutter ist krankheitsbedingt hausfrau und hat keine bezüge.
mein vater arbeitet und bekommt ein durchschnittlichen lohn.
ich selbst bin arbeitslos, musste meine ausblidung nach einem jahr wegen eines unfalls abbrechen. die verletzung hat dazu geführt, das ich in dem beruf nicht weiter arbeiten kann.
mein vater war zu dem zeitpunkt seit der widervereinigung selbstständig.
im jahr 2003 musste er dann die selbstständigkeit beenden. da keine schwarzen zahlen mehr geschrieben wurden.
also zum arbeitsamt, arbeitslos gemeldet. aber da er selbstständig war, bekam er dann vom arbeitsamt nichts. zum sozialamt, dort haben wir die miete und die heizkosten bekommen. wir mussten einen kredit aufnehmen und die laufenden kosten zu zahlen.
2004 fand mein vater dann wieder arbeit und verdient, wie gesagt, durchschnittlich. wir mussten für die neue arbeit umziehen. die kosten mussten wir selbst tragen, also den kredit weiter belasten.
auch schulden sind in der zeit angefallen, die wir nun monatlich abzahlen.

nun meine frage, ich habe in meinem alten wohnort algII bekommen, hier am neuen wohnort jedoch nicht. da mein vater für mich aufkommen muss, bin ja sein kind. allerdings bekomme ich aber auch seit dem ich 21 bin kein kindergeld mehr, weil ich ja erwachsen bin. (ist doch widersprüchig....)
so, wie gesagt stehe ich nun komplett ohne geld da.
mein vater kann mir nichts geben, da er eben monatlich die laufenden kosten, den kredit, und die schulden begleichen muss.
aber ich brauche ja auch geld. nun hatte ich mir erfolgreich aussicht auf arbeit erkämpft und durfte ein praktikum bei einer firma beginnen, die mich im anschluss an das praktikum (also zum neuen lehrjahrsbeginn) einstellen wollten. das kam recht kurzfristig von einem tag auf den anderen.
ich war zum arbeitsamt und dort sagte man mir, das man die kosten auf jeden fall übernimmt!
daruafhin trat ich also noch am selben tag die fahrt nach leipzig mit der bahn an. mein vater kratzte sein letzes geld zusammen um mir diese chance einzuräumen.
nach einer woche bekamen meine eltern das schreiben das ich die kosten vom amt nicht bekomme, also meine eltern das mietzimmer, die fahrt- & verpfelgungskosten zahlen sollen.
da dies aber aufgrund der monatlich sehr hohen belastung nicht möglich ist, brach ich das praktikum ab.


nun zu meiner frage, warum werden denn monatliche ausgaben zur tilgung von krediten und schulden nicht mit in die hartz IV anträge mit einbezogen? ich weiss nicht, was ich noch machen soll.
mir fehlt sogar das geld für neue berwerbungsfotos.

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18.01.2006, 15:18
HAllo Steffen,

wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe bekommst DU vom Amt kein Geld da Deine Eltern zuviel vedienen und deshalb für DIch aufkommen müssen richtig?

- anderseits ist es ja so das jeder der mindesten 3 Stunden am Tag arbeiten kann ALG2 berechtigt ist, und das ist wohnortunabhängig.

übrigens Tilgungen und Kredite werden nie vom Amt berücksichtigt b.z.w. bezahlt.

und als Tip nie etwas anfangen bevor man dafür nicht die schriftliche Bestätigung vom Amt hat.

MfG

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Steffen84
18.01.2006, 20:16
hallo, danke für die antwort!

ja, so ist es. laut arge verdient mein vater soviel das er für uns aufkommen muss. tut er ja auch, aber das geld ist eben wirklich verdammt knapp, wie bei sehr vielen anderen ja auch.
da eben noch die schulden aus der arbeitslosenzeit meines vaters zu tilgen sind.

wegen der 3 stunden regel, ich kann vollzeit arbeiten. nur mit der beschränkung (von der amtsäztin der arge, dem medizinischen dienst und einem facharzt so festgestellt) das ich keine monotonen arbeiten mit dem rechten arm ausführen darf, nicht schwer heben darf und keine baugeräte führen darf. bin jedoch nicht als "behindert" sondern nur als "körperlich beeinträchtigt" eingestuft und somit nicht in diesen programmen für leute mit behinderungen.

würde ein widerspruch also angebracht sein?

ich danke schonmal für die antwort!
und wegen der sache mit dem schriftlich geben lassen werde ich auch nur noch tun. denn die fahrt mit übernachtung und allem drum und dran war nicht wirklich billig.

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18.01.2006, 21:09
Hallo Steffen,

mir ist kein Fall bekannt in dem wenn die Eltern über ein Einkommen verfügen das so hoch ist so das sie für ihre bis zu 25 Jahre alten "Kinder"
aufkommen müssen ALG2 gezahlt wurde. :patsch:

- oder einfach gesagt wenn die Eltern für das Amt zuviel verdienen müssen sie für ihre Kinder aufkommen (und das bis zu ienem Alter von 25).

Ich glaube nicht das ein Widerspruch an dieser Tatsache etwas ändert.

sorry, - aber viel Erfolg bei der Stellensuche.

MfG

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