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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie überlebt man menschenwürdig mit 345 € ???


Minga610
06.02.2006, 10:49

StephanK
06.02.2006, 11:33

Minga610
06.02.2006, 12:53

StephanK
06.02.2006, 13:31

TommyHB
07.02.2006, 02:04
Das mit den Bewerbungskosten ist mir bekannt, ich versuche aber so wenig wie möglich unseren überforderten Ämtern und Behörden weitere Kosten zu verursachen. Zum größten Teil auch aus Selbstachtung. Hab auch keine Lust bei diesen Herrschaften "betteln" zu gehen.

Ich kann in deinem Fall nicht beurteilen, ob das nicht genau der falsche Weg ist. Denn seien wir doch mal ehrlich je weniger sich diese Kosten erstatten lassen, desto schneller kann doch auch das Amt davon ausgehen das eben die Hilfebedürftigen noch genug Geld haben. Ich will damit sagen, dass dann die Menschen unterstützt werden in ihrer Meinung die in den Medien sagen das 345 Euro noch zuviel sei.
Selber von mir aus kann ich sagen dass ich mich kaum noch schriftlich bewerbe, weil eben nichts da ist. Und wenn ich es dann mal mache sind es drei Bewerbungen im Monat. Und ich gehe nicht nach dem Prinzip Bewerbungen auf "Gut Glück" zu versenden. Also mache ich diese Kosten eben wegen des sehr lästigen Verfahrens auch nicht geltend. Mal sehen wann mir das sowieso das erste Mal vorgeworfen wird seitens der Behörden unter dem Vorwand "Eigenbemühungen". Ich werde es euch aber in diesem Fall wissen lassen.

Zur Lebenssituation mit 345 Euro. Da kommt man nur mit viel Sarkasmus, Zynismus und Polemik durch. Über dieses Thema gäbe es noch so viel zu schreiben, das würde das Forum sprengen.

Die Lebensituation ist beschissen. Und 345 Euro im Monat sind einfach lachhaft wenn man bedenkt das die notwendigen Kosten alle von uns selber zu tragen sind. Aber ich sage dir sie scheint nicht beschissen genug zu sein, denn man sieht das die Ämter unter sich auch noch gerne einen drauf setzen können. Als Beispiel schreibe ich dir mal:
Ich habe bei der BA Schulden aufgrund überzahlten Überbrückungsgeld aus der Selbstständigkeit. Der BA habe ich den Bescheid der sich hier in Bremen nennenden BAgIS zugesandt und denen geschrieben es gibt kein Geld. Nun macht die BA aber folgendes ... sie schreibt die BAgIS an und will nun prüfen lassen inwieweit eine Verrechnungsmöglichkeit nach § 52 i.V.m. § 51 SGB I erfolgen kann. Nun frage ich mich langsam wie weit gilt für die Bundesbürger eigentlich noch das GG. Scheinbar und so sehe ich es im Moment hebelt ein Gesetz das andere aus. Wenn du nach §§ XXX meinst im Recht zu sein... besagt aber §§ YYY du hast die A-Karte und eben kein Recht.
Es geht meines Erachtens schon lange nicht mehr um das "Fördern" sonder das "Fordern" steht im Vordergrund. Und bei diesem "Fordern" sind sich die Bearbeiter in den Behörden nicht einmal zu fein... andere in den Ruin zu schicken oder in die psychische Krankheit. Wenn alle die Betroffen sind sowie nun die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst an einem Strang ziehen würden, nur dann haben wir alle die Möglichkeit auch wieder etwas zu ändern.

Muggel
07.02.2006, 08:09