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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diplomarbeit - wichtige Frage


woelfchenandrea
18.04.2005, 22:22
Hallo ihr,

ich schreibe hier mit einer ganz wichtigen Bitte:

Gebt mir doch mal bescheid, wie ihr die Informationen über Hartz IV, speziell über das ALG II erhalten habt.

Wie fandet ihr den Informationsfluss des Arbeitsamts, bzw. des Job Centers? BEsonders interessiert mich das in Bezug auf Lebensversicherung und wie sie verwertet, bzw. nicht verwertet werden. Wie habt ihr euch da informiert gefühlt.

Als letztes würde mich noch interessieren, ob ihr euch hauptsächlich durch die Arbeitsagentur informiert habt oder ob ihr hauptsächlich andere informationsquellen genutzt habt?

An die, die ihre Versicherung kündigen mussten, bzw. sie vor der Verwertung geschützt haben, wie habt ihr euch von der Versicherung beraten gefühlt? (egal jetzt welche versicherung)

Mich interessiert das, weil "Hartz IV und seine Auswirkungen auf Lebensversicherungsverträge" das Thema meiner Diplomarbeit. Das Arbeitsamt hat meine Recherche extrem blockiert und ich konnte die Leute auch nicht befragen, weil man mir das verboten hat. Deshalb frage ich auf diesem Wege und bitte um eure Hilfe...eure Statements würden mir verdammt weiterhelfen!

Ich danke euch jetzt schon mal,

Andrea

Schneida
18.04.2005, 22:50
Informationen

das Thema ist sehr speziell.

Allgemein - und diese Auskunft kann ich getrost als objektiv bezeichnen, und zwar bundesweit - sind oft weder die Ansprechpartner in den ARGEn noch die Versicherungen informiert und können dementsprechend auch keine vernünftigen Informationen geben.

Sprich: Wer was wissen will, muss sich sonstwo schlau machen.

Und das nicht nur zum Thema Lebensversicherungen. Auch die Krankenkassen blicken oft nicht durch, die Familienkassen zum Kindergeld nicht usw.

Es wird sicher vieles erst durch Gerichtsurteile Stück für Stück festgelegt werden, wenn nicht vorher durch weitere Schnellschüsse Verschlimmbesserungen eingeführt werden, die das Chaos nur vergrößern.

Grüße

E.Schneider

ulysses
19.04.2005, 01:22
Schon um nicht einseitig beraten zu sein war das Gebot sich Info's zu holen wo es sie auch nur immer gab. Im persönlichen Kontakt zum Arbeitsamt war Information nur sehr schwer zu bekommen.
Das läuft ja immer so ab dass die etwas hüteren die Schulungen bekommen und die Niederen dann den Kundenkontakt erledigen müssen.

Zum Thema Lebensversicherung kann ich nichts beitragen da ich eine solche Versicherung nicht habe, hm ...

Betroffener
19.04.2005, 03:59
@woelfchenandrea,

wie Du schon an Deiner Umfrage besichtigen kannst, haben bislang alle Stimmengeber mit "schlecht" abgestimmt.

Der Begriff "schlecht" trifft es aber nicht - "gar nicht" wäre treffender.
Ohne Zugriff auf's Internet und die dort zu findenden Informationen abseits der offiziellen BA-Informationen (die aber auch nur im Internet halbwegs vernünftig zugänglich sind), hätte ich mir meine aktuelle Wissensdatenbank rund um das Thema noch nicht aufbauen können.

Aber das war auch schon 2003 so, als das Thema ICH-AG oder Überbrückungsgeld anstand. Da wurden unter anderen Leute zu den Informationsveranstaltungen eingeladen, die gerade mal Ihren eigenen Namen richtig schreiben konnten - also purer von oben angesetzter Aktionismus, der abgearbeitet wurde ohne den Leuten die wirklichen Fragen beantworten zu können - wie auch, wenn da die Menschen 20 - 30 Jahre abhängig beschäftigt waren und dann aus der schon längerfristigen Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern in die Selbständigkeit geschoben werden sollten. Wobei das noch halbwegs überschaubar war.

Die Einführung von ALG-II und SGB-II mit Gesetzen die in weiten Teilen eindeutig verfassungswidrig sind (was keinen offensichtlich wirklich gekümmert hat) hat eine ganz andere Dimension, weil das für alle Beteiligten vollständiges Neuland war.

Jeder einzelne der vielen Millionen Bescheide ist bis heute aus mehrfachen Gründen von Hause aus rechtswidrig, weil er nicht einmal den vom Gesetzgeber selbst gestellten Anforderungen entspricht (nach § 35 Abs. 1 SGB X ist ein Verwaltungsakt zu begründen. In der Begründung sind die wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Gründe anzugeben, die die Behörde zu Ihrer Entscheidung bewogen haben. Die Behörde ist ebenfalls verpflichtet bei Ermessensentscheidungen die Gesichtspunkte der pflichtgemäßen Ermessensausübung darzulegen). Die Software erlaubt aber keine nachvollziehbaren Ausdrucke der Berechnungsgrundlagen. Weiterhin werden die Datenschutzbestimmungen mit Füßen getreten und es werden nicht relevante Daten abgefragt und auch gespeichert.

Dazu müssen die Bescheide unterschrieben sein vom dafür berechtigen Mitarbeiter oder zumindest einen unterschriftsähnlichen lesbaren Namenszug tragen (nur der Name des Sachbearbeiters im Kopf reicht nicht aus).

Und im überwiegenden Fall sind die Bescheide auch noch inhaltlich sachlich falsch zu Lasten der Antragsteller, gerade wenn es um Einkommensberechnungen, Verwertung von Vermögen oder bei mehreren Personen in der Begrifflichkeit Bedarfsgemeinschaft geht.
Dann fehlt häufig das Übergangsgeld von ALG zu ALG-II, da stehen Krankenkassen im Bescheid, bei denen man noch nie versichert war, und, und ...

Wer sich nicht informiert hat, der wird schlicht bes........

Da spielt das bißchen Lebensversicherung oder der Restwert bei der Verwertung kaum noch eine Rolle - da auch hier keiner so recht weiß, wie er das berechnen soll.

Alle warten auf die Richter. Wer vom ersten Bescheid an gleich den Widerspruch wegen Verfassungswidrigkeit von Teilen der Gesetzgebung eingereicht hat, bekommt wenigstens die rückwirkende Chance auf Nachzahlung und/oder Entschädigung für falschgesetzlich verursachte Fehlleistungen - alle anderen frühestens beim nächsten Bescheid, falls ein RIchter Recht gesprochen hat im Namen des Volkes ...

Schneida
19.04.2005, 22:43
Justiz

Tatsächlich wird eine Menge hierzulande über Gerichtsurteile gelenkt. Das ist nun mal so und vielleicht gar nicht so schlecht. Richter neigen weniger zu Schnellschüssen als Politiker.

Ein kleines ketzerisches Zitat von Peter Pau Zahl zum Thema im Namen des Volkes und zu widersprüchlichen Urteilen:

"Das sollten die Völker unter sich ausmachen und mich da raus lassen."

Schon wieder Konjunktiv.

Grüße

E.Schneider

woelfchenandrea
22.04.2005, 21:03
Hi Leuts...

würd mich über ne regere Beteiligung an der Umfrage freuen..bidde

Betroffener
23.04.2005, 01:50
@woelfchenandrea,

Liebe Andrea,
das Thema Lebensversicherung ist nunmal in unsere Kreisen nicht so das Thema. Ich selber habe auch keine und war nur in ganz jungen Jahren mal dafür - aber man ist ja zum Glück lernfähig.

Ich will Dich auch nicht abbügeln, aber schau doch mal hier: Drück mich (http://www.google.de/search?q=Lebensversicherung+and+hartz+IV&hl=de&lr=&cr=countryDE&start=0&sa=N)

http://www.smiliemania.de/smilie132/00000952.gif

woelfchenandrea
23.04.2005, 07:58
@woelfchenandrea,

Liebe Andrea,
das Thema Lebensversicherung ist nunmal in unsere Kreisen nicht so das Thema. Ich selber habe auch keine und war nur in ganz jungen Jahren mal dafür - aber man ist ja zum Glück lernfähig.

Ich will Dich auch nicht abbügeln, aber schau doch mal hier: Drück mich (http://www.google.de/search?q=Lebensversicherung+and+hartz+IV&hl=de&lr=&cr=countryDE&start=0&sa=N)

http://www.smiliemania.de/smilie132/00000952.gif

witzig, aber die umfrage ziehlt ja nun nicht speziell auf Lebensversicherungen ab, sondern allgemein auf den Info fluss