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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Falsche Krankenkasse im falsch berechneten Bescheid


Betroffener
29.04.2005, 11:56
Hier habe ich mal wieder einen spannenden Fall.
Nach Bezug von ALG stand im Februar 2005 der Wechsel zu ALG-II an.
Um keine Nachteile zu haben wegen der erwarteten langen Bearbeitungszeit wurde bei der bestehenden Krankenkasse BARMER sicherheitshalber eine private Weiterversicherung für 125 Euro monatlich abgeschlossen und inzwischen für 3 Monate bezahlt (Februar bis Ende April).

ALG-II Antrag korrekt ausgefüllt, überprüfen lassen und am 28.02.05 abgegeben und es dauert und dauert. Auf schriftliche Rückfragen keine Reaktion. Anrufe werden entweder nicht entgegengenommen bei Arbeitsagentur oder ARGE:

- kein Anschluß unter dieser Nummer
- es nimmt keiner ab
- oder es ist besetzt

Nach über 7 Wochen kam dann endlich Mitte April der Bescheid.

- Grundversorgung OK
- Miete / Heizung OK
- Übergangsgeld FEHLT
- Krankenkasse DAK statt BARMER eingetragen

Telefonischer Klärungsversuch endet erneut wie oben.
Widerspruch eingelegt per Einschreiben.

Problem: Die BARMER würde gerne die zuviel privat entrichteten Beiträge zurückzahlen, kann aber nicht, weil sie keine Versichertenanmeldung von der BA hat. Weiterhin gibt es praktisch keine Versicherung, eben weil die BA die falsche Krankenkasse eingetragen hat.

Von der DAK gab es aber auch noch keine Mitteilung, die in irgendeiner Form das neue Krankenkassenmitglied "begrüßt".
Von der BA oder ARGE gibt es auch keine Rückmeldung.

Theoretisch müsste jetzt wieder die Versicherung privat weitergeführt werden ab dem 01.05.2005.
Zu den bereits bevorschußten 375 Euro Krankenkasse kämen dann jetzt noch mal 125 Euro für Mai hinzu, denn ich rechne nicht mit einer Bearbeitungszeit unter 6 Wochen für den Widerspruch gegen den falschen Bescheid.
Hat jemand sachdienliche Hinweise, wen man wo "küssen" muß?

ulysses
29.04.2005, 14:46
Mit Krankenversicherungen und Arbeitsamt habe ich einige Erfahrung. Deshalb fühle ich mich hier aufgerufen. Aber jetzt so, mit den ganzen Vorgängen die schon gelaufen sind weiß ich auch keinen Rat da sich die BA ja offenbar nicht kümmern mag oder nur unzureichend kümmert.

Theoretisch wäre es richtig gewesen die Krankenkasse anzugeben b.z.w. zu wählen ( ALGII ist ein völlig neuer Vorgang und ermöglicht die Kassenwahl ) und einfach gar nichts zu tun. Automatisch ist man dann rückwirkend bei der Krankenkasse versichert nachdem das Amt die Anmeldung vollzogen hat. Versäumt das Amt die Anmeldung kann man vor dem Sozialgericht klagen; dazu muß man aber nicht einmal aus dem Sessel aufstehen da das alles schriftlich zu erledigen ist.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben ohne noch zusätzlich zu verwirren.

Betroffener
30.04.2005, 01:04
ulysses,

Theoretisch wäre es richtig gewesen die Krankenkasse anzugeben b.z.w. zu wählen ( ALGII ist ein völlig neuer Vorgang und ermöglicht die Kassenwahl ) und einfach gar nichts zu tun. Automatisch ist man dann rückwirkend bei der Krankenkasse versichert nachdem das Amt die Anmeldung vollzogen hat. Versäumt das Amt die Anmeldung kann man vor dem Sozialgericht klagen; dazu muß man aber nicht einmal aus dem Sessel aufstehen da das alles schriftlich zu erledigen ist.
Es gab keine Änderung der Kasse. Auf dem Antrag war die seit Jahrzehnten genutzte Krankenversicherung inklusive der Versicherungsnummer in den dafür vorgesehenen Feldern ausgefüllt ebenso wie der letzte Tag der Zahlung des Arbeitslosengeldes inkl. der Kundennummer und inkl. der Höhe der monatlichen Zahlung. Mehr kann man nun wirklich kaum tun, denke ich.
Das dann noch falsch zu bearbeiten, ist schon ein starkes Stück, finde ich.