Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SPD plant Arbeitsgruppe zu Kapitalismuskritik
"Der Staat muss versuchen, den Rahmen zu setzen - zu steuern und zu lenken", sagte Münterfering der "Ostthüringer Zeitung". "Wir müssen für Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Wir müssen Unternehmen davor schützen, übernommen und ausgequetscht zu werden." Der Parteichef wolle "Marktradikalismus" verhindern und "Sozialstaat gestalten".
http://www.n24.de/politik/inland/index.php/n2005042308561400002
Das steckt also dahinter. Den Träumern die Stimme bei den Wahlen abschwatzen - in Folge dann aber wieder für das Wohlergehen der Unternehmer sorgen. Vielen Dank SPD.
StephanK
05.05.2005, 13:14
Im Urwald setzen sich die Schimpansen zusammen und beratschlagen. Sie sind nämlich ganz bestürzt darüber, dass schon wieder einer der schönen schwarzen Panther von einem Tiger gerissen wurde. Also beschließen sie, dass es mit der Regellosigkeit im Urwald nicht so weitergehen kann und stellen die schwarzen Panther unter Naturschutz. Das wird die Tiger mächtig beeindrucken - oder?
Nur zu schade, dass schon bald drei Schimpansen von einem der schönen schwarzen Panther aufgefressen wurden... :twisted:
Betroffener
10.05.2005, 23:36
Bevor wir uns hier weiter ereifern, sollte jeder die Links unter "Kapitalismus brutal" sich reingezogen haben.
Dann wird vielleicht klarer, was Müntefering wirklich meint. Und einen besseren Begriff als die "Heuschrecken" kenne ich dafür nicht.
Dumm ist halt nur, daß in 2000 durch den Wegfall der Besteuerung bei Firmenkäufen es den von der Bundesregierung und Schröder durch Schaffung von speziellen Beauftragten zur Investorenwerbung auch noch massiv angelockten sogenannten "Investoren" richtig leicht gemacht wird, gesunde deutsche Firmen zu melken und mit 40% Gewinn wieder zu verschwinden.
Diese Art Investoren schaffen keine Arbeitsplätze, sondern vernichten sie.
Das Schema ist immer und überall das gleiche.
Es werden halbwegs gesunde, nicht börsennotierte Untnehmen ab 100 Mio Umsatz aufwärts gesucht. Gekauft wird mit überwiegend geliehenem Geld.
Sowohl Kredit und Zinsen müssen anschliessend die Firmen zurückzahlen, die teilweise völlig umgekrempelt werden, vorhandenes Kapital und andere Filetstücke werden rausgezogen, Betriebsteile verkauft, die Belegschaft wird ausgedünnt, die Produktion teilweise verlagert und nach 3 bis 4 Jahren landet die Firma an der Börse. Davon sehen die Firmen aber in den meisten Fällen auch nichts.
So lief es bei Vodafone/Mannesmann D2, bei Bosch/Telenorma (Tenovis), bei Siemens Nixdorf (Wincor Nixdorf) und aktuell bei Grohe (Sanitärartikel) und bei vielen anderen (Grüner Punkt).
Die klammen Stadtkämmerer verkloppen bundesweit hundertausende von Wohnungen, die überwiegend im sozialen Wohnungsbau erstellt wurden und hinterher von den Mieter für teures Geld als Einzelwohnungen gekauft werden sollen und die Mieten steigen bundesweit.
Wenn die mit uns fertig sind, geht es uns erst richtig schlecht.
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