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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ergebnisse und gesellschaftliche Auswirkungen von Hartz IV


StephanK
16.03.2007, 23:56
Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE

Auszüge: Dadurch [Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe] wurden Ineffizienzen im Nebeneinander von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige beseitigt und insbesondere die Eingliederungschancen der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger in ungeförderte Beschäftigung verbessert. (S. 4)

Auch für die Grundsicherung für Arbeitsuchende gibt es gemäß § 55 SGB II eine umfassende allgemeine Wirkungsforschung, die zu großen Teilen vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) [der Bundesagentur für Arbeit] durchgeführt wird. (S. 5)

Nach Angaben der Bundesregierung gehen 16 % der SGB II- Fördermaßnahmen an Personen, die kein Alg II erhalten, so dass auch diese Personengruppe ausreichende Eingliederungsleistungen erhalte; allerdings wisse sie gar nicht, wie groß diese Personengruppe sei. (S. 6/7)

Erstmals gibt es Zahlenangaben über die Förderungsleistungen (für den Zeitraum Januar bis September 2006) (Seite 7). Zwei davon seien hier hervorgehoben: Es gab immerhin 44 000 Menschen, deren berufliche Weiterbildung gefördert wurde und - sage und schreibe - 294 000 1-€-Jobber.

Die Bundesregierung betont, dass 1-€-Jobs nicht in erster Linie der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt dienen, sondern die "erste Stufe einer Eingliederungsleiter" seien, der weitere Schritte wie z.B. Weiterbildung folgen sollen. Angaben zur Verdrängung regulärer durch 1-€-Jobs könne sie aber nicht machen.

Die Frage, in wie vielen Fällen Antragsteller wegen der Anrechnung von Partnereinkommen kein Alg II erhalten, konnte die Bundesregierung nicht beantworten (S. 13).

Der umfangreiche Text berührt viele andere Themen wie z.B. die Methode zur Ermittlung des Regelsatzes der Leistung zum Lebensunterhalt, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen werden kann.

Im Original als PDF-Datei nachzulesen hier (http://dip.bundestag.de/btd/16/042/1604210.pdf)

Seebarsch
17.03.2007, 15:51
Nach dem ersten Überfliegen kommt mir der Eindruck:
- kennen wir nicht,
- stimmt so nicht,
- wir haben nur alte Daten,
- wir haben keine Daten,
- die Daten müssen die Kommunen haben, haben aber nicht,
- wir sind nicht zuständig,
- können wir nicht sagen, weil wir nicht erheben,
- bei IAB bzw. BA nachsehen,
- im Übrigen läuft alles prima.
Sowieso können wir nichts mit der Arbeitsmarktpolitik machen, weil Wirtschaft etc....

Bei soviel Nichtwissen frage ich mich, was die überhaupt wissen ?
Wie wird entschieden, wie wird geplant?
Da fehlt nur noch der Hinweis, man sollte doch die Servicenummer der ARGE anrufen!

Wenn sie denn nichts wissen, woher kommen dann immer die eindeutigen Aussagen der Spitzenpolitiker?

Es ist einfach grausig!
:wut:

Upsala
17.03.2007, 23:34
Bei soviel Nichtwissen frage ich mich, was die überhaupt wissen ? Nicht viel, denke ich, wollen die wissen. Auch wenn es :offtopic: ist, hier mal ein Beispiel wie „beschränkt“ man denkt. Ebenfalls eine Anfrage der LINKEN! "Mit welchem Kerosinverbrauch und welchem Kohlendioxidausstoß rechnet die Bundesregierung beim Einsatz der Bundeswehrtornados in Afghanistan?"
-….- Doch sei wegen wegfallender Übungsflüge im Ernstfall "der Kerosinverbrauch in Afghanistan" dem "Minderverbrauch in Deutschland gegenzurechnen".:patsch:

taz (http://www.taz.de/pt/2007/03/02/a0127.1/text)

Seebarsch
18.03.2007, 12:21
Wie sagt bei uns der Bauer?
"Regen im Mai, April vorbei!"
Auf eine dämliche Frage die entsprechende Antwort!
:-P

Upsala
18.03.2007, 20:44
Wer nicht fragt bleibt dumm! Frag mal deinen CO2-Coach.:)

Seebarsch
18.03.2007, 23:12
Mein persönlicher Co2-Berater sitzt hinten rechts in der Hosentasche. Der sagt mir eindeutig, wenn ich Energie spare, spare ich Knete und auch Co2!

Allerdings kann das sparen auch in die Hose gehen, wie uns die Stadtwerke letztes Jahr mitteilten.Weil der Wasserverbrauch so stark gesunken ist, mussten die Preise erhöht werden um keine Verluste zu machen!
:wut:

Upsala
18.03.2007, 23:21
"Am Ende ist alles ein Witz"
sagte Charlie Chaplin, aber um zum Alltag zurückzukehren: „Reichst du mir bitte mal das Salz, Schatz?“ (Konrad Adenauer beim Frühstück am 27.8.1964)

Vermeiden Sie Witze der Sorte: "Wie viele Blondinen braucht man, um eine Glühlampe zu wechseln?" Formulieren Sie lieber: "Wie viele wasserstoffhelle Ökoaktivistinnen braucht es, um eine Energiesparlampe zu wechseln?" Die Pointe könnte so aussehen: "Fünf. Eine wechselt, die anderen vier installieren das Windrädchen."

Quelle (http://www.ftd.de/meinung/dasletzte/164778.html):engel: