Heike34
30.01.2006, 15:16
Hallo,
im Februar 2005 fing das Grauen an. Ich bekam ALG II. Einige Wochen später bekam ich einen Brief meiner Krankenkasse, in dem stand, daß ich seit Febrauar nicht mehr krankenversichert sei :shock: Also rief ich meine Krankenkasse an und fragte nach, wie das sein kann. Es stellte sich heraus, daß das Arbeitsamt mich abgemeldet und die Sozialagentur mich nicht wieder angemeldet hatte. Ich faxte also alle Unterlagen an meine Krankenkasse und dort kümmerte man sich um alles.
Im Juli 2005 wurde dann auch mein Lebensgefährte arbeitslos. Er war bis dahin selbstständig gewesen und einer seiner Angestellten hat in die Kasse gegriffen... :sad: Durch sein unregelmäßige Einkommen war ich bis zu diesem Zeitpunkt ALG II-Empfänger. Da mein Lebensgefährte weniger als 3 Jahre selbstständig war, hatte er noch bis Weihnachten ALG I "über". Also bekam er nun ALG I und mein ALG II ist weggefallen. Da began das Grauen erneut. Anfang November wurde ich krank. Meine Ärzte führten all die "günstigen" Untersuchungen durch, die ihnen so eingefallen sind: Nerven durchmessen beim Neurologen, Schlafentzugs-EEG, Kernspin... Es stellte sich dann heraus, daß ich dringend an der Wirbelsäule operiert werden müsse. Einen Tag vor meinen Krankenhaus-Termin, bekam ich einen Brief von meiner Krankenkasse, in dem stand, daß ich seit Juli nicht versichert sei. :shock: Ich rief also bei der Sozialagentur an und fragte, was denn da los sei. Dort sagte man mir, daß ich kein Geld von ihnen beziehen würde und somit auch nicht versichert sei und die Arztkosten selbst tragen müsse. :evil: Dann rief ich meine Krankenkasse an und fragte, ob das sein könne. Dort bestätigte man die Aussage der Sozialagentur und teilte mir mit, daß die Ämter verpflichtet seien, dieses mitzuteilen. Da ich aber nie etwas darüber erhalten hatte, war wieder die Sozialagentur mein Ansprechpartner. Am Telefon ließen sie sich aber auf nichts ein. Also ist mein Lebensgefährte dort hin gefahren und hat alles persönlich geklärt (ich konnte mich ja kaum bewegen). Er kam mit einem Schreiben der Sozailagentur wieder, in dem sie sich verpflichteten, rückwirkend ab Juli meine freiwillige Krankenversicherung zu übernehmen. Die Krankenkasse hatte in der Zwischenzeit einen Antrag auf freiwillige Versicherung gefaxt (Technik sei dank). Das Ganze galt bis zum Ende des ALG I meines Lebensgefährten (Weihnachten2005).
Leider hat mein Lebensgefährte bis jetzt auch noch keinen Job gefunden und ist seit Weihnachten auch ALG II- Bezieher. Der Antrag wurde zügig bearbeitet und alles lief wunderbar... bis Mitte Januar die Krankenkasse meines Lebensgefährten anrief und fragte, wieso er nicht mehr versichert sei. :wut: Naja, das kannte ich ja schon. Ein Anruf bei der Sozialagentur und er wurde rückwirkend ab Weihnachten wieder angemeldet. Dann kam auch der "Bescheid über Leistungen...". Ich stand dort als krankenversichert und war beruhigt... bis Vorgestern :twisted: Da kam ein Schreiben meiner Krankenkasse, bzw. eine Mahnung. Ich solle meine Beiträge zur freiwilligen Versicherung für Dezember und Januar errichten, ansonsten würde die Versicherung gekündigt. :-x Heute habe ich dann mit meiner Krankenversicherung telefoniert. Die nette Dame erzählte mir, daß bei sehr vielen ALG II-Empängern die Anmeldung bei den Krankenkassen vergessen werden. Sie hat sogar Fälle auf dem Tisch, wo Leute seit Anfang 2005 nicht versichert sind!!! Nun habe ich ihr meine Unterlagen zugefaxt und sie kümmert sich darum.
Meine Frage nun: Sind das Einzelfälle, oder geht das wirklich vielen so? Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. Arbeitet man so in der freien Wirtschaft, ist man seinen Job schneller wieder los, als man ihn bekommen hat und bei den Ämtern sitzen sich die (oft unfähigen) Sachbearbeiter den "Hintern" platt. Nun habe ich auch noch mein letztes Fünkchen Vertrauen in unseren "Sozialstaat" verloren.
Gruß
Heike
im Februar 2005 fing das Grauen an. Ich bekam ALG II. Einige Wochen später bekam ich einen Brief meiner Krankenkasse, in dem stand, daß ich seit Febrauar nicht mehr krankenversichert sei :shock: Also rief ich meine Krankenkasse an und fragte nach, wie das sein kann. Es stellte sich heraus, daß das Arbeitsamt mich abgemeldet und die Sozialagentur mich nicht wieder angemeldet hatte. Ich faxte also alle Unterlagen an meine Krankenkasse und dort kümmerte man sich um alles.
Im Juli 2005 wurde dann auch mein Lebensgefährte arbeitslos. Er war bis dahin selbstständig gewesen und einer seiner Angestellten hat in die Kasse gegriffen... :sad: Durch sein unregelmäßige Einkommen war ich bis zu diesem Zeitpunkt ALG II-Empfänger. Da mein Lebensgefährte weniger als 3 Jahre selbstständig war, hatte er noch bis Weihnachten ALG I "über". Also bekam er nun ALG I und mein ALG II ist weggefallen. Da began das Grauen erneut. Anfang November wurde ich krank. Meine Ärzte führten all die "günstigen" Untersuchungen durch, die ihnen so eingefallen sind: Nerven durchmessen beim Neurologen, Schlafentzugs-EEG, Kernspin... Es stellte sich dann heraus, daß ich dringend an der Wirbelsäule operiert werden müsse. Einen Tag vor meinen Krankenhaus-Termin, bekam ich einen Brief von meiner Krankenkasse, in dem stand, daß ich seit Juli nicht versichert sei. :shock: Ich rief also bei der Sozialagentur an und fragte, was denn da los sei. Dort sagte man mir, daß ich kein Geld von ihnen beziehen würde und somit auch nicht versichert sei und die Arztkosten selbst tragen müsse. :evil: Dann rief ich meine Krankenkasse an und fragte, ob das sein könne. Dort bestätigte man die Aussage der Sozialagentur und teilte mir mit, daß die Ämter verpflichtet seien, dieses mitzuteilen. Da ich aber nie etwas darüber erhalten hatte, war wieder die Sozialagentur mein Ansprechpartner. Am Telefon ließen sie sich aber auf nichts ein. Also ist mein Lebensgefährte dort hin gefahren und hat alles persönlich geklärt (ich konnte mich ja kaum bewegen). Er kam mit einem Schreiben der Sozailagentur wieder, in dem sie sich verpflichteten, rückwirkend ab Juli meine freiwillige Krankenversicherung zu übernehmen. Die Krankenkasse hatte in der Zwischenzeit einen Antrag auf freiwillige Versicherung gefaxt (Technik sei dank). Das Ganze galt bis zum Ende des ALG I meines Lebensgefährten (Weihnachten2005).
Leider hat mein Lebensgefährte bis jetzt auch noch keinen Job gefunden und ist seit Weihnachten auch ALG II- Bezieher. Der Antrag wurde zügig bearbeitet und alles lief wunderbar... bis Mitte Januar die Krankenkasse meines Lebensgefährten anrief und fragte, wieso er nicht mehr versichert sei. :wut: Naja, das kannte ich ja schon. Ein Anruf bei der Sozialagentur und er wurde rückwirkend ab Weihnachten wieder angemeldet. Dann kam auch der "Bescheid über Leistungen...". Ich stand dort als krankenversichert und war beruhigt... bis Vorgestern :twisted: Da kam ein Schreiben meiner Krankenkasse, bzw. eine Mahnung. Ich solle meine Beiträge zur freiwilligen Versicherung für Dezember und Januar errichten, ansonsten würde die Versicherung gekündigt. :-x Heute habe ich dann mit meiner Krankenversicherung telefoniert. Die nette Dame erzählte mir, daß bei sehr vielen ALG II-Empängern die Anmeldung bei den Krankenkassen vergessen werden. Sie hat sogar Fälle auf dem Tisch, wo Leute seit Anfang 2005 nicht versichert sind!!! Nun habe ich ihr meine Unterlagen zugefaxt und sie kümmert sich darum.
Meine Frage nun: Sind das Einzelfälle, oder geht das wirklich vielen so? Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. Arbeitet man so in der freien Wirtschaft, ist man seinen Job schneller wieder los, als man ihn bekommen hat und bei den Ämtern sitzen sich die (oft unfähigen) Sachbearbeiter den "Hintern" platt. Nun habe ich auch noch mein letztes Fünkchen Vertrauen in unseren "Sozialstaat" verloren.
Gruß
Heike