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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Berufswahl


liquid-drummer
19.01.2006, 20:36
Hallo Leute,

ich bin etwas hin und her gerissen und zwar stehe ich jetzt vor einer REHA Maßnahme sprich Ausbildung.

Ich weiß aber eigentlich nicht was ich genau machen will bzw ich weiß das schon, aber ich traue mich kaum das zu sagen, ich meine ich bin auf dem Computer Sektor schon ein Profi und deshalb denkt jeder ich will in diesem Bereich was machen, doch das ist nicht ganz richtig.

Ich möchte viel lieber Profischlagzeuger werden, doch ich habe echt Angst das jemanden zu erzählen aus der Angst herraus das man mich auslacht, weil es ja kein richtiger Job ist.

Ehrlich gesagt habe ich auch etwas Angst das sollte ich so eine Ausbildung machen können, später keine Arbeit finden werde. Mir geht es hier nicht um Ruhm oder sowas, sondern darum Schlagzeug zu spielen. Ich mache das derzeit nur als Hobbie und das schon mehrere Jahre, aber ich will es ja richtig profimäßig lernen und nachher beherrschen.

Ich möchte nun eure Meinung hören, was denkt ihr darüber.

Vielen Dank!

Gruss
Liquid

balu77md
19.01.2006, 22:33
mh.. was denkst du denn wie die reaktionen sind?

als ich kleen war wollte ich lokomotivfahrer werden.. danach feuerwehrmann, polizist, zwischendurch fußballer aber meine füße waren zu klein.. hab mir dann mal 5 jahre ans bein gebunden und betonbauer gelernt und ausgeübt war 1 jahr arbeitslos, habe dann kameramann für eine nachrichtenagentur über 4 jahre gemacht.. bin wieder arbeitslos und würde jetzt gerne schauspieler werden ;-)

wenn du meine meinung hören möchtest.. nimm die reha, sprich ausbildung an und drumme in deiner freizeit.. trommel laut genug aus dem studio und vieleicht wirst du gehört und entdeckt.. :-)

Feline
19.01.2006, 23:22
wenn du meine meinung hören möchtest.. nimm die reha, sprich ausbildung an und drumme in deiner freizeit.. trommel laut genug aus dem studio und vieleicht wirst du gehört und entdeckt.. :-)

Ich schließe mich da an.
Eine fundierte Ausbildung ist auf jeden Fall gut.

Ich denke mal, ein Grundproblem ist ja auch, dass Du schlagzeugspielen nur auf einer Musikhochschule bzw. Musicalschule lernen könntest.
Und letzteres ist meines Wissens nur als Privatschule existent, ersteres gehört zu den Studiengängen. Und das wird Dir sicher kein Amt finanzieren.
Oder woher kommt die Reha-Maßnahme/Ausbildung?

ulysses
20.01.2006, 01:32
Beim Kursnet der BA habe ich z.B. folgendes gefunden:

Musik- oder Kunsthochschulstudium
Orchestermusik, Schwerpunkte: Holzbläser, Blechbläser, Pauken/Schlagzeug (Dipl.-Orchestermusiker(in))

Hochschule für Musik "Hanns
Eisler" Berlin
Charlottenstr. 55
10117 Berlin
Telefon: 030/90269730
Telefax: 030/203092478
hfm@berlin.de
http://www.hfm-berlin.de

Ort: 10117 Berlin
Berlin
Beginn: Auf Anfrage
U-Form: Vollzeit
Dauer:
Kosten: Auf Anfrage
Studiengebühr: keine
Nebenkosten
Sozialbeiträge: EUR 30,68 pro Semester, AStA-Beitrag: EUR 7,- pro Semester, Rückmeldegebühr: EUR 51,13 pro Semester

.. vielleicht kommst du ja an sowas ?

StephanK
20.01.2006, 12:13
Du schreibst, dass Du "auf dem Computer-Sektor schon ein Profi" seiest. Also hast Du zumindest schon einige Berufserfahrung und wahrscheinlich auch eine abgeschlossene Ausbildung.

Nun weiss ich nicht, was der Grund für Deine Reha-Maßnahme ist. In der Regel sind es gesundheitliche Einschränkungen, mit denen man irgendwelche EDV-bezogenen Sachen meistens besser packt als z.B. den auch körperlich anstrengenden Beruf eines Profischlagzeugers. Aber das musst Du selbst wissen und einschätzen.

ulysses hat Dich schon auf die Möglichkeit hingewiesen, das "ganz ordentlich" zu studieren, was für eine Profi-Karriere auch sinnvoll sein dürfte. Sehr wahrscheinlich wärest Du aber in Sachen Studienfinanzierung auf Dich gestellt. Einfach würde es also wohl nicht werden, obwohl man natürlich mit etwas Vorerfahrung auch schon als Studierender mit Musik etwas dazuverdienen kann.

Es kann gut sein, dass Du um den Zwiespalt zwischen "Brotberuf" und "Berufung zur Kunst" nicht herumkommen wirst. Falls Du noch ziemlich jung bist (was ich nicht weiss), wäre es wahrscheinlich schon besser, in einem "stinknormalen" Brotberuf erst mal einen Abschluss zu machen. Das bremst zwar Deinen musikalischen Fortschritt, bringt ihn aber nicht zum Stillstand. Umgekehrt wäre Dir aber der Zugang zu einem Brotberuf wohl erschwert und Du wärest auf Gedeih oder Verderb auf die Unsicherheiten und Unwägbarkeiten des Musikmarktes angewiesen...

efge
20.01.2006, 15:21
Hallo Drummer,

dass Du Profischlagzeuger werden möchtest kann ich recht gut nachvollziehen, es ist jedoch nicht erst seid heute schwierig im Musikbusiness zu bestehen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es viele Musiker. Einige haben in Arnheim Musik studiert und verdingen sich mehr recht als schlecht in ihrem Beruf und nur ganz wenige haben daraus einen Beruf machen können, der finanziell auch genügend abwirft. Andere haben aus ihrem "Hobby" einen recht guten Nebenverdienst machen können, haben aber ihren eigentlichen Beruf nicht aufgegeben. Da ich immer noch guten Kontakt zu den Profi- und "Hobby"musiker/innen habe und vieles aus ihrem Berufsalltag mitbekomme, kann auch ich Dir nur zu dem raten, was StephanK und ulysses Dir bereits geschrieben haben.
Alles Gute weiterhin an den Snares...

liquid-drummer
24.01.2006, 12:50
Hallo

das hat mir sehr geholfen. Ich denke ihr habt recht in der heutigen Zeit ist es einfach zu gefährlich einen so abhängigen Beruf machen zu wollen. Ich denke ich werde wieder in der Computerbranche versuchen fuss fassen zu können, und das ganze mit der Musik als Hobbie weiter machen. Es heißt ja nicht zwangsläufig, das es nicht irgendwann mal genug abwirft. Somit bleibt mir noch zeit mein Spielen zu Perfektionieren und zu erweitern.

Mal sehen was das arbeitsamt Freitag mir zu sagen hat, ich werde euch dann davon berichten.


vielen Dank

Liquid

p.s bin erst 24!