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Betroffener
28.04.2005, 14:46
VERBRAUCHERSCHÜTZER WARNEN

O2 und Vodafone kassieren für vergebliche Anrufe

Spiegelmeldung vom 27.04.05 (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,353772,00.html)
Die Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden einen besonderen Service. Ist das Handy ausgeschaltet oder die Mailbox deaktiviert, erhalten sie beim Einschalten des Gerätes eine SMS mit den Rufnummern verpasster Anrufe. Der Haken: Vodafone und O2 schicken dem Anrufer dafür die Rechnung, egal ob sie den Service wollen oder nicht.

Vodafone-Handys: Netter Service, zweifelhaftes Kassiergebahren
Stuttgart - Selbst wenn sich der O2-Kunde über die für ihn kostenlose Informationen freut, für die Anrufer sind sie nach Ansicht der Verbraucherschützer eine ungewollte und ärgerliche Kostenfalle. Schon zu günstigen Nebenzeiten zahlten sie 49 Cent für jeden vergeblichen Anruf, teilt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit. Zu Hauptzeiten seien die Beträge noch deutlich höher.

O2 berechnet erfolglosen Anrufern seiner Kunden eine kostenpflichtige Dienstleistung, ohne vorher ihre Zustimmung einzuholen.
Unserer Ansicht nach besteht kein gültiger Vertrag zwischen einem Anrufer und dem Mobilfunkanbieter", erklärt Brigitte Sievering-Wichers, Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale. Deshalb könne er die Bezahlung des Anruf-Info-Services verweigern. Allerdings weist die Verbraucherschützerin darauf hin, dass bisher keine Rechtsprechung zu der Angelegenheit vorliegt.

Die Information über Anrufe in Abwesenheit gibt es für O2-Kunden mit Laufzeitverträgen seit Ende März, ab 17. Mai soll der Service auch für Prepaid-Kunden geschaltet werden.

Nicht nur bei O2 werden Anrufer ungefragt für die Anrufinfo per SMS zur Kasse gebeten, auch erfolglosen Anrufern bei Vodafone-Kunden entstehen die ungewollten Kosten. Wesentlich kundenfreundlicher sind hier T-Mobile und E-Plus. Sie bieten diese Netzfunktion für beide Seiten kostenlos.

Kommentar: Da haben sich die Kundenabzocker ja mal wieder was feines ausgedacht. Alleine der erfolglose Anruf z.B. von einem Vodafone Prepaid Handy kostet damit dann 79 Cent für nichts und ohne den Firmen jemals einen Auftrag dazu erteilt zu haben.

Betroffener
18.08.2005, 14:28
Da Du diesen Service nicht beauftragt hast - im Prinzip schon.
Aber wegen der anderen Malessen mit Deinem Provider wird das sicher noch schwieriger.

Hier wäre vielleicht als erstes die Kontaktaufnahme zu einer der Verbraucherzentralen sicher hilfreich. Die kennen das Problem und auch wie man sich dagegen wehrt.

Filmsammler
18.06.2006, 22:33
Das ist noch nicht alles, Vodafone kassiert sogar Pornogebühren für Behördenanrufe, dasselbe gilt auch für Arcor usw.
Vor einigen Jahren haben die behörden 01888 Vorwahlen für Bundesbehörden eingeführt. Fast alle Bundesbehörden sind nur noch über diese Nummern erreichbar. Aus dem festnetz der Telekom kostet der Anruf soviel wie ein ferngespräch nach Bonn oder Berlin, also zwischen 3 und 6 cent je Minute.
Wer nun einen festnetzanschluss bei einem anderen Anbieter als der Telekom hat, muß von diesem Anbieter festgelegte Tarife zahlen.
Ich mußte letzte Woche das Bundesfilmarchiv anrufen. Insgesamt gab es 17 Anrufe mit Verbindungen kreuz und quer durchs Haus, wobei ich sogar in Berlin wohne.
Gestern kam die Telefonrechnung : 41 Euro für Gespräche mit Sondernummer 01888......
Ich war platt und habe nachgerechnet : 40 Cent pro Minute nahm Vodafone zu Hause für diese Nummer, mehr als das 10fache der telekom. Nach wütendem Anruf stellte sich heraus, daß Vodafone die Preise für diese Nummern so festgelegt hat.
Übrigens : Auch das Arbeitsministerium ist nur über diese Vorwahl erreichbar. Wenn Ihr denen mal richtig die Meinung geigen wollt, kostet das je nach Telefonanschluß bis zu 67 cent pro Minute